Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)
Verfasst: 25.02.2014, 00:47
Oje
Dann jetzt also erstmal Baby ganz ohne schlechtes Gewissen zum Papa - Tragen, Schnuller, was immer hilft. Und dann sortieren wir mal. Einiges klingt ja trotzdem gar nicht schlecht.
Das mit dem Verschlucken scheint deutlich besser zu laufen, richtig?
- das ist ja schonmal nicht schlecht. Wir müssen aber unbedingt schauen, wie wir die Sache für DICH ebenfalls gut hinbekommen.
darüber, ob es eine oder beide Brüste pro Mahlzeit nimmt. Wenn in der ersten Brust nur noch "Sahne" kommt, das Baby aber noch Durst, keinen Hunger mehr hat, beginnt es eben an der zweiten Brust von vorn mit der wässrigeren Milch. (Im Hochsommer trinken Babys darum z.B. oft und kurz und wechseln viel die Seiten).
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Das mit der Milchmenge ist eher so eine Sache für den Gesamttagesbedarf. Wann Dein Baby davon wieviel trinkt, regelt es jeden Tag neu und ganz individuell nach Wetter, Wachstum, Laune, Kuschelbedürfnis, ... . Das kann man normalerweise getrost dem Baby überlassen. "Das Normale" gibt es da nicht. Manche Babys trinken fast immer nur eine Seite, andere fast immer zwei, wieder andere wechseln. Es bietet sich an, mit der Brust die Mahlzeit zu beginnen, die sich voller anfühlt. Meistens wird das die sein, die beim letzten Mal gar nicht oder als zweite Seite gestillt wurde. (Wenn es Dir hilft, kannst Du das natürlich aufschreiben. Oder die BH-Seite markieren o.ä.)
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Von der für Dich unbequemen Haltung mal abgesehen und sofern Du das sehen konntest: wie hat denn das Andocken für Dein Baby
geklappt?
Hat sich das mit dem "mit spitzen Lippen reinzuzutschen" der BW ein bisschen gebessert durch die neue Haltung?
Hat Dein Baby den Mund schön weit aufgemacht? Die Lippen nach außen gestülpt? Die Zunge auf der unteren Kauleiste liegend (dann kann man sie evtl. im Mundwinkel sehen)
Hatte es mehr von der Brust im Mund gehabt als sonst? Das Kinn fest an Deiner Brust?
Das Näschen sollte eigentlich frei sein, wenn das Babyköpfchen leicht Richtung Nacken liegt. Du schreibst, es sei in Deiner Brust versunken: passierte das auch, wenn Du halb-aufrecht zurückgelehnt saßt oder nur beim Flach-Liegen? Hast Du mal versucht, den Babypo dann etwas mehr in Richtung Deines Schoßes zu ziehen?
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Die Zunge kann Dein Baby aber richtig rausstrecken - über die Kauleiste unten hinaus - und sie ist dann auch nicht herzförmig eingezogen oder so?
LG, blueberry
Das mit dem Verschlucken scheint deutlich besser zu laufen, richtig?
Das wird sie lernen. Aber vielleicht beruhigt es Dich zu wissen, dass zuviel getrunkene Muttermilch, die wieder raufkommt (oder mal durch die Nase läuft) durchaus positiv ist fürs Baby, da die Milch gut ist für die Schleimhäute und deren Infektabwehr.Berenike hat geschrieben:Jetzt verschluckt sie sich nur dann manchmal, wenn sie sich nach dem Trinken so zurücklehnt und sich räkelt. Ich glaube, sie lässt dann oft noch den letzten Schluck Milch quasi im Mund und der läuft dann irgendwo hin. Durch die Nase liefs leider auch noch mal beim leicht seitlich Stillen. Kann ich sie irgendwie dazu bringen, nach dem Abdocken noch mal zu schlucken?
Okay, also Deinem Baby hat der Tag trotz vermutetem Schub überwiegend gefallenBerenike hat geschrieben:Sie war den ganzen Tag ganz ruhig und friedlich, außer wenn sie nicht schnell genug die Brustwarze gefunden hat.
Wie lange hat sie denn pro Stunde getrunken? Und dann jeweils eine oder beide Seiten - oder mal so mal so?Berenike hat geschrieben:obwohl sie mind. jede Stunde 1x getrunken hat.
Prima, völlig richtig.Berenike hat geschrieben:Woran merk ich denn, dass sie noch an die zweite Brust sollte? Mahlzeitenlänge ist kein Problem, ich warte einfach bis sie ab- und auch nicht mehr andockt.
Richtig, die Brüste sind nie ganz leer. ABER der Fettgehalt der Milch ändert sich und das Baby kann dies durch sein Trinkverhalten gezielt steuern. Ich kopier Dir mal was aus einem anderen Thread:Berenike hat geschrieben:Dann hab ich mich halt wieder eingepackt. Ich dachte halt, da Brüste ja nie ganz leer werden, dass sie bei Hunger halt weitertrinken würde...?
Um den Milchfluss zu steuern, löst das Baby also MSR aus (oder lässt es bleiben) und steuert darüber auch den Fettgehalt. Den Fettgehalt regelt es zudem über den Abstand von der letzten Mahlzeit UND:Mit der Milchbildung funktioniert das (vereinfacht gesagt) so:
Die Brust speichert zwischen den Mahlzeiten nur wenige Milliliter Milch, der Hauptanteil der Milch wird während des Stillens gebildet - und zwar jeweils NACH auslösen eines Milchspendereflexes (MSR). Das Baby löst einen MSR aus, trinkt die dann produzierte und von der Brust aktiv nach vorn gedrückte Milch und nuckelt dann solange es mag. Dann löst es durch ein spezielles Saugverhalten gezielt den nächsten MSR aus usw. usf. Mit jedem MSR steigt der Fettgehalt der Milch, so dass die Milch vom anfänglichen "Durstlöscher" über "Suppe" und "Hauptgang" allmählich immer mehr zum kalorienreichen "Sahne-Dessert" wird.
Wenn das Baby keine weiteren MSR mehr auslöst, kann es auch einfach weiter an der Brust nuckeln und so sein Saugbedürfnis stillen, ohne noch viel Milch trinken zu müssen (z.B. beim Einschlafstillen).
Dieser gesamte Ablauf kann bei einem geübten Turbotrinker mit geringem Saugbedürfnis in 3 Minuten vorbei sein und bei einem kleinen Genusstrinker auch mal gern 40-60 Minuten dauern. Viele Babys wechseln das auch munter über den Tag hinweg ab: mal kurze Snacks, mal lange gemütliche Mahlzeiten, mal mehr fettarme Milch zum Durstlöschen, mal ein Mehrgängemenü mit Extra-Nachschlag.
darüber, ob es eine oder beide Brüste pro Mahlzeit nimmt. Wenn in der ersten Brust nur noch "Sahne" kommt, das Baby aber noch Durst, keinen Hunger mehr hat, beginnt es eben an der zweiten Brust von vorn mit der wässrigeren Milch. (Im Hochsommer trinken Babys darum z.B. oft und kurz und wechseln viel die Seiten).
Wenn das Baby auf der ersten Seite nicht mehr weitertrinken mag, ist es darum sinnvoll, die zweite anzubieten. Wenn es dort dann ruhig weitertrinkt, war das des Rätsels Lösung. Wenn nicht, sucht man weiter (Bäuerchen? Wickeln? Abhalten? Tragen? ... doch weiter stillen?)Berenike hat geschrieben: Aber manchmal trinkt sie und gegen Ende wird sie dann immer unruhiger statt ruhiger, geht ran und wieder weg, saugt kurz und lässt wieder los usw. Hat sie dann noch Hunger? Ich dachte bis jetzt, dann sitzt ihr irgendwas quer oder ist unbequem, sie muss mal oder ist müde und kann nicht einschlafen.
Also, ich glaub, ich habe in über drei Jahren Stillzeit nur ein einziges Mal (ein Tag im Frühwochenbett - weil ich Sorge hatte, dass wir nicht auf 8-12 Mahlzeiten kamen) aufgeschrieben, wann ich welche Seite gestillt hatte - dann NIE wiederBerenike hat geschrieben: Und wie stellen sich dann die Brüste auf "die Nachfrage" ein, wenn ich mal beide und mal nur eine Brust gebe? Dann hab ich doch immer entweder zu viel oder zu wenig? Deswegen schreibt man doch auch auf, wann man welche Seite gestillt hat usw.? Was ist denn das normale: eine oder beide Seiten? Argh!!! Ich bin verwirrt.
Das mit der Milchmenge ist eher so eine Sache für den Gesamttagesbedarf. Wann Dein Baby davon wieviel trinkt, regelt es jeden Tag neu und ganz individuell nach Wetter, Wachstum, Laune, Kuschelbedürfnis, ... . Das kann man normalerweise getrost dem Baby überlassen. "Das Normale" gibt es da nicht. Manche Babys trinken fast immer nur eine Seite, andere fast immer zwei, wieder andere wechseln. Es bietet sich an, mit der Brust die Mahlzeit zu beginnen, die sich voller anfühlt. Meistens wird das die sein, die beim letzten Mal gar nicht oder als zweite Seite gestillt wurde. (Wenn es Dir hilft, kannst Du das natürlich aufschreiben. Oder die BH-Seite markieren o.ä.)
Wenn es unbequem ist, dann passt es noch nicht. Du solltest in der Lage sein, Dich wirklich in der Haltung zu entspannen. Mitten im Bett liegend, stell ich mir das schwierig vor. Du brauchst etwas zum anlehnen für den Rücken/Nacken und auch Stützung für den Arm. Habt Ihr ein Sofa mit Armlehnen? Oder eine Wandecke am Bett, so dass Du Dich auf Kissen udn Stillkissen lümmeln kannst, die seitlich und nach hinten nicht wegrutschen können? Oder einen Sessel und die Füße auf den Couchtisch, oder eine gemütliche Ecke mit Polstern auf dem Boden, ... .Berenike hat geschrieben:Ich weiß auch ehrlich nicht, wie ich das genießen soll. Im Bett kämpfe ich die ganze Zeit mit einer bequemen Position für uns beide, trotz reichlicher Kissen. Wenn wir Bauch auf Bauch liegen beim Stillen wird ihre Nase komplett in meine Brust gedrückt und sie kriegt keine Luft. Wenn sie leicht seitlich wegkippt gegen meinen Arm muss ich den die ganze Zeit "unter Spannung" halten was tierisch in die Schultern zieht.
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Von der für Dich unbequemen Haltung mal abgesehen und sofern Du das sehen konntest: wie hat denn das Andocken für Dein Baby
geklappt?
Hat sich das mit dem "mit spitzen Lippen reinzuzutschen" der BW ein bisschen gebessert durch die neue Haltung?
Hat Dein Baby den Mund schön weit aufgemacht? Die Lippen nach außen gestülpt? Die Zunge auf der unteren Kauleiste liegend (dann kann man sie evtl. im Mundwinkel sehen)
Hatte es mehr von der Brust im Mund gehabt als sonst? Das Kinn fest an Deiner Brust?
Das Näschen sollte eigentlich frei sein, wenn das Babyköpfchen leicht Richtung Nacken liegt. Du schreibst, es sei in Deiner Brust versunken: passierte das auch, wenn Du halb-aufrecht zurückgelehnt saßt oder nur beim Flach-Liegen? Hast Du mal versucht, den Babypo dann etwas mehr in Richtung Deines Schoßes zu ziehen?
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Die Zunge kann Dein Baby aber richtig rausstrecken - über die Kauleiste unten hinaus - und sie ist dann auch nicht herzförmig eingezogen oder so?
LG, blueberry