Ich möchte auch mal was dazu schreiben:
Ich habe 2 Kinder (Tochter 8 Jahre, Sohn 10 Monate).
Bei der Großen hab ich im Krankenhaus teilweise gute Unterstützung bekommen (kam darauf an, welche Schwester Dienst hatte), nur war ich nach der 2tägigen Geburt zu schwach (Eklampsie und hoher Blutverlust durch Uterusatonie), um mich selbst um mein Kind kümmern zu können. Das erste mal hab ich meine Tochter 3 Tage nach der Geburt gesehen, vorher war ich bewußtlos. Die Schwestern ham ihr dann Flasche gegeben. Ich hatte zwar erwähnt, daß ich stillen wollte, aber da ich auf der Intensiv lag, meinten die Schwestern auf der Neugeborenenstation wohl, Flasche sei das beste.
Als ich 3 Tage später zu mir kam, hatte ich auf Anhieb 3 Körbchengrößen mehr...
Bettdecke war auch sehr feucht im Brustbereich. Die netten Schwestern auf der Intensiv ham dann auch gleich auf der Neugeborenenstation angerufen, damit ich mein Kind sehen kann.
Davon abgesehen, daß ich mich noch nicht einmal alleine aufsetzen konnte, klappte das Anlegen ziemlich gut. Die Hebamme sagte mir auch, daß meine Kleine die Flasche nicht mag und sie froh sind, daß ich aufgewacht bin.
Leider habe ich bei jedem Seitenwechsel Hilfe gebraucht, weil ich meine Tochter (4810 g) kaum alleine halten konnte. Ich habe auch die ersten Wochen auschließlich im Liegen gestillt. Da ich auch danach noch regelmäßig umgekippt bin, war ich letzten Endes 3 Wochen im krankenhaus. Die Kleine war- trotz Rooming-in - fast die ganze Zeit in ihrem Bettchen auf der Neugeborenenstation. Zum Stillen ham sie mir die Kleine dann gebracht und wenn ich für´s Anlegen auf die andere Seite Hilfe brauchte, hab ich nach der Schwester geklingelt.
Meine Tochter hatte viel Hunger. Als ich aus dem Krankenhaus nach Hause kam, hatte sie einen Rhythmus von 1 h rechts, 1 h links, ist auf/neben mir eingeschlafen und 2 h später hatte sie wieder Hunger. So blieb das bis sie 4 Monate war. Dann konnte ich nicht mehr. Vom 5. - 6. Monat habe ich sie abgestillt.
Blöd war nur, daß ich soviel Milch hatte, daß ich mich mehrmals am Tag umziehen mußte. Egal welche Stilleinlagen ich genommen hatte, ich bin immer übergelaufen.
Wenn meine Tochter quengelig war, hab ich auch immer von der "lieben Verwandtschaft" zu hören bekommen: "deine Milch reicht nicht", "du mußt zufüttern, wenn sie nach 2 h wieder Hunger hat", "alle 4 h trinken muß reichen"... usw
Das hat mich enorm verunsichert. Bis ich dann man nach den eigenen Stillerfahrungen gefragt habe.
Siehe da, die meisten Frauen ham - wen überhaupt - 3 wochen gestillt und zugefüttert. Die kids wurden nur nach Plan gefüttert (alle 4 h), notfalls geweckt oder schreiend im Bett liegen gelassen. Das kanns auch nicht sein.
Bei meinem kleinen Mann hingegen war ich sehr froh, daß ich scon Stillerfahrung hatte. Hätte ich mich auf die Aussagen der Schwestern verlassen, hätte ich wohl nur ein paar Wochen gestillt.
3 h nach dem kaiserschnitt kam ich auf mein Zimmer und die Schwester half mir beim Anlegen. Er bevorzugte anfangs die linke Brust, die rechte nahm er nur mit Stillhütchen. Milch war ja in beiden drin. Dann hab ich die Schwestern damit geärgert, daß ich nur auf 1 Seite stillen will (pro Mahlzeit), weil ich ja wußte, daß es sonst zuviel wird. Ich hab ihn solange trinken lassen bis er satt war- auch wenn die Schwestern meinten, ich würde schon sehen, was ich davon hätte. Ich meinte dann, ich sei durch die Große abgehärtet, was soll da noch groß passieren. Da hat man mich in Ruhe gelassen.
Bis auf die Stillhütchen hat es prima geklappt. Mcih ham die Dinger auch immer genervt, aber er wollte nur damit trinken- von mir aus.
Leider mußten mir im Nov. 2 vereiterte Weisheitszähne gezogen werden. ich mußte ein Antibio nehmen und die Milch schmeckte ihm auf einmal nicht mehr. Am Tag der Extraktion hab ich ihn Mittag nochmal angelegt, dann war ich beim Arzt und dann gings mit total schlecht.
Der Kleine wollte nicht trinken, die Brust wurde hart und heiß und ich wußte nicht mehr weiter.
Meine schwangere Hebamme war selbst im Krankenhaus (vorzeitige Wehen) und so bin ich am nächsten Tag zum Kinderarzt, um mir ne Milchpumpe verschreiben zu lassen. Leider war ich zu doof, um das Ding richig zusammenzustecken. Als ich abends versuchte, was abzupumpen, kamen nur ein paar Tropfen. Vorher hatte er pro Mahlzeit 40 min getrunken.
ich hab immer wieder versucht, ihn anzulegen- er wollte nicht. Am mächsten Tag war die Brust total weich und die Milch war weg
Schade, daß ich euer tolles Forum da noch nicht kannte *traurig bin*
Vor ein paar Tagen kamen zwar ein paar Tropfen beim Duschen aus der rechten brust, aber er hat das Stillen verlernt...
Ich hätte so gerne bis zu seinem 1. Geburtstag gestillt...

So waren´s halt nur 6 Monate.
nun trinkt er (wir ham alles ausprobiert) pro Tag ca. 200 ml Humana Babyfit 1. Den dämlichen Rat der Kinderärztin, ihm ne Folgenahrung zu geben, hätte ich ignorieren sollen. Er mag die dicke pampe nicht.