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jetzt habe ich den Salat..Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 19.05.2014, 12:13
von BineMcFly
....Leute, meine Befürchtung ist seit einigen Wochen eingetreten...er schläft beim Stillen sehr häufig nicht mehr ein aber nuckelt wie ein Wilder *auaaa* oder dockt ab und ist frustriert ... Manchmal quiekt, quasselt und zappelt er wie bescheuert...aber ist hundehundemüde....kinderwagen und buggy mag er nicht, eine der Bauchtragen ist ok, da pennt er irgendwann ein (muss aber draußen rumlaufen...im Raum oder auf der Stelle wippen geht gar nicht). Nun hilft dwenigstens schonmal weiter, dass ich wieder mal das Haus verlassen kann aber da die Nächte immer noch bescheiden sind (3-8x die Nacht stillen zur Beruhigung) will ich halt tagsüber auch mal schlafen...und in so nem Zustand mit 10 kg Baby vorm Bauch rumzulaufen ist nicht so pralle...

Ich dreh hier langsam manchmal durch.....hat einer nen Tipp?....bitte :)

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 19.05.2014, 12:30
von Morgaine47
Geduld. Er lernt gerade ganz viel neues, das will verarbeitet werden. Bei meiner Großen habe ich mir auch viel nen Kopf gemacht, wie man was ändern kann, was man ändern kann, woran es liegt. Das war im Endeffekt aber nur stressig für uns beide. Beim Kleinen habe ich es einfach akzeptiert und versucht das beste draus zu machen udn war dadurch viel entspannter udn ausgeruhter.

Zum Tragen: Mal auf dem Rücken tragen? Da spürt man das Gewicht nicht so. Was für eine Tragehilfe hast Du denn?

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 19.05.2014, 13:03
von Animay
Bei meiner Tochter ging auch das Einschlafstillen tagsüber schlagartig nicht mehr. Sie hat ständig abgedockt und war selbst richtig genervt, kam aber irgendwie nicht runter. Und vor allem, wenn sie dann mal geschlafen hat, war sie innerhalb von 30 Minuten wieder wach. Da kam dann zusammen, dass ich davon leicht genervt und dass ich vermutet habe, dass es auch für sie nicht unbedingt erholsam war.

Was ich dann gemacht habe: Ich habe auch den Tagschlaf mehr "ritualisiert", damit sie weiß was kommt (vorher hab ich sie einfach nur gestillt und gewartet, dass sie einschläft - heute ziehe ich ihr eigens den Schlafsack an und mach mit ihr die Vorhänge zu und die Spieluhr an, ihr Kuscheltier ist immer dabei). Dann stille ich sie noch gut 10 Minuten (so lang läuft die Spieluhr in etwa) und dann lege ich sie wach in ihr Beistellbettchen. Natürlich anfangs nicht ohne Protest und genau das war der Punkt, warum ich es lange lange vor mir her geschoben habe, das "richtige" Einschlafstillen zu beenden. Denn ja, gewissermaßen ist das ja irgendwie doch schreien lassen :shock:, nur lag ich dabei neben ihr, hab ihr leise zugeredet und ihr den Kopf und die Brust gestreichelt und habe sie immer wieder hochgenommen wenn es nicht nur kurzer Protest war sondern es zu sehr nach einem Problem klang. Und ich war erstaunt, damit ist sie von Anfang an sehr schnell dann eingeschlafen. Der Fairness halber mache ich das auch abends so (nur stillen wir da länger), weil ich nicht weiß, ob sie verstehen würde dass sie tagsüber alleine einschlafen kann und abends nicht.

Es gibt Tage da klappt es super, und die sind der Normalfall. An anderen Tagen ist das Gemecker groß, aber das kann ich recht gut unterscheiden - wenn sie richtig losmeckert, dann weiß ich auch dass es sinnlos wäre sie in ihrem Bett beruhigen zu wollen, bzw. würde sie mir dann einfach zu lang weinen. Dann nehme ich sie hoch, stille sie nochmal, laufe mit ihr im Raum umher... Und lege sie wieder ab. Oder sie ist mir zu wach, dann bleiben wir eben noch etwas wach. Es gab schon Abende oder Mittagsschlafzeiten, wo ich sie 5 Mal oder noch öfter wieder umhergetragen und letztlich wieder abgelegt habe, an anderen Abenden/Mittagszeiten gibt es überhaupt gar keinen Protest. Aber irgendwann lässt sie sich auch beim anfangs größten Protest wirklich ohne schreien ablegen und macht die Augen zu. Dann sage ich ihr dass ich kurz rausgehe und wiederkomme wenn die Spieluhr um ist, und gehe raus. Beim ersten Schrei bin ich wieder drin, aber oft schläft sie dann wirklich ein. Und dann schläft sie richtig lang und wenn sie wach ist fängt sie nur an zu plappern, schreit aber nicht wie vorher gleich los und wenn ich dann komme, empfängt sie mich mit einem strahlenden Lächeln.

So hat es für uns funktioniert, aber hätte sie wirklich doll geschrien, hätte ich mir was anderes überlegen müssen, was ihr leichter fällt. Eventuell war es bei uns auch einfach ein guter Zeitpunkt, sie ist jetzt fast 6 Monate. Vielleicht ist es bei Deinem auch nur eine Phase und wird bald besser, genau wie Morgaine sagt. Ich unterschreibe komplett was sie schreibt, so lang man selbst damit gut klar kommt und vor allem sieht, dass es für das Kind der beste Weg ist.

lg
Animay

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 19.05.2014, 13:13
von Carraluma
Hallo BineMcFly,

Wie alt ist dein Baby? Wenn ich raten müsste, etwa ein halbes Jahr? In dem Alter scheint es bei den meisten Kindern mit dem Einschlafen ganz schwierig zu sein. Tipps habe ich leider keine guten. Ihr habt ja auch schon viel probiert. Mit etwa einem halben Jahr hat die Federwiege uns noch geholfen. Vielleicht kennt ihr jemanden, wo ihr mal eine Leihen könnt. Zumindest bei uns gings dann leider nicht mehr so lange mit der Federwiege.
Aber die Phase geht auch vorbei!
P.S. Wach ins Bett legen hat bei uns nie geklappt, da hätte sich die Maus die Lunge aus dem Leib geschrieen. Aber da sind die Kinder wohl sehr verschieden.

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 19.05.2014, 18:44
von chipmunk
Ich kann auch nur sagen: Phase!!!
Wir haben das hier auch immer wieder mal, gerade rund um Entwicklungsprünge, das der Murkel beim Einschlafsstilen nicht richtig zur Ruhe kommt, sondern sich eher in Rage nuckelt. ZIemlich genau so, wie du das beschreibst. Meine Interpretation ist, dass er total müde ist, aber gleichzeitig aufgeregt (weil z.B. an dem Tag so viel Neues passiert ist) und sich dann selbst darüber ärgert, dass er nicht einschlafen kann.
Manchmal hilft hier Popo klopfen, wenn er bei mir auf dem Bauch liegt, dann auch mal Schuckeln und Auf- und Ablaufen. Oder der Papa nimmt ihn dann und läuft auf und ab oder schmust und streichelt und eine halbe Stunde später klappt Einschlafstillen auf einmal. Und ein abendlicher Spaziergang im Tragetuch hilft auch, damit er schon vor dem Einschlafstillen mehr zur Ruhe kommt.
Hier sind es wirklich immer nur Phasen, bzw. manche Tage, es kommen dann auch immer wieder Zeiten in denen er in 5 Minuten wegpennt.

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 20.05.2014, 10:15
von soda
Bei uns haben zwei Dinge geholfen, wenn unsere Tochter tagsüber im Bett schlafen soll:

Es muss dunkel sein. Sonst gibt es zuviel Ablenkung.

Ich muss warten, bis sie von sich aus anzeigt, dass sie müde ist. Sie reibt sich die Augen, macht bestimmte Quietschlaute, hat so einen glasigen Blick oder wirft ihren Kopf an die Brust desjenigen, bei dem sie gerade ist.

Uhrzeit ist immer bißchen unterschiedlich und hängt davon ab, wann wir morgens aufgestanden sind.

Das Rahmenprogramm für jeden Schlaf abgesehen von Spaziergang in Tragehilfe lautet sowieso: stillen. Und: Mama muss da bleiben. So komme ich zu unfreiwilligen Pausen. Manchmal "darf" ich erst nach einer Stunde aufstehen. (=sonst wacht sie auf) Da sie dann aber oft noch ein oder zwei Stunden weiter schläft, nehme ich das gerne hin, denn danach kann ich dann richtig was schaffen (oder auch nichts tun ohne Baby 8) )
Im KiWa schläft sie nur ein, wenn ich sie erst mal brüllen lassen würde (will ich nicht).

Wach hinlegen ohne stillen, einfach nur schmusen oder Händchen halten - geht hier nicht. Mein Kind "schmust" nie. Damit kann sie noch nix anfangen.

Von allein eingeschlafen, so zwischendurch meine ich, ist sie in ihren sechs Monaten vielleicht 5x. (Da war ich jedes mal völlig platt. Komme um die Ecke und da liegt ein schlafendes Kind auf dem Teppich! )

PS:
Zur Zeit bin ich heilfroh, dass sie im Schlaf und zum Schlafen so gern trinkt. Sobald die kleine Kröte wach ist, ist Stillen und somit Flüssigkeits-/Nahrungsaufnahme im Vergleich zu bspw. noch März/April drastisch reduziert.

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 20.05.2014, 10:23
von warmbäuchlein
habe nicht alles gelesen.


Natürlich verwöhne ich mein Baby!

Es hat ja auch keienr ein Problem damit, wenn ich meinen Mann verwöhne und der kann echt ohne mich leben :wink:

Schau Dir mal Dein Kind an, wenn es selig an Deiner Brust einschläft.
Irgendwann lernen die Kleinen dann schon alleine einschlafen.

Ich muss sagen, die Alternativen reizen mich nicht: Kind durch die Wohnung schleppen (auch nachts) oder ihn ewig hin und her Wippen (auch nachts). Diese Sachen machen wir hier nur, wenn er mal wieder unrund ist beim Einschlafen... und ich finde es nicht so toll.
Für alleine einschlafen sind sie eben noch zu klein.


Und lass die anderen Leute reden. Erstens ist in der Rückschau alles ganz anders (Kind wird wohl nur in seinen besten Zeiten und das mit 6 Jahren erinnert :mrgreen: ) und dann wird noch gelogen, was sich die Balken biegen. Oder hat Dir schon jemand erzählt, dass er Probleme hatte? Nein, die haben alle alles nuuur richtig gemacht :mrgreen:

Achja, und es gibt Kinder die alleine einschlafen. Das hängt aber nicht an der "ach-so-tollen-Mutter" sondern am Kind. Wird aber immer als eigener Verdienst verkauft :wink:

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 20.05.2014, 21:37
von BineMcFly
Hi Mädels,

danke für Eure tollen Nachrichten!!! :-)
@animay: habe nun auch mehr ritualisiert ...aber hilft irgendwie noch seltenst was :-( wahrscheinlcih weil cih im Endeffekt doch "einknicke" und nochmal stille...??
@morgaine: diverse tragen habe ich. Fräulein Hübsch hat er anfangs als einzige geduldet, das hat sich aber nun auch geändert. Er duldet nun nur die Ergo Baby Carrier - bzw. er fühlt sich sogar recht wohl darin.
@carraluma: jetzt ziemlich genau 7 Monate. Hat das Einschlafstillen irgendwann wieder funktioniert? Oder wie macht ihr es nun?
@chipmunk: Das Problem ist bei unserem ja, dass er vorher total ruhig war. Auf dem Wickeltisch hört er immer ganz andächtig seine Musik an aber sobald es zum Stillen, in den Schlafsack oder ins Bettchen geht dreht er auf...
@warmbäuchlein: ja, ich würde ja mittlerweile doch gerne wieder aufs Einschalfstillen zurückgreifen - aber der Thread hat sich etwas weiterentwickelt, sodass das Einschlafstillen nicht mehr funktioniert :-(

Wir haben nun das Einschlafritual abends etwas erweitert....Wir machen gemeinsam die Vorhänge zu und ich sage ihm, dass wir schlafen gehen...Wenn er beim Stillen abdockt weil er satt ist aber noch nicht müde genug, dann lege ich ihn in sein Bettchen und mache nacheinander 2-3 Spieluhren an. Die erste ziehe ich 3x auf, die zweite auch und die 3. nutze ich nur wenn ich den Eindruck habe er ist noch gut drauf. Leider habe ich das Gefühl, dass diese Uhren rein gar nichts zur Beruhigung beitragen. Ich lasse ihn solange im Bettchen wie er sich dort einigermaßen wohl fühlt, also nicht weint oder stark motzt. Er dreht dann meistens nochmal richtig auf: Brabbeln, Beine schlagen, zur Seite drehen, fuchteln, am Schlafsack zerren. Auch wenn ich mit den Fingern ihn ablenke (da guckt er gerne zu, wenn ich die Finger hin und her bewege) oder ihm eine kleine Geschichte erzähle wird er irgendwann müde und kämpft sofort dagegen an indem er wieder motzt und schreit. Dann habe ich ihn nochmal angelegt und er hat sich dann in den Schlaf genuckelt (tut aber leider meiner Brust nicht besonders gut, das zwickt ganz schön, wenn da nicht mehr viel kommt).
Heute Morgen hat selbst das 2. Nuckeln nix gebracht, also bin ich mit ihm in der Trage nach draussen (schwitz) da hat er recht schnell gepennt...Heute Abend war das gleiche Prozedere und nun kam er schon 1 x und ließ sich nicht durch summen und schuckeln wieder beruhigen, es mussten die 3 min Stillen sein... seltsam...

Ich bringe den Kleinen auch übrigens nicht ins Bett weil die Uhr das sagt, sondern achte immer darauf ob er müde ist. Und das zeigt er immer sehr deutlich: Augen reiben, gähnen, ins-Nix-starren und/ oder rote Augenränder. Einen Rhythmus haben wir noch nie gehabt. Ich stille immer nach Bedarf (da haben sich aber auch so in-etwa-Zeiten eingebürgert) und eigentlich immer in Verbindung mit Müdigkeit und anschließendem Einschlafen.
Achja, mit nur Kuscheln kann er leider auch rein gar nix anfangen :-( er ist immer mega aktiv und schmniegt sich nicht mal an uns wenn wir ihn auf dem Arm haben.

tsjo.. mmh... :?

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 20.05.2014, 21:51
von Nana
Hallo!

Bei uns ist das auch grade so!
Baby ist fast 10 Monate alt.

Plötzlich schläft er abends beim stillen nicht mehr ein und es ist so wie bei euch. Er turnt dann noch durchs Bett, plappert, singt, rollt, robbt, etc...
Nach einer Weile fängt er immer zu jammern an, stillen hilft manchmal...
Das ganze Prozedere dauert ca eine Stunde. Mal mehr, mal weniger.
Eine Stunde später ins Bett bringen, verschiebt das ganze nur.
Heute ist er aber nach ca 45 Main von selbst, also ohne stillen eingeschlafen, das klappt aber sehr selten.

Eine Phase! Das wird nicht ewig so gehen! :wink:

Re: Einschlafen ohne Stillen

Verfasst: 20.05.2014, 22:37
von Carraluma
Bei uns hat Einschlafstillen von 4-6 Monaten selten funktioniert. Seitdem klappts wieder, war aber teilweise auch so wie bei euch erst beim zweiten Stillen.
Bei uns hatte ich bis mindestens zum ersten Geburtstag nicht das Gefühl, dass das mit dem Ritual irgendetwas bringt. Stillen ist unser Einschlafmittel (auch wenn zwischendurch nochmal aufgedreht und aus dem Bett gekrabbelt wird).