Tigerlein hat geschrieben:Das klingt sehr interessant. Geht die Ausbildung etwas mehr in die "Tiefe" wie die AFS-Ausbildung?
Also die konkreten Ausbildungsunterlagen habe ich auch noch nicht gesehen, von daher kann ich die Frage nach den Ausbildungsinhalten auch noch nicht vollständig beantworten. Aber aus Gesprächen mit den Gesellschafterinnen weiß ich, dass die Inhalte stark zielgruppenspezifisch sein werden. Erzieherinnen und Pekip-Leiterinnen brauchen keine Infos über das Stillen von 32.SSW-Frühchen. Trageberaterinnen und Ärztinnen brauchen keine Infos über das Abhalten von Stillgruppentreffen... solche Dinge werden da berücksichtigt.
Da auch Personen Zielgruppe sind, die weder über eigene Stillerfahrung verfügen noch in Studium oder Ausbildung ausreichend Kenntnisse übers Stillen erworben haben, werden sicher u.a. basale Still-Infos behandelt werden (wie in allen Stillberaterinnen-Ausbildungen, um eine gemeinsame Sachbasis zu haben), außerdem berufs-spezifische Inhalte (wie z.B. Stillen bei Erwerbstätigkeit, fördernder Umgang mit Stillen und Muttermilchernährung in Klinik, Kita und Krippe, Gesprächsführung usw.). Es geht bei der Ausbildung weniger um die klassische Arbeit von Stillberaterinnen (im Sinne von: Stillprobleme lösen und Stillgruppen leiten), als vielmehr um die natürliche Fortführung einer still- bzw. babyfreundlichen Betreuung, die Mütter idealerweise schon von Schwangerschaft (stillfreundliche Ärzte und Hebammen), Geburt (babyfreundliches Krankenhaus) und Babyzeit (Stillberatung) her kennen, und das in den unterschiedlichen Professionen, mit denen junge Familien danach zu tun haben.
Detailliertere Fragen dazu können die DAIS-Leute aber bestimmt besser beantworten als ich; ich bin sicher, sie freuen sich über Mail.
LG
Julia