Worum gehts es in "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück"

Buchempfehlungen und Buchbesprechungen
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Altraia
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Beitrag von Altraia »

Also, wem Liedloff zu schwierig geschrieben ist, der wird mit Largo wohl erst Recht Probleme kriegen. Habe ich zumindest, und ich lese sonst so ziemlich alles. Aber der Largo ging gar nicht.

Eine sehr ähnliche Aussage wie Liedloff hat übrigens Dibbern mit "Geborgene Babys". Das ist wirklich flüssig zu lesen und sehr zu empfehlen!
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Wallhalla
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Beitrag von Wallhalla »

Liedloff in einem Rutsch zu lesen ist wirklich schwierig.

Ich picke mir immer ein paar Seiten raus.
Und lese meinem Mann die für mich wichtigen (leider oft zu langen) Sätze laut vor - das hilft dem Verständnis. Danach diskutieren und reflektieren wir darüber ... und sind uns danach einig dass wir alles richtig machen :lol:

z.B. die Babypflege - jeder von uns verfügt über ein detailliertes Wissen wie wir mit Babys umgehen sollen - leider lassen wir uns zu sehr von außen beeinflussen

Das Buch hat mir bewusst gemacht, dass ich alles instinktiv richtig mache (z.B. konnte ich Ben gerade in den ersten Wochen nie ablegen/weggeben - allein der Gedanke daran hat mich ganz rasent gemacht)

Auch wenn das Buch sehr kompliziert geschriebn ist, finde ich sehr oft sehr liebevolle Sätze:
Jedes Nervenende unter seiner erstmals bloßgelegten Haut fiebert der erwarteten Umarmung entgegen; sein ganzes Sein, das Wesen all dessen, was es ist, zielt darauf, dass es auf Armen getragen wird.
mit großem Sohnemann (06/06) und Stillbaby (11/09)
kja1985

Beitrag von kja1985 »

Huhu,

ich bin von Liedloff nicht so begeistert. Habs mittlerweile komplett gelesen und stimme ihr in vielen Dingen auch zu, aber ich finde das Buch ist mehr theoretisch als praktisch gehalten und ich konnte nur sehr wenige Schlüsse für mich daraus ziehen.
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kaehde
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Beitrag von kaehde »

Altraia hat geschrieben:Also, wem Liedloff zu schwierig geschrieben ist, der wird mit Largo wohl erst Recht Probleme kriegen. Habe ich zumindest, und ich lese sonst so ziemlich alles. Aber der Largo ging gar nicht.
Echt?
So unterschiedlich sind die Leseempfindungen. Ich habe den Largo praktisch in einem Rutsch runter gelesen (in 2 oder 3 Abenden, für nen guten Krimi brauche ich 2 ).

Da bin ich ja mal gespannt. Ich glaube ja, dass Liedloff überhaupt nicht mein Stil ist, aber schaun mer mal....

Viele Grüße,
Katja
Katja mit Benjamin (32.0 SSW, 02/05)
und Rebecca (02/08 )

Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
serap
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Beitrag von serap »

kja1985 hat geschrieben:Huhu,

ich bin von Liedloff nicht so begeistert. Habs mittlerweile komplett gelesen und stimme ihr in vielen Dingen auch zu, aber ich finde das Buch ist mehr theoretisch als praktisch gehalten und ich konnte nur sehr wenige Schlüsse für mich daraus ziehen.
das liegt mit größter wahrscheinlichkeit daran dass sie selber keine kinder hat, sie berichtet einfach nur aus beobachtung. ich kenne menschen die nach dem buch leben möchten aber in unseren breitengraden ist es schier unmöglich so zu leben, meine meinung.
liebe grüße
serap



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Amelie
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Beitrag von Amelie »

Die Babyjahre fand ich dagegen auch echt einfach...und Julia Dibbern liest sich sehr gut...locker, flockig an einem Abend.
LG Amelie
mit Finn (09/06),Hannes (05/08),
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Wallhalla
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Beitrag von Wallhalla »

Sonnenschnuckel hat geschrieben:Die Babyjahre fand ich dagegen auch echt einfach...
Das empfand ich auch so - das Buch ist sehr schön strukturiert, das macht das schnellmalreinlesen wirklich einfach.
mit großem Sohnemann (06/06) und Stillbaby (11/09)
Alice
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Beitrag von Alice »

Die Suche nach dem verlorenen Glück hat mich auch umgehauen und ich bin frph, daß ich mich durch die ersten zwei Drittel ungefähr nicht hab abschrecken lassen. Die sind wirklich schwer zu lesen aber die Ausführungen am Schluß, z.B. was hinter Sucht steckt, sind Erkenntnisse fürs Leben. Und das was jeder lesen sollte, der sagt, man muß Babys auch mal schreien lassen ist der Versuch zu Beginn des Buches die Gefühle eines verzweifelt schreienden Babys in Worte zu fassen.
Rappelt euch noch mal auf und lasst das Buch nicht verstauben :wink:
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Heroto
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Beitrag von Heroto »

Hallo zusammen,

ich finde Liedloff auch sehr schwer zu lesen - besonders die ersten Kapitel - nachher fiel es mir immer einfacher.

Ich finde dieses Buch trotzdem total klasse. Ich habe daraus so viele Erkenntnisse gezogen (respektvoller Umgang mit Kindern - 24 Std Körperkontakt - die Kinder folgen lassen und sich nicht aufs Kind konzentrieren etc.pp.) und es gehört für mich auf jeden Fall zu der Litreratur, die man gelesen haben sollte.
Sicherlich haben viele andere Autoren, Bruchteile von Liefloff in ihrer Literatur, es ist jedoch immer nur ein Teil. Und für mich ist es dann auch wichtig, das Original zu kennen und nicht nur die Interpretationen verschiedener anderer Autoren.

Und es ist durchaus auch in unserer Gesellschaft praktikabel. Es gibt ganze Mailing-Listen, die sich mit der Umsetzung des Kontinuum Konzept in unserer Gesellschaft beschäftigen.
Sicherlich ist es nicht eins zu eins umsetzbar, doch die grundsätzliche Haltung durchaus.

Also ich kann euch auch nur dazu ermuntern, Liedloff einfach nochmals in Angriff zu nehmen. Es ist theoretisch, es ist schwierig zu lesen. Doch es lohnt sich!
Liebe Grüße von
Heroto mit 3 Jungs (9, 7 und 3 J.)
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Altraia
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Beitrag von Altraia »

Dann hänge ich mich auch noch einmal dran: Versucht es zu lesen! Bei mir hat das auch damals den Ausschlag gegeben, mich näher mit diesem ganzen Konzept auseinanderzusetzen. Für mich ist es die Grundlage all dessen, was hier im Forum propagiert und gelebt wird.

Ich habe es jetzt schon mehrfach gelesen und kann jedes Mal etwas Wertvolles für mich daraus ziehen.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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