Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum

Beitrag von Bienchen2016 »

julia1982 hat geschrieben:Wenn Du möchtest, kannst Du ja auch nur körperliche Ursachen abklären lassen und höflich sagen, dass diese Pädagogik nicht zu Euch passt. Die körperliche Diagnostik (falls Du wirklich denkst, es könnte was nicht in Ordnung sein) ist ja nochmal was ganz anderes als solche Erziehungstips... Ein Unding solche Ratschläge finde ich.


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Ja, das habe ich mir auch schon überlegt.
Die Termine sollen allerdings immer als Familie wahrgenommen werden. Also mit Mama und Papa.
Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass mein Mann vielleicht für solche Empfehlungen anfällig sein könnte. Vor allem weil ja unsere bisherigen Bestrebungen keine Früchte getragen haben. Bisher hat er die Kommentare aus dem familiären Umfeld, dass unsere Probleme hausgemacht seien, immer forsch abgewiesen. Jetzt aber hat eine "Fachkraft" ja quasi den Tipp gegeben, solch eine Methode anzuwenden. Das sorgt mich schon ein wenig.
Lösche Benutzer 22033

Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Lösche Benutzer 22033 »

Übel, dass sowas von einem SPZ geraten wird!
Soweit ich weiß ist das aber in der neueren Kinderpsychologie nicht mehr Usus, ich kann aber mal meinen Bruder fragen, der ist Psychologe (recht frisch von der uni).
Ich würde dort lediglichnoch Untersuchungen auf körperliche Ursachen machen lassen.
Einen kleinen Teil der Ratschläge kann man ja übernehmen, z.B. das Einschlafritual das in Ruhe und immer möglichst ähnlich ablaufen sollte. Das wars dann aber schon. (Für mich zumindest)
Vielleicht habt ihr ja noch eine andere Anlaufstelle in der Gegend? Aus welcher Ecke kommt ihr denn? Eventuell weiß jemand hier im Forum noch eine Adresse?
Alles Gute Euch!
Franzi175
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Franzi175 »

Ich finde es traurig und mir stellen sich die Nackenhaare auf. Alleine die Überlegung wievielen gutgläubigen sie den Zettel in die Hand drücken. Wie ist dein Kinderarzt, der die Überweisung gegeben hat, eingestellt. Unser Kinderarzt ist von unserem SPZ nicht so überzeugt und fände so einen Zettel einen guten Aufhänger "oben" Stunk zu machen. Würde auch der Leitung eine Mail schreiben, dass so ein Zettel vorsintflutlich ist und der überweisungsauftrag mit Nichten erfüllt wird und du aber wegen diesen Empfehlungen die Qualität des Hauses anzweifeln musst. Ich würde aber zu dem nächsten Termin hingehen (ev ohne Mann) und dann mit der Ärztin mal drüber reden. Wer weiß vielleicht ist die anders eingestellt. Kommt aber auch auf deine Schlagfertigkeit an und ev vorher Renz Poster lesen Born to be wild. Da stehen gut erklärte Grundlagen drin. Merke gerade wie ich mich in Rage schreibe :-) Alles gute
Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Franzi175 hat geschrieben:Ich finde es traurig und mir stellen sich die Nackenhaare auf. Alleine die Überlegung wievielen gutgläubigen sie den Zettel in die Hand drücken. Wie ist dein Kinderarzt, der die Überweisung gegeben hat, eingestellt. Unser Kinderarzt ist von unserem SPZ nicht so überzeugt und fände so einen Zettel einen guten Aufhänger "oben" Stunk zu machen. Würde auch der Leitung eine Mail schreiben, dass so ein Zettel vorsintflutlich ist und der überweisungsauftrag mit Nichten erfüllt wird und du aber wegen diesen Empfehlungen die Qualität des Hauses anzweifeln musst. Ich würde aber zu dem nächsten Termin hingehen (ev ohne Mann) und dann mit der Ärztin mal drüber reden. Wer weiß vielleicht ist die anders eingestellt. Kommt aber auch auf deine Schlagfertigkeit an und ev vorher Renz Poster lesen Born to be wild. Da stehen gut erklärte Grundlagen drin. Merke gerade wie ich mich in Rage schreibe :-) Alles gute
Bei uns hängt alles zusammen: Kinderarzt = Chefarzt der Kinderstation im Krankenhaus, Zentrum gehört zum Krankenhaus. Die Einstellung des Kinderarztes kenne ich nicht, ich weiß nicht, ob ich der Situation gewachsen bin, da evtl aus versehen Unmut zu streuen.
Der kommende Termin wäre mit Ärztin UND Pädagogin. Ob da ein ansprechen Sinn hat?
Ich habe die vage Vermutung dass der Zettel im Sinne aller Fachkräfte dort ist. Vermutlich gemeinsam ausgearbeitet und wird daher verwendet?!?
Ich lese gerade "Kinder verstehen". In "das attachment parenting Buch" steht ja auch sehr einleuchtend erklärt, warum diese Methodik nicht gut ist. Allerdings bin ich dann wohl mit weinendem Kind auf dem Arm nicht schlagfertig genug, mich da entsprechend auszudrücken.

Ich grübel auch, ob das nicht so unseriös ist, dass wir da lieber gar nicht mehr hin sollten.
RonjaR
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von RonjaR »

Bienchen2016 hat geschrieben:
Franzi175 hat geschrieben:Ich finde es traurig und mir stellen sich die Nackenhaare auf. Alleine die Überlegung wievielen gutgläubigen sie den Zettel in die Hand drücken. Wie ist dein Kinderarzt, der die Überweisung gegeben hat, eingestellt. Unser Kinderarzt ist von unserem SPZ nicht so überzeugt und fände so einen Zettel einen guten Aufhänger "oben" Stunk zu machen. Würde auch der Leitung eine Mail schreiben, dass so ein Zettel vorsintflutlich ist und der überweisungsauftrag mit Nichten erfüllt wird und du aber wegen diesen Empfehlungen die Qualität des Hauses anzweifeln musst. Ich würde aber zu dem nächsten Termin hingehen (ev ohne Mann) und dann mit der Ärztin mal drüber reden. Wer weiß vielleicht ist die anders eingestellt. Kommt aber auch auf deine Schlagfertigkeit an und ev vorher Renz Poster lesen Born to be wild. Da stehen gut erklärte Grundlagen drin. Merke gerade wie ich mich in Rage schreibe :-) Alles gute
Bei uns hängt alles zusammen: Kinderarzt = Chefarzt der Kinderstation im Krankenhaus, Zentrum gehört zum Krankenhaus. Die Einstellung des Kinderarztes kenne ich nicht, ich weiß nicht, ob ich der Situation gewachsen bin, da evtl aus versehen Unmut zu streuen.
Der kommende Termin wäre mit Ärztin UND Pädagogin. Ob da ein ansprechen Sinn hat?
Ich habe die vage Vermutung dass der Zettel im Sinne aller Fachkräfte dort ist. Vermutlich gemeinsam ausgearbeitet und wird daher verwendet?!?
Ich lese gerade "Kinder verstehen". In "das attachment parenting Buch" steht ja auch sehr einleuchtend erklärt, warum diese Methodik nicht gut ist. Allerdings bin ich dann wohl mit weinendem Kind auf dem Arm nicht schlagfertig genug, mich da entsprechend auszudrücken.

Ich grübel auch, ob das nicht so unseriös ist, dass wir da lieber gar nicht mehr hin sollten.

Ich finde es schlimm, dass ihr zur Abklärung körperlicher Ursachen dorthin geschickt werdet, und dann zunächst diese pseudo pädagogische Beratung gemacht wird. Die können sie ja am Ende anbieten, wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden (aber dann bitte nicht so) ..
ich würde aber den Termin mit der Ärztin abwarten, ehe ihr nicht mehr hingeht .. dafür macht ihr das schließlich und falls die nicht bereit sein sollte, euer Kind ernsthaft zu untersuchen, wenn ihr euch nicht an die "Standards" haltet, könnt ihr immer noch die reißleine ziehen. Hoffentlich bleibt dein Mann standhaft!!


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davisalo
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von davisalo »

Ehrlich gesagt, ich würde da nicht mehr hingehen: Das hört sich schon danach an, als sei das die gemeinsam erarbeitete Grundlage, die sie im Haus voraussetzen. Und ich wäre mir da ziemlich sicher, dass die Ärztin als nächstes am nächtlichen Stillen "herumdoktert" oder alternativ auch am abendlichen Essen oder sonstige angebliche medizinischen Weisheiten verbreitet, die vermutlich nicht Deinen Einstellungen entsprechen. Wenn aber Dein Mann empfänglich für Autoritäten ist, er dabei sein soll, würde ich mir das nicht antun, da hinzugehen, da ich keine großartigen Erwartungen hätte, dass dabei was rum kommt. Sorry, aber solche absoluten, allgemeinen Wahrheiten zu verbreiten, die veraltet sind, disqualifiziert diese Praxis in meinen Augen.
Liebe Grüße
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Tigerlady85 »

Uhi ich bin verunsichert, haben nächsten Montag auch einen Termin in einem spz, aber pädagogisch ist das bei einem kleinen baby bestimmt nicht. Hoffe die sind da nicht so.
Mit baby Kater (06/16)
Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Danke für eure Meinungen.
Es sind ja noch mind. 2 Wochen bis zum nächsten Termin. Ich werde mir da nochmal ausführlich Gedanken drüber machen ob und wenn ja, in welcher Konstellation, wir diesen wahrnehmen.
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Missy
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Missy »

Vielleicht kann man ihnen mal diese Broschüre der Fachwelt zukommen lassen:
http://www.fuerkinder.org/files/broschr ... hts_de.pdf

Ich sehe es ehrlich gesagt auch so, dass Ferber die ultimative Lösung sein sollte, bevor dem Kind etwas angetan wird. Nach dem Motto: Besser geferbert als tot. Und nicht als Universallösung für jede Problematik angewendet werden sollte.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Danke für den Link zur Broschüre. Die bestärkt mich selbstverständlich selbst noch einmal. Allerdings fühle ich mich im momen nicht fit genug (ich bin zwar nicht ganz "am Ende", aber vielleicht "etwas am Ende") wegen Schlafmangel und Unruhe jetzt mit studierten Fachkräften eine Debatte über Sinn und Unsinn solcher Empfehlungen zu führen. Ich werde da klipp und klar sagen, dass wir das ablehnen. Und darauf beharren, dass lediglich eine körperliche Abklärung stattfindet und für mehr kein Bedarf besteht. Sonst habe ich kein gute Gefühl, dass vielleicht doch noch hätte etwas gefunden werden können, was dann unentdeckt bleibt. Meinen kann werde ich zu Hause lassen :-)
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