Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

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Lösche Benutzer 1828

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

lass doch jeden, wie er mag....
und natürlich ist es für Kinder toll, zu laufen - an den Strecken, wo Simon immer läuft, kann ich ihn absolut nicht dazu bewegen, im Wagen zu sitzen.
Wenn es nach ihm ginge, würde er noch viel mehr laufen wollen.
Und sich nach dem Tempo des Kindes richten ist doch auch toll - kann für alle schön sein.
Für mich ist es leider auch Luxus - Kindergarten und Schule sind halt weiter weg und da muss Simon halt rasch mitkommen, sonst würde ich das alles nicht schaffen. Da muss halt geschaut werden - Bedürfnis gegen Bedürfnis. Und da finde ich den guten Kindergarten weiter weg wichtiger als das laufende Kleinkind.

Kinder können nun mal laufen - das ist nach dem Tragen die natürliche Art der Fortbewegung. Verstehen kann ich es schon - aber für uns paßt das einfach nicht.
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Nina
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Nina »

Naja aber eins schließt ja das andere nicht aus. Jonathan läuft auchschon manche Strecken. Klar ist das toll. Aber er findet es eben auch toll, mal im Buggy zu sitzen.
Aber du hast recht, natürlich soll es jeder machen, wie er mag. Ich würde halt nur die Motivation dahinter gerne verstehen.
LG,

Nina mit Emily (08/05), Jonathan (02/08 ), Katharina (01/11) und Überraschungs-Doppelpack (05/12)

Tief im Winter lernte ich endlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer lag.
(Albert Camus)
kja1985

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von kja1985 »

Ich mag Buggys auch nicht wirklich, allein schon das vor mir herschieben geht mir auf die Nerven. Ich war bei Madita auch stolz ganz ohne ausgekommen zu sein. Jetzt mit zwei Kindern finde ich das Dingen manchmal ganz praktisch, wobei ich immer noch wesentlich mehr trage als schiebe.
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Talgaro
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Unters

Beitrag von Talgaro »

Ich finde Buggy einfach unpraktisch füt uns - sehr oft sind die Busse schon voll beim Kinderwagenstellplatz - wir mit Laufrad passen da aber immernoch rein. Wie oft sind die Rolltreppen an der U-Bahn kaputt. Außerdem können wir uns z.B. in der Straßenbahn zusammen hinsetzen und müssen nicht irgendwo stehen, weil die Sitzplätze da wo auch ein Kinderwagen oder Buggy hinpassen würde schon besetzt sind.

Das meiste machen wir jetzt sowieso mit Rad und da hab ich den Ranzen vom Großen am Kindersitz hängen und ich hab im Rucksack Wasser, bisl Obst und Knabberkrams und eine kleine Tüte Buddelzeug, achja und eine Ersatzwindel für den Notfall. Das reicht uns für den Nachmittag. Ich mach da auch keine Prinzipienreiterei draus, aber ich konnte den Buggy ja genug testen nach den OPs und fand ihn halt echt unpraktisch.
Liebe Grüße von Talgaro & ihren drei Räuberkindern (Juni 2002 - Juli 2006 - März 2010)
Lösche Benutzer 1828

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

eben - jeder so wie er mag.
Ich kann nicht mit dem Rad fahren- mit den Kindern und auf den Wegen, die wir zurücklegen müssen.
Daher finde ich den Wagen schon praktisch- unten Buddelzeug, Decke, Wasser rein, Windel und Wechselklamotten sind in der Wickeltasche.
Einkauf auf dem Rückweg paßt auch noch rein.
Buggy finde ich übrigens auch doof - wir fahren eher Jogger/Kinderwagen.

das mit Bus und Bahn ist schon doof - das ist richtig. Gerade jetzt zur Zeit hier in Berlin.....
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Muschelsucherin
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Muschelsucherin »

Bisher haben wir auch (fast) keinen Wagen benutzt, weil es schlicht weg nicht nötig war.
Jetzt in der Schwangerschaft möchte ich aber einen kleinen Buggy oder sowas anschaffen, weil ich weiß, dass das Tragen mich irgendwann belasten wird. Ich kann auch nix am Bauch haben. So war es jedenfalls in Mikas Schwangerschaft.
Mika fährt auch gern im Wagen und da hat da einen großen Spaß. Das einzige, was ich blöd finde, ist das Fahren in Fahrtrichtung. Ich möchte gern mit ihm Blickkontakt haben können und mit ihm kommunizieren.
Gibt es Buggys, die man auch entgegen der Fahrtrichtung schieben kann?
Unseren Kombi-Kinderwagen kann man so schieben. Aber der ist immer so schwer und er muss ja ins Auto und wieder raus.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
Lösche Benutzer 2152

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Lösche Benutzer 2152 »

Baba hat geschrieben: Ich möchte gern mit ihm Blickkontakt haben können und mit ihm kommunizieren.
Gibt es Buggys, die man auch entgegen der Fahrtrichtung schieben kann?
Bisher habe ich noch keinen gefunden. Allerdings glaube ich auch nicht, dass es so einen gibt...
xknäckebrotx

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von xknäckebrotx »

Nina hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, warum manche hierBuggys für Kleinkinder so kategorisch ablehnen. Daß ein Neugeborenes am Körper einer Bezugsperson am besten aufgehoben ist, daran besteht ja kein Zweifel. ...Warum sollte man das denn seinem Kind vorenthalten, frage ich mich. Welche Überzeugung steckt da dahinter?
Ich befinde mich in der glücklichen Situation, es mir leisten zu können, auf keinen Buggy angewiesen zu sein.

Das Experiment - ohne Kindewagen fürs Baby - hat sich bei uns Schritt für Schritt weiter ausgedehnt und auch wenn ich jammere über die Momente, in denen es mich nervt: Das Erlebnis, auf so eine Karre verzichten zu können, das finde ich schon phänomenal.

Ich persönlich denke, dass die Gewohnheit, überall so bequem wie möglich mit fahrbarem Untersatz hingeschoben zu werden, nicht von ganz ungefähr kommt. Von daher ist für mich (ich wiederhole: in der glücklichen Situation, mir zeitlich und von den Lebensumständen her dieses Experiment leisten zu können) ein bewusster Umgang mit moderner Mobilität auch ein Verzicht auf das, was ich nicht wirklich dafür brauche - in diesem Fall ein Buggy.

Ich erlebe häufig, wie der Buggy nicht nur die Funktion eines Transportmittels für ein müdes Kind, lange Strecken o.ä. erfüllt, sondern dauernd, überall, für jede noch so kleine Strecke und auch in Situationen verwendet wird, die ich persönlich für die Kinder degradierend finde.

Ein Teil unseres Experiments ist aber auch bestimmt von der Frage: "Wie ist es so ohne?" - Dinge auszuprobieren, die abseits der Konsumnorm liegen, interessieren mich. Schaden wird dabei keiner nehmen, und meinen eigenen Leidensdruck kann ich selbst gut genug einschätzen, um "nicht notwenig" von "dogmatisch" unterscheiden zu können. Im Kinderladen oder wenn sie auf dem Spielplatz mit einem anderen Buggy fahren möchte - von mir aus gerne! Nur brauche ich deswegen noch lange keinen selbst zu kaufen und - "vorenthalten", na, das ist aber eine harte Wertung für die Nichtanschaffung eines Geräts, dass hauptsächlich den Eltern in bestimmten Situationen das Leben erleichtert, und nicht dem Kind.

Und um das Ganze in a nutshell zusammenzufassen, ALLE Gründe für unsere Karrenlosigkeit in Stichpunkten:

- keine Abstellmöglichkeit im Haus
- passt nicht zu unseren Einkaufsgewohnheiten (Hackenporsche)
- Kritik an der zunehmende Selbstverständlichkeit, überall hin gefahren zu werden (Erwachsene wie Kinder)
- ästhetisches Unbehagen :mrgreen:
- Keine Notwendigkeit (ein Kind, die nächsten Jahre kein zweites geplant, genug Zeit und kurze Wege)
- Interesse an alternativer Alltagsgestaltung mit Kleinkind
- Im Großstadtverkehr autonom bleiben. Auf Hilfe warten oder umständliche vollgepisste Aufzüge nutzen liegt mir nicht.

ach so, Nachtrag: Klar gibt es Leute, die aus Prinzip auf ein Laufrad verzichten. Kittifred hier im Forum, wenn ich mich recht erinnere :wink:
xknäckebrotx

Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von xknäckebrotx »

Nina hat geschrieben:Nochmal, was ist denn toll daran, ohne Wagen auszukommen?
Ganz ehrlich, ich verstehe das nicht. Ohne AUTO auskommen, das ist toll. Aber ohne Wagen/Buggy? Mir kommt das sehr willkürlich vor. Alle Kinder, die ich kenne, genießen es ab einem gewissen Alter, gefahren zu werden. Es versucht ja auch keiner, aus Prinzip ohne Laufrad auszukommen.
Natürlich ist es willkürlich. Ohne Auto auszukommen ist auch willkürlich. Alle Erwachsene, die ich kenne, genießen es, gelegentlich mit dem Auto zu fahren oder gefahren zu werden. Ich auch - und brauch trotzdem keins.
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Blümchen
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Trage(hilfen)unwillige Kleinkinder ohne fahrbaren Untersatz

Beitrag von Blümchen »

Wir haben uns bewußt gegen einen Buggy entschieden. Nie und nimmer wöllte ich so ein Ding schieben. Ich bekomme schon Rückenschmerzen vom zukucken :wink:

Die Maus wollte auch lange Zeit nur auf dem Arm getragen werden, was auch ok war als sie noch 8 kg wog. Mittlerweile erkläre ich ihr das es nicht anderes geht und stelle ihr die Wahl laufen oder Tuch/Tragehilfe.
Sie lässt sich nun seit einiger Zeit wieder sehr gerne im Tuch tragen. :D Für die kurzen Strecken hab ich einen Full-Buckle-Tai genäht, der hat sich als sehr praktisch erwiesen.
Blümchen mit der Frühlingsmaus '07, dem Sommermäuschen '14 und **
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