Re: Stillschwäche oder zu wenig Milch ???
Verfasst: 12.12.2013, 21:23
Hallo und herzlich willkommen hier,
ich melde mich morgen ausführlich.
LG
Julia
ich melde mich morgen ausführlich.
LG
Julia
Das Forum
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?t=178460
Welche Diagnostik wurde damals gemacht? Hast Du z.B. Hormonstatus und Brustdrüsengewebe ärztlich untersuchen lassen? Bei Dir gibt's ansonsten keine med. Besonderheiten, richtig? (z.B. Über- oder Untergewicht, (Passiv-)Rauchen, KiWu-Behandlung, Diabetes, PCOS)Meine "große" Tochter, inzwischen 3, habe ich nur 10 Tage gestillt, da es so aussah, als hätte ich zu wenig Milch. Maria war ein Schreibaby und hat immer geschrien. Auch an der Brust. Ich habe viel probiert (Brusternährungsset, Abpumpen), aber irgendwann entkräftet aufgegeben....das Schreien blieb.
26.11. 3280 g Geburt
28.11. 3020 g U2
29.11. 3020 g Entlassung 60 ml PRE
30.11. 3080 g ab hier Hebamme
02.12. 3120 g
04.12. 3120 g kein Stuhl
05.12.......... kein Stuhl, wenig Urin
06.12. 3180 g ab hier 90 ml PRE
09.12. 3200 g
11.12. 3280 g ab hier 120-180 PRE
Frustriert sicher nicht - das Baby kommt so ja an MEHR Milch heran.Wechselstillen habe ich intuitiv schon gemacht...einfach weil ich keine andere Möglichkeit sah, sie zu beruhigen. Ich habe auch mal gelesen (war das hier?), dass ein sofortiges Wechseln der Brustseite empfohlen wird, sobald das Baby weniger als alle 4 Züge schluckt. Also sobald es nicht mehr richtig saugt (wobei ich das individuell anders entscheiden würde, aber zumindest bei Nuckelei würde ich es so handhaben), das kann auch schon nach 30 Sekunden der Fall sein. Das ganze dann etwa 30 Minuten hin und her, danach noch etwas nuckeln lassen. Ich habe nur Sorge, dass solch ein Vorgehen, die Kleine total frustriert, also dieses ständige Abnehmen und wieder Anlegen?!
Ui, klasse - da habt Ihr den Start ja schon geschafft.Deswegen bin ich heilfroh, schon das BES verwenden zu können. Heut Morgen bestellt, heute Nachmittag abgeholt und eben ausprobiert: es klappte super.
Ja, und den Zweitschlauch kannst Du abklemmen und die Flasche so tief wie möglich hängen. In dieser Einstellung (Flasche tief, Zweitschlauch zu, dünnster Schlauch) fließt die Milch am langsamsten. Was genau heißt denn "Ruckzuck" bei Dir? 10-20 Minuten wären jedenfalls normal.Allerdings waren 60 ml ruckzuck weg, sodass das Saugen recht kurz ausfiel (gegen sonst!). Man soll ja mit dem mittleren Schlauchdurchmesser beginnen, aber ich werde lieber auf den dünnsten zurückgreifen.
Richtig, genau das ist die Idee dahinter. Prima, dass Ihr da bereits eine gute Zufütterlösung gefunden habt.Ich hoffe, dass ihr damit die Brust wieder sympathischer wird....
Bin auf jeden Fall sehr froh, damit die Flasche umgehen zu können. Und da ich das BES ja nur am Nachmittag/Abend nutze und nicht bei jeder Stillmahlzeit, finde ich es auch praktikabel.
Nein, so schnell geht das nicht - das war sicher nur Zufall.Hat sie sich nun schon so schnell an das Zufüttern per BES gewöhnt, so dass sie nun frustriert war, als wieder nicht so viel Milch aus der Brust kam?
Lange Schlafpausen können sich leider nur Neugeborene mit einer warum auch immer sehr hohen Gewichtszunahme erlauben. Alle normalen Babys, und die mit niedriger Gewichtszunahme sowieso, müssen nachts essen, ist leider so - da nützt es auch nichts, tagsüber 10-12 mal zu stillen und einfach über 24 Stunden den Durchschnitt zu bilden sozusagen. Nachts sollte Dein Baby spätestens 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit wieder gestillt werden.Bei uns ist es ja auch so, dass die Kleine sich nachts kaum meldet (was natürlich Luxus ist!!!) und sich so die 10-12 Stillmahlzeiten auf den Tag beschränken, der dann aus fast nix anderem besteht.
Das kann ich gut verstehen. Aber selbst Babys, die KEINE Schreibabys sind, wollen für gewöhnlich viel getragen werden, das ist ganz normal. Es ist verständlich, dass Du mit dem Tragetuch usw. sozusagen nichts Gutes verbindest - aber genau hier liegt auch eine Riesenchance: Bei DIESEM Kind kannst Du eine NORMALE Tragebabybeziehung aufbauen und die Nähe genießen, einfach aus Spaß, weil's schön ist, anstatt nur ums Überleben zu kämpfen sozusagen. Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass Dir das gelingt.Was das Tragen angeht und das Verwöhnen: ich bin sehr geprägt durch unsere erste Tochter und die Erfahrung mit einem Schreibaby!!! Die Angst sitzt tief!
Also, "Stress" ist NICHT der Grund für geringe Milchbildung, davor brauchst Du keine Sorge zu haben. Aber Stress ist doofStress ist natürlich Stillkiller....aber was soll man dagegen tun?
Mit dem Anlegen hatten wir ja anfangs keine Probleme und ich war total angetan von ihrer (und dadurch auch meiner) Geduld. Inzwischen, nachdem sie ein paar Mal die Flasche hatte, ist sie da anders: momentan überstreckt sie sich leider jedes Mal und hat ständig ihre Hände im Weg (Abwehrhaltung der Hände). Sie dreht ihren Kopf in alle möglichen Richtungen, aber nicht zur Brust. Was ist da los?jusl hat geschrieben:Welche Diagnostik wurde damals gemacht? Hast Du z.B. Hormonstatus und Brustdrüsengewebe ärztlich untersuchen lassen? Bei Dir gibt's ansonsten keine med. Besonderheiten, richtig? (z.B. Über- oder Untergewicht, (Passiv-)Rauchen, KiWu-Behandlung, Diabetes, PCOS)
Nein, nichts dergleichen wurde untersucht. Wir haben schließlich auf Flasche gewechselt (womit dann auch Durchfälle und Spuckerei zum Schreien hinzukamen) und es war dann eben das "Schreibaby", weshalb ich nicht stillen konnte. Sie wurde auch wegen KISS behandelt (Impulstherapie, Ohysiotherapie). Da ich allerdings nie eine Einseitigkeit bei ihr feststellen konnte (sondern eben nur diese ständige Unruhe, Reizbarkeit), bin ich mir da nicht sicher...
Ob mit MIR etwas "nicht stimmt"...darüber haben wir uns dann gar keine Gedanken mehr gemacht...![]()
Ich habe Deine Daten mal zusammengefasst - schaust Du bitte noch mal drüber, ob alles so richtig ist?
Ja, genau.26.11. 3280 g Geburt
28.11. 3020 g U2
29.11. 3020 g Entlassung 60 ml PRE
30.11. 3080 g ab hier Hebamme
02.12. 3120 g
04.12. 3120 g kein Stuhl
05.12.......... kein Stuhl, wenig Urin
06.12. 3180 g ab hier 90 ml PRE
09.12. 3200 g
11.12. 3280 g ab hier 120-180 PRE
Urin hatte sie von Anfang an wenig. Heute wog sie 3340 g. Also sie hat jetzt (mit etwa 120 ml Zufüttern pro Tag) 60 ml in 2 Tagen zugenommen. Hebamme und ich sind zufrieden, auch was die nassen Windeln angeht. Nur würde ich es eben langfristig gerne OHNE BES schaffen. Heute waren es bisher nur 70 ml Zufüttern. Ich schaue, dass ich das möglichst am untersten Limit halte, oder? Auch wenn sie dann nicht vollgefuttert wegratzt, sondern vielleicht noch etwas quengelig ist anschließend? Oder lieber "abfüllen" (zugunsten der Gewichstzunahme)?
Frustriert sicher nicht - das Baby kommt so ja an MEHR Milch heran.Ich habe nur Sorge, dass solch ein Vorgehen, die Kleine total frustriert, also dieses ständige Abnehmen und wieder Anlegen?!Wechselstillen ist eine wirkungsvolle Methode (vorausgesetzt, die Andocktechnik ist kein Problem; da ist bei Euch ja offenbar alles OK), zum einen um die Milchbildung zu steigern, und zum anderen um das Baby vom Einschlafen abzuhalten.
Entsprechend wäre konsequentes Wechselstillen tagsüber (nachts muss nicht) mein erster Vorschlag. Sobald Du merkst, dass Dein Baby schwächer saugt /die Intensität nachlässt, wechselst Du - das kann in der Tat schon nach 20 sec o.ä. der Fall sein. Das Ganze für etwa 20 Minuten, danach darf Dein Baby gern an der Brust einschlafen.
Ok, danke. Gestern Nacht blieb mir nichts anderes übrig. Meine Brustwarzen merken es deutlich. Das war allerdings reines Dauergenuckel und ich hatte nur die Hoffnung, sie würde vom Wechselstillen irgendwann satt und zufrieden schlafen. Was sagst Du zu dem Nuckeln? Auch wenn es gar kein Hunger ist (sie also gleich nach 2 Minuten Saugen anfängt zu Nuckeln?): dann immer wechseln? Ist das kein Stress für sie, der evtl zum Ablehnen der Brust führen könnte?
Ui, klasse - da habt Ihr den Start ja schon geschafft.Deswegen bin ich heilfroh, schon das BES verwenden zu können. Heut Morgen bestellt, heute Nachmittag abgeholt und eben ausprobiert: es klappte super.Bitte besorg Dir unbedingt auch noch diese Broschüre hier: KLICK - der Beipackzettel allein reicht für gewöhnlich nicht. Danke! Seite gespeichert und Broschüre bestellt!
![]()
Ja, und den Zweitschlauch kannst Du abklemmen und die Flasche so tief wie möglich hängen. In dieser Einstellung (Flasche tief, Zweitschlauch zu, dünnster Schlauch) fließt die Milch am langsamsten. Was genau heißt denn "Ruckzuck" bei Dir? 10-20 Minuten wären jedenfalls normal. OK. Der Zweitschlauch ist bei mir eh immer zu.Allerdings waren 60 ml ruckzuck weg, sodass das Saugen recht kurz ausfiel (gegen sonst!). Man soll ja mit dem mittleren Schlauchdurchmesser beginnen, aber ich werde lieber auf den dünnsten zurückgreifen.
Was aber möglich ist (das versuch ich gerade noch durch die Fragen (und die künftigen Daten und evtl. Untersuchungen) herauszufinden): Möglicherweise liegt ja wirklich ein medizinisches Problem vor, das derzeit problemloses, volles Stillen verhindert. Wie dem auch sei, da wissen wir sicher bald genaueres, und mit dem BES habt Ihr eine gute Methode, die auch dauerhaft funktieren würde; das ist das wichtigste. Sollte ich mich diesbezüglich untersuchen lassen? WAS genau müsste ich untersuchen lassen?
Lange Schlafpausen können sich leider nur Neugeborene mit einer warum auch immer sehr hohen Gewichtszunahme erlauben. Alle normalen Babys, und die mit niedriger Gewichtszunahme sowieso, müssen nachts essen, ist leider so - da nützt es auch nichts, tagsüber 10-12 mal zu stillen und einfach über 24 Stunden den Durchschnitt zu bilden sozusagen. Nachts sollte Dein Baby spätestens 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit wieder gestillt werden.Bei uns ist es ja auch so, dass die Kleine sich nachts kaum meldet (was natürlich Luxus ist!!!) und sich so die 10-12 Stillmahlzeiten auf den Tag beschränken, der dann aus fast nix anderem besteht.
Alles klar, wird gemacht! Ich hatte mir gestern den Wecker schon gestellt, aber das war dann ja überflüssig...
Das kann ich gut verstehen. Aber selbst Babys, die KEINE Schreibabys sind, wollen für gewöhnlich viel getragen werden, das ist ganz normal. Es ist verständlich, dass Du mit dem Tragetuch usw. sozusagen nichts Gutes verbindest - aber genau hier liegt auch eine Riesenchance: Bei DIESEM Kind kannst Du eine NORMALE Tragebabybeziehung aufbauen und die Nähe genießen, einfach aus Spaß, weil's schön ist, anstatt nur ums Überleben zu kämpfen sozusagen. Ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass Dir das gelingt.Was das Tragen angeht und das Verwöhnen: ich bin sehr geprägt durch unsere erste Tochter und die Erfahrung mit einem Schreibaby!!! Die Angst sitzt tief!
Also, "Stress" ist NICHT der Grund für geringe Milchbildung, davor brauchst Du keine Sorge zu haben. PUUH! Erleichterung!Aber Stress ist doofJa, das wäre schön. Denn genau DAS ist meine Erfahrung damit.![]()
Stress ist natürlich Stillkiller....aber was soll man dagegen tun?- ich kann mich den anderen nur anschließen: Nimm jede Entlastung, die Du kriegen kannst. Und Stress wirkt sich auch nicht negativ auf den Milchspendereflex aus? Also wenn ich stillen möchte/muss (Baby weint) und gleichzeitig die 3-jährige unbedingt einen warmen Kakao gemacht haben möchte etc...
Apropos Baby weint: ich möchte gerne auf ihre frühen Hungerzeichen reagieren. Nachts wache ich gut von ihrem Schmatzen und Suchen auf, bevor sie weint. Auch tags bin ich immer bei ihr, so dass ich es früh mitbekomme. Aber: der Haushalt und das erste Kind behindern dann oft eine sofortige Reaktion (große braucht Hilfe o.ä), so dass sie dann trotzdem manchmal brüllt.Hat das Einfluss auf die Stillbeziehung? Habe den Eindruck, dass das Anlegen dann nicht so entspannt ist.