Vielen Dank allen für die lieben Worte, den Zuspruch und die Lösungsansätze.
Ich habe viel über euer Geschriebenes nachgedacht und in mich reingehorcht.. es tut wirklich gut hier... es tat schon gut es sich von der Seele zu schreiben.
Ja, ich denke die letzten Wochen ohne eine Verschnaufpause waren vielleicht tatsächlich der Auslöser - schließlich habe ich auch so für´s stillen gekämpft.
Um auf ein paar Dinge zu antworten:
Die letzten zwei Monate (etwa) blieb leider keine Luft übrig, da mein Mann beruflich sehr eingespannt war (inkl WoEnde 12Std-Dienste und die Feiertage), an den freien Tagen half er bei Freunden (kam mir schon vor wie alleinerziehend) und als er endlich ein paar Tage zu Hause war, war ich krank und lag´platt im Bett... konnte nicht essen und nichts trinken...
Zu Hause im Alltag sind es dann selbstgemachte Leiden - ich "muss" einfach im Haushalt einige Dinge immer fertig haben, sonst bin ich unzufrieden.
Allerdings haben wir auch noch zwei (anspruchsvolle) Hunde und einige Kleintiere und ich muss allen eben irgendwie gerecht werden.
An oberster Stelle steht aber ganz klar unser Baby !! Dass der kleine Mann tagsüber nicht länger als 1/2 Std am Stück schläft belastet mich gar nicht sooo sehr, da ich (auch als er mal länger schlief) mich eh nicht schaffe hinzulegen, kann dann einfach nicht einschlafen. Es war nur dazu erwähnt, weil ja oft gesagt wird "schlaf´, tagsüber, wenn dein Kind schläft". Aber das fällt dann auch aus, denn so schnell schaffe ich gar nicht einzuschlafen, selbst wenn ich wollte.
Mich macht einfach der fehlende Nachtschlaf fertig... letzte Nacht kam mein Kleiner wieder fast stündlich.
Ihr habt recht.. nicht auszudenken, wenn ich abstille und immer Flasche machen muss und nicht das Wundermittel der Beruhigung (die Brust) habe.
Naja und Abends, wenn der Schatz eingeschlafen ist, nutze ich doch (so wie jetzt) einfach mal ein Stündchen für mich oder für unerledigte Dinge....
Ich liebe den kleinen trotzdem sooo sehr ! Tagsüber bleibe ich trotzdem geduldig, spiele gern mit ihm, zeige ihm die Welt... wenn er lacht (er gackert inzwischen schon fast wenn wir rumalbern) gibt es mir auch wieder Energie.
Doch manchmal kommt irgendwas anderes dazu (wie doofe Sprüche von Außenstehenden) dann läuft das Fass einfach über und man guckt an falscher Stelle - aber gut, dass man sich dann austauschen kann... man selber sieht dann das eigentliche Problem einfach nicht.
Zu den anderen "Außenstehenden":
ich habe mir jetzt einfach gedacht, dass ich bei dem Thema einfach sage, dass er Breieinführung UND abstillen zeitgleich einfach nicht verträgt und dolle Bauchweh bekommen hat

ich weiß, man sollte einfach dazu stehen, aber ich bin einfach "müde". So schiebe ich das Kindeswohl vor (was ja noch nicht mal so gelogen ist) und habe meine Ruhe. Denn DANN sagt keiner mehr was.
....allerdings sind ja immer noch manche der Meinung, dass er (auf Grund meiner kleinen Brust) gar nicht genug Milch kriegen kann
Also ich musste mir tatsächlich anhören: "ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass du jetzt die ganze zeit nur gestillt hast. Früher hieß es ja immer zu wenig Milch wg zu kleiner Brust"
Oder als ich ein Video zeigte wie prima unser kleine Mann schon Brei isst: "der macht ja schon den Mund auf, wenn er den Löffel nur sieht ! Aber ist ja kein Wunder, der muss ja Hunger haben !"
...ja, das ist schon verletzend. Und wenn einem Schlaf fehlt, Zeit zum durchatmen und der Mann an der Seite, weil er auch so eingebunden war, kann man da nicht ganz drüber stehen.
Entschuldigt... das gehört eigentlich nicht dazu - oder vielleicht doch etwas ?
Nur was tun ?
Auskot*** und es mal von der Seele schreiben: erledigt.
Mir zu Hause den Druck nehmen ?: ...muss ich dran arbeiten - das wird schwierig, muss halt allen gerecht werden.
Zeit für mich: ich war gestern Abend das erste mal wieder raus, war essen mit zwei Freundinnen... das war schön und tat soooo gut !
Der fehlende Nachtschlaf: da muss ich durch und denke an euch, denen es nicht anders geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Wenn es so bleibt hat mein Mann nun ein paar Tage frei und baut Überstunden ab. Als mein Mann mir das sagte habe ich so losgeheut

(vor Erleichterung)
Vielleicht klärt sich in mir dann noch mehr auf, vielleicht hilft auch "Zeit als Familie" und einfach mal ein heißes Bad während mein Mann unseren Schatz übernimmt.
Eine Freundin (mit der ich essen war) macht auch Kinesiologie und will bei mir mal eine Balance machen
Ich danke euch für´s zu hören (lesen) - ich hätte wohl tatsächlich abgestillt und wäre damit bestimmt sehr unglücklich geworden.
Und JA ! Ich habe auch zu den Zeitpunkt am Abstillvorhaben gezweifelt, wusste aber auch nicht, was mein eigentliches Problem war / ist.
Tatsache ist allerdings, dass ich nach einer Nacht mit Stillmarathon, ihn für eine Mahlzeit nicht an meiner Brust haben mag (ganz ehrlich) und er dann mal ein Fläschchen bekommt. (also die erste Mahlzeit nach dem Ausstehen)
Aber ich glaube das ist dann in Ordnung.... denn dann bin ich wieder offen für´s stillen.
Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte... aber das tat jetzt gut.
P.S:
meine Blutwerte wurden übrigens vor etwa drei Monaten kontrolliert.. aber in der Zeit kann sich natürlich viel tun.
Ich muss die Tage eh mal zum Doc wg einem Rezept, da spreche ich es mal an und sehe bis dahin zu, dass ich möglichst eisenhaltige Kost zu mir nehme und "Eisenblocker" meide.
Danke !