Seite 3 von 4

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 29.01.2014, 10:25
von Stellamax
Einen wunderschönen guten Morgen.

Eigentlich hatte ich auch schon geantwortet, aber irgendwie habe ich die Nachricht gelöscht.
Erst einmal sage ich Dankeschön für die lieben Antworten und den interessanten Links.
Ganz besonders möchte ich Julia danken, du hast mir wirklich die Augen geöffnet.
Dein Link ist der Hammer und mein Mann war völlig begeistert.
Er hat bereits in Stuttgart im Olgahospital bei einem Spezialisten einen Termin vereinbart.
Gestern Abend kam wieder sehr viel Blut raus und wir sind uns jetzt auch ziemlich sicher, dass das nicht vom Milcheiweiß kommen kann. Gestern waren es genau zwölf Tage, an denen ich keine Spur Milcheiweiß zu mir nehme.
Und statt einer Besserung, gab es sogar eine richtige Verschlechterung.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und berichten, was bei der Untersuchung in Stuttgart rauskommt.
Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.
Herzliche Grüße
Stellamax

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 29.01.2014, 10:44
von Stellamax
Jetzt ist mir noch was eingefallen, was ich euch fragen wollte.
In der Woche nach dem 5. Januar, als das erste Mal Blut auftauchte, riet mir die Hebamme dem David gelegentlich Fencheltee zu geben.
Dadurch, dass David fast stündlich trinkt und sein Darm nonstop arbeitet, war sie der Meinung, dass eine Verlängerung der Stillpausen seinen Darm etwas entlasten würde.
Wir haben das nach vier Tagen eingestellt. Doch jetzt haben auch die Ärzte (sowohl der Praxis Arzt als auch der Klinik Arzt) uns ebenso zu dieser Maßnahme geraten. Eine dreistündige Pause zwischen den Mahlzeiten würde den Darm entlasten.

Ist das ratsam? Ich war der Meinung, dass Zufüttern in so einem frühen Stadium völlig verkehrt ist.

Liebe Grüße
Stellamax

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 29.01.2014, 11:21
von vivi
Hmmm , also das finde ich unlogisch. Der Darm arbeitet doch ständig und ist nie leer, also wenn du nur alle 3 Stunden stillst und zwischendurch Tee gibst ist das nur eine sinnlose, kalorienlose Füllung des Magens. Dann bekommt dein Baby unter Umständen zu wenig Nährstoffe und deine Brüste ein Problem mit Angebot und Nachfrage. Ganz zu schweigen von der Gefahr der Saugverwirrung, wenn du den Tee mit Flasche gibst. Also mmn ist Teegabe nicht sinnvoll.

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 29.01.2014, 11:25
von jusl
Ich kenne ebenfalls keine med. Indikation für Teegaben bei einem Baby, das auch Mumi kriegen kann. Darüberhinaus ist Fencheltee potenziell allergen. Gerade Kindern mit empfindlichen Darm würde ich persönlich sehr streng GAR NICHTS anderes geben als Muttermilch (außer notwendige Medikamente natürlich).

Freut mich, dass Dir meine Antwort geholfen hat. Bitte halt uns doch auf dem Laufenden, ja?

LG
Julia

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 29.01.2014, 11:31
von klimaforscherin
Zum Fencheltee noch ein Link vom Bundesamt für Risikobewertung:
http://www.bfr.bund.de/de/presseinforma ... 87296.html

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 15.02.2014, 19:53
von Stellamax
Glücklicherweise habe ich nicht auf die Ärzte gehört und abgestillt, denn trotz strikter eiweißfreier Diät, kam es zu keiner Besserung beim Zwerg.
Ein erstes Telefonat mit einem Stuttgarter Professor, brachte uns ein Stück weiter.
Sein Wortlaut: ihre Frau kann die Ausschlussdiät sofort beenden. Eine Besserung hätte spätestens nach 3-4 Tagen eintreffen sollen.
Sie soll essen was sie will. Sofern die Blutwerte ihres Sohnes in Ordnung sind, die Blutmenge nicht zunehmen und sie damit seelisch klarkommen, darf man diese Blutungen bis zu einem Jahr tolerieren. Wichtig ist, dass man ihn regelmäßig kontrolliert. In den letzten Jahren wurden die Mütter durch Ausschlussdiäten bis zum Rande ihrer Kräfte gebracht. Teilweise bis zur Anorexie oder soweit, dass gar keine Milch mehr vorhanden war. Und letztlich konnte man selten bestätigen, dass durch das Weglassen bestimmter Produkte, eine signifikante Besserung auftrat.
Daraufhin habe ich wieder Milchprodukte zu mir genommen und es trat keine Veränderung bei meinem Sohn auf.
In einem Forum fand ich vor ca. 4 Wochen einen interessanten Beitrag zu diesem Thema.
Darin empfahl ein Herr, eine Bakterien Behandlung.
Mein Mann ist zuerst nicht darauf eingegangen, da er Doktor Google nicht vertraut.
Dann, letzte Woche als alles schlimmer wurde, rief mein Mann einen renommierten Professor an, der hierzu bereits wichtige Publikationen veröffentlicht hat.
Folgendes hatte er hierzu zu berichten:
Kaiserschnittkinder durchwandern nicht den normalen Geburtskanal, sprich, sie streifen nicht mit dem Gesicht an Mamas Mumu.
Dadurch fehlt ihnen der Kontakt mit bestimmten Bakterien, die wiederum für den Aufbau einer gesunden Darmflora zuständig sind.
Die Darmflora meines Sohnes sah tatsächlich aus wie nach einer Antibiotika Behandlung. Ihm haben wichtige Bakterienstämme gefehlt und das hat die wochenlangen Blutungen verursacht.
Statt abzustillen und ihn mit überteuerten Aminosäuren zu ernähren, haben wir für ein paar Euro ein paar Bakterien (Mutaflor und Bigaia) von der Apotheke geholt. Bereits nach der ersten Vergabe konnte man den Rückgang der Blutmengen deutlich sehen.
Seit dem zweiten Behandlungstag ist in seinem Stuhl kein Blut mehr.
Und plötzlich sind aus 10-12 volle Kacka-Windeln am Tag, nur noch 5-6 geworden. Und plötzlich ist auch der wässrige Durchfall weg. Und der grüne Spinat auch. Und plötzlich riecht seine Kacka auch nach Kacka und seine Pupse nach Pupse.
Alles in allem war die Vermutung des Professors vollkommen richtig.....und Dr. Google hatte ausnahmsweise auch mal recht ;-)
Wir sind unbeschreiblich glücklich und erleichtert, dass der Albtraum endlich vorbei ist!!!

Vielleicht noch kurz zu den 2 Fachtelefonaten: Mein Mann hat die Gespräche geführt. Ich habe das hier mit meine Worte erklärt, das medizinische Fachjargon beherrsche ich nicht so.

Bitte drückt uns die Daumen, dass das so bleibt!
Nochmals vielen lieben Dank für eure tolle Unterstützung.

Stellamax

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 15.02.2014, 20:13
von jusl
Prima, das klingt alles sehr vernünftig.

Freut mich sehr, dass es Deinem Kind besser geht!

LG und alles Gute weiterhin
Julia

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 15.02.2014, 20:45
von Kleine
super, das freut mich für Euch & macht vielleicht anderen hier mit dem gleichen Problem Mut und zeigt einen anderen möglichen Weg auf!

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 15.02.2014, 20:58
von Oskaya
Ach schön, dann könnt ihr hoffentlich jetzt eure Zeit in Ruhe und ohne Sorgen genießen.

Einen schönen Abend noch!

Re: Abstillen wg. Verdacht auf Milcheiweißallergie

Verfasst: 15.02.2014, 21:25
von vivi
Wow, das ist ja toll, dass ihr endlich eine Erklärung für eure Probleme habt. Ich wünsche euch noch eine schöne Stillzeit!