Deswegen schrieb ich ja: nichtSeerose hat geschrieben:Und was wäre dann die Alternative, wenn Du abstillst?sutnahpele hat geschrieben:Naja, ich mag nicht gern Unkrautvernichter in meiner Milch haben. Das bedeutet nicht, dass ich jetzt sofort abstille...Sandküste hat geschrieben:Und? Selbst wenn es so wäre?
Von welchem Planeten läßt Du dann den Ersatz einfliegen?
Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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sutnahpele
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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Lösche Benutzer 17612
Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich glaube bei der gängigen veganen Ernährung mit hohem Sojaanteil bekommst Du mehr Glyphosat ab, als anders herum. Soja und Mais werden in nicht-EU-Ländern aus transgenen RR-Pflanzen geerntet ( Round-up-Ready), die also große Mengen an Glyphosat aufnehmen können und nicht nur im Vorlauf behandelt werden ( Vorlauf: Die Felder müssen normalerweise damit behandelt werden bevor die Pflanzen ihre ersten Blätter ausbilden, sonst ist es toxisch da es über die grünen Pflanzenteile aufgenommen wird. Sieht man ja gut an den Äckern , da gibt es immer Zeiten da steht der ganze Acker schon voll Unkraut, aber die Nutzpflanzen sind noch gar nicht gesetzt bzw. nur als Saatgut in der Erde. RR-Pflanzen macht das nichts aus, d.h. sie können auch in der Wachstumsphase mit RoundUp behandelt werden und daher sehr große Mengen anreichern).
RR-Pflanzen aus Saatgut dürfen hier nicht angebaut werden, allerdings dürfen RR-Mais und RR-Soja hier sowohl zur Lebensmittelgewinnung als auch als Futtermittel verwendet werden. Sicherer fährt man bei tierischen Produkten auf jeden Fall mit Bio ( da darf eh generell kein Glyphosat verwendet werden) , oder zumindest mit gentechnik-frei ( das müsste dann m.E. auch RR-Pflanzen als Futtermittel ausschließen).
Inwiefern Glyphosat in konventionellen Pflanzen ein Problem ist, weiß ich nicht. Durch die Behandlung im Vorlauf dürfte allerdings nicht allzu viel davon ankommen, da Glyphosat ja für diese Pflanzen eigentlich auch tödlich wäre.
Recht viel Glyphosat wird auch in Getreideprodukten abgewandt, auch hier kann man mit Bio sicherer gehen. Für mein Empfinden liegt die Hauptaufnahmequelle aber wahrscheinlich bei Produkten aus Importmais, Importsoja und tierischen Produkten aus konventionellen nicht-gentechnikfreien Anbau.
Ich bin aber auch kein Experte, ich hab das nur am Rande mitbekommen wie Round Up hier verwendet wird.
RR-Pflanzen aus Saatgut dürfen hier nicht angebaut werden, allerdings dürfen RR-Mais und RR-Soja hier sowohl zur Lebensmittelgewinnung als auch als Futtermittel verwendet werden. Sicherer fährt man bei tierischen Produkten auf jeden Fall mit Bio ( da darf eh generell kein Glyphosat verwendet werden) , oder zumindest mit gentechnik-frei ( das müsste dann m.E. auch RR-Pflanzen als Futtermittel ausschließen).
Inwiefern Glyphosat in konventionellen Pflanzen ein Problem ist, weiß ich nicht. Durch die Behandlung im Vorlauf dürfte allerdings nicht allzu viel davon ankommen, da Glyphosat ja für diese Pflanzen eigentlich auch tödlich wäre.
Recht viel Glyphosat wird auch in Getreideprodukten abgewandt, auch hier kann man mit Bio sicherer gehen. Für mein Empfinden liegt die Hauptaufnahmequelle aber wahrscheinlich bei Produkten aus Importmais, Importsoja und tierischen Produkten aus konventionellen nicht-gentechnikfreien Anbau.
Ich bin aber auch kein Experte, ich hab das nur am Rande mitbekommen wie Round Up hier verwendet wird.
- Tigerchen
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich hab aber auch schon von deutschen Bauern gehört, die dieses Zeug versehentlich angebaut haben und nun die Geister, die sie riefen, nicht mehr los werden.
Tigerchen mit dem *Oktoberherzchen* (2003), der Eisprinzessin (2009), dem *Novembertraum* (2009) und dem Beuteltigerbaby (04/14)
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Aber das war Raps von BASF, glaub ich.
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Lösche Benutzer 17612
Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich meine auch, dass das RR-Raps war. Der ist für Biokraftstoff .
- Katinka5
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Das bfr hat recht, wenn es schreibt, dass der ELISA test für muttermilch als Matrix validiert werden muss, ich würde davon ausgehen dass dies vor Veröffentlichung der Ergebnisse passiert ist, weiß es aber nicht sicher. Sollten sich die Ergebnisse für muttermilch bestätigen,ist dies aber letztendlich nur ein Aspekt eines wie ich finde großen Problems, das sich weltweit durch glyphosat ergibt.es ist sehr schwierig, als Laie die studienlage zu überblicken.wichtig ist immer zu wissen, wer die Studie finanziert hat...v.a.bei Monsanto und Co
...wichtig zu dieser Studie wäre auch zu sagen, dass dies alles KEIN Grund zum abstillen bzw nicht stillen ist!!!
Grüße von Katinka mit Madame (*Mai 2014) und Brudi (*November 2017)
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Lösche Benutzer 17612
Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Das denke ich auch. Wobei Monsanto garantiert keine Studie veröffentlicht, bei der Glyphosat in Muttermilch auftaucht.
Dass dieses Zeug überall zu finden ist, DAS ist schlimm. Muttermilch ist nicht das Problem. Ich gebe lieber einem Kind welches sowieso bald einer großen Menge an Glyphosat ausgesetzt wird den gesündesten Start für sein Immunsystem, als ihm auch noch das zu nehmen. Nicht-stillen aufgrund von Glyphosat ist m.E. eine große Verschlechterung der Situation.
Dass dieses Zeug überall zu finden ist, DAS ist schlimm. Muttermilch ist nicht das Problem. Ich gebe lieber einem Kind welches sowieso bald einer großen Menge an Glyphosat ausgesetzt wird den gesündesten Start für sein Immunsystem, als ihm auch noch das zu nehmen. Nicht-stillen aufgrund von Glyphosat ist m.E. eine große Verschlechterung der Situation.
- Tigerchen
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Genau, Stillen sollte man lassen. Dafür dank Flaschenmilch vielleicht für 3-4 Monate kein Glypho..., sofern das im Endprodukt nicht mehr drin ist, dann ab Beikoststart dann direkt die volle Dosis. Und dafür sch...n wir auch auf die ganzen anderen Vorzüge von MuMi.
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Lösche Benutzer 17612
Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich verstand schon diese Reaktion damals nicht, nach dem Muttermilchskandal bei dem Müttern vom Stillen abgeraten wurde. Das ganze Land schreit, weil die Muttermilch belastet ist. Hey, denkt eigentlich mal einer daran dass das Problem viel umfassender ist, und zwar dass wir Menschen davon so verseucht sind, dass man es in der Muttermilch findet ?!? DAS ist der Skandal! In meiner Umgebung sind es gerade die Menschen die sich jetzt über das "gefährliche" Stillen auslassen, die sonst Bio-Käufer als unrealistische schwarzmalende Gutmenschen belächeln.
- Katinka5
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Das kommt halt leider zu dem ganzen monsanto-glyphosat-mist hinzu: dass es viel zu viele Leute gibt, die als einzige Botschaft mitnehmen, dass stillen gefährlich ist...und nicht etwa das meist unverantwortliche handeln des benannten Konzerns. Die wollen ja nur unser bestes, aber von dieser muttermilch, da lässt man besser die Finger...aargh...man möchte mit dem Kopf auf den Tisch schlagen

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