Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sakura
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von Sakura »

hobbes_tiggar hat geschrieben:allerdings ist dann der Problempunkt eher diese trennung als die fehlende Muttermilch
Hm? Genau so würde ich das Affenexperiment interpretieren. Kuscheln mit Mama ist wichtiger als Stillen nach Bedarf.
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blueberry
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von blueberry »

Ich denke, sie bezog sich auf das Ausgangsposting, in dem vermutet wurde, dass die fehlende Muttermilch als solche diese Verhaltensauffälligkeiten verursacht haben könnte. Da wäre ich allerdings persönlich auch sehr skeptisch und würde wenn überhaupt, dann eben die Ursache auch eher in der beschriebenen Situation der Frühgeburt, Trennung von der Mutter und dem normalerweise mit dem Stillen einhergehende Kuscheln, Hautkontakt, Nähe, das der Kleinen ja nun alles gefehlt haben kann (wir wissen ja nicht WIE hier die Flasche gegeben wurde - das geht sehr "stillnah" aber eben auch sehr, sehr anders als Stillen - ohne Hautkontakt, körperfern gehalten, sobald das BAby die Flasche halten kann vielleicht sogar allein in einer Babywippe liegend etc. Das wissen wir ja alles nicht) sehen.

Vom fehlen der Substanz Muttermlich als solcher, kann ich mir SEELISCHE Schäden nur sehr sehr schwer vorstellen. (Körperliche Defizite natürlich schon, aber darum geht es hier ja nur am Rande, wenn überhaupt, und auch da spielt wahrscheinlich die Frühgeburtlichkeit die größere Rolle... )
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
EhMiwm

Re: AW: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von EhMiwm »

Sakura hat geschrieben:
hobbes_tiggar hat geschrieben:allerdings ist dann der Problempunkt eher diese trennung als die fehlende Muttermilch
Hm? Genau so würde ich das Affenexperiment interpretieren. Kuscheln mit Mama ist wichtiger als Stillen nach Bedarf.
Hier setze ich meine Unterschrift.
Nähe ist wichtiger als die Art der Nahrungsaufnahme. (sehr kurz formuliert)

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jusl
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von jusl »

Direkt zum Ausgangsposting: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beschriebenen Auffälligkeiten des Kindes ausschließlich oder hauptsächlich auf "keine Muttermilch" zurückzuführen sind. Entsprechend bezweifle ich sehr, dass Muttermilchglobuli da irgendetwas bewirken können. Die Verhaltensweisen sind doch komplett durch Temperament, Er- bzw. Beziehung und allenfalls noch Frühgeburt/Trennungstrauma erklärbar.
Oder anders gesagt: ich kenne auch Kinder, die sich so verhalten, die reifgeboren und gestillt worden sind.

LG
Julia
feuerdrache
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von feuerdrache »

Ich kann mir nur vorstellen dass die Muttermilch Globuli eine spezielle Wirkung zeigen sollen die hier gewünscht ist. Weniger kann ich mir vorstellen, dass die Kindesentwicklung durch den Faktor "keine Muttermilch" so sehr beeinflusst wurde.

Globuli aus Milch (bzw Muttermilch verschiedener Tiere) werden in der Homöopathie immer wieder verwendet. Ich habe selbst schon welche bekommen. Nicht weil mir Muttermilch gefehlt hat oder ich als Kind die Flasche bekommen habe sondern weil ich in diesem Moment einfach das Bild dieser Substanz gezeigt habe. (ich hab mich dann in der einnahme vertan und die Globuli zu lange genommen, endeffekt, ich habe in der Nacht geträumt ich wäre so ein Tier dessen Milch ich gerade als Globuli nahm)

Ich kann mir also vorstellen, dass die Globuli für diese Situation das richtige Bild zeigen. Weniger dass sie die Geburt irgendwie nachstellen sollen.
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antje143
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von antje143 »

jusl hat geschrieben:Direkt zum Ausgangsposting: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beschriebenen Auffälligkeiten des Kindes ausschließlich oder hauptsächlich auf "keine Muttermilch" zurückzuführen sind. Entsprechend bezweifle ich sehr, dass Muttermilchglobuli da irgendetwas bewirken können. Die Verhaltensweisen sind doch komplett durch Temperament, Er- bzw. Beziehung und allenfalls noch Frühgeburt/Trennungstrauma erklärbar.
Oder anders gesagt: ich kenne auch Kinder, die sich so verhalten, die reifgeboren und gestillt worden sind.

LG
Julia

hallo,

ich mag mich da anschließen...beim lesen des ausgangspostings kam mir der gedanke an meine große,die reif geboren und gestillt wurde (5 jahre und 5 monate) ...und sie hat viele ängste von klein an...wasserangst z.b. und höhenangst...und da sagte uns eine ergotherapeutin,das bei ihr der moro-refelx noch aktiv ist-verborgen und deswegen die ängste begünstigt...sie hat den refelex nicht verloren...
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zwieback
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von zwieback »

kann man etwas tun um den moro refleks zu verlieren?
ist das überhaupt gut ihn zu verlieren?
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antje143
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von antje143 »

ich hatte angenommen,das diese art reflexe sich "verlieren" nach dem ersten lebensjahr...und war erstaunt,als mir das gesagt wurde bei der großen...da war sie 5 jahre...und als ich fragte,was das für auswirkungen haben kann,sagte man mir,das es sich z.b. als verstärkte ängste bemerkbar machen kann...

wie das medizinisch aussieht,da habe ich keine ahnung...

meine große braucht dann eben ihre eigene zeit um sich mit neuem vertraut zu machen...sobald sie druck bekommt,geht gar nichts mehr...
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Johana
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Re: AW: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von Johana »

jusl hat geschrieben:Direkt zum Ausgangsposting: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beschriebenen Auffälligkeiten des Kindes ausschließlich oder hauptsächlich auf "keine Muttermilch" zurückzuführen sind. Entsprechend bezweifle ich sehr, dass Muttermilchglobuli da irgendetwas bewirken können. Die Verhaltensweisen sind doch komplett durch Temperament, Er- bzw. Beziehung und allenfalls noch Frühgeburt/Trennungstrauma erklärbar.
Oder anders gesagt: ich kenne auch Kinder, die sich so verhalten, die reifgeboren und gestillt worden sind.

LG
Julia

Ja, das sind auch meine Gedanken.

Liebe Grüße
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blueberry
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Re: Keine Muttermilch kann später "Folgen" haben

Beitrag von blueberry »

zwieback hat geschrieben:kann man etwas tun um den moro refleks zu verlieren?
ist das überhaupt gut ihn zu verlieren?
Ich hab grad einfach mal zu "persistierende frühkindliche Reflexe" geg**glet - ohne da jetzt was gelesen zu haben, scheint das ein großes Thema zu sein. Und ja: frühkindliche Reflexe verlieren sich im Laufe einer gesunden Entwicklung normalerweise. Das soll eigentlich so sein.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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