Viel Erfolg!
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Sollte es sich wider erwarten (jetzt noch) nicht als gangbarer Weg herausstellen, würde ich (wie jemand vor mir schon vorschlug) nochmal am "ich kann nicht im Liegen stillen" ansetzen. Wenn Du Deine konkreten Probleme damit hier mal schilderst, bin ich sehr zuversichtlich, dass sich für Euch ein Weg finden wird, bequem dösend im Liegen zu stillen - auch nach dem nächtlichen Abstillen ist das tagsüber supernützlich - z.B. beim Mittagsschlaf. Das waren meine besten Ruheinseln im anstrengenden Alltag mit mobiler werdendem Kleinkind (die Phase von 1,5 bis 3 Jahren war bei beiden Kindern für mich körperlich DEUTLICH anstrengender als die anderthalb Jahre zuvor, aufgrund der hohen Mobilität verbunden mit dem "keine Minute aus den Augen gelassen werden können", da sie einfach noch nciht genug Gefahrenbewusstsein haben...)
Zum Schlafverhalten sagten mir damals in meiner ersten Schwangerschaft übrigens gleich zwei erfahrene Mütter (eine Vierfachmutter und eine Dreifachmutter) sinngemäß, man tue sich selbst einen großen Gefallen damit, wenn man vor dem zweiten Geburtstag schlicht nicht davon ausgehe, dass das Kind durchschläft (und jede Nacht, in der es das DOCH tut, als willkommene, aber vorübergehende Erholungsphase betrachte, die sich im nächsten Entwicklungsschub mit 6 Monaten, 12 Monaten, 18 Monaten, ... plötzlich wieder erledigt haben kann.)
Dann ist man ggf. vom ein oder anderen Kind positiv überrascht - aber nicht enttäuscht von der mit viel größerer Wahrscheinlichkeit eintretenden Realität, dass die meisten Kleinkinder unter zwei zum Durchschlafen einfach nicht gemacht sind (es sei denn, man ist bereit, zu ferbern oder ähnliche Grausamkeiten anzuwenden). In anderen Kulturen erwartet das von Kleinkindern übrigens auch niemand. Mich hat das ziemlich entspannt

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Der Tipp, die ERSTE Schlafphase des Babys mitzunehmen (da schlafen die meisten 3-5h am Stück, im Rest der Nacht aber nicht mehr), finde ich auch super wertvoll. Wenn das Baby ab 20 Uhr schläft, man sich selbst aber erst 22 Uhr hinlegt, verpasst man halt diese ununterbrochene Phase. "Zeit für sich" kann man auch in den Morgenstunden haben, indem man vor dem Baby aufsteht. Wenigstens an drei bis vier Nächten die Woche direkt mit dem Baby schlafen zu gehen macht einen ENORMEN Unterschied für die seelische Stabilität und Ausgeschlafenheit. Auch das kann vor "aus dem Fenster springen" bewahren - und an den anderen Tagen kann man immernoch abends Zeit mit dem Partner verbringen z.B.
Und jetzt sind die unterbrochenen Nächte in der Erinnerung soooo weit weg, dass ich mich wirklich anstrengen muss, um das Gefühl in mir wieder wachzurufen. Ab dem dritten Lebensjahr schliefen beide Kinder sehr zuverlässig - und wirklich gern!
