Ich kann und will nicht mehr

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Nimue1212
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Nimue1212 »

Von mir auch ein solidarischer Drücker! Ich komme meistens ganz gut klar mit der nächtlichen Stillerei, weil ich dabei nicht aufwachen brauche sondern weiterschlafen kann. In manchen Nächten allerdings bin ich auch ziemlich fertig. Meistens ist das, wenn mein Mann Nachtschicht hat. Dann will nämlich Olivia auch mit mir kuscheln (weil eben Papa nicht da ist) und rückt an meinen Rücken ran, jammert aber die ganze Zeit, dass sie lieber auf der anderen Seite liegen möchte. Aber da ist ja auch besetzt!

Übrigens akzeptiert mein Sohn irgendwelche anderen Getränke nur tagsüber. Nachts oder morgens im Bett gibts für ihn nur Mumi.

Also auch von mir kein Ratschlag, außer dem schon genannten: Konsequenz zeigen! (Ich weiß, das ist sooo leicht gesagt und sooo schwer umzusetzen :? )
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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Tagsüber Zirkus, Abends Theater
Maia
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Maia »

Ach du Arme, ich kann dich voll verstehen. Das zehrt einfach.

Bei uns ist es so, dass der Kleine auch in die Kita geht. Wenn ich ihn hole, ist er als erstes an der Brust, und auch den Rest des Tages kommt er sehr, sehr oft. Für mich ist das auch oft anstrengend (zumal er auch ständig an der anderen Brust rumfummeln will, was ich oft nicht gut ertragen kann). Andererseits ist es aber für uns beide die Möglichkeit, Nähe nachzuholen. Ich bin irgendwie auch froh, dass er immer zum Stillen kommt, weil er mir - obwohl ich sehr gerne arbeite und es auch nicht anders haben möchte als es ist - doch auch fehlt, wenn er nicht bei mir ist.

Nachts stillt er auch viel - ich würde sagen, so alle drei Stunden mindestens. Er schläft auch im Familienbett. Ich werde aber, ehrlich gesagt, gar nicht richtig wach. So hält sich das für mich mit dem Schlafmangel in Grenzen. Wirst du denn jedes Mal wirklich wach, wenn sie stillt?

Alle paar Tage gehe ich allerdings auch mit den Kindern schon um halb acht ins Bett und schlafe mit ein, weil ich wohl doch irgendwie Schlafmangel habe. Das gleicht irgendwie ganz gut aus.

Was ich übrigens letztens gemacht habe, war mal einen ganzen Tag und eine Nacht allein wegzufahren. Ich weiß, das würden viele hier bei einem so kleinen Kind nicht machen, aber ich war zu einer Hochzeit eingeladen, die mehrere hundert Kilometer weg war und ich hätte es zu stressig gefunden, das mit der ganzen Familie fürs Wochenende zu machen.
Ich habe diesen einen Tag allein soooo genossen. Und die Nacht auch. Vielleicht kannst du auch mal so einen Tag 'nur für dich' einrichten? Davon zehre ich auch jetzt, Wochen später, immer noch.

Pantley hat mir übrigens schon beim ersten Kind nicht geholfen, auch wenn das Buch sehr interessant ist.

Alles Gute für euch!
Maia + grosser Sohn (12/05) + kleiner Sohn (06/08 ) + kleine Tochter (05/11)
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LaLeMi
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von LaLeMi »

Dauermüde war und bin ich irgendwie immer mal mehr, mal weniger, seid die Maus auf der Welt ist... jetzt mit der Schwangerschaft ist es supersuperkrass, obwohl ich ganz viel und lange schlafe (mache mit ihr Mittagsschlaf, gehe z.T. mit ihr ins Bett und schlafe morgens meist länger als sie...).
Komischerweise, auch in der Zeit, als die Maus nachts nicht mehr oder max. 1x gestillt hat, lag dann manchmal ICH wach bzw. zumindest war dann das nach oder noch beim Stillen wieder einschlafen vorbei...
Vermutlich sind wir Mamas total schlafgestört und müßten uns ferbern :? :lol:

Übrigens hat meine Maus nun mit dem Arbeiten auch nicht bewußt dann nachts oder bei meiner Anwesenheit mehr gestillt. Das blieb ca. gleich.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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mucha
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von mucha »

so, jetzt senf ich auch noch dazu und "oute" mich mal. irgendwo hier hab ichs zwar schon mal geschrieben, finds aber im moment nicht mehr...

ich arbeite seit anfang august auch wieder und stehe morgens um 6 uhr auf. zudem bin ich wieder schwanger. dass kinder dann besonders viel stillen mächten, scheint normal zu sein. na gut. erst hab ich gehadert, dann hab ich gedacht "ok, stillst halt dann irgendwann zwei", letztendlich war ich aber irgendwann so dermaßen fertig vom nächtlichen dauergenuckel (jakob hat nur noch nachmittags und abends zum einschlafen und eben nachts gestillt), dass ich einfach nicht mehr konnte.

viele nächte lang hab ich (ähnlich wie du) ihn hingehalten irgendwie, nur noch ein- oder zweimal gestillt, ihn irgendwie abgelenkt und solche scherze. es hat uns beiden überhaupt nicht gut getan. eines tages (vor knapp zwei wochen) war ich dann an einem punkt, wo ich genug klarheit hatte, mich dazu zu entscheiden, ihn abzustillen. er (und ich denke neela auch) ist noch zu klein, um zu verstehen, dass es nur ein- oder zweimal was gibt, die anderen male nachts aber nichts. da das stillen bei uns immer mit schlaf verbunden und eigentlich nicht mehr der nahrungsaufnahme gedient hat, hab ich entschieden, ganz abzustillen.

das war zugegebenermaßen eine nacht und einen nachmittag wirklich nicht schön. für keinen von uns. aber wir waren immer bei jakob, haben ihn getröstet (er war vor allem wütend und aufgebracht, nie panisch), ihn gesteichelt, getragen, beruhigt - was soll ich sagen: seit diesen anderthalb harten tagen ist das stillen geschichte. er schläft abends nach dem kuscheln ein, wacht nachts immer noch ab und an auf, trinkt nen schluck wasser und schläft sofort weiter (ungefähr 1-2 mal nachts). ich bin so ausgeruht morgens wie seit der schwangerschaft nicht mehr.
seinen milchbedarf decke ich, indem er morgens joghurt mit früchten bekommt, abends einen milchbrei aus milch, hirse und gematschter banane. kuhmilch pur oder verdünnt ist nicht so seins, ich denke aber, dass er so auch genug bekommt.

wenn die situation für dich nicht mehr tragbar ist, ändere sie. dein kind profitiert ungemein davon, wenn du kein aggressives nervenbündel bist (ich war das streckenweise definitiv). es ist nun mal so, dass nicht jeder von uns (ob ers denn wollte oder nicht sei mal dahingestellt) zu hause bleiben, seinen nächtlichen schlafentzug mit tagschläfchen kompensieren und sich (ich nenns jetzt mal einfach so, weils mir echt - besonders beim thema stillen - manchmal so vorkommt) in seinen eigenen bedürfnissen seinen kindern opfern kann. neela ist 13 monate alt, keine 4 oder 5 monate. du hast lange gestillt und deinem kind das beste gegeben, solange es ging. wenns jetzt nicht mehr geht - dann ist es halt so.
viele grüße von v. mit j. (10/08) und a. (5/10) und e. (4/13)

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LaLeMi
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von LaLeMi »

Ja, ich denke, es hängt wirklich maßgeblich davon ab, wie wichtig einem selbst und dem Kind das Stillen noch ist. Ist es nicht, dürfte auch das Abstillen leicht fallen.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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jolean
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von jolean »

Hallo Patty,

es wurde schon viel gesagt, daher fasse ich mich kurz: ich denke auch, dass es für Neela eine ganz ungewohnte Situation ist mit dem Kinderladen, und dass daher mit besonders viel Sorgfalt auf ihre Bedürfnisse geachtet werden sollte. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass du auf dich genauso achten musst, und wenn es dir wirklich zu viel und zu anstrengend ist, dann musst du etwas ändern. Dazu musst du dir zunächst aber mal selbst sicher sein, dass du etwas ändern willst und musst, halbherzige Aktionen und Ausprobieren sind nach meiner Erfahrung mit meinem Großen einfach zum gnadenlosen Scheitern verurteilt. Zumindest mein Kind hat sehr zielsicher gemerkt, wenn ich mir unsicher war. Damit meine ich nicht, dass du "hart bleiben" musst und sie um's Verrecken nicht stillen sollst, sondern ich meine: sei du dir zuerst ganz sicher, dass das der richtige Weg ist, und dann versuche den Weg zu gehen.

Wir haben mit 1,5 Jahren nachts abgestillt, bei der Kleinen bin ich noch dabei. Du kannst ja mal in muchas Thread nachlesen, da habe ich es genauer beschrieben: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6#p1157696

Bei der Kleinen mache ich es ähnlich wie beim Großen, ich biete Alternativen an (Wasser, Singen, Tragen ...), und wenn das nicht klappt, dann stille ich sie. So geht es natürlich auf und ab, mal stille ich gar nicht nachts, dann kommen Zähne und ich stille wieder 3 Mal, aber ich merke doch eine kontinuierliche und dauerhafte Abnahme der Stillpausen, und das ist alle was ich im Moment will und brauche.

Alles Gute für euch, ich hoffe, es geht euch bald besser!

Soviel zum Thema "kurz fassen" :oops:
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Patty
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Patty »

Ich danke Euch allen schon mal. Ich werde langsam klarer. Und eins ist mir auf jeden fall klar geworden. Ob und wieviel sie tagsüber stillt, ist mir eigentlich egal, das könnte ich nach bedarf, aber nachts, das geht so nicht weiter. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie und was ich genau nachts ändere. nachts abstillen, ja, ich denke schon, aber wie? Ich denke mal noch ein bisschen... ;). Wegen Milch muss ich noch mal nachlesen. Also Kuhmilch kommt mir nciht ins Haus (bins elbst Allergiker und da sehr skeptisch) und die darin enthaltenen Nährstoffe kann man sicher auch anders zuführen. Ich gucke mir mal das Eugster Buch an. Oder hat sonst jemand Empfehlungen?
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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Zierbanane
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Zierbanane »

Liebe Patty,

bei uns hat das nächtliche Abstillen erst funktioniert als der Papa nachts übernommen hat. Ich bin zum schlafen ausgezogen.

LG!
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Patty
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Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Patty »

Oh weh, Papa ist so oft nicht da. Aber muss er ja auch nicht, 2-3 Nächte reichen wahrscheinlich, oder? Aber schlafen geht mit Papa normal gar nicht, wird es da nicht noch schwieriger? Oder wenn Bruch, dann richtig? Hm...
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
Lösche Benutzer 1828

Re: Ich kann und will nicht mehr

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich habe den Großen auch anfangs nachts abgestillt - allerdings war er da schon 2,5 Jahre alt und ich schwanger.....wir haben das recht langsam gemacht, aber natürlich kann ich mit einem Kind in dem Alter auch andere kommunizieren......
ich denke aber, wenn Du das WIRKLICH willst, geht das auch ohne Vater - zumal ich Milch- und Mama-Entzug gleichzeitig schon etwas heftig finde
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