Mein "Traum-Laden" hat ein breitgefächertes Angebot an gewebten Tragetüchern und RingSlings. Die soliden, schlichten Tücher, mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis (Storchenwiege), die bekannten, hochwertigen Tücher, die das Bedürfnis nach schönen Mustern befriedigen (Didymos), die Standard-Linien der "Newcomer" (Kokadi, Pollora) auf dem Tragemarkt, um die "stylishe Klientel" abzufangen und auch einen Second Hand-Bereich, der ordentliche Tücher für kleines Geld bereithält. Auf "Schätzchen" würde ich verzichten. Das ist was für Sammler und Tuch-Streichler, aber nicht für Laufkundschaft.
Auch den elastischen Tüchern würde ich einen (kleinen) Raum einräumen. Es gibt Eltern, die fühlen sich mit dem bekannten Jersey-Gefühl auf der Haut einfach wohler, als mit dem ungewohnten, gewebten Tuch. Die Tücher kommen schnell genug an ihre Grenzen (das kann man ja in der Beratung durchaus erwähnen). Das merken die Eltern und kommen nach guter Beratung im Idealfall wieder, um neues Trage-Equipment zu kaufen.
An Tragehilfen würde ich mehrere Neugeborenen-Tragen zur Auswahl haben wollen. Für mich sind das der MySol, der Frl. Hübsch Babysize MT und der "leichte" Bondolino.
Dazu das Buzzidil als Mini, für die Eltern, die Schnallen bevorzugen und als Standard, als Alternative zu Ergo und Manduca. Aus dem Ergo-Sortiment würde ich mich für den Performance und den Petunia entscheiden. Was die Manduca angeht, stimme ich miss_undercover zu. Es tut doch nicht weh, welche dazuhaben. Es müssen ja keine 100 Modelle auf Lager sein, aber zeigen, einstellen und guten Gewissens verkaufen können, wenn es die Trage ist, die zum Bedürfnis der Familie passt, finde ich sinnvoll.
Die Emeibaby würde ich nur ins Sortiment aufnehmen, wenn ich selbst in der Lage bin, diese gut einzustellen und dies dem Kunden auch zu vermitteln.
Die "eierlegende Wollmilchsau" ist sie nicht, aber durchaus vielseitig, wenn man damit umgehen kann.
meisterlich hat geschrieben:Als ausgebildete Trageberaterin mit Trageladen sollte man schon andere Maßstäbe ansetzen, finde ich.
Das geht komplett an der wirtschaftlichen Realität vorbei. Das kann man sich erlauben, wenn man aus Idealismus Beraterin mit "Nebenbeiverkauf" ist und selbst dann, sollte man zumindest Bezugsquellen in der Hinterhand haben, wenn die gewünschte Trage des Kunden nicht dem eigenen "Ideal" entspricht.
Das wichtigste ist aber, dass ich als Beraterin mein Handwerk verstehe, die Kunden dorthin bringe, wo SIE hinwollen (nicht wo ich sie gerne hätte, egal ob das aus wirtschaftlichen oder idealistischen Gründen ist) und ich in der Lage bin, mein Sortiment zu beherrschen. Nichts ist nervtötender als ein ahnungsloser Verkäufer.
Eine Bitte, liebe Sarah: Die Grenze zur Werbung ist erfahrungsgemäß recht schnell überschritten, wenn man voller Enthusiasmus über seinen Laden und damit nicht selten ja auch über die eigene Leidenschaft berichtet. Bitte achte darauf, Dich nicht zu "verplappern". Es wäre schade, um den Austausch, wenn wir ihn augrund der Werberegeln unterbinden müssten.
