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Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 20:58
von teledame
Hallo Julia,
ok, nur noch eine Frage, Eisenversorgung, wenn ich jetz das Wurstzeug komplett weglasse, und auch Fleisch z.b.
ist er dann unterversorgt? ich nehm keine Vitamine mehr, weil ich ´s mir nicht mehr leisten kann, und wenn ich jetz mal 4 wochen Vegan Diät mache, ist mein Kind dann unterversorgt, wenn ich es Fleischlos, oder halt auch so veggi ernähre? Er muss ja keine Wurst essen..., hat es ja auch nie täglich bekommen, halt so mal..., Getreidebreie gibts bei uns täglich, Hirse, Dinkelnudeln z.b., vollkornreis, spinat, gurke, tomaten, karotten, alles an gemüse gedünstet oder auch mal was rohes, obst sowieso, apfel, birnen feigen, mango, bannanen, alles was er halt mag, griesbrei, toast mit butter, joghurt, mag er aber nur mit früchten drinne...
fisch ein bischen (fischstäbchen ohne pannade) Kartoffel mag er noch sehr gerne, auch süsskartoffeln...,
ich kann mir schon vorstellen ne zeit veggi zu essen, am WE wirds halt fleisch geben, weil mein mann viel fleisch isst und will... aber ich brauchs net so unbedingt...
der arzt meinte halt, das meine Milch nicht mehr genug Eisen hat, und ich Fleisch dem Kind geben muss...
lg
Daniela
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 22:43
von jusl
Eisenversorgung, wenn ich jetz das Wurstzeug komplett weglasse, und auch Fleisch z.b.
ist er dann unterversorgt?
Ich glaube nicht, dass Wurst wie Salami oder Mortadella wesentlich zur Eisenversorgung beträgt. Ist ja mindestens ein Viertel pures Fett, und eine große Scheibe Salami wiegt bloß ungefähr 10 g. 7 g Fleisch - wieviel Eisen soll da noch drin sein?!?
Hinsichtlich der Eisenversorgung ist es also völlig egal, ob Dein Kind weiterhin "Wurstzeug" kriegt oder nicht.
Wenn man Fleisch ist, um nennenswert zur Eisenversorgung beizuragen, dann sollte das hochwertiges Muskelfleisch sein, ein Filetsteak oder sowas, oder Innereien.
wenn ich jetz mal 4 wochen Vegan Diät mache, ist mein Kind dann unterversorgt
NEIN!.. Kurzfristige Ernährungsumstellungen, wie ein paar Wochen vegan oder ein paar Wochen Atkins oder ein paar Wochen ausschließlich Süßigkeiten und Fertigpizza haben keinen Einfluss auf die Muttermilch.
der arzt meinte halt, das meine Milch nicht mehr genug Eisen hat, und ich Fleisch dem Kind geben muss...
Fußt diese Einschätzung auf der grundsätzlichen Privatmeinung des Arztes zu Ernährung im Allgemeinen, oder hat er Dein Kind begutachtet und befunden, dass speziell DEIN Kind eisenreich ernährt werden sollte, weil es z.B. Anzeichen einer Eisenmangelanämie zeigt?
Falls ersteres: Quatsch, unzählige Familien essen dauerhaft vegetarisch ohne einen Hauch von Mangel.
Falls zweiteres: Wenn Dein Kind Anämiesymptome hat, sollte es eisenreich essen und evtl. auch Eisensupplemente bekommen.
LG
Julia
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 10:09
von Ursi99
Hallo Daniela,
ich kann Deine Unsicherheit gut verstehen. Als ich meinen ersten Sohn gestillt habe und alle um mich herum so mit 6, 7 Monaten abgestillt haben, kam ich auch ins überlegen - aber für uns hätte sich abstillen einfach nicht richtig angefühlt und ich habe meinen Sohn (jetzt fast 3) bis vor kurzem gestillt.
Muttermilch hat auch bei größeren Babies große Vorteile gegenüber Milchpulver oder Kuhmilch. Die Mumi paßt sich immer wieder den Bedürfnissen des Kindes an, es versorgt es weiterhin mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen und z.B. gerade wenn Du selbst krank bist, bekommt Dein Kind eine Extraportion Immunstoffe ab, so dass es sich nicht anstreckt oder die Krankheit nicht so stark ausbricht (merke ich grad wieder bei meinen Stillkindern, ich bin krank, sie haben nur etwas Schnupfen). Also wenn jemand behauptet, die Mumi bringt dem Kind irgendwann keine Vorteile mehr ggü. anderer Milch, so stimmt das einfach nicht. Die offizielle Empfehlung der WHO (!) lautet übrigens 6 Monate vollstillen, danach weiterstillen unter Gabe geeigneter Beikost bis zum 2. Lebensjahr oder darüber hinaus, solange es Mutter und Kind wünschen.
Es gibt immer wieder Leute, die meinen, man müsste sein Kind endlich abstillen, es müsste endlich essen, es müsse endlich alleine schlafen, durchschlafen usw. usw. Da hilft nur: ohren auf Durchzug stellen! Wichtig ist, dass das, was Ihr macht, sich für EUCH richtig anfühlt - nicht für die anderen. Mit verwöhnen hat langes stillen, Familienbett usw. übrigens gar nix zu tun, im Gegenteil, es fördert ein festes Urvertrauen und stärkt Dein Kind. Wenn Du es etwas wissenschaftlicher haben möchtest, lies mal die Bücher von Renz-Polster, da sind so Sachen super erklärt.
Das Bild vom 4-jährigen, unausstehlichen, schlecht erzogenen Kind, das in aller Öffentlichkeit der Mutter das Tshirt vom Leib reißt und stillen will, ist leider immer noch sehr gängig. Aber ganz ehrlich, ich kenne mittlerweile viele Langzeitstillmamas - und kein einziges Kind benimmt sich so! Ab einem gewissen Alter kann man durchaus mit seinem Kind reden und Vereinbarungen treffen, z.B. ein diskretes Zeichen vereinbaren, wenn es stillen möchte; vereinbaren, dass man nur zuhause stillt (ab einem gewissen Alter habe ich meinen Sohn nicht mehr in der Öffentlichkeit gestillt) oder nur noch abends/morgens etc. Und mit schlecht erzogen, Kind macht was es will usw. hat langes stillen per se nichts zu tun! Mein Großer hat mir nie einfach die Bluse aufgemacht, und wenn, hätte er das nur einmal gemacht - da hat man als Mama ja wohl ein Mitspracherecht.
Und dass Du noch stillst, brauchst Du den anderen doch nicht auf die Nase binden?? Wenn die Frage kommt, ob er noch Milch bekommt, sag doch einfach ja - ob es nun Kuhmilch oder Mumi ist, braucht ja niemanden zu interressieren.
Zum einschlafstillen: dass es Dich nervt, dass immer DU das machen musst, kann ich gut verstehen. Leider schreibst Du gar nichts vom Papa - kann/soll/will er nicht mal probieren, Euer Kind ins Bett zu bringen? Vielleicht klappt es besser als Du denkst? Bei uns hat das ab einem gewissen Alter immer gut geklappt.
Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass Du möglicherweise das jetztige kurze Einschlafstillen gegen ein anderes, möglicherweise viel längeres Einschlafritual tauschst, in dem vielleicht Dein Kind auch nur Dich akzeptiert. Meine schlafen nach dem stillen nicht mehr ein, aber wir machen trotzdem noch Einschlafbegleitung, das kann schon auch mal eine Stunde dauern! Wir nutzen die Zeit zum relaxen, lesen auf unseren Smartphones etc. insofern stört es uns nicht. Aber einschlafstillen abschaffen heisst nicht unbedingt gleich, dass es leichter wird, das Kind ins Bett zu bringen.
Zum essen: lies Dir doch mal die Grundinfo Beikost durch. Da steht eigentlich alles was man wissen muss! Meine Kinder haben ab ca. 1 Jahr auch Kuhmilch bekommen (trotz stillen) wenn's zum essen paßt, also im Müsli, Milchreis, Grießbrei etc. Auch Wurst bekommen sie hin und wieder!
Viel Erfolg!
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 11:02
von nido56
Zur Ernaehrung wollte ich nur kurz anmerken, dass wir uns da nie so grosse Gedanken gemacht haben. Der kleine Pirat hat mit ca. 1 Jahr beschlossen, von nun an nur noch das zu essen, was Mama und Papa auf dem Teller haben. Da muss er dann aber auch wirklich ALLES probieren. Da wir nicht gewillt waren, dauerhaft "babygerecht" zu essen, hat der Pirat eben auch schon recht frueh mal ein Stueck fettig-pikante spanische Paprikawurst, ein Haeppchen Lammfleisch in Rotweinsosse oder eine Portion frittierter Meeresfruechte verspeist. Auch Suesses darf er schonmal probieren (das gibt es aber bei uns hoechst selten, mal ein Stueck Kuchen oder ein Eis am Wochenende oder so). Sonst muessten wor auch ganz darauf verzichten, denn auch der leckerste Kuchen schmeckt mir nicht mehr, wenn mein Kind die ganze Zeit neben mir steht und wuetend bruellt, weil es auch was haben will. Ich denke, solange das Kind es gut vertraegt und man dafuer sorgt, dass eben auch genug Obst und Gemuese auf den Tisch kommen, dann ist das alles nicht so dramatisch. Es darf halt nicht einseitig werden.
Die Kinderaerztin hat mir auch mal irgendwann Kindermilch angepriesen, das fand ich aber immer sinnfrei. Normale Kuhmilch mochte der Pirat bisher nicht, dafuer aber Joghurt und Kaese. Eine Weile hat er mal Getreide-Milchbrei gefruehstueckt, aber das mag er jetzt nicht mehr. Wir trinken zuhause aber auch praktisch keine Milch, so dass sich die Frage eingentlich nie stellte. Seit neustem gibt es in der Krippe immer am Nachmittag ein Glas Milch, und das trinkt er wohl. Ist fuer mich in Ordnung, wenn es ihm schmeckt und gut bekommt, dann soll er ruhig, obwohl er es eigentlich nicht braeuchte, da er ja noch gestillt wird.
Ich habe das Gefuehl, dass der Kleine schon ganz gut weiss, was er braucht, und solange wir ihm genuegend Auswahl bieten, regelt er das schon.
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 11:31
von teledame
Danke für eure Antworten...
gestern hatten wir ein seltsames Erlebnis, irgendwie hatte ich das Gefühl, bestimmt Quatsch, aber mein kleiner Sohn wollte mir zeigen das er sehr wohl auch ohne Stillen bei mir einschlafen kann. Wir haben auf der Couch gestillt, er war schon etwas müde aber nicht sehr, wir sind rüber ins Kizi gegangen weil ich ihn da hinleg so gegen 20.00 -20.30 Uhr, damit ich dann noch was machen kann. Aber er wollte lieber spielen. ok, noch ein bischen gespielt, wieder raus aus dem Kizi, nochmal auf die Couch, aber er ist sehr wackelig rumgewankt. Also wieder um 21.00 Uhr ins Kizi, stillen wollt er da nicht mehr, aber auf meinem Arm, da hab ich ihn dann gewiegt, er war zufrieden und hat sich hinlegen lassen und hat geschlafen. Um 0.30 hab ich ihn dann schlafend abgeholt und bin mit ihm ins Bett. Da hat er dann noch ein bischen genuckelt und hat geschlafen. Er kriegt grad seinen vierten Zahn oben und hat ein bischen Schnupfen. Da ist er schon bischen anhänglicher. Ist ja ok...
Jedenfalls werd ich versuchen mich nicht so vergleichen zu lassen. Mit dem Familienbett kann mir jedenfalls keiner Unsicherheit einflössen. Wir sind die ganze Woche alleine, mein Mann ist Fernfahrer und eben nur am WE da. Ich seh nicht ein warum ich und mein Sohn getrennt schlafen sollen. Wozu soll das gut sein? Solang er bei uns schlafen will, kann er das gerne. Stillen allerdings würd ich ihn mit 4 nicht mehr wollen, mit 3 bin ich noch unsicher.... bis 2 kann ich mir vorstellen. Mit dem zu Bett bringen, Papa sagt halt immer, er hat ja keine Milch. Jetzt hat es sich eh erst mal erledigt, weil wir ja zusammen auf Reha sind 4 Wochen, da kann Papa auch nicht zu Bett bringen üben. Aber wir sollten langsam mal damit anfangen. Vielleicht sollt ich abends einfach mal weggehen und er sollte es einfach probieren.
Das mit dem Arzt, der hat meinen Timo untersucht. Aber er hat keinen Eisenmangel oder sonstiges. Der meinte halt Fleisch Fleisch und nochmal Fleisch! Wichtig wenn ich weiterstille, weil da nix mehr darin enthalten ist was ihm nützt. Meine "Freundinnen" meinen halt, niemals nach dem 6 Monat weiterstillen, weil dann abstillen nicht mehr möglich ist, nur mit Gewalt, die Kinder haben dann Willen und wollen freiwillig nicht von der Brust weg. Ich finde es schwierig meinem Sohn etwas zu verwehren, er möchte klettern, ich muss für Sicherheit sorgen, er will stillen....sonst weint er, er möchte bei mir schlafen, das will ich auch. Vielleicht ist es ja falsch und ich binde ihn zu sehr an mich...
Wir essen keine Salami! und Mozzarella kriegt mein Sohn auch nicht, weil das roh ist. Er kann ein bischen gekochten Schinken haben, oder normale Wurst, oder halt mal ein Stück Weisswurst, Gelbwurst, Wienerle..., er mags halt auch gerne. Ich geb ihm halt von den Sachen die ich ess. Er kriegt auch mal ein Krümmel Kuchen, oder darf beim Eis mitessen. Ich fänds auch komisch wenn er nichts von unserem Essen bekäme. Er ist ja keine 4 Monate mehr....Aber nun möcht ich mal ein bischen mein Essen umstellen, weil ich auf Reha geh...und das ist ein guter Zeitpunkt.
Ich koch meistens frisch, aber jetzt wo ich auf Reha geh, nehm ich halt auch Gläschen mit. Weis ja nicht was da essenstechnisch auf uns zukommt, zumal ich sicherlich Reduktionsdiät bekomme, die soll ja mein Sohn nicht bekommen! Er muss ja nicht leichter werden!
lg
Daniela
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 11:47
von Ursi99
teledame hat geschrieben:Meine "Freundinnen" meinen halt, niemals nach dem 6 Monat weiterstillen, weil dann abstillen nicht mehr möglich ist, nur mit Gewalt, die Kinder haben dann Willen und wollen freiwillig nicht von der Brust weg.
Woher wollen Deine Freundinnen das denn wissen, wenn sie doch selbst alle so früh abstillen??? Sorry aber das ist für mich "hören sagen" vom feinsten. Ob und wie Du Deinen Sohn dann schlußendlich von der Brust entwöhnst, ist doch allein Eure Sache. Und wenn es tatsächlich nicht gut/schnell klappt, gibt es dafür einen Grund - und der heißt nicht "verwöhnen" oder gar "terrorisieren" sondern kindliches Bedürfnis.
teledame hat geschrieben:sonst weint er, er möchte bei mir schlafen, das will ich auch.
Da gibst Du Dir die Antwort doch schon selbst
teledame hat geschrieben:Vielleicht ist es ja falsch und ich binde ihn zu sehr an mich...
Allein durchs stillen, Familienbett etc. bindet man kein Kind "zu sehr an sich". Dass Mutter und kleines Kind eine nahezu symbiotische Beziehung haben, ist von der Natur so eingerichtet und völlig natürlich!
Und ich zitiere mich nochmal selbst:
Ursi99 hat geschrieben:Mit verwöhnen hat langes stillen, Familienbett usw. übrigens gar nix zu tun, im Gegenteil, es fördert ein festes Urvertrauen und stärkt Dein Kind. Wenn Du es etwas wissenschaftlicher haben möchtest, lies mal die Bücher von Renz-Polster, da sind so Sachen super erklärt.
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 12:16
von vivi
hallo teledame,
nur kurz zum ins bett bringen mit papa : meine tochter wurde auch sehr lange zum einschlafen gestillt. als sie noch kein jahr alt war, wollte ich abends zu einer feier gehen- papa hat die kleine im tragetuch getragen, bis sie schlief. als die maus über 1 jahr war, war ich abends immer wieder mal weg und mein mann hat sich mit der kleinen zusammen hingelegt und gekuschelt- die haben ihren eigenen weg gefunden. das hat allerdings nur geklappt, wenn ich WIRKLICH weg war- wenn ich nur im anderen raum war, hat die kleinen nach mir gerufen und geweint- meist bis ich wieder zum stillen kam
im übrigen schlief die maus in der kinderkrippe zum mittagsschlaf mit gut 1 1/2 jahren ganz ohne probleme ein ...
probiert es einfach mal!
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 22:56
von teledame
Danke für eure Antworten, nun ich fahre ja jetz erstmal zur Reha, mein kleiner kriegt nun seinen vierten Zahn und ist ein bischen verschnupft, hat ein bischen Fieber und ist trotzdem heute in meinem Arm einfach eingeschlafen und hat sich hinlegen lassen. Gestern Nacht haben wir aber gestillt, und heut habe ich ihn tagsüber auch trinken lassen. Vielleicht ist er jetzt gar nicht mehr so fixiert darauf, weil er weis später holt mich Mama und dann kann ich auch noch stillen und tagsüber krieg ich auch noch was wenn ich will.
Eine Freundin von mir hatte ne Freundin, die kannte ich auch, aber bei der war es tatsächlich so, in der Öffentlichkeit, Bluse geöffnet und kleines Kind mit 3 Jahren trinkt einfach an der Brust im Ike...,
da hat ich noch kein Kind, und ich fand das schon irgendwie sehr befremdlich. Meine Freundin fand es eklig und ekelt sich heut noch. Ich weis nicht was das ist, aber irgendwie ist die Vorstellung trotzdem irgendwie komisch das ein Kleinkind was schon laufen kann an der Brust trinkt. Oder Tobsuchtsanfälle bekommt, weil es jetzt nicht trinken soll. Ich weis nicht warum es sich befremdlich anfühlt. Hat man vielleicht die Vorstellung es sei was sexuelles?
Ich weis es nicht was sich da so sträubt. Ich persönlich fand nie etwas erotisches beim Stillen. Es ist etwas liebevolles, besonders vertrautes, und ein schönes Gefühl sein Kind nähren zu können. Das fand ich schon toll. Aber ich möcht schon das mein Sohn mehr als eine Brust in mir sieht..., eine andere Freundin meint, man kann sein Kind doch auch anders trösten als mit der Brust. Sie findet das auch nicht gut und möchte auch das ich abstill. Oder sie sagt spöttisch, von mir aus stillst in bis in den Kindergarten...und ich ja der ist ja mit 3 soweit. Dann krieg ich nur angewidertes Kopfschütteln.
Und ich darf dort auch nicht mehr auf Besuch stillen. Bei einer weiteren Freundin geht es soweit das Sie meint, sie würde lieber den Kontakt dann abbrechen ..., Wie das die Gemüter spalten kann ist schon erstaunlich. Sie meinte das hat nichts mehr mit mütterlicher Fürsorge zu tun. Das sei eine krankhafte Fixierung ! Viele Leute die das so sehen, von meiner weiteren Verwandschaft will ich gar nicht sprechen. Ich bin nicht der Typ der sich verstecken will, ich mag aber auch Harmonie und Leute die mit mir zu tun haben wollen. Da steht man dann plötzlich sehr alleine da. Selbst andere Mütter die ich kenne distanzieren sich schon..., nicht alle, aber ein paar aus meinem näheren Umfeld. Mein Mann redet mir da gott sei dank noch nicht rein und hat sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht...
Aber der Link hat mich schon sehr überzeugt, Trost spenden, Immunsystem stützen, Nähe Geborgenheit geben, Sicherheit. Das fühlt sich schon richtig an, genau wie Familenbett. Er rollt sich eh immer rüber wenn er genug hat und ich kann mich dann auch umdrehen. Wenn was ist bin ich gleich bei ihm, das weis er.
Ich werd jetz einfach mal die Zeit laufen lassen...Jetz kriegt er erstmal alles was er will, denn mein kleiner Schatz ist ja nicht gesund und trotzdem sooo tapfer und gar nicht nörgelig.
lg und schönes WE
Daniela
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 20.09.2013, 23:55
von Leyket
Ich möcht eigentlich nur kurz einen Satz von dir aufgreifen

Insgesamt wurden dir ja sowieso schon viele Ängste und Bedenken genommen. Zu dem hier kurz
teledame hat geschrieben:Stillen allerdings würd ich ihn mit 4 nicht mehr wollen, mit 3 bin ich noch unsicher.... bis 2 kann ich mir vorstellen.
Das musst du ja auch nicht heute entscheiden und auch nicht morgen. Du musst das auch nicht am 2. Geburtstag oder Weihnachten 2014, im Sommer 2015 oder an einem anderen bestimmten Tag entscheiden.
Ich konnte mir am Anfang der Stillzeit nicht vorstellen, ein Kind mit Zähnen zu stillen. Dann bekam mein Kind Zähne und war trotzdem nicht plötzlich "zu groß". Dann fand ich es merkwürdig ein mobiles Kind zu stillen, es kam dazu, und es wurde normal. Ich kann mir auch heute noch nicht vorstellen, ob ich meinen Sohn bis zu seinem 3. oder gar 4. Geburtstag stillen kann bzw möchte, ich schließe es heute zumindest nicht mehr ganz und gar aus. Die Vorstellungskraft reicht einfach nicht so weit, vielleicht weil uns die Erfahrung oder wenigstens die konkreten Vorbilder fehlen. Ob man das dann aber kann oder nicht, das merkt man erst, wenn es so weit ist. Und dann die Entscheidung zu treffen reicht voll und ganz aus

Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 21.09.2013, 20:53
von Kröte
Ich sehe es so wie leykat, dachte auch immer mit nem Jahr ist ein baby schon sooo groß.
Und ich würde meine Freundin nie fragen, ob sie möchte dass ich abstille, tsss, soweit kommt's. Ich würde wohl akzeptieren dann nicht vor ihr zu stillen, wenn es sie stört. Aber wie ich mir im Endeffekt auch den Alltag erleichter, weil mein baby nur beim stillen einschläft, ist doch ganz allein mein ding