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Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 28.12.2014, 20:15
von Maria29
Hallo, es geht uns nicht so gut, die Kinder sind sehr unruhig, mein Mann und ich kriechen auf dem Zahnfleisch.
Auch das Stillen der Maus läuft weiterhin schlecht. Sie zeigt einfach keine hungersignale und lässt weiterhin los wenn ich sie auf gut Glück anlege. Am ehesten klappt es noch, wenn sie verschlafen ist gleich nach dem aufwachen. Zum Teil halte ich sie richtig fest, dann geht es etwas besser- aber manchmal artet das dann richtig in einen kleinen Kampf aus, das will ich natürlich auch nicht.

Heute habe ich sie nur 5xgestillt (sie wird bis 24 Uhr nicht mehr kommen- meist trinkt sie zwischen 18 und 19 Uhr und dann erst wieder morgens um 4)- ich mache nur schon sorgen, dass das zu wenig ist für ihre 20 Wochen.

Werde Versuchen in den nächsten Tagen eine stillberaterin zu erreichen, da andocken ist definitiv falsch bei der Maus. Und bei ihrem hektischen ran-ab kann ich ihr auch schlecht die Brustwarze auf die Zunge rollen wie in den Anleitungen beschrieben.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 29.12.2014, 16:25
von Teazer
Hallo Maria,

klar, das ist schwierig. ((())) Ich denke, das ist ein Stillstreik. :( Hast Du darüber schon in der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN gelesen?

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 01.01.2015, 16:25
von Teazer
Hallo Maria,

wie geht es Euch?

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 03.01.2015, 13:49
von maria29
Hallo,
ja ich hab mich durch die 25 Seiten gekämpft.
Also es war bislang so: an Silvester hatte ich eine Stillberaterin der La Leche Liga hier. Sie war sehr nett und hat mir gute Tipps gegeben - zb stille ich meistens in für mich sehr unbequemen Positionen - aber ich will halt immer so schnell wie möglich das nörgendle Baby an die Brust bekommen und mich nicht noch ewig in Kissen einigeln.
Naja - Zur Problematik der Maus konnte sie leider nicht viel sagen. Sie meinte halt, dass sie klar zeigt, dass sie in dem Moment nicht will. Aber so richtig kann das auch nicht sein, wir hatten es jetzt schon öfter so:
Maus nörgelt - ich nehme sie an die Brust- sie zupft kurz an der BW oder auch gar nicht und fängt dann furchtbar an zu schreien - also richtig wie am Spieß, als hätte ich ihr wehgetan oder so- dann nehm ich sie hoch, lauf mit ihr dreimal ums Sofa- leg sie wieder an und dann gehts plötzlich - oder auch nicht, dann lass ichs ganz.

Ich bin wirklich genervt, auch weil die Beiden im Moment wahnsinnig unruhig sind. Am 9. haben wir wieder einen Termin in der Schreiambulanz, aber ich bezweifele, dass die uns weiter helfen können. Ich überlege immer nur wieder, ob pumpstillen weniger nervig wäre.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 03.01.2015, 19:05
von Teazer
Kann es sein, dass sie pieseln muss? Manche Babys können dann nicht stillen.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 05.01.2015, 16:42
von Maria29
Hm nein das denk ich nicht. Wäre ja komisch wenn das seit 2 Wochen so sein sollte und davor nicht.
Sie zupft jetzt immer so an der BW und zieht sie richtig lang, das ist natürlich schmerzhaft. Wenn ich versuche dagegen zu halten, zieht sie sie zur Seite. Am besten klappt es wirklich nachts wenn die Brust voll ist. Aber die stillberaterin hat gesagt. Ich soll oft anlegen, gerade weil ich nicht weiß wann sie Hunger hat...dann ist die Brust aber natürlich nie voll.
Morgen wird nochmal geguckt ob sie Blockaden in der hws hat. Wenn nicht, werde ich wohl mal ne Weile für sie abpumpen, ihr Gezerre ist einfach zu anstrengend.
Wie mach ich das am schlausten? Bruder beidseits Trinken lassen und dann beidseits abpumpen oder wie beim Stillen, so dass jeder eine Seite bekommt?

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 07.01.2015, 10:58
von Teazer
Hallo Maria,

entschuldige bitte, da Du nicht angemeldet bist, habe ich Deinen Beitrag jetzt erst gesehen.

Hat sich bzgl. der Blockaden etwas ergeben?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Zappeln wegen Pipi erst später anfängt. Es kann aber auch z.B. sein, dass der Kiefer schmerzt. Mein Baby macht das aktuell auch und die zahnt.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 07.01.2015, 16:53
von blueberry
Liebe Maria,

Dein Thread ließ mich nicht los und ging mir so oft im Kopf herum. Leider habe ich derzeit kaum Zeit, hier regelmäßig ausführlicher zu schreiben :( , ich würde Dir aber gern ein paar meiner Gedanken dalassen.


Was mir am meisten nachging:
Wippen auf PezziBall/Federwiege sollen wir sie nicht, da sie laut Physiotherapeutin aufgrund ihrer Frühgeburtlichkeit eine Störung des Gleichgewichtssinns hat und das dauernde Schuckeln nicht verarbeiten kann.
Müsst Ihr Euch an diese Vorgabe nach wie vor halten? Ich stelle mir das unglaublich schwierig vor :( , denn ich muss sagen, ich kenne fast kein junges Baby, das bei Verzicht auf "auf und ab bewegen"/rhythmisches Schuckeln/Wippen/... dauerhaft ruhig und zufrieden wäre. Meine beiden Kinder wären ohne zügiges Marschieren im Tragetuch, Auf- und Ab-Wippen auf dem Pezziball (mit Kind auf dem Arm oder im Tuch/TH) und Federwiege auch auf viele Schreistunden am Tag gekommen.

Babys sind Traglinge. Menschen waren über lange Jahrtausende Nomaden oder körperlich arbeitend tätig - es ist nicht verwunderlich, dass Babys also mit der "einprogrammierten" Erwartung, gute Teile des Tages mit Körperkontakt dreidimensionale Bewegungserfahrungen zu machen, auf die Welt kommen. Und die bestehen nicht nur aus supersachtem hin und her Wiegen sondern normalerweise aus durchaus schwungvollem Gehen, wie man es etwa draußen bei einem zügigen Spaziergang tun würde: und das sind rhythmische Auf- und Abbewegungen fürs Kind.

Solche Bewegungen sind Babys ja auch aus Mamas Bauch gewohnt und sind Teil der normalen Entwicklung aller Sinne - auch des Gleichgewichtssinns. Wenn ein Kind aufgrund von Frühgeburtlichkeit tatsächlich eine Störung des Gleichgewichtssinns hat, dann doch deshalb, weil Bewegunsanregungen, die es im Mutterleib erfahren hätte FEHLEN. Dem begegnen zu wollen, indem man dem Baby diese weiterhin VORENTHÄLT scheint mir völlig kontraintuitiv - und kontraproduktiv.

Ich würde mir dazu auf jeden Fall weitere Meinungen einholen (oder den Rat schlichtweg ignorieren, wenn die Babys so weit gesund sind, dass sie sonst normal hantiert werden dürfen zum Wickeln, Tragen, Baden etc.), da
* schwungvolles Spazierengehen oder Herumgehen mit Baby im Tuch oder gut gestützt aufrecht auf dem Arm,
* Tragen + Pezziballhüpfen/wippen
und heute gern auch
* eine Federwiege

zum Grundrepertoire des Babyberuhigens gehören, und mit der Vorgabe Eurer Physiotherapeutin (die worauf fußt? Gibt es da eine Diagnose? Wie stellt man die und welche ärztlichen Empfehlungen habt Ihr diesbezüglich bekommen?) allesamt nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Das fände ich wirklich hart für Euch.

Wir kamen bei unseren Kindern auch manches Mal an unsere Belastungsgrenzen, was das Tragebedürfnis der Babys anbelangte (bei uns hieß das nämlich in Schubphasen oft: singend mit Schwung Dauer-Treppensteigen). Bei Zwillingen wäre eine Federwiege definitiv meine erste Anschaffung gewesen: entweder zwei einzelne (eine neben/über dem Sofa/Bett und eine im Essbereich - ich würde einen Korb und eine Tuchwiege anschaffen - hat beides seine Vorteile) oder eine für beide zusammen (entweder ein großer Korb oder so ein Hängematten-Doppelmodell für Zwillinge).
Mein Mann hilft mir wo er kann, er hat nur leider Rückenprobleme und kann sie nicht besonders lange tragen - vor allem das TT mag er nicht besonders, weil sie dann darin einschläft und er sie nicht mehr ablegen kann ohne dass sie aufwacht, er sie also notgedrungen 2h tragen müsste...
Der Federwiegen-Korb war bei uns bis Ende des ersten LJ der einzige Ort an den man unsere Tochter aus dem Tragetuch so ablegen konnte, dass sie weiterschlief. Dazu reicht übrigens sachtes Wippen.

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Ich habe zur Thematik auch recherchiert, aber nirgendwo Hinweise gefunden, die die Aussage Deiner Physiotherapeutin stützen würden - im Gegenteil:
Federwiegen werden z.B. inzwischen auch auf der Neonatologie der Uniklinik Aachen verwendet und in einem Artikel von Sears habe ich diese Aussagen gefunden:
Das Tragen hat seinen regulierenden Einfluss auf das Baby vornehmlich über das Gleichgewichtsorgan im Innenohr.
In der Gebärmutter wird das sensible Gleichgewichtsorgan des Babys durch die fetalen Erfahrungen von fast kontinuierlicher Bewegung angeregt. Das Tragen bietet die selbe Art dreidimensionaler Bewegung und ruft dem Baby die Erfahrung der Bewegung und Balance, die es in der Gebärmutter genoss, ins Gedächtnis zurück. Der mütterliche Gangrhythmus, an den sich das Baby in der Gebärmutter gewöhnt hat, wird durch das Tragen in der "externen Gebärmutter" erneut erlebt.
Aktivitäten wie Schaukeln und Tragen regen das Gleichgewichtsorgan des Babys an. Diese Stimulation ist das einfachste Mittel um Babys Atmung und Wachstum zu unterstützen, speziell für frühgeborene Kinder - jene mit dem höchsten Risiko für SIDS. Manche Studien zeigten, dass frühgeborene, professionell überwachte Babys in wogenden Wasserbetten besser wachsen und weniger Apnoephasen hatten, als andere Frühgeborene.
Neugeborenenstationen begannen eine Gleichgewichtsstimulationsmethode zu nutzen, die Känguruh-Betreuung genannt wird; dabei werden Frühgeborene Haut an Haut an Mutters oder Vaters Brustkorb gewickelt. Die Eltern schaukeln und bewegen sich vorsichtig mit dem Baby. Die Schaukelbewegung, der Hautkontakt und die rhythmische Bewegung des elterlichen Brustkorbs durch die Atmung erzeugen die folgenden vorteilhaften Einflüsse: [...]
Quelle

Meine Kleine braucht mich, ich schick erstmal ab.
Maria29 hat geschrieben:Wenn nicht, werde ich wohl mal ne Weile für sie abpumpen, ihr Gezerre ist einfach zu anstrengend.
Achso: bitte unbedingt erstmal STILLFREUNDLICH Füttern (siehe Linksammlung), wenn Du das erwägst, nicht per Flasche.

Später mehr. LG, blueberry

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 07.01.2015, 19:40
von maria28
Hallo blueberry,
vielen Dank, dass du dir solche Gedanken gemacht hast und recherchiert hast! Ich hatte das ja nur in einem Halbsatz erwähnt und kann hier auch nochmal ausführen, was die Physiotherapeutin noch gesagt hat (Quellen hat sie allerdings nicht genannt) Ich habe mir aber auch viele Gedanken dazu gemacht und schweren Herzens die geliehene Federwiege zurückgeschickt.
Und zwar soll tatsächlich der Gleichgewichtssinn wieder stimuliert werden und zwar mit eindeutigen Bewegungen in nur einer Dimension und zwar auf und ab - bei aufrecht gehaltenem Baby. Sie hat mir den Elefantengang gezeigt. Dabei hält man das Kind aufrecht und stampft auf dem Boden auf. Außerdem soll man, wenn man das Kind ablegt (was ja gezwungenermaßen Bewegung in anderen Dimensionen ist) diese Bewegung laut ankündigen und langsam vollführen. Tragen im TT (aufrecht geht also - und das mag sie auch).
Nachdem wir diese Hinweise befolgt hatten wurde es geringfügig besser mit dem Schreien - tatsächlich aber viel besser mit dem Schlafen.

Mittlerweile - das ist jetzt einige Wochen her, befolgen wir diese Hinweise auch nicht mehr in ihrer Gänze. Wenn ich die Maus ins Bett bringe, schuckele ich sie, bis sie schläft (das sind meist aber nur 10 min). Was wir immer noch, auch bei ihrem Bruder machen, ist die Bewegungen, die wir mit ihnen machen, anzukündigen. Vor jedem Hinlegen auf den Wickeltisch oder ins Bett, gibts ein "Achtung!". (Wenn man drüber nachdenkt, ist das nur respektvoll dem Kind gegenüber). Auch der Elefantengang wird noch praktiziert und beruhigt sie tatsächlich mehr, als wenn man sie einfach ganz normal auf dem Arm hat und wiegen würde oä. (Vielleicht hat sie sich aber auch einfach dran gewöhnt)

Zum Stillen: Sie hat tatsächlich weitere Blockaden der Wirbelsäule, auch im Hals. Die Schmerztherapeutin hat etwas gelöst, meinte aber, "wir hätten noch viel Arbeit vor uns". Sie ist ihrer Meinung nach, auch deswegen motorisch entwicklungsverzögert (sie kann den Kopf aus der Bauchlage nur sehr kurz halten zb).
Wir werden uns also weiter durchschlagen.

Re: Besser pumpstillen bei schreiigem Kind?

Verfasst: 08.01.2015, 11:01
von chipmunk
Hallo Maria,

das klingt ja echt anstrengend. Mein Sohn hat die ersten 5 Monate auch fast nur im Tragetuch gewohnt, zum Glück aber nicht so viel geschrieen. Das Stillen war phasenweise bei uns aber auch sehr unruhig und schwierig. Ich hab des öfteren gedacht, dass ich keine Ahnung habe, wie das mit Zwillingen funktionieren sollte. :shock:

Du schreibst ja, dass ihr den Pezziball nicht einsetzen sollt, wobei ich mich darüber ein bisschen wundere, wenn auf- und ab Bewegungen ok sind. Mit dem Ball geht es doch auch nur auf- und ab?

Bei uns war es jedenfalls so, dass das Stillen in Bewegung, also auf dem Ball hüpfend, beim Rumlaufen, oder im Tuch viel besser ging. Und beim Stillen im Tuch ist das Kind ja auch einigermaßen aufrecht. Elefantengang fand mein Sohn übrigens auch immer gut, und ich bin tatsächlich oft so stillend durch die Gegend gestampft. Allerdings lag er dabei schon eher horizontal.

Und eine andere Idee ging mir noch durch den Kopf - habt ihr mal "white noise" probiert? Auch das hat bei uns das Stillen immer sehr beruhigt, Dunstabzug, Staubsauger, oder Fön z.B.. (Ich hab mir sagen lassen, dass es das auch für aufm Handy oder PC gibt).

Ich wünsche euch, dass es bald ruhiger wird. Und toll, dass du beide stillst!!