Re: LZS-Kind (2 J.) und Mama-Anhänglichkeit
Verfasst: 14.11.2008, 10:03
Hach, Kirsten, das hast du super geschrieben. Richtig wohltuend. 
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Oh mein Gott, hier spricht mir jemand aus der Seele...jenpet hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten. Es tut wirklich gut, das zu lesen.
@ Marianne: Ja, man kann nie alles haben, das ist wohl wahr...
@Julia: Ich glaube, da hast Du was sehr Wahres geschrieben: Mein Kind spürt, dass ich gerne mehr Abstand hätte. Und vielleicht klammert er tatsächlich deswegen so. Das könne gut einer der Gründe sein, warum er so extrem ist. Wir haben deswegen schon einen Oma-Opa-Tag eingeführt, jeden Montag. Er ist so ca. 7-8 Stunden dort. Morgens bringe ich ihn hin. Dann sage ich ihm, dass ich nun gehe. Er trinkt nochmal und es ist NULL Problem, dass ich gehe. Das selbe Spiel zuhause mit meinem Mann - keine Chance. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich ihn jetzt stille und dass Papa ihn dann ins Bett bringt. Und ich war schon abends weg. Aber es geht dann nicht. Auch wenn die Brust nicht da ist, er vermisst MICH so sehr, dass er nicht einschlafen kann. Zwischendurch hatten wir mal 2 Ausnahmetage, an denen hat es ungewollt funktioniert mit dem Papa. Aber das ist auch schon wieder Wochen her.
Das Problem hier ist, dass ich eigentlich immer nebenher was zu erledigen hab und dann immer mit halber Aufmerksamkeit das eine mache oder das andere. Ich sehne mich total danach, mal was konzentriert machen zu können... Meistens stopfe ich dann den ganzen "freien" Montag mit x Dingen voll, die ich machen muss/will.
@Vivi: Das was Du über Eure Tochter und das stillen schreibst, klingt für mich auch normal. Aber bei uns ist es viel extremer. Fabian hat heute seit dem Aufstehen um 7:30 4-5 x getrunken. Jetzt schläft er wieder. - Und ja, irgendwie fühl ich mich eingesperrt. Ich vermisse ein eigenes Ziel in meinem Leben, unabhängig von meinem Kind. Ich finde aber im Moment keines, vielleicht merkt er auch, dass ich dahingehend deprimiert bin...
Vielleicht schaff ich ja das, was Ihr geschrieben habt mit der Oma, dem Opa und dem Papa, und wenn's nur ein kleines bißchen mehr ist als zur Zeit. Ich habe aber immer das Gefühl, mein Kind abzuschieben... Mist, irgendwie eine Zwickmühle...
LG
Petra
*Seufz* Sprichst mir schon wieder aus der Seele...jenpet hat geschrieben:Hach, Ihr tut mir gut!!!! Ich frage mich aber immer wieder, wo Ihr alle im realen Leben seid... Ich kenne nur Leute, die "Ihr Kind zur Selbständigkeit erziehen". Mit Sicherheit fühle ich mich deswegen oft so hilflos und als ob ich alles falsch mache. Das Feedback ist ja von denen dementsprechend...
Meine Kleine ist zwar noch jünger aber genauso ist es bei mir auch, manchmal "nervt" es mich ehrlichgesagt, weil sie immer nur stillen will, das ist keine Phase, sondern Dauerzustand......wenn es nach ihr ginge würde sie den ganzen Tag an meiner Brust hängen....also soviel zu deiner Theorie dass jungs da fordernder sind......sie ist ein richter Still junkiejenpet hat geschrieben:Wenn mein Mann abends von der Arbeit heim kommt, sind wir meistens zu dritt, weil wir zwei ja auch was voneinander haben wollen. Ebenso am Wochenende. Gelegentlich war ich samstags mittags auch mal alleine weg. Da klappt es dann supergut zwischen den beiden (ohne mich). Aber wenn er ihn ins Bett bringen will und ich bin nicht da, dann weint er solange bis ich komme (über eine Stunde).
Mein Sohn wacht auch im Familienbett auf, wenn ich grad nicht da bin (also wenn er früher ins Bett geht als wir). Er ist dann wiederum nur durch mich zu beruhigen. Irgendwie denke ich auch, dass vielleicht Jungen noch mehr fixiert sind auf die Mama.
Als Fabian halb so alt war wie jetzt, hatten wir das Problem auch schon.
Er hat anfangs in einer Wiege direkt neben mir geschlafen. Mit 8 Monaten hatte er dann extrem panische Trennungsangst, auch ganz doll abends. Wir kannten das bis dahin gar nicht so. Er schlief gerne in der Wiege. Dann haben wir uns für das Familienbett entschieden und seitdem schläft er bei uns. Und ohne mich geht's einfach nicht...