ICH bin keine Stillberaterin!
Wo möglich habe ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt, das will ich gar nicht ausschließen, aber die frage schob sich mir auf bei der derartigen Betonung des Ausgehens! Wäre gesagt worden, dass man kraftlos ist, nicht mehr kann, hätte ich etwas anderes geschrieben, weil man dann anders antworten kann.
Meine Motivation hier einen Beitrag zu lassen rührt daher, dass ich selbst bei Lisa mit mir lange den gleichen Kampf ausgetragen habe, dass ich einfach nur fertig war, weil es keine einzige Nacht gab, in der ich nicht alle 15-120 Minuten angefordert wurde und wir haben da etliche Methoden für mehr Ruhe durchgespielt, ohne dass wir langfristig erfolgreich waren.

Als ich dann endlich aufgehört habe, ständig auf die Uhr zu schaun, wurde es wesentlich besser und ich habe Lisa abgestillt, weil mir wichtig war, dass Mara in meinem Bauch blieb, denn dass etwas nicht stimmt, habe ich irgendwie gemerkt, dass Stillen da kein Problem gewesen wäre, konnte ich nicht wissen. Aber es war ein guter Zeitpunkt für mich, für Lisa, es hat rundherum gepasst und ich habe das halbe Jahr Nachtschlaf genossen!
Mein Neffe ist eineinhalb Jahre jünger als Lisa und wir haben phasenweise zusammen gestillt, ich seh immer noch das innerliche Kopfschütteln meiner Schwägerin vor mir.

Sie stöhnte nach 8 Monaten, weil Stillen so anstrengend wäre und dass sie keine Lust mehr hätte, dass ihr Sohne bitte endlich Abstillen solle! Zwei Monate später wars vorbei mit dem Stillen und sie hat sehr sehr lange gebraucht, um da drüber weg zu kommen! Mir war überhaupt nicht klar, wieso sie da so traurig ist, immerhin konnte sie alles tun, was sie wollte, sie hatte alle Freiheitend er Welt und war zu Tode betrübt? Mir ist erst viel später klar geworden, dass sie eigentlich gar nicht Abstillen wollte, dass sie "nur" Stillfrust hatte, für sie hätte die Stillzeit länger dauern müssen.
...DESWEGEN habe ich Fragen aufgeworfen, die unmöglich scheinen mögen, Hinweise gegeben, die dreist klingen können, aber die auch durch die Provokation der Frage nach dem Stillfrust auf den Grund gehen könnten.