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Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 12.12.2013, 21:23
von jusl
Hallo und herzlich willkommen hier,

ich melde mich morgen ausführlich.

LG
Julia

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 12.12.2013, 21:49
von Flügelchen
Habe einige Beiträge erst jetzt gelesen und vorhin noch nicht wahrgenommen...vielen Dank ALLEN!

Ja, ich habe ein Tragetuch, wegen meiner Großen, die ja ein Schreibaby war. Und deshalb sträubt es sich etwas in mir, es nun schon wieder im Alltag/Haushalt anzuwenden...es erinnert mich gerade irgendwie alles und diese Zeit hat ECHT Spuren hinterlassen. Schlafentzug ist Folter (das haben wir ja jetzt Gott sei Dank nicht!).
Werde es aber reaktivieren, weil ich sonst echt nichts hinbekomme und auch nicht mit der Großen spielen könnte.

Zu den Nächten: das habe ich mir auch schon überlegt, dass ich sie besser mal wecke. Anfangs bin ich selber schon wegen Brustspannen aufgewacht. Dann stelle ich mir jetzt mal den Wecker nach 3-4 Stunden. Ich denke nachts ist das vom Abstand her ok?!

Wechselstillen habe ich intuitiv schon gemacht...einfach weil ich keine andere Möglichkeit sah, sie zu beruhigen. Ich habe auch mal gelesen (war das hier?), dass ein sofortiges Wechseln der Brustseite empfohlen wird, sobald das Baby weniger als alle 4 Züge schluckt. Also sobald es nicht mehr richtig saugt (wobei ich das individuell anders entscheiden würde, aber zumindest bei Nuckelei würde ich es so handhaben), das kann auch schon nach 30 Sekunden der Fall sein. Das ganze dann etwa 30 Minuten hin und her, danach noch etwas nuckeln lassen. Ich habe nur Sorge, dass solch ein Vorgehen, die Kleine total frustriert, also dieses ständige Abnehmen und wieder Anlegen?!

Apropos frustriert: ich habe auch den Verdacht, sie könnte vom Flaschensauger (obwohl nur 2 Mal am Tag) so beeinflusst sein, dass sie die Brust (die ja auch nicht satt macht) zunehmend ablehnt. Inzwischen haben wir leider Stress beim Anlegen, sie überstreckt sich und kneift in die Brust, hat ständig ihre Händchen im Weg, streckt den Kopf zu Seite... :-(
Deswegen bin ich heilfroh, schon das BES verwenden zu können. Heut Morgen bestellt, heute Nachmittag abgeholt und eben ausprobiert: es klappte super. Allerdings waren 60 ml ruckzuck weg, sodass das Saugen recht kurz ausfiel (gegen sonst!). Man soll ja mit dem mittleren Schlauchdurchmesser beginnen, aber ich werde lieber auf den dünnsten zurückgreifen.
Ich hoffe, dass ihr damit die Brust wieder sympathischer wird....
Bin auf jeden Fall sehr froh, damit die Flasche umgehen zu können. Und da ich das BES ja nur am Nachmittag/Abend nutze und nicht bei jeder Stillmahlzeit, finde ich es auch praktikabel.


Was die Haushaltshilfe angeht: da werde ich mich mal informieren!

Fühle mich gerade sehr bestärkt durch Eure Beiträge - vielen Dank! :)

P.S: Danke auch jusl - freu mich drauf!

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 06:57
von Flügelchen
Von den bisherigen Nächten bin ich zwar verwöhnt, aber DIESE Nacht war schlimm!
Ich bin komplett ausgesaugt.
Das war Wechselstillen vom Allerfeinsten, mir blieb auch nichts anderes übrig. Manchmal weiß ich wirklich nicht, ob sie nur saugen möchte, aber bisher haben wir den Schnuller ja erfolgreich weggelassen (es liegt einer hier...) - darauf bin ich recht stolz bei der ganzen Saugerei.
In den frühen Morgenstunden war dann nur noch Zerren an der Brustwarze (Autsch!) angesagt und schließlich weinen und BRÜLLEN! Unter diesem Gebrüll bin ich dann in die Küche und wollte zufüttern. Nur leider war meine letzte Aptamilflasche (ich habe diese fertigen) ausgelaufen. In meiner Verzweiflung habe ich überlegt, den See aus dem Kühlschrank zusammenzu"kratzen", aber dann schnell aus hygeinischen Gründen sein gelassen!
Ich habe dann Tee gekocht (Gebrüll aus dem Schlafzimmer als Begleitung :cry: ) und geheult.
Den Tee mochte sie nicht. Dann war also meine Brust wieder dran....irgendwann ist sie dann wohl eingeschlafen, und ich auch. Zumindest für eine halbe Stunde... :müde:

Von Wecker stellen war also diesmal keine Rede!!! Hat sie sich nun schon so schnell an das Zufüttern per BES gewöhnt, so dass sie nun frustriert war, als wieder nicht so viel Milch aus der Brust kam?

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 09:12
von feuerdrache
Zerren und Brüllen hatten wir heute nacht auch- bis sich dann in einer mittleren Explosion ein Bäuerchen (na eigentlich schon ein Gutsbesitzer) gelöst hat. Und die Windel befüllt wurde. Und gespuckt wurde. Dann ist sie selig lächelnd eingeschlafen.

Du wirst sehen, sobald sich jusl bei Dir meldet, wird alles gut. Da bist Du in besten Händen. Halte Dich an sie, blende andere Kommentarew von Omas, Tanten, Marktfrauen oder Besserwissern aus und Du fährst gut.

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 12:31
von jusl
Hallo Flügelchen,

aus Deinen Zeilen wird gut deutlich, wie groß die Belastung zur Zeit ist. Deine Angst, es könnte "wieder so" werden wie beim ersten Kind, können sicher alle hier gut nachvollziehen.

Ich geh mal der Reihe nach:
Meine "große" Tochter, inzwischen 3, habe ich nur 10 Tage gestillt, da es so aussah, als hätte ich zu wenig Milch. Maria war ein Schreibaby und hat immer geschrien. Auch an der Brust. Ich habe viel probiert (Brusternährungsset, Abpumpen), aber irgendwann entkräftet aufgegeben....das Schreien blieb. :-(
Welche Diagnostik wurde damals gemacht? Hast Du z.B. Hormonstatus und Brustdrüsengewebe ärztlich untersuchen lassen? Bei Dir gibt's ansonsten keine med. Besonderheiten, richtig? (z.B. Über- oder Untergewicht, (Passiv-)Rauchen, KiWu-Behandlung, Diabetes, PCOS)

Ich habe Deine Daten mal zusammengefasst - schaust Du bitte noch mal drüber, ob alles so richtig ist?
26.11. 3280 g Geburt
28.11. 3020 g U2
29.11. 3020 g Entlassung 60 ml PRE
30.11. 3080 g ab hier Hebamme
02.12. 3120 g
04.12. 3120 g kein Stuhl
05.12.......... kein Stuhl, wenig Urin
06.12. 3180 g ab hier 90 ml PRE
09.12. 3200 g
11.12. 3280 g ab hier 120-180 PRE
Wechselstillen habe ich intuitiv schon gemacht...einfach weil ich keine andere Möglichkeit sah, sie zu beruhigen. Ich habe auch mal gelesen (war das hier?), dass ein sofortiges Wechseln der Brustseite empfohlen wird, sobald das Baby weniger als alle 4 Züge schluckt. Also sobald es nicht mehr richtig saugt (wobei ich das individuell anders entscheiden würde, aber zumindest bei Nuckelei würde ich es so handhaben), das kann auch schon nach 30 Sekunden der Fall sein. Das ganze dann etwa 30 Minuten hin und her, danach noch etwas nuckeln lassen. Ich habe nur Sorge, dass solch ein Vorgehen, die Kleine total frustriert, also dieses ständige Abnehmen und wieder Anlegen?!
Frustriert sicher nicht - das Baby kommt so ja an MEHR Milch heran. ;-) Wechselstillen ist eine wirkungsvolle Methode (vorausgesetzt, die Andocktechnik ist kein Problem; da ist bei Euch ja offenbar alles OK), zum einen um die Milchbildung zu steigern, und zum anderen um das Baby vom Einschlafen abzuhalten.
Entsprechend wäre konsequentes Wechselstillen tagsüber (nachts muss nicht) mein erster Vorschlag. Sobald Du merkst, dass Dein Baby schwächer saugt /die Intensität nachlässt, wechselst Du - das kann in der Tat schon nach 20 sec o.ä. der Fall sein. Das Ganze für etwa 20 Minuten, danach darf Dein Baby gern an der Brust einschlafen.
Deswegen bin ich heilfroh, schon das BES verwenden zu können. Heut Morgen bestellt, heute Nachmittag abgeholt und eben ausprobiert: es klappte super.
Ui, klasse - da habt Ihr den Start ja schon geschafft. :D Bitte besorg Dir unbedingt auch noch diese Broschüre hier: KLICK - der Beipackzettel allein reicht für gewöhnlich nicht.
Allerdings waren 60 ml ruckzuck weg, sodass das Saugen recht kurz ausfiel (gegen sonst!). Man soll ja mit dem mittleren Schlauchdurchmesser beginnen, aber ich werde lieber auf den dünnsten zurückgreifen.
Ja, und den Zweitschlauch kannst Du abklemmen und die Flasche so tief wie möglich hängen. In dieser Einstellung (Flasche tief, Zweitschlauch zu, dünnster Schlauch) fließt die Milch am langsamsten. Was genau heißt denn "Ruckzuck" bei Dir? 10-20 Minuten wären jedenfalls normal.
Ich hoffe, dass ihr damit die Brust wieder sympathischer wird....
Bin auf jeden Fall sehr froh, damit die Flasche umgehen zu können. Und da ich das BES ja nur am Nachmittag/Abend nutze und nicht bei jeder Stillmahlzeit, finde ich es auch praktikabel.
Richtig, genau das ist die Idee dahinter. Prima, dass Ihr da bereits eine gute Zufütterlösung gefunden habt.
Hat sie sich nun schon so schnell an das Zufüttern per BES gewöhnt, so dass sie nun frustriert war, als wieder nicht so viel Milch aus der Brust kam?
Nein, so schnell geht das nicht - das war sicher nur Zufall.

Was aber möglich ist (das versuch ich gerade noch durch die Fragen (und die künftigen Daten und evtl. Untersuchungen) herauszufinden): Möglicherweise liegt ja wirklich ein medizinisches Problem vor, das derzeit problemloses, volles Stillen verhindert. Wie dem auch sei, da wissen wir sicher bald genaueres, und mit dem BES habt Ihr eine gute Methode, die auch dauerhaft funktieren würde; das ist das wichtigste.
Bei uns ist es ja auch so, dass die Kleine sich nachts kaum meldet (was natürlich Luxus ist!!!) und sich so die 10-12 Stillmahlzeiten auf den Tag beschränken, der dann aus fast nix anderem besteht.
Lange Schlafpausen können sich leider nur Neugeborene mit einer warum auch immer sehr hohen Gewichtszunahme erlauben. Alle normalen Babys, und die mit niedriger Gewichtszunahme sowieso, müssen nachts essen, ist leider so - da nützt es auch nichts, tagsüber 10-12 mal zu stillen und einfach über 24 Stunden den Durchschnitt zu bilden sozusagen. Nachts sollte Dein Baby spätestens 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit wieder gestillt werden.
Was das Tragen angeht und das Verwöhnen: ich bin sehr geprägt durch unsere erste Tochter und die Erfahrung mit einem Schreibaby!!! Die Angst sitzt tief!
Das kann ich gut verstehen. Aber selbst Babys, die KEINE Schreibabys sind, wollen für gewöhnlich viel getragen werden, das ist ganz normal. Es ist verständlich, dass Du mit dem Tragetuch usw. sozusagen nichts Gutes verbindest - aber genau hier liegt auch eine Riesenchance: Bei DIESEM Kind kannst Du eine NORMALE Tragebabybeziehung aufbauen und die Nähe genießen, einfach aus Spaß, weil's schön ist, anstatt nur ums Überleben zu kämpfen sozusagen. Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass Dir das gelingt.
Stress ist natürlich Stillkiller....aber was soll man dagegen tun?
Also, "Stress" ist NICHT der Grund für geringe Milchbildung, davor brauchst Du keine Sorge zu haben. Aber Stress ist doof ;-) - ich kann mich den anderen nur anschließen: Nimm jede Entlastung, die Du kriegen kannst.

Gib mir doch noch kurz Rückmeldung zu meinen Fragen und zu der Liste oben, und dann überlegen wir gemeinsam, was Du machen kannst.
Einverstanden?

LG
Julia

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 21:00
von Flügelchen
Liebe Julia,

ich habe schon viele Deiner Beiträge gelesen und schätze Deine ruhige und besonnene Vorgehensweise sehr! Ich bin sehr froh, dass Du Dich nun mit meiner Problematik befasst hast. :)

Ich antworte am besten im Zitat
jusl hat geschrieben:Welche Diagnostik wurde damals gemacht? Hast Du z.B. Hormonstatus und Brustdrüsengewebe ärztlich untersuchen lassen? Bei Dir gibt's ansonsten keine med. Besonderheiten, richtig? (z.B. Über- oder Untergewicht, (Passiv-)Rauchen, KiWu-Behandlung, Diabetes, PCOS)

Nein, nichts dergleichen wurde untersucht. Wir haben schließlich auf Flasche gewechselt (womit dann auch Durchfälle und Spuckerei zum Schreien hinzukamen :cry: ) und es war dann eben das "Schreibaby", weshalb ich nicht stillen konnte. Sie wurde auch wegen KISS behandelt (Impulstherapie, Ohysiotherapie). Da ich allerdings nie eine Einseitigkeit bei ihr feststellen konnte (sondern eben nur diese ständige Unruhe, Reizbarkeit), bin ich mir da nicht sicher...
Ob mit MIR etwas "nicht stimmt"...darüber haben wir uns dann gar keine Gedanken mehr gemacht... :?


Ich habe Deine Daten mal zusammengefasst - schaust Du bitte noch mal drüber, ob alles so richtig ist?
26.11. 3280 g Geburt
28.11. 3020 g U2
29.11. 3020 g Entlassung 60 ml PRE
30.11. 3080 g ab hier Hebamme
02.12. 3120 g
04.12. 3120 g kein Stuhl
05.12.......... kein Stuhl, wenig Urin
06.12. 3180 g ab hier 90 ml PRE
09.12. 3200 g
11.12. 3280 g ab hier 120-180 PRE
Ja, genau.
Urin hatte sie von Anfang an wenig. Heute wog sie 3340 g. Also sie hat jetzt (mit etwa 120 ml Zufüttern pro Tag) 60 ml in 2 Tagen zugenommen. Hebamme und ich sind zufrieden, auch was die nassen Windeln angeht. Nur würde ich es eben langfristig gerne OHNE BES schaffen. Heute waren es bisher nur 70 ml Zufüttern. Ich schaue, dass ich das möglichst am untersten Limit halte, oder? Auch wenn sie dann nicht vollgefuttert wegratzt, sondern vielleicht noch etwas quengelig ist anschließend? Oder lieber "abfüllen" (zugunsten der Gewichstzunahme)?

Ich habe nur Sorge, dass solch ein Vorgehen, die Kleine total frustriert, also dieses ständige Abnehmen und wieder Anlegen?!
Frustriert sicher nicht - das Baby kommt so ja an MEHR Milch heran. ;-) Wechselstillen ist eine wirkungsvolle Methode (vorausgesetzt, die Andocktechnik ist kein Problem; da ist bei Euch ja offenbar alles OK), zum einen um die Milchbildung zu steigern, und zum anderen um das Baby vom Einschlafen abzuhalten.
Entsprechend wäre konsequentes Wechselstillen tagsüber (nachts muss nicht) mein erster Vorschlag. Sobald Du merkst, dass Dein Baby schwächer saugt /die Intensität nachlässt, wechselst Du - das kann in der Tat schon nach 20 sec o.ä. der Fall sein. Das Ganze für etwa 20 Minuten, danach darf Dein Baby gern an der Brust einschlafen.
Ok, danke. Gestern Nacht blieb mir nichts anderes übrig. Meine Brustwarzen merken es deutlich. Das war allerdings reines Dauergenuckel und ich hatte nur die Hoffnung, sie würde vom Wechselstillen irgendwann satt und zufrieden schlafen. Was sagst Du zu dem Nuckeln? Auch wenn es gar kein Hunger ist (sie also gleich nach 2 Minuten Saugen anfängt zu Nuckeln?): dann immer wechseln? Ist das kein Stress für sie, der evtl zum Ablehnen der Brust führen könnte?
Deswegen bin ich heilfroh, schon das BES verwenden zu können. Heut Morgen bestellt, heute Nachmittag abgeholt und eben ausprobiert: es klappte super.
Ui, klasse - da habt Ihr den Start ja schon geschafft. :D Bitte besorg Dir unbedingt auch noch diese Broschüre hier: KLICK - der Beipackzettel allein reicht für gewöhnlich nicht. Danke! Seite gespeichert und Broschüre bestellt! :)
Allerdings waren 60 ml ruckzuck weg, sodass das Saugen recht kurz ausfiel (gegen sonst!). Man soll ja mit dem mittleren Schlauchdurchmesser beginnen, aber ich werde lieber auf den dünnsten zurückgreifen.
Ja, und den Zweitschlauch kannst Du abklemmen und die Flasche so tief wie möglich hängen. In dieser Einstellung (Flasche tief, Zweitschlauch zu, dünnster Schlauch) fließt die Milch am langsamsten. Was genau heißt denn "Ruckzuck" bei Dir? 10-20 Minuten wären jedenfalls normal. OK. Der Zweitschlauch ist bei mir eh immer zu.

Was aber möglich ist (das versuch ich gerade noch durch die Fragen (und die künftigen Daten und evtl. Untersuchungen) herauszufinden): Möglicherweise liegt ja wirklich ein medizinisches Problem vor, das derzeit problemloses, volles Stillen verhindert. Wie dem auch sei, da wissen wir sicher bald genaueres, und mit dem BES habt Ihr eine gute Methode, die auch dauerhaft funktieren würde; das ist das wichtigste. Sollte ich mich diesbezüglich untersuchen lassen? WAS genau müsste ich untersuchen lassen?
Bei uns ist es ja auch so, dass die Kleine sich nachts kaum meldet (was natürlich Luxus ist!!!) und sich so die 10-12 Stillmahlzeiten auf den Tag beschränken, der dann aus fast nix anderem besteht.
Lange Schlafpausen können sich leider nur Neugeborene mit einer warum auch immer sehr hohen Gewichtszunahme erlauben. Alle normalen Babys, und die mit niedriger Gewichtszunahme sowieso, müssen nachts essen, ist leider so - da nützt es auch nichts, tagsüber 10-12 mal zu stillen und einfach über 24 Stunden den Durchschnitt zu bilden sozusagen. Nachts sollte Dein Baby spätestens 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit wieder gestillt werden.
Alles klar, wird gemacht! Ich hatte mir gestern den Wecker schon gestellt, aber das war dann ja überflüssig... :|
Was das Tragen angeht und das Verwöhnen: ich bin sehr geprägt durch unsere erste Tochter und die Erfahrung mit einem Schreibaby!!! Die Angst sitzt tief!
Das kann ich gut verstehen. Aber selbst Babys, die KEINE Schreibabys sind, wollen für gewöhnlich viel getragen werden, das ist ganz normal. Es ist verständlich, dass Du mit dem Tragetuch usw. sozusagen nichts Gutes verbindest - aber genau hier liegt auch eine Riesenchance: Bei DIESEM Kind kannst Du eine NORMALE Tragebabybeziehung aufbauen und die Nähe genießen, einfach aus Spaß, weil's schön ist, anstatt nur ums Überleben zu kämpfen sozusagen. Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass Dir das gelingt.
Ja, das wäre schön. Denn genau DAS ist meine Erfahrung damit. :(
Stress ist natürlich Stillkiller....aber was soll man dagegen tun?
Also, "Stress" ist NICHT der Grund für geringe Milchbildung, davor brauchst Du keine Sorge zu haben. PUUH! Erleichterung!Aber Stress ist doof ;-) - ich kann mich den anderen nur anschließen: Nimm jede Entlastung, die Du kriegen kannst. Und Stress wirkt sich auch nicht negativ auf den Milchspendereflex aus? Also wenn ich stillen möchte/muss (Baby weint) und gleichzeitig die 3-jährige unbedingt einen warmen Kakao gemacht haben möchte etc...

Apropos Baby weint: ich möchte gerne auf ihre frühen Hungerzeichen reagieren. Nachts wache ich gut von ihrem Schmatzen und Suchen auf, bevor sie weint. Auch tags bin ich immer bei ihr, so dass ich es früh mitbekomme. Aber: der Haushalt und das erste Kind behindern dann oft eine sofortige Reaktion (große braucht Hilfe o.ä), so dass sie dann trotzdem manchmal brüllt. :( Hat das Einfluss auf die Stillbeziehung? Habe den Eindruck, dass das Anlegen dann nicht so entspannt ist.
Mit dem Anlegen hatten wir ja anfangs keine Probleme und ich war total angetan von ihrer (und dadurch auch meiner) Geduld. Inzwischen, nachdem sie ein paar Mal die Flasche hatte, ist sie da anders: momentan überstreckt sie sich leider jedes Mal und hat ständig ihre Hände im Weg (Abwehrhaltung der Hände). Sie dreht ihren Kopf in alle möglichen Richtungen, aber nicht zur Brust. Was ist da los?


Ich freue mich sehr auf unsere "Zusammenarbeit"!!!

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 21:02
von Flügelchen
P.S.: Meine Mutter (4 Kinder) hat übrigens auch nie gestillt wegen" zu wenig Milch". Allerdings war das zu ihrer Zeit eh üblicher, alle 4 h die Flasche zu geben. Sie hat sich nicht drum bemüht und beim 4. Kind dann auch gleich was bekommen, damit der Milcheinschuss weg bleibt...

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 13.12.2013, 22:58
von Flügelchen
Hatte noch zwei Dinge vergessen zu beantworten (kann man eigentlich irgendwie editieren?)

1) Nein, bei mir gibt es (soweit bekannt - Hormonstatus wurde nie gemacht) keine medizinischen Besonderheiten. Weder in der Schwangerschaft noch sonst. Auch kein Über- oder Untergewicht.

2) Das Wegtrinken der 40 ml Milch mit BES dauerte etwa 10 Minuten. Das ist für die Kleine sehr schnell, da sie ja sonst locker 20-30 Minuten pro Seite trinkt/nuckelt (gibt es noch Tips für meine Brustwarzen? Das Anlegen selbst tut immer noch verdammt weh!!!)
Das zeigt aber doch, dass sie wohl keine Saugschwäche hat, oder?
Bin allerdings nicht sicher, ob sie den Mund weit genug öffnet. Meistens macht sie so ein kleines Schnütchen und es braucht einige Anläufe, bis ich mit ihrer Mundöffnung zufrieden bin. Ganz selten ist er richtig weit, dann tut es mir auch nicht so weh.

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 14.12.2013, 11:33
von Wortgewitter
Wegen der frühen Signale: Magst Du da nochmal über das Tragen nachdenken? Das stärkt genau diese 'nahe' Kommunikation. Im Tragebereich findest Du dazu einiges :wink:

Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???

Verfasst: 14.12.2013, 11:59
von Flügelchen
Ich erkenne und erlebe ihre frühen Signale ja. Aber ich KANN eben nicht immer gleich reagieren. Wenn die Große unter der Dusche steht, oder getröstet werden muss, oder ich IHR die Windeln wechseln muss, oder oder oder. :?
Und: ich trage die Kleine ja den ganzen Tag herum!

Zumal sie aktuell sozusagen alle halbe Stunde kommt, da KANN ich wirklich nicht immer sofort springen. Das wäre Selbstaufgabe, so weit möchte ich es nicht wieder kommen lassen.
Natürlich kann ich ihr Schreien nicht ertragen und MÖCHTE gleich reagieren. DAS macht es ja so schwer für mich. Dabei immer auch der Gedanke "nicht schon wieder...".

Die Nacht war ähnlich wie gestern. Heute habe ich um halb elf am Vormittag bereits zum 7. Mal gestillt...jeweils für 5 Minuten, dann hat sie wieder nur genuckelt und ist eingedöst. Da war auch mit Wechselstillen nichts zu machen. Beim Anlegen ist es jetzt echt kompliziert (hat IMMER die Hand vorm Mund, eben weil sie an irgendwas saugen möchte) und Schlucken höre ich nur ganz kurz.
Es fühlt sich inzwischen wirklich so an, als wäre sie NIE richtig satt. Oder sie hat so ein extremes Saugbedürfnis. Schnuller gebe ich nicht...aber 24 h Brust halte ich auch nicht für gut, zumal echt meine Brustwarzen leiden.

Noch eine Frage an Julia: was hältst Du von meiner Menge und Häufigkeit beim Zufüttern? Also 120 ml auf 3-4 Mahlzeiten verteilt, vorwiegend nachmittags und abends? Ich glaube, momentan könnte sie das bei JEDER Mahlzeit vertragen... :(