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Re: Vollstillen und arbeiten - wie organisieren?

Verfasst: 19.12.2013, 09:42
von stella
Die von avent hatte ich früher auch. Passen die aber an die medelapumpen? Finde es besser, möglichst wenig umfüllen zu müssen.

Re: Vollstillen und arbeiten - wie organisieren?

Verfasst: 13.07.2014, 13:33
von stella
So, ich glaube, ich bin hier noch einen Abschlussbericht "schuldig".

Inzwischen ist meine Tochter 6 Monate alt und wir haben langsam mit Beiskost begonnen. Letztlich war alles viel unkomplizierter als befürchtet.

Ich hatte von meiner Hebamme eine Medela pump n style geliehen bekommen, so dass ich mir doch keine neue gekauft habe. Mit der Pumpe war ich ganz zufrieden, das ging viel besser als damals bei meinem Sohn mit der Handpumpe und war auch nicht unangenehm.

Im Nahinein muss ich sagen, dass es für mich keine Doppelpumpe gebruacht hätte, das fand ich viel zu umständlich mit zwei Pumpsets, die ich festhalten musste, die Pumpe zu bedienen. Also hab ich immer nacheinander abgepumpt, was natürlich länger gedauert hat.

Ich hab nach etwa 5 Wochen angefangen zu pumpen und nachdem ich dann wirklich drauf geachtet habe, zwei Mal am Tag konsequent zu pumpen, ist es dann auch gut angelaufen und ich konnte ausreichende Mengen pumpen. Die Brust musste sich wirklich erst ans Pumpen gewöhnen, das habe ich gelernt, als ich am Anfang unregelmäßiger gepumpt habe, war es doch sehr mühsam.

Ich bin also mit einem guten Vorrat von etwa 1 1/2 Litern gestartet und hab dann angefangen zu arbeiten. Wenn ich länger am Stück auf der Arbeit war, hab ich dort abgepumpt, aber durch meinen Stundenplan war das kaum notwendig und meine Brüste kommen auch diesmal mit den sehr langen Pausen ohne Stillen gut zurecht.

Zuhause Zeit zum Pumpen zu finden, war nicht immer leicht. Meistens wollte die Kleine sofort gestillt werden, wenn ich ankam und dann habe ich oft nicht noch zusätzlich gepumpt. Bei mir ist es auch so, dass ich am besten Pumpen kann, je größer der Abstand zu der letzten Stillmahlzeit ist, das ist natürlich nicht immer so leicht umzusetzen. Ich hab versucht, etwa 1 mal am Tag zu pumpen, am WE hab ich häufig nicht gepumpt.

Meine Tochter hat gut kooperiert. Sie hatte von Anfang an nicht wirklich einen absehbaren Stillrhythmus ( das war bei meinem Sohn anders) und meldet sich auch nicht allzu deutlich, wenn sie hungrig ist. Trotzdem hat es sich schnell herauskristallisiert, dass sie vormittags kaum trinkt. Das war dann natürlich praktisch für meinen Mann. Oft hat sie tatsächlich dann zwischen 6 Uhr morgens und 13 Uhr nichts getrunken, sondern nur geschlafen.

So haben wir gar nicht jeden Tag abgepumpte Milch gebraucht und mit dem Vorrat und einmal am Tag pumpen hat das gut geklappt.

Am Anfang hat sie 60-70 ml getrunken, später dann etwa 90-100 und zuletzt war es immer ein klein bisschen mehr als 100. Das war auch jeweils immer die Menge, die ich an beiden Seiten zusammen gut abpumpen konnte.

Wir hatten über Kleinanzeigen viele gebruachte Medelaflaschen gekauft bzw. Die Behälter ohne Sauger. Da habe ich direkt rein abgepumpt und eingefroren. Wir hatten auch einige von den schmalen Behältern, die auch am softcup dran sind, das war dann für unterwegs praktisch für meinen Mann. Insgesamt hatten wir wohl etwa 40 Behälter.

Wir haben zum Füttern ausschließlich den softcup verwendet, das ging hervorragend. Mein Mann hat auch einmal die medela Fütterbecher ausprobiert, fand den softcup aber besser. Wir hatten 2 softcups. Unterwegs wurde das dann in ziplock- Beuteln verpackt und der sotcupbehälter hat super in einen Kaffeethermobecher von sigg gepasst, so dass man die Milch darin ideal aufwärmen konnte.
Später haben wir herausgefunden, dass das softcup- Oberteil auch direkt auf die Flaschen passt.

Einen Schnuller haben wir nach 5 Wochen schließlich doch eingeführt und fanden das beide eine große Erleichterung. Auch hier bin ich entspannt und zuversichtlich, dass wir den nur im ersten Jahr verwenden werden.


Tja, und nun sind Sommerferien und wir haben mit Beikost angefangen. Ich gehe davon aus, dass nach den 6 Wochen die Beikost auch ausreicht, so dass ich nicht mehr abpumpen muss. Das einzig doofe an den medela- Flaschen ist, dass ich sie für Brei nicht so gut geeignet finde wie die von avent, weil die Öffnung zu klein ist.

Ich möchte mich auf jeden Fall für die lieben Ratschläge bedanken, und allen Mut machen, die auch nach dem Mutterschutz wieder arbeiten werden und stillen möchten: Das geht wirklich auch ohne großen Stress !

Re: Vollstillen und arbeiten - wie organisieren?

Verfasst: 13.07.2014, 13:37
von stella
Noch was: oft habe ich gelesen, dass es den meisten Babys nichts ausmacht, wenn die Milch nicht warm ist, das war bei uns nicht so. Tatsächlich hat sie am besten getrunken, wenn die Milch etwas wärmer war als die "idealen" 37 Grad.