Hallo Atsitsa,
die Milchpumpe steht nun samt Fläschchen mit Calma-Sauger hier in der Wohnung, bisher allerdings noch unsterilisiert und unbenutzt.
Ich habe schon gestern, nachdem ich den Entschluss zur Besorgung der Milchpumpe gefasst hatte, gemerkt, dass ich gleich viel entspannter und geduldiger an das Stillen herangehen konnte. Allein die Möglichkeit eines (wahrscheinlich vermeintlich) "schnellen" Auswegs scheint mir also Druck zu nehmen. Füttern würde ich dann mit Fläschchen und dem Calma-Sauger.
Wir stillen im Moment 6-7 mal, wobei nachts eine Pause von bis zu 10 Stunden ist, sie schläft im Moment 7-8 Stunden durch. Da könnte ich sie natürlich zwischendurch wecken, aber erholsamer Schlaf ist ja auch nicht zu verachten

Tagsüber stille ich so alle 2-3 Stunden und ich kann mir ehrlichgesagt auch nicht wirklich vorstellen noch öfter zu stillen, es graust mir so ja schon davor. Morgens ist die Brust natürlich ziemlich voll, was das Anlegen nicht erleichtert, aber tagsüber ist sie relativ weich. Wenn sie nicht gerade schläft lege ich sie wie gesagt alle 2-3 Stunden an, auch wenn sie noch keine Hungeranzeichen macht. Egal wie entspannt sie allerdings vorher ist, sobald ich sie in Stillposition bringe geht die Ungeduld los.
Ein Problem ist wie gesagt, dass es quasi nicht möglich ist ihren Kopf leicht nach hinten zu legen, egal wie ich sie oder die Brust positioniere, sie krümmt sich nach vorne und saugt ungeduldig unterhalb der Brustwarze. Hast du da vielleicht noch einen Tipp? Neu ist seit heute außerdem, dass sie sich auf der linken Seite überstreckt und ungeduldig schreit wenn es nicht sofort klappt, oder ich auf die weite Mundöffnung warte. Von daher fällt es mir schwer, die Schritte des asymmetrischen Anlegens genau durchzuführen, ich bemühe mich weiter redlich.
Heute ist mir aufgefallen, dass seit dem Osteopathenbesuch die rechte Seite viel besser klappt und weniger verletzt ist, vorher war es genau umgekehrt und links war es besser. Aber auch so sind immer wieder mal nach dem Trinken leicht blutige Stellen an beiden Brustwarzen, auch wenn sich das Trinken an sich gar nicht sooo schlecht angefühlt hat.
Ich werde die linke Seite jetzt nochmal in Seitlage probieren, vielleicht ist ihr das bequemer, denn dann liegt sie ja so wie rechts im Kreuzgriff.
Die Stillhütchen wieder zu benutzen, zur Not auch auf Dauer, der Gedanke kam mir auch schon. Allerdings hatten wir da ja auch das Problem, dass sie nicht richtig angedockt hat, sondern mehr am unteren Rand des Schafts genuckelt hat. Milch hat sie so ja aber anscheinend trotzdem genug bekommen. Ich befürchte also, dass sie sich damit ganz schnell wieder eine gänzlich falsche Trinktechnik aneignet.
Die Frage ist halt, ob das dann so schlimm ist, wenn ich sage ich bleibe beim Hütchen und nehme die falsche Trinktechnik in Kauf? Es wäre ja allemal noch besser als Abpumpen oder sogar Abstillen. Was meinst du?
Die Größe haben Hebamme und Stillberaterin überprüft, die scheint richtig zu sein.
Der Schnuller ist vermutlich nicht hilfreich in der Situation, ich weiß. Aber sie nimmt ihn doch sehr gerne zwischendurch zur Beruhigung oder zum Einschlafen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen ihr dazu auch noch die malträtierten Brustwarzen anzubieten.
Alles nicht so einfach...
Liebe Grüße
Apfel