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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 00:32
von conil
Noch etwas: Als du wieder voll gestillt hast nach der beikosteinführung: wie lange hast du wieder voll gestillt? Hast du sie trotzdem mal an einem Brötchen oder so lutschen lassen? Ich will auf keinen Fall eine Ferndiagnose stellen, aber für mich riecht das ganz ganz stark nach einer Zöliakie. Diese kann sich nämlich auch mal durch Verstopfung äußern. Das ist der häufigste Grund für gedeihstörungen nach Beikosteinführung. Zöliakie kann man im Blut testen oder bei einer Spiegelung des Zwölffingerdarms. Bitte gehe zum Kindergastroenterologen.

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 01:14
von conil
Sorry falsch gelesen. Problem fing schon vor Beikost an. Ich zweifele eine laktoseintoleranz weiterhin an, Zöliakie nehme ich zurück.

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 06:01
von klimaforscherin
Ich fände die Gewichtsdaten interessant.
Du gehst ja von einer Gedeihstörung aus und von schlechter Zunahme im letzten Monat. Letzteres wurde ja von den Mods ausgeschlossen, da 50 g pro Monat in den Alter wohl voll im Normalbereich liegen.
Es könnte dementsprechend ja auch sein, dass gar keine Gedeihstörung vorliegt? Dazu müsste man sich die Daten anschauen (Ich hoffe, Mods, das ist ok, dass ich nachfrage? :oops: )

Du schreibst noch von dem Gentest mit der Veranlagung. Die Prozentzahlen müssten ja für die letzte Gruppe im asiatischen Raum nahezu 100% betragen, dort sind doch fast alle Erwachsenen laktoseintolerant.
Soweit ich weiss (nur banales google-Halbwissen :oops: ) macht man die Diagnose mittels Atemtest bzw Darmspiegelung.
Wurde etwas davon gemacht oder in Erwägung gezogen?

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 06:34
von deidamaus
klimaforscherin hat geschrieben:Ich fände die Gewichtsdaten interessant.
Du gehst ja von einer Gedeihstörung aus und von schlechter Zunahme im letzten Monat. Letzteres wurde ja von den Mods ausgeschlossen, da 50 g pro Monat in den Alter wohl voll im Normalbereich liegen.
Pro Woche, nicht pro Monat.
Es könnte dementsprechend ja auch sein, dass gar keine Gedeihstörung vorliegt? Dazu müsste man sich die Daten anschauen (Ich hoffe, Mods, das ist ok, dass ich nachfrage? :oops: )
Darum habe ich auch schon gebeten.

Wie du siehst, DieKleineMaus, zweifeln hier ein paar mehr an der Diagnose. Es wäre ja super, wenn deine Milch nicht die Ursache für die Probleme deines Babys wäre. Habt ihr einen entsprechenden Facharzt in der Nähe, den du mal aufsuchen könntest?

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 07:02
von klimaforscherin
:opps: Wer lesen kann :roll:

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 07:29
von deidamaus
...ist klar im Vorteil. Macht ja nix.

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 05.01.2015, 12:26
von tania
was ich nochmal betonen moechte: dein baby hat augenscheinlich ein problem mit der verdauung, evtl eine unvertraeglichkeit von was auch immer, evtl eine reaktion von sachen die du isst, die sie mit der muttermilch auch bekommst, evtl etwas organisches, aber was immer es auch ist: waere es eine bereits jetzt manifeste LI, haette sie nicht bis jetzt von deiner milch leben koennen, denn diese koennte sie ja dann nicht verwerten. und da es also etwas anderes sein MUSS (bin keine expertin!), waere es wirklich sehr schlecht, wenn du jetzt abstillst. GERADE kinder mit problemen brauchen muttermilch um so dringender. dein widerstreben abzustillen scheint mir da wirklich in die richtige richtung zu weisen.

ich wuensche euch viel erfolg bei der weiteren diagnostik! und natuerlich alles gute fuer deinen kleinen schatz.

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 06.01.2015, 22:37
von deidamaus
Wie geht es dir? Hast du nochmal mit deinem Kia gesprochen?

Ich habe nochmal mit einer Ärztin Rücksprache gehalten. Die Symptome deines Babys sprechen nicht für eine Laktoseintoleranz. Eindeutig nicht. Für ihre Verdauungsbeschwerden muss es eine andere Ursache geben.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 07.01.2015, 09:05
von Regenbogen82
Eine schwere angeborene Stoffwechselstörung, bei der Laktose nicht verstoffwechselt werden kann (Galaktosämie), kann schonmal nicht vorliegen. Das wäre im Stoffwechselscreening aufgefallen und dann hätte sie wirklich inzwischen mindestens schwerste Stoffwechsel- und auch neurologische Symptome entwickelt.

Ich kenne es so, dass diese Gentests im Zusammenhang mit der Klinik zu werten sind, aber eben bei deutlich älteren Kindern. Bei einem Säugling, der mit Muttermilch prinzipiell gedeiht und eben auch einfach noch ein SÄUGling ist, würde ich AKTUELL nicht von einer Laktoseintoleranz ausgehen, sondern eher davon, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass sie in ihrem weiteren Leben irgendwann keine Laktose mehr vertragen wird. Wenn Du eigentlich weiterstillen möchtest, würde auch ich mir eine Zweitmeinung holen und eventuell kindergastroenterologisch vorstellen.

Alles Gute für Euch! :)

Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Verfasst: 08.01.2015, 19:56
von DieKleineMausIstAusDemHaus14
Hallo,

sorry fürs längere Nichtschreiben, uns hat die Infektwelle erwischt. Das Baby hat den allerersten Husten. :(
Also danke für die ganzen Ratschläge, Einschätzungen usw.
Erstmal:
Ich bin selbst Ärztin, allerdings erst ein Jahr im Beruf gewesen, bevor ich in Elternzeit gewesen bin und auch keine Kinderärztin.
Trotzdem Zölliakie halte ich auch für ausgeschlossen. Allein, weil sie ihr erstes Gluten vor ca. 3 Wochen bekam. :mrgreen:
Bzgl. LI bin ich jetzt mal etwas weniger euphorisch, aus den folgenden Gründen:
Ich selbst hatte eine ganz ähnliche Kindheit, mit Verstopfung und Bauchweh seit ich denken kann, auch als Baby (war aber kein Stillkind).
Ständig wurde Nahrung umgestellt, auf HA (aber mit Laktose). Gebracht hat es nichts.
Gegen die Verstopfung bekam ich Milchzucker und es wurde nur schlimmer, statt besser.
Irgendwann mit 10 schwankte es um und ich begann Durchfall von Milchprodukten zu bekommen. Mit 19 erst wurde ein Belastungstest gemacht (Blutzuckermesstest ist da besser als H2 Atemtest) und ich war "schwer laktoseintolerant".
Das sieht man ja an den Werten (Blutzucker fiel sogar konstant) recht gut erkennen.
Es ist inzwischen durchaus Lehrmeinung, dass man auch (wie bei Zöliakie eben auch) verstopft sein kann, wenn natürlich in den allermeisten Fällen die gegenteiligen Symptome auftreten.
Ich halte es aber eher für wahrscheinlich, dass meine Kleine ein Grundproblem hat und dadurch sekundär momentan nichts (auch keine Laktose) verträgt.
Auf Kuhmilcheiweiß wurde sie bereits getestet und es war negativ.
es ist auch definitiv zu beobachten, dass sie mit laktosefreier Milch und dem Abendbrei sehr viel besser und ruhiger schläft. Stillt sie nachts das erste Mal, weint sie danach und bläht auf.
Meine Konsequenz hatte ich ja bereits angekündigt: Ich bemühe mich mein sowieso fast 8 Monate altes Baby schneller an Beikost zu gewöhnen, als ich es wollte, reduziere also das Stillen, aber von meinem Plan sie wenn sie im Mai 1 Jahr wird immernoch nachts und früh morgens vor der Arbeit zu stillen, bis sie vermutlich in den KiGa geht, wenns uns weiterhin so gut gefällt, weiche ich dann ja garnicht ab. :mrgreen:
Ich schaue also einfach, dass ich ein bisschen schneller die Laktose reduziere, als ich es wollte.
Denn voll stillen scheint auch einfach garnicht mehr zu reichen, um die Verdauung anzukurbeln.
Vielleicht tun ihr ein paar Faserstoffe ganz gut.
Wir arbeiten außerdem längst mit einer Kinderklinik zusammen. Dort mit zwei Fachärzten.
Auch diese gingen jedoch von einer Laktoseintoleranz aus, zumindest vorübergehend.
Ich habe ein wenig Druck gemacht und nun einen Termin am 20.02. bekommen, um zu besprechen, wie es weitergeht und was man noch testen sollte.
Ich werde morgen erstmal kämpfen müssen, dass ich wesentlich schneller einen Termin bekomme.
Denn das is mir natürlich zu lang.
Begründung war: "Chef hat gesagt, er will nen langen Termin mit Ihnen, um besprechen zu können, wies weitergeht und das will er mit vielen anderen auch. Deswegen gehts erst wieder Ende Feb." Als ich meinte, dass das ungünstig ist, wg Einläufen usw hieß es "wieso Einläufe?"
Wirklich bestens informiert. :shock:
Naja...morgen beim Impfen soll ich ihn fragen, ob er denn denkt, dass das zu lang is und wenn ja bekomm ich früher einen Termin. Schon komisch. :|
Die Gewichtsdaten meiner Tochter (ich packe auch mal die Länge hinzu, denn auch diese hat finde ich nachgelassen):
Geburt: 17.05.2014: 3540 g, 51 cm, 36 cm
18.05.2014: 3320 g
20.05.2015: 3320 g (Entlassung)
23.05.2014: 3390 g
27.05.2014: 3600 g
30.05.2014: 3690 g
03.06.2014: 3800 g
11.06.2014: 4000 g
17.06.2014: 4100 g
11.07.2014: verspätete U3 (Stau beim KiA): 4520 g, 59 cm, KU 39 cm
02.09.2014: U4: 5140 g, 65 cm, KU 41 cm
13.11.2014: U5: 5960 g, 68 cm, KU 42,5 cm
17.12.2014: Kinderklinik: 6200 g, 69 cm, KU: 43 cm
Es mag sein, dass eine langsameres Längenwachstum normal ist nun, aber von sehr groß (Papa ist auch schmal und 1,90 m groß, ich bin ein Zwerg, aber auch (langsam :mrgreen: ) wieder schmal) ist sie inzwischen schon leicht unterhalb der Norm. Ich finde also eine leichte Gedeihstörung liegt schon vor. Aber bisher keine gravierende Sache.
Bauchweh hat sie von Anfang an, erst hieß es 3 Monats Koliken, später Zähne...ich weiß nicht ob es je weg war.

Liebe Grüße und schönen Abend!

die Kleine Maus