Das Hauptproblem ist, dass das Einschlafen so lang dauert und dass er es nicht allein schafft.
Also so für mich wäre es wichtig, dass er
allein einschläft. Egal, wo. Denn es dauert immer lange, egal ob er früh oder spät ins Bett geht. Sprich, dass nach angemessener Begleitung (lesen, schmusen, was auch immer) Papa oder ich rausgehen können und er schläft ein. Und zwar ohne immer wieder aufzustehen, oder den Bruder zu wecken (falls er lieber im FB schlafen will, was absolut ok für uns ist, da es mind. 2x die Woche eh so ist, weil Mama oder Papa abends weg sind).
Ob er jetzt gleichzeitig mit dem Bruder oder hinterher schlafen geht, ist mir mittlerweile mehr oder weniger egal. Wir dachten ja, er schläft schneller ein, wenn er länger auf sein darf, aber das war ja ein Schuss in den Ofen. Früher wecken ist eh klar, heute ist es halt einfach dumm gelaufen wegen der Brecherei...
Was "mir egal" bedeuten soll, weiß ich auch nicht. Ich finde, er übernimmt sehr viele schlechte "Sprüche" usw. aus dem Kindergarten und seinen "Freunden". Intelektuell ist er eigentlich sehr weit, aber was Empathie und Einfühlen in andere betrifft... Katastrophe. In der letzten Zeit hab ich schon öfter nachgedacht, ob er da einen "Mangel" hat, evtl. eine Art Wahrnehmungsstörung. Oder ist es normal, wegen dem falschen Teller oder Essen eine halbe Stunde wie abgestochen rumzukreischen (nicht wütend, wohlgemerkt, sondern eher so wie "Weltuntergang") und dann doch zu essen als ob nie was gewesen wäre? Oder ist es normal, dass man einfach nicht "wahrnimmt", dass man seinem Gegenüber grade weh tut? Man einfach nicht merkt (nie!) dass man längst die Grenzen übertreten hat, es "übertrieben" hat? Oft hilft nur "anschreien", so leid es mir tut. Aber nach einem anstrengenden Tag und x-maligen "freundlichen" Hinweisen, dass man nicht möchte, dass er haut, beisst, keine Ahnung was auch immer. Viele Tage sind sehr schlimm hier, oft denke ich, ich bin im Irrenhaus. Schlimmer Gedanke, aber es ist so. HEUTE zb. ist es auffallend leise, sie spielen, ohne sich gegenseitig halb umzubringen, und ich weiß nicht was ich fühlen soll: Freude, weil es heute so angenehm ist, oder Trauer, weil mir sowas so sehr auffällt. Oft will ich einfach nur weglaufen. Wenn beide zusammengenommen den halben Tag wegen Lapalien kreischen/schimpfen/hauen etc., denke ich: DAS soll normal sein?
Wie geschrieben waren wir ja bei der HP und ihr fiel direkt auf, dass er immer alles "jetzt sofort" möchte, und wenn das nicht so klappt, dann... mittlerweile ist dann nicht mehr "Weltuntergang", so war es früher, nein, dann haut er auch mal um sich oder beschimpft uns. Überhaupt, wenn Dinge nicht so laufen, wie er das möchte, dann ist es hier teilweise unerträglich. zb. möchte er beim Spielen, dass man bestimmte Dinge sagt oder tut und wehe, es ist nicht so, wie er das wollte.... dann kreischt er auch wieder rum als wenn sonst was passiert wäre...
Beim Kleinen ist es übrigens nicht so. Der merkt schneller, wann "Schluss" ist und ist auch sonst nicht so "schlimm". Es scheint mir also nicht so, dass es an uns Eltern liegt? Aber ausschließen kann ich es nicht.
So, nochmal zum Hauptthema: Ich hab heute nochmal viel nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass einschlafen bei ihm immer so eine Katastrophe war, wenn es ohne Stillen erfolgen sollte. zb. in der Sws, als ich so Schmerzen hatte, hab ich ihn schon vor dem Einschlafen abgedockt. Da dauerte es auch immer Stunden... und er wälzte und wälzte sich. Oder nach der Geburt des Kleinen, wenn ich sie nicht gleichzeitig angelegt hab. Oder wenn Papa es mit ihm versucht hat, dann klappte es zwar auch, aber auch nach eeeewigen Zeiten. IMMER. Irgendwas stimmt da doch nicht. Der Kleine kann, wenn ich keine Lust mehr hab, oder wenn Papa da ist, innerhalb von 5min einschlafen. Warum kann er es nicht?? Ich kann ja nicht bis Ultimo weiterstillen bzw. möchte es nicht.