katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

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nido56
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Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Beitrag von nido56 »

Hallo,
nur kurz: Ich lebe in Spanien, hier gibt es keine Erziehungszeit, und die wenigsten Familien koennten von einem Gehalt leben. Die meisten Kinder gehen also schon sehr frueh in die Krippe. Daher kenne ich auch viele Kinder, die waehrend der Eingewoehnung noch gestillt wurden. Und weisst Du was? Unter den Stillkindern gibt es welche, die gar keine Probleme hatten, andere, fuer die es sehr, sehr schwierig war und einen Grossteil, bei dem es ganz normal lief. Und weisst Du noch was? Bei den Flaschenkindern ist es exakt genauso.

Meine (zugegebenermassen nicht statischtisch relevante) Stichprobe ergibt also, dass es vollkommen wurscht ist, ob das Kind noch gestillt wird oder nicht. Es gibt einfach Kinder, die sich mit der Trennung von ihren Hauptbezugspersonen schwerer tun als andere. Und, by the way, waehrend des ersten Krippenwinters wirst Du vermutlich noch oft sehr dankbar sein, dass Ihr noch stillt, weil das Kind so auch beim gefuehlt 10. Krippenvirus in einem Monat ausreichend mit Fluessigkeit und Naehrstoffen versorgt ist...
nido mit dem Piraten (01/2012)
Käferli
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Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Beitrag von Käferli »

Also Gespräch heute: So schlimm wie gedacht ist es wohl gar nicht. Sie ist lieber draußen und schimpft entsprechend häufiger wenn grad drinnen gespielt wird. Hält sich aber laut erzieherin alles im Rahmen. Das große Problem ist wohl, dass sie dort absolut nicht essen will, außer mal ein bisschen Banane bei der Obstpause. Das ist natürlich schlecht wenn sie dort einen ganzen Tag verbringen soll. Die Kita hatte nun den Eindruck, dass sie generell schlecht isst und dann eben als sie hörten, dass noch viel gestillt wird, bedenken, dass es daran liegen könnte. Als wir aber sagten, dass sie je nachdem was es gibt zu Hause gut isst, war klar, dass das eben in der kita wohl einfach daran liegt, dass sie da noch nicht so das Vertrauen hat. Wir haben ihnen auch erklärt, dass es selbst zu hause oft so ist, dass wenn jemand anderes ihr essen anbietet, sie es erst nimmt, wenn wir es demjenigen abnehmen und ihr selbst geben. Als würde sie dadurch die Bestätigung bekommen, dass es ok ist.

Wir haben jetzt vereinbart, dass wir die ganze Sache jetzt erst mal 4 wochen beobachten. Wenn sich zeigt, dass sich die Situation bessert, dann lassen wir eben einfach mehr zeit, wenn wir sehen es ändert sich nix, dann muss eine andere Lösung her.

Bisher sind die kita und wir uns einig, dass wir nicht abbrechen und später neu starten wollen.

Ich bin eigentlich zuversichtlich, dass es in vier Wochen schon besser aussieht. Dass sie beim abgeben und abholen weint ist normal, aber halt unschön für uns. Aber sie beruhigt sich wohl schnell. Blöd ist eben die sache mit dem großen Bruder, aber das lässt sich leider nicht vermeiden. Wäre er schon in der übernächsten Gruppe, würden sie an verschiedenen Orten spielen,a ber sie sind nun mal in den beiden aufeinander folgenden Gruppen.
Mama vom zuckersüßen Löwetiger (08/2012) und vom bezaubernden Igelchen (07/2014)!
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Katinka5
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Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Beitrag von Katinka5 »

Danke für deinen Bericht, das klingt doch alles ganz positiv, bzw im normalen Rahmen der üblichen Eingewöhnungshürden ;)
Käferli hat geschrieben:Also Gespräch heute: So schlimm wie gedacht ist es wohl gar nicht. Sie ist lieber draußen und schimpft entsprechend häufiger wenn grad drinnen gespielt wird. Hält sich aber laut erzieherin alles im Rahmen. Das große Problem ist wohl, dass sie dort absolut nicht essen will, außer mal ein bisschen Banane bei der Obstpause. Das ist natürlich schlecht wenn sie dort einen ganzen Tag verbringen soll. Die Kita hatte nun den Eindruck, dass sie generell schlecht isst und dann eben als sie hörten, dass noch viel gestillt wird, bedenken, dass es daran liegen könnte. Als wir aber sagten, dass sie je nachdem was es gibt zu Hause gut isst, war klar, dass das eben in der kita wohl einfach daran liegt, dass sie da noch nicht so das Vertrauen hat. Wir haben ihnen auch erklärt, dass es selbst zu hause oft so ist, dass wenn jemand anderes ihr essen anbietet, sie es erst nimmt, wenn wir es demjenigen abnehmen und ihr selbst geben. Als würde sie dadurch die Bestätigung bekommen, dass es ok
Hier ist es exakt das Gleiche: draußen ist alles vergessen, drinnen wird man schnell mal nölig...aber das ist bei uns auch zu Hause so, nicht nur in der Kita :)
Auch mit dem Essen ist es so, dass die Kleine erstmal nichts von Fremden annimmt und uns als "Vorkoster" einspannt. Ich finde das toll, es zeigt, wie sehr die Kleinen uns vertrauen und v.a. wie klug sie sind!!! Wir haben bei der Eingewöhnung immer zusammen gefrühstückt, also wir als Eltern haben ihr die Schüssel befüllt etc., das hat toll geklappt, sie isst mittags meistens zwei Protionen.
Jaja....das Stillen ist im Zweifel immer schuld, wenn schlecht gegessen wird, man sich nicht trennen kann,...und wenn es nicht das Stillen ist, ist es das Familienbett :roll: Ich hab mich dran gewöhnt, aber aber toll ist es nicht. Neulich hat uns die Erzieherin hier "geraten", dass wir sie nachts nicht mehr zu uns nehmen sollten, schließlich schliefe sie ja in der Kita auch gut. Ich hab gesagt, dass sie zu Hause aber bitterlich weint, wenn wir sie in ihr Bett stecken (so schlimm ist es gar nicht, so motzt halt :wink: ). Nicht, dass es sie was angehen würde, aber dann hat sie wenigstens eingelenkt und gesagt, dass sie es in diesem Fall dann doch so machen würde wie wir.
Schön, dass ihr einen guten Weg gefunden habt und letztendlich alles gar nicht so wild ist :) GLG
Grüße von Katinka mit Madame (*Mai 2014) und Brudi (*November 2017)
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