08u11 hat geschrieben:M
Äm, Campanula, das Baby wird auch auf dem Schoß der Mutter selbstverständlich angeschnallt. Sprich: Es wird auf keinen Fall durch die Luft fliegen (solange sowohl der Gurt der Mama als auch der des Baby ordnungsgemäß geschlossen sind). Aber klar, der Abstand zu den Vordersitzen wird kleiner und der Gurt ist auch nur an einem Punkt am Gurt der Mama befestigt, ist also relativ beweglich. Optimale Sicherheit ist das nicht und dass das Baby sich bei einer turbulenten Landung da ein paar blaue Flecken holt, wie Starla es beschrieben hat, ist durchaus denkbar. Aber aus dem Arm gerissen wird es nicht einfach und eine Babyschale für 2jährige - gibt's das überhaupt? Ein eigener Sitz kann natürlich trotzdem Sinn machen (schon allein deshalb, weil ja für einen langen Flug viel bequemer)

Die zweite Posterin hier im Thread fragte aber explizit nach der Möglichkeit, während Start und landung zu stillen - und das ist mit ordnungsgemäß angelegtem Sicherheitsgurt (welcher Art auch immer) sicherlich nicht möglich

Darauf ging ich ein.
Dass es zudem eine Abstufung von Sicherheitsgurten und deren Sicherheitsstufen im Flugzeugt gibt, finde ich dabei auch ein wichtiges Kriterium, weil das eben viele nicht wissen.
Es geht auch nicht darum, wie oft beim Fliegen etwas passiert, oder ob beim Auto fahren öfter etwas passiert.
Und es geht auch nicht um direkte Abstürze aus 10000 m Höhe, bei denen ohnehin niemand überlebt.
Nicht ohne Grund gilt die Anschnallpflicht beim Flugzeug gerade bei Start und Landung, denn das sind die kritischen Momente.
Und es geht um Not- und Bruchlandungen, die Auswirkungen heftiger Turbulenzen etc
Noch einmal: viele von Euch scheinen die physikalisch unbestreitbar wirkenden Kräfte, die bei einer "Uregelmäßigkeit" im Flugzeug auf einen Körper wirken, nicht zu bedenken.
Da sind einige Stundenkilometer mehr am Werk als z.B. bei einem Auto -selbst als bei einem Auto auf der Autobahn.
Da ist nicht mit "Festhalten" und da geht es auch nicht um "blaue Flecken."
Und es geht nicht darum, wie wahrscheinlich es ist, mit einem Flugzeug ein solches Unglück zu erleben.
Denn wenn es als "wahrscheinlich" von uns empfunden würde, würden wir das Flugzeug ja gar nicht erst benutzen.
Es geht um den kleinen, unwahrscheinlichen, aber eben dennoch durchaus REALEN Fall, der Eintreffen KANN.
Den Fall, bei dem Euer Kind überleben KÖNNTE, wenn es ordnungsgemäß und auf bestem technisch möglichen Niveau gesicher wäre und es nicht überleben wird, wenn es schlechter gesichert ist.
Und jetz bitte mal Hand heben: wer möchte sein Kind diesem Risiko aussetzen, wenn er es verhindern kann? Wer möchte sein Kind dadurch "eventuell-aber-ist-ja-nicht-soooo-wahrscheinlich" verlieren?
Darum ging es mir.
Ich verurteile niemanden, der sich anders entscheidet - solange er/sie vorher die notwendigen Informationen erhalten und es sich gut überlegt hat.
Und die eingangs gestellte Frage sowie einige Beiträge hier zum Thema "auf dem Schoß sitzen" zeigten mir, dass eben nicht alle Informationen vorzuliegen scheinen.
