Re: Petition, bitte unterzeichnen und weitergeben!
Verfasst: 02.12.2013, 17:14
Mitgemacht - fehlt nur noch 1. Wieso braucht man hier nur 500 ?
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Diese Auffassung kann ich nicht nachvollziehen. Im Petionstext steht doch direkt zu Anfang drin:Dennoch habe ich das Gefühl, das mit dieser Aktion Müttern das Recht abgesprochen werden soll, selbst eine Entscheidung zu treffen, wie sie ihr Baby ernähren
Petition hat geschrieben:Stillen oder Flasche? Über diese Frage entscheiden grundsätzlich die Eltern. Ob Mütter erfolgreich stillen können hängt nachgewiesenermaßen stark davon ab, welche Informationen sie haben, welche Bedingungen sie in den Geburtskliniken vorfinden und wie sie vom medizinischen Fachpersonal unterstützt und beraten werden.
Dies ist jedoch nachweislich nicht der Fall. In Deutschland beginnen rund 90% aller Mütter nach der Geburt mit dem Stillen. Schon nach wenigen Tagen und Wochen sinkt die Stillquote allerdings rapide ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese Mütter NICHT freiwillig abgestillt haben als Konsequenz einer getroffenen Entscheidung (wozu selbstverständlich JEDE Mutter ohne Wenn und Aber das Recht hat), sondern dass diese Mütter angeben, aufgrund unüberwindbar erscheinender Hindernisse abzustillen, z.B. "zu wenig Milch", "wunde Brustwarzen", "mangelnde Unterstützung aus der Familie" und "falsche Beratung durch Fachleute" - alles Gründe, denen durch fachkundige, unabhängige Beratung sehr gut begegnet werden könnte.Ich denke, die Mütter, die stillen wollen, tun das.
Wenn Babynahrungshersteller keine Geschenke mehr an Gesundheitspersonal mehr verteilen dürfen, um so ihren Absatz zu fördern (darum geht es in dieser Petition!..), wäre das eine Bevormundung der Mütter? Wieso denn?!?So ein Verbot wäre - meiner ganz persönlichen Meinung - eine Bevormundung der Mütter.
Meine Mittlere hab ich ca. 3-4 Monate voll gestillt, dann hat sie vor jedem Stillen die Brust angebrüllt.Prilblume hat geschrieben:Ich denke, die Mütter, die stillen wollen, tun das.
Hast Du dazu Textbeispiele? Ich bin sicher, die Autorin des Textes würde das sehr interessieren, da ich zufällig genau weiß, dass ihr elterliche Selbstbestimmung - und diese auch zu vertreten - ausgesprochen wichtig ist.Dennoch liest sich der Rest des Textes für mich so, als wolle/solle/könne eigentlich jede Mutter stillen.
Ich finde es sehr schade, dass die Mütter, die wirklich gerne diese Hürden überwunden hätten, um weiter zu stillen, nicht die Unterstützung hatten, die es gebraucht hätte.
Allerdings frage ich mich, wieso man in so einer Situation nicht eine Möglichkeit sucht, Unterstützung zu finden bei einer Stillberaterin, einer Hebamme, die sich auskennt oder anderswo.
Ja - jedem, der genug Mediennutzungs- und -rezeptionskompetenz dazu hat. Aber was ist mit allen anderen? Ein staatliches Gesundsheitssystem hat auch dieser (großen!..) Personengruppe gegenüber eine Fürsorgepflicht.Wir leben in einem Zeitalter, in dem all diese Informationen jedem zugänglich sind
Je nach Kontext wirkt diese Aussage recht zynisch. Wenn Du einen Arzt aufsuchst, z.B. weil Du Brustkrebs hast, und der empfielt Dir das Medikament XY als wirksamste Therapie, dann bist Du dankbar, dass Dir geholfen wird. Du holst als superinformierter und medienkritischer Patient noch eine Zweitmeinung ein, und der zweite Arzt empfielt Dir ebenfalls Medikament XY. Dann wirst Du dieser Empfehlung folgen, 100%ig, in bestem Vertrauen. Dass Firma XY allerdings beide Ärzte "fortgebildet" hat (und darüberhinaus deren Praxisausstattung bezahlt hat), und dass in echt Medikament Z eigentlich besser wäre, Firma Z aber leider ein geringeres Marketing-Budget hat und deshalb am Markt keine Chance, bekommst Du nicht mit.man muss sie nur nutzen und auch mal hinter das schauen, was Ärzte, Hebammen oder andere "Fachkräfte" sagen oder verteilen.
Selbstverständlich sollen Mütter über Flaschennahrung informiert werden, wenn sie dies wünschen. INFORMIERT. Das ist ganz etwas anderes, als von Personen zu diesem Thema beraten zu werden, die von Babynahrungsfirmen durch Zuwendungen beeinflusst werden.Ich finde, wie schon geschrieben, dass die Mütter das selbst entscheiden sollen. Und dazu gehört, dass sie auch über Flaschennahrung informiert werden, wenn sie es wünschen.
Tja, was ist "viele"? 90% aller Mütter WOLLEN stillen. Und wenn es den Frauen ernsthaft ums Geld geht: Das Füttern von Muttermilch ist deutlich kostengünstiger.Vielleicht sind viele Frauen dankbar, das Geld für eine Dose Milchpulver sparen zu können
Hier sitzt Du der Fehlvorstellung auf, dass es "passende" und "weniger passende" Sorten überhaupt gibt. Hier geht es nicht um Bodylotionoder durch Produktproben schnell die passende Sorte für ihr Baby zu finden.
Ja, aber ich bin sicher, mit Deiner Medienkompetenz wird es Dir ein leichtes sein, dies selbst zu ergoogeln (sorry, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, nichts für ungut).Hast Du vielleicht Quellen für mich bzgl. der Untergrabung des Stillerfolgs? Das würde mich sehr interessieren.
Nein, wieso steht das außer Frage?? Das Fachpersonal lernt dies so auf den entsprechenden "Fortbildungen".Dass Zufüttern ohne Absprache geht natürlich gar nicht, das steht wohl völlig außer Frage.
Ich bin positiv überrascht von den sachlichen Einträgen hier - ich hatte mit Pflastersteinen gerechnet![]()