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Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 30.05.2015, 23:32
von Strahl
maria28 hat geschrieben: Was es noch schlimmer macht, ist das unfreundliche Personal. Und ich meine RICHTIG unfreundlich. Die Visite heute war eine Farce, das darf man gar keinem erzählen (ich dachte, da wäre eine zickige Schwester ohne hallo und tschüss in den Raum gerannt, hat mich abgemacht, dass ich meinen Sohn nicht tragen solle (er hat Bettruhe) und nicht verstanden, dass ich ihn nur von Wickeltisch zum Bett gehoben habe) später kam raus, das war die Oberärztin...
In den meisten Krankenhäuser ist das Personal heutzutage recht überfordert und das am meisten zum guten Grund. Versuch mal gleich mit denen zu reden und ehrlich und offen zu denen zu sein wie Du ihre Art empfindest . Am meisten sind sie selber überrascht....rede mit denen immer wenn Du was nicht magst gleich ruhig und direkt(immer vorher einatmen :wink: )....und aber auch wenn Du Dein Sohn halten möchtest ...Frag immer alles was Du denkst. Du brauchst Deine Gefühle auch los und jede menge positive Energie damit Deine Kinder es auch spüren.
maria28 hat geschrieben: Jedenfalls hab ich jetzt mehrfach danach gefragt, meine Tochter einzuquartieren und keine Antwort erhalten. Jetzt haben wir einfach ein Reisebett ins Zimmer gestellt. Ist natürlich recht aufwändig für mich, ich muss sie ja auch beaufsichtigen, wenn er irgendeine Blutentnahme etc hat- aber es ist auf jeden Fall besser für die Kinder und tagsüber kommt für ein paar Stunden mein Mann.
Ich freue mich dass Du eine Lösung gefunden hast! Wir denken an Euch! Wie geht es Dein Sohn?

LG
Strahl

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 30.05.2015, 23:52
von tania
ich wuensche dir optimismus und staerke, kraft und energie, einen allseits begeisterten MSR, deinem sohn gute besserung bzw dass ihr da ganz zu unrecht seid!!! und deiner tochter und deinem mann eine gute zeit, eine enge bindung, euch allen nur das allerbeste. ((()))

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 31.05.2015, 07:25
von LeelaMinzz
Oh, nein, ihr armen. Das ist ja wirklich schrecklich. Das tut mir sehr leid für Euch und ich wünsche Euch, dass ihr so gut es geht, da wieder rauskommt.
Die Idee von sweetpea , die Kleine über Nacht bei Dir zu haben und Tags beim Papa, finde ich auch sehr gut. Vielleicht findet ihr für tagsüber etwas zu essen mit viel Flüssigkeit, was sie mag.
Meine Kleinste hat auch überhaupt keine Alternative zum Stillen angenommen bis sie ein Jahr alt war. Wir haben viel probiert, da ich seit sie 8monate alt war tagsüber 4 bis 6 Stunden vom Papa betreut wurde. Aber bei Euch ist das ja viel schlimmer, weil länger und unter furchtbaren Umständen. Sie spürt ja auch Eure Angst und das leid ihres Brüderchens.
Einen Tipp hab ich aus der Zeit, als meine Mittlere wegen eines schweren Herzfehlers und Lungenproblemen oft im Kh war: Sprich den Krankenschwestern, Pflegern, Therapeuten, Ärzten und Co so oft es geht Deine Anerkennung und Deinen Dank für Ihre Bemühungen um Dein Kind aus. Die haben wirklich schwere Jobs und sind auch nur Menschen. Die krassesten Biester sind eigentlich liebe, hilfsbereite Personen. Nur wenn man permanent überfordert ist, alle dauernd etwas wollen, man rackert sich ab und trotzdem reicht es nicht, ist das total frustrierend. Ich meine ja gar nicht, dass Du Dich jetzt auch noch um das arme Kh-Personal sorgen sollst. Aber glaub mir, etwas Anerkennung ist wie ein Energieschub für Menschen.

Ich wünsche Euch alles Gute und ganz viel Kraft!!!

Liebe Grüße, Leela

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 01.06.2015, 11:47
von Lösche Benutzer 5935
hallo, wie geht es euch?

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 19:46
von maria28
Hallo, danke für eure Antworten. Sorry dass ich so lang nicht geantwortet habe, hier ist es echt schlimm, ein Pech jagt das nächste. Ich kann gar nicht alles schreiben. Am schlimmsten sind 2 Dinge: meine Tochter kann nicht nachts bei mir bleiben- sie hat so dermaßen einschlafprobleme und braucht vollste Aufmerksamkeit (tragen, Stillen, pezziball)- während mein Sohn vor Schmerzen jammert, kann ich das nicht leisten, sie sind einfach nicht beide gleichzeitig tröstbar(gerade das Handling von meinem Sohn ist grad sehr kompliziert, er darf die WS nicht belasten, nur Wiegehaltung, Infusionsleitungen überall). So dass sie jetzt nachts bei meinem Mann ist.

Zweitens müssen wir jetzt doch 6 Wochen bleiben.
Das ist wirklich wirklich hart. Mein Mann kommt mit den Einschlafproblemen der Maus auch nicht klar, er braucht oft 2h, ist völlig genervt (er hat außerdem eine fette Erkäktung und kutschiert die Maus ja dauernd hin-und her.) Gerade das ins-Bett-bringen kann uns ja erst recht kein verwandter abnehmen. Er hat schon gedroht, sie schreiend allein zu lassen, so fertig ist er. Ich bin natürlich auch total verzweifelt darüber. (Ich selbst hatte letzten Sommer in diesem KH 6 Wochen Bettruhe wegen vorz. Wehen und hab einfach auch Lagerkoller)
Meinem Sohn geht es von den Schmerzen her gottseidank besser, jetzt hat er aber Bauchschmerzen und Durchfall vom Antibiotikum.
Teazer hat geschrieben:
Nun zu Deiner Tochter:

- Isst sie Beikost? In welcher Form?
- Trinkt sie Wasser?
- Wer betreut sie während Du im KH bist?
- Welches Beruhigungsrepertoire hat die Betreuungsperson?
- Ist ein Wechsel zwischendurch möglich (Betreuungsperson bleibt bei Sohn während Du Deine Tochter "draußen" stillst)?

Generell kann man sagen, dass 10 Monate alte Babys täglich mindestens 2x stillen, und 2-5x essen sollten. Meinst Du, das ist in Euren Alltag irgendwie einzubauen?

(ModTeam-Stillberatung)
Sie isst morgens bei meinem Mann Grießbrei und knabbert Toast, dann bringt er sie mir, ich stille sie 2x, mittags nimmt er sie mit, sie isst ein 190g-Gläschen, trinkt etwas Wasser dazu, dann bringt er sie mir wieder, ich stille sie zweimal, sie isst ein halbes Obstgläschen und/oder frisches Obst. Dann gibts abends wieder Grießbrei (mit Saft angerührt). Nachts nimmt sie weiterhin nur Wasser schluckweise. Aber es müsste trotzdem hinkommen, oder? Sie ist jedenfalls agil und einigermaßen gut drauf. Man merkt ihr aber schon an, dass ich ihr fehle und sie fehlt mir auch.

Zum Personal: ja die sind hier überlastet, zumindest die Schwestern. Aber eigentlich müssten sie ja froh sein, dass ich mich um meinen Sohn kümmere, allein das dauernde Wickeln wegen dem Durchfall kostet Zeit... Und teilweise sind das auch echt unnötige Dinge, zb haben die Schwestern ihn jetzt schon oft geweckt, obwohl ich ihnen vorher bedeutet habe, dass er schläft. Dann reden sie vielleicht ein Mü leiser, aber immer noch zu laut, oder knallen die Tür zu.
Wenn er hier allein wäre, würde er nur schreien. (Wie das arme Baby hier, dessen Mutter nicht da sein kann, das wird schreiend weitergereicht oder auch mal von irgendwelchen Besuchern um KiWa geschuckelt, weil sie Mitleid haben)
Deswegen muss ich bei ihm bleiben- wir haben unseren Urlaub storniert, können noch nicht mal an den See. Und momentan sind auch alle Freunde und Verwandte, die sonst helfen kommen, total eingespannt.
Ich sag ja, wenn Pech, dann richtig.

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 20:00
von Teazer
Puh, dass ist für Euch Vier wirklich schwer. (((())))
maria28 hat geschrieben:Sie isst morgens bei meinem Mann Grießbrei und knabbert Toast, dann bringt er sie mir, ich stille sie 2x, mittags nimmt er sie mit, sie isst ein 190g-Gläschen, trinkt etwas Wasser dazu, dann bringt er sie mir wieder, ich stille sie zweimal, sie isst ein halbes Obstgläschen und/oder frisches Obst. Dann gibts abends wieder Grießbrei (mit Saft angerührt). Nachts nimmt sie weiterhin nur Wasser schluckweise. Aber es müsste trotzdem hinkommen, oder?
Ja, das passt. Sie könnte ja mehr essen, wenn sie wollte.

Habt Ihr mal bei Diakonie/Caritas/AWO o.ä. nachgefragt, ob es Möglichkeiten der Unterstützung gibt? Wenn Dein Mann krank geschrieben wäre, ginge auch eine Haushaltshilfe.

Bestimmt werden Dein Mann und Eure Kleine Wege finden. Ohropax und strammes Spazierengehen mit Baby im TT fällt mir jetzt spontan ein.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft. Mögen diese Wochen schnell vorüber gehen. Alles Gute für Deinen Sohn und für Dich, Deinen Mann und die Kleine.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 20:14
von Hasenmama
wo wohnst du denn? evtl können WIR dir irgendwie helfen? oder deinem Mann?

gesendet von smartfön mit kreativer groß-, klein- und überhaupt-schreibung.

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 20:52
von beccarei
Ich möchte Dir einfach einen Drücker da lassen und dir Kraft schicken. ((()))

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 21:28
von maria28
Vielen Dank!
(Auch an hasenmama-wir wohnen in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze, erfahrungsgemäß ist das für die meisten zu weit Weg)
Zur Professionellen Hilfe: THEORETISCH ist unsere Situation ja nicht die Schlimmste: 2 Erwachsene mit Zeit (elternzeit, freisemester) betreuen 2 Kinder, von denen eins krank ist -und sogar theoretisch im Krankenhaus betreut würde. Gibt eine ganze Menge Alleinerziehender Mütter mit mehr Kindern zb- das was die Situation so schlimm macht, ist ja das Emotionale. Dass der Frosch halt nicht hier allein sein kann, Die Trennung von der Maus, dass sie nicht trinkt oder einschläft, dass gerade keine lieben Freunde um uns herum sein können, sondern überarbeitetes Personal- da kann uns ja kein Helfer von der Diakonie bei helfen.
Aber wir werden es irgendwie überleben und hoffentlich gestärkt aus der Sache herausgehen. Danke für eure Anteilnahme und die Beruhigung bzgl der Stillmenge.
Lg
Maria

Re: Ein Zwilling im Krankenhaus, wie beide stillen?

Verfasst: 03.06.2015, 21:57
von koalina
Hasenmama hat geschrieben:wo wohnst du denn? evtl können WIR dir irgendwie helfen? oder deinem Mann?
Genau das ging mir auch durch den Kopf... magst du sagen in welcher Ecke du wohnst bzw. in welchem KH du bist?

Alles Gute Euch und gute Besserung für den Kleinen!
koalina