Ich glaube, das kommt schon sehr auf die Kinder an. Also klar, es ist naheliegend, dass mit dem Geschwisterkind Gefühle von Einsamkeit und Verlassensein oder so weniger vorkommen. Aber bei uns würde es derzeit nie und nimmer funktionieren, dass die beiden Großen gemeinsam einschlafen, weil sie einander gegenseitig ewig wach halten würden. Die brauchen die Einschlafbegleitung vor allem auch, damit sie sich entspannen und aufhören, ständig irgendetwas zu "tun". Was bei uns hingegen schon funktioniert, ist, dass ein Kind alleine einschäft (nur mit gelegentlichem Nachschauen und nochmal ein bisschen Streicheln unsererseits), wenn das andere schon schläft. Wie gesagt, kann sicher sehr unterschiedlich sein, aber ich wollte einwerfen, dass das Nicht-alleine-Sein vielleicht nicht der einzige Aspekt der Einschlafbegleitung ist.ShinyCheetah hat geschrieben: 19.06.2021, 22:57 Ich mag nur noch mal betonen: Zwischen "alleine einschlafen" und "mit seinem Geschwisterkind zusammen in einem Raum oder sogar Bett einschlafen" besteht ein himmelweiter UnterschiedErsteres ist mMn extrem viel erwartet, letzteres eigentlich nicht.
Was bei uns übrigens (in ähnlichem Alter) gut funktioniert, ist, dass die Großen zwar grundsätzlich schon einschlafbegleitet werden, aber auch mal Rücksicht nehmen und versuchen alleine einzuschlafen, wenn das Baby gerade sehr murrt. Ich habe das Gefühl, dass sie damit besser umgehen können, als wenn wir die Einschlafbegleitung ganz abgeschafft hätten, weil sie die unmittelbare Notwendigkeit besser verstehen. Aber auch das ist sicher sehr individuell. Wir haben insgesamt vielleicht eher weniger Regeln und Struktur in unserem Alltag (weil wir Erwachsene es nicht schaffen, uns daran zu halten) und versuchen hingegen einfach aufeinander Rücksicht zu nehmen und den Kindern zu erklären, wieso jetzt was wie sein muss. Das hat Vor- und Nachteile, in diesem Fall aber wohl den Vorteil, dass es für die Kinder nicht so ungewöhnlich ist, wenn es mal anders läuft als geplant.
Ansonsten würde ich auch überlegen und ausprobieren, ob sich noch etwas mit Zeiten, Orten und Konstellationen jonglieren lässt. Vielleicht den Zweijährigen zuerst hinlegen? Oder, wie schon erwähnt, vielleicht kann dein Mann das Baby zum Vorlesen mitnehmen, während Du den Zweijährigen hinlegst. Oder vielleicht könnt ihr etwas früher vorlesen und, während der Zweijährige hingelegt wird, die beiden Großen mit dem Baby spielen lassen. Oder, wenn das Baby Dich braucht, um ruhig zu sein: Kann vielleicht Dein Mann den Zweijährigen hinlegen, während Du mit Baby im Tuch den Großen vorliest?