Stillen in den 80ern ....

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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schokominza122
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von schokominza122 »

Ich bin Jahrgang ´82 und ein Frühchen. Meinem Vater! war das Stillen sehr wichtig und hatte am Anfang sogar eine Mutter gesucht die Milch spenden könnte, weil meine Mutter in einem anderen Krankenhaus untergebracht war. Sie hat für mich Milch gepumpt. Es gibt da sogar noch ein ziemlich cooles Pumpfoto von ihr.
Sie hat mich dann 7 Monate voll gestillt und dann mit Beikost angefangen. Das habe mir anscheinend nicht gefallen, ich hätte mich sehr darüber beschwert und ich hätte mich dann mit 9 Monaten selbst abgestillt. Schade, ich hätte die Mumi als Frühchen bestimmt gut gebrauchen können. Ich bin ziemlich sicher, dass ich eine Saugverwirrung wegen Breifläschchen hatte.... Aber das ist in den Augen meiner Mutter Quatsch (genauso wie das Langzeitstillen von dem ich ihr mal erzählt habe. Da kommt noch was auf mich zu, habe nämlich nicht vor um dem 1. Geburtstag rum abzustillen es sei denn das Mausekind möchte das...) Meine jüngere Schwester, Jahrgang ´85, wurde insgesamt 13 Monate gestillt.
Mein Freund (´79) und sein Bruder (´81) wurden beide mit einem halben Jahr abgestillt. Meine Schwiegermutter war auch sehr irritiert, dass wir immer noch so viel stillen, denn schließlich würde die Milch ja immer dünner werden.... :roll:
Ich glaube, dass zu dieser Zeit ziemlich viele Fehlinformationen unterwegs waren und schlechte und falsche Beratung die Situation noch verschlimmert haben.
Novembermaus ´12

"Das Leben ist eine gigantische Lotterie, bei der nur die Gewinnerlose sichtbar sind. Du bist so ein Gewinnerlos!"Jostein Garder
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bienchencarolinchen
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von bienchencarolinchen »

Mein Bruder Jahrgang 77 wurde nur 3 Monate gestillt, dann auf Anraten um KiA auf Heilnahrung umgestellt weil er Durchfall hatte. Heute weiß meine Mutter, dass es ganz normaler Stillstuhl war :( und ärgert sich heute noch über den Arzt.
Ich bin 80 geboren und meine Mum hat mich 2 Jahre gestillt und auch getragen als ich noch ganz klein war und sich mit der Krankenschwester nach der Geburt angelegt, damit ich bei ihr bleiben konnte! Sie war ein echter Revoluzzer!! Das find ich echt klasse!
Ich bin auf der Suche nach mir selbst. Sollte ich früher als erwartet zurück sein, bitte sagt mir, ich soll auf mich warten!
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Lunali
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Lunali »

Ich bin Jg. 83 und wurde ca. 18 Monate gestillt. Bin aber auch zu Hause geboren.
Was aber auch bei mir anders war: ich hatte wohl Ng-Gelbsucht und musste dann zusätzlich Wasser trinken (mit der Spritze gefüttert). Das war bei meinen Söhnen anders, da hab ich einfach viel gestillt.

Mein Mann (Jg. 78) war als drittes Kind (Schwestern gestillt) ein KS und wurde nicht gestillt, "weil ich ja wg. des KS keine Milch hatte" (O-Ton SchwieMu). Oh mann, waren die Ärzte damals wirklich so unwissend? Schließlich konnte sie ja ihre beiden Kinder davor stillen.
Mama von drei tollen Söhnen, geboren 1/2011, 7/2012 und 11/2017
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Schnuppi82
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Schnuppi82 »

Ich bin Jahrgang 82 und meiner Mutter hat man im KH eingeredet, sie könne nicht stillen weil sie zu wenig Milch hätte. Sie wollte dann zusätzlich zur Flasche doch die Milch geben, die sie hatte aber man sagte ihr, dass ich davon Bauchwe bekäme und das nix sei.
Sie ist heute noch traurig, dass sie so schlecht beraten wurde, freut sich daher aber sehr, dass ich meine Tochter problemlos stillen kann und hat mich gebeten, ob sie mal zusehen darf wie das so funktioniert als sie uns nach der Geburt zum zweiten Mal besucht hat :)

Mein Man ist auch Jahrgang 82 und seiner Mutter haben sie bei der Anmeldung vor der Geburt im KH gleich zur modernen Ersatznahrung geraten weil es so viel praktischer sei.
stillend und tragend seit dem 29.3.13 8)
Wir lieben unser Familienbett, sind schnullerfrei, halten ab, sind ungeimpft und KiTa-frei.
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Sussa »

Sarasu hat geschrieben:Meiner Mutter hat man damals gesagt, ich würde ihre Milch nicht vertragen. Ich hatte glaub ich Ausschlag, muss nochmal fragen. .
So war es bei meiner Mutter auch. Ich hatte Ausschlag und sie hat abgestillt weil der Arzt gesagt hat, ich sei allergisch gegen ihre Milch.

Als mein Kind Neugeborenenakne bekam hat sie mir vorgeworfen, ich würd mich nicht um ihre Allergie kümmern, die läge in der Familie und ich müsse unbedingt abstillen.
Sussa mit Sussalinchen (10/2012)
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Maira »

Das finde ich ja spannend. Ich bin Jahrgang '78 und meiner Mutter wurde gesagt, sie hätte zu wenig Milch. Schliesslich kam beim Pumpen auch nichts, bzw. nur wenig raus. So hat sie mich und meine Schwester ('74) nicht gestillt. Sie findet es sehr schade und beneidet mich jetzt um meine Stillbeziehung - und will immer zugucken :)
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angaj
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von angaj »

Ich bin Jahrgang 79, meine Brüder 80 und 83. Gestillt wurde keiner von uns. Nur mein jüngster Bruder kurz, aber laut meiner Mutter wusste sie ja, dass sie keine Milch hätte und es wurde ihr dann schnell zu umständlich zusätzlich zur Flasche noch die Brust anzubieten.

Dass ich jetzt schon mein zweites Kind stille, findet sie gut und nachdem ich dieses Mal ein kleines Moppelchen habe, sind auch die Kommentare bzgl. meiner "dünnen und wenigen Milch" stark zurückgegangen.

Ich finde es immer wieder krass, welche Stilltraumata und welches Fehlwissen in unserer Eltern- und Großelterngeneration existieren. Auch wenn es etwas OT ist, meine Schwiegermutter wurde z.B. richtig aggressiv, als ich meine Große trotz anfänglicher heftiger Stillschwierigkeiten nicht abgestillt habe, sondern dank guter Beratung und Anleitung doch schnell zum pumpfreien Stillen kam. Oft habe ich das Gefühl, unsere Mütter empfinden unser Stillen als Vorwurf, weil es bei ihnen nicht geklappt hat. Aber was hätten sie groß anders machen sollen, wenn ihnen von Anfang an jeder erzählt hat, dass sie eh nicht stillen können und nur durch die Flasche gesichert sei, dass ihr Baby alles bekommt, was es braucht...
angaj mit ihren zwei Mädels: Quatschmadam (geb. 01/11) und fixe Madam (geb. 11/12) - geliebt - gestillt - getragen - geimpft und im Familienbett
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Mogliki
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Re: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Mogliki »

Ich bin Jahrgang '81 und meine Mutter hat mich sechs Monate voll gestillt und dann bis zum ersten Geburtstag weitergestillt (dann wollte sie nicht mehr, ich nach den Erzählungen meines Vaters eigentlich schon :mrgreen: ).
Sie hat mir aber auch immer erzählt, dass das damals sehr ungewöhnlich war. Sie war wohl in einem sehr fortschrittlichen Krankenhaus, die das gefördert haben - dort gab es auch als einem der ersten Rooming In.
Blöde Meinungen im Krankenhaus hätten meine Mutter aber wohl auch nicht abgehalten, sie hat damals auch Leboyer und Barbara Sichtermann gelesen, ich wurde getragen usw. :D

Mein Freund bekam ganz klassisch nur Fläschchen, nach ein paar Wochen sogar abends schon angereichert mit darin aufgeweichtem Zwieback auf raten des Kinderarztes, "damit er besser durchschläft". Er ist allerdings auch Jahrgang '71, das war ja nochmal eine andere Zeit und Einstellung.
Stolze Mama von Krümel (09/13), Murkel (08/16) und Minnimaus (1/19)
Schnuddelbuddel
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Re: AW: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Schnuddelbuddel »

Meine Eltern haben vier Kindern, geboren 84, 88, 96 und 99. Es wurden alle voll gestillt das erste halbe Jahr und dann bis ins zweite Lebensjahr
Schnuddelbuddel
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Re: AW: Stillen in den 80ern ....

Beitrag von Schnuddelbuddel »

Sorry Handy spinnt.

Wir wurden jedenfalls noch bis nach dem ersten Geburtstag alle gestillt und die zwei Jüngsten sind auch zu Hause geboren.
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