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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Verfasst: 22.02.2026, 20:12
von GemeineEsche
Wie habt ihr euch denn gefunden? Also irgendwie online? Ich würde sie ehrlich gesagt blockieren und vergessen

sorry aber Hilfe ja gerne, bei Suizidandrohung, da bin ich raus. Das gehört in professionelle Hände. In Finnland kann man sich sicher auch in eine Klinik einweisen lassen oder sowas. Das klingt für mich wahrscheinlicher und vielversprechender als jetzt irgendwie Hilfsangebote schicken, die wahrscheinlich sowieso nicht angenommen werden. Je mehr du hilfst desto mehr bindest du dich an sie. Irgendwann steht die dann noch bei dir vor der Tür.
Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Verfasst: 22.02.2026, 20:51
von feuerdrache
Pupu- wie viel weiß sie von dir? Bist du auffindbar für sie?
So jetzt mal meine Gedanken dazu.
Ihr habt euch im Internet gefunden, ihr kennt euch nicht. Sie übt recht schnell anscheinend Druck aus auf dich, fordert immer mehr, wird sehr emotional.
Im Internet kann jeder alles sein, was diejenige Person sein möchte. Und das ist das tragische.
Es kann also jetzt eine Person sein die dir schreibt, die all das was sie schreibt erlebt hat und ist.
Oder aber- am anderen Ende der Möglichkeiten, da haben wir eine Gruppe an Leuten sitzen, die grad ausloten wie weit sie dich bringen können, wie weit du bereit bist zu gehen.
Irgendwo dazwischen zwischen den Extremen, sind dann noch ein paar Personen die einfach Lust oder Vergnügen daraus ziehen einen anderen Menschen nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Oder die versuchen dir dann irgendwann Geld aus der Tasche zu ziehen oder dich zu "GEfälligkeiten" zu bringen, zu irgendwelchen Transporten, was abholen, was weiterschicken oder so, wo sie dich schneller in dunkle Machenschaften reinziehen als dir lieb ist.
Bitte sei vorsichtig.
Ich möchte mich den Anderen hier anschließen- bei Suizid Androhung- gib alles weiter an eine offizielle Stelle. Die haben auch im Internet Möglichkeiten den Urheber ausfindig zu machen. Es ist nicht fair, dir auf diese Art die Verantwortung über eine andere Person zu geben. Denn egal was du machst- du merkst doch selbst schon den Wirbel in den dich das alles hinein zieht. Gib es ab. Wie heißt es so schön- nicht dein Zirkus, nicht deine Affen.
Und wenn die Damen wollen würde- sie hat doch Internet zur Verfügung- warum schreibt sie nicht eine Stelle in Deutschland an- ruft eine deutsche Krisenhotline an oder ähnliches? Schreibt ein mail an eine solche Stelle? Warum du? Warum sollst du das alles machen? Und ihr steht doch auch im Internet jede Menge Translator Software zur Verfügung - warum versucht sie sich nicht darin?
Es ist einfacher zu schreien "jemand muss mir helfen, dieses und jenes machen." und die Verantwortung abzugeben- dann ist man selbst auch nicht schuld wenn das ERgebnis nicht so ist wie man das gerne möchte. dAnn ist immer der Andere schuld- denn das Ergebnis wird wahrscheinlich nie passen, nie das sein was man haben möchte. Weil es in einem selbst nicht passt.
Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Verfasst: 28.02.2026, 06:58
von Pupu
Meine Antwort hat es anscheinend neulich nicht gesendet. Sie weiß keine Details von mir, keine Koktaktdaten, nix. Ich habe inzwischen erfahren, dass sie auch mit Bekannten von mir schon Kontakt hatte, und konnte mich mit diesen austauschen. Das hat schin mal sehr gut getan.
Es ist kein Scam, sondern wirklich eine Frau, die einfach mentale Probleme hat und sich wohl einfach sehr nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt und dabei teils abstruse, ungesunde Dinge tut. Das tut mir schon irgendwie voll leid für sie, denn jeder hätte es verdient, in seinem Leben Zuneigung zu erfahren - zumindest als Kind, so dass man später quasi in sich ruhend auch sich selbst genug sein kann. Das war bei ihr nicht der Fall, und ich habe das Gefühl, sie ist mental noch immer auf dem Level eines verlorenen jungen Teenagermädchens - himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, dieses Stadium, wo man es für realistisch hält, dass sich Brad Pitt schwerst in einen verliebt, wenn man ihn nur treffen würde. Ich glaube, sie ist dieser Phase nie entwachsen.
So leid mir das für sie tut, ich kann diese Rolle für sie nicht ausfüllen. Ich kann nicht ihre emotionale Stütze sein. Ich kann ihr konkret mit dieser einen Sache helfen (Übersetzungen) und ich kann versuchen, mit ihr zu reden, was ihre Zukunft hier angeht - denn wie gesagt, realistisch sehe ich hier keine Zukunft für sie. Das kann ja kein langfristiger Zustand sein, dass man sich so gar nicht verständigen kann. Deshalb wollte ich eben einfach mal vorsortieren, was ihre Möglichkeiten wären, nach Deutschland zurückzugehen. Nein, es ist nicht meine Aufgabe, das zu orchestrieren, ich werde mich da auch komplett raushalten. Aber wenn ich ihr zumindest aufzeigen könnte, was ihre ersten Schritte bzw. ihre Ansprechpartner sein könnten, dann wäre das vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung. Bisher sprach sie ja davon, dass man sie zehn Tage lang in ein Obdachlosenheim stecken würde, und sie danach auf der Straße sitzen würde. Ich nehme an, die Information hat ihr mal irgendjemand so gegeben, und mit ihrem schwarz-weiß-Denken nimmt sie das so für bare Münze. Wenn ich ihr aufzeigen könnte, dass es auch anders geht, dass ihr tatsächlich die Möglichkeit offen steht, wieder nach Deutschland zurückzukehren, dann ist sie zumindest nicht mehr hier "gefangen" und "gezwungen", hier zu bleiben. Bei deutschen Ämtern und Stellen kann sie sich dann auch selbst informieren, da ist ja dann keine Sprachbarriere. Was sie dann am Ende mit der Information macht, ist ihre Sache. Ich bin nicht für sie verantwortlich, ich wollte sie quasi nur sanft in die (meiner Meinung nach) richtige Richtung schubsen.
Immerhin weiß ich jetzt ihren vollen Namen, so dass ich bei Suizidandrohungen theoretisch jemanden informieren könnte. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass das bei ihr halt so eine Masche ist, mit der sie nach Aufmerksamkeit heischt. Eben wirklich wie jemand mit 12/13 Jahren, melodramatisch und selbstzentriert, ohne dass man sich dessen bewusst ist, was für potenzielle Konsequenzen das eigene Verhalten bei anderen hat, unrealistisches Weltbild, und eben einfach... mental unreif, würde ich es beschreiben.
Aber sie ist halt trotz allem ein Mensch, einsam, ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land. Und obwohl sie jetzt nicht wirklich sympathisch ist, kann ich mich noch zu gut daran erinnern, wie verloren ich mich am Anfang manchmal gefühlt habe. Ein kleiner Teil von mir denkt auch, dass ich unter anderen Umständen vielleicht auch mal so hätte enden können - einsam und voller Bitterkeit und Selbstmitleid. Und dann wäre es ja sicherlich etwas Gutes, zwischendrin eine kleine Prise Menschlichkeit zu erfahren?
Ich muss ganz klar meine Grenzen abstecken und wahren, das ist mir bewusst.