Stillprobleme ...zum Dritten!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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jusl
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von jusl »

Ähm, ich hab' mal ein wenig gerechnet: würden meine Brüste stündlich 10ml produzieren (abgeleitet von der gelegentlich abgepumpten Menge), kämen wir auf 240ml täglich. Da ich sicher bin, dass es doch etwas mehr sind, die gebildet werden und von meinem Schatz auch getrunken werden, komme ich mit meiner Schätzung zu 360ml (bei 15ml stündlich) bis 480ml (bei 20ml stündlich) Muttermilch täglich. Ich wundere mich nur, dass meine Brüste anscheinend keine Möglichkeit zur Akkumulation der Milch haben - als hätten sie so gut wie keine Speicherkapazität. ich hoffe du verstehst, was ich meine. Passt dieses "Phänomen" zum Bild von zu wenig Milchdrüsengewebe? Daraus abgeleitet ergibt sich die Tatsache, dass ich die Kleine ständig anlegen muss, damit sie zu dieser Trinkmenge kommt und außerdem ist sie dadurch auch nie richtig satt (aber auch nie wirklich hungrig).
Nein - so kann man das nicht rechnen; hier liegen grundlegende Fehlvorstellungen vor. ;-) Muttermilch wird zum größten Teil WÄHREND des Stillens gebildet, d.h. mit Einsetzen des MSR. Zwischen den Mahlzeiten wird nur sehr wenig produziert. Die Vorstellung einer rund um die Uhr kontinuierlichen Milchleistung, deren Ergebnis sich sozusagen zwischen den Stillmahlzeiten in der Brust sammelt und dann bei der Mahlzeit abgetrunken wird, ist völlig falsch. Das Speichervolumen der Brust ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und liegt in der Größenordnung "wenige Tropfen bis wenige Esslöffel". Auch Frauen, die problemlos zwei Kinder gleichzeitig stillen, also ca 1,5 bis 2 liter täglich produzieren, können problemlos AA-Körbchen haben, also praktisch null Speicherkapazität ;-). Generell gilt: die paar Schluck bis zum Einsetzen des MSR ist diejenige Milch, die sich "ohne Anlass" seit der letzten Mahlzeit gebildet hat. Mit Einsetzen des MSR wird der Großteil bebildet.

Die zweite Fehlvorstellung besteht darin, von der Abpumpleistung auf die Milchleistung zu schließen. Pumpmengen von ca 5-20 ml weisen eindeutig auf einen bei der betreffenden Pumpsitzung AUSBLEIBENDEN MSR hin. Es gibt zahlreiche Frauen, die problemlos vollstillen, also nachweislich eine etablierte reichliche Milchbildung haben, aber keinen Tropfen abpumpen können. Ohne MSR kommt da nix, bzw. nur sehr wenig. Die Kunst des Abpumpens besteht also darin, den MSR auszulösen; nur darum geht es. Da gibt's zahlreiche Tipps und Kniffe, zu finden z.B. in unserer Linksammlung Stillwissen, aber es gibt Frauen, bei denen hilft der beste Trick nichts - beim Pumpen kommt kein MSR (da hilft dann nur noch Abpumpen WÄHREND des Stillens, denn der MSR wirkt bekanntlich immer beidseitig, und das Baby löst dann automatisch für die Pumpseite mit aus).
Daraus abgeleitet ergibt sich die Tatsache, dass ich die Kleine ständig anlegen muss,
Wie oft ist denn "ständig"?
Ich habe das Gefühl wir könnten nachts auch ohne BES-Mahlzeit (da trinkt sie ohnehin meist nur 40ml) auskommen, aber auch da ist mein Mann dagegen
Schön, dass Dein Mann so viel Anteil an den Belangen Eures Babys nimmt. :D In manchen Familien funktioniert es aber besser, wenn sich beide Eltern darauf einigen, dass es unterm Strich doch Sache der Frau ist, wie das Kind ernährt wird. Der Vater wird nicht mit extra Arbeit und Gejammer seiner Frau belastet, dafür lässt er keine blöden Kommentare ab oder stellt gar "Forderungen" oder "bestimmt die Marschroute" (so klingt es ein bisschen bei Euch). Diese Vereinbarung ist sicher nicht für jede Familie geeignet, aber ich weiß, dass das bei manchen durchaus gut funktioniert. Vielleicht auch bei Euch?

LG
Julia
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Ivana B-G
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Ivana B-G »

Liebe Julia,

bzgl. meines Mannes hast du sicherlich Recht und ich würde mir auch wünschen, dass die ganze Sache etwas lockerer wäre, ist sie aber nicht und wird wahrscheinlich auch nicht besser werden. Das ist eine lange und komplizierte Geschichte, die ich euch hier ersparen will - glaubt mir einfach wenn ich euch sage, dass ich meinen Mann liebe, auch wenn er einen wirklich schweren Charakter hat... :)

Heute Morgen war ich wieder ein nervliches Wrack! Jedes Mal wenn es zur Frau Dr. zum Wiegen geht....dass eine Mutter ein nicht wirklich "erfolgreiches" Stillen so psychisch fertigmachen kann, ist wirklich ein Wahnsinn - ich hoffe, dass es anderen Teilzeit-Still-Mamas damit besser geht als mir. Für mich persönlich und die Situation zu Hause wäre Abstillen sicherlich die bessere Lösung, ABER ich will meinem Kind nichts Wichtiges, das sie aus der MuMi bekommt, vorenthalten und auch nicht die Nähe und Geborgenheit und das ist es letzten Endes, was mich beim Stillen hält! Wären da nicht diese ständigen Selbstzweifel, die Schuldgefühle und die gemeinen Kommentare meiner...Mutter... :roll: Ich bemühe mich täglich das Positive vor Augen zu halten, wie du es mir auch oben schon geschrieben hast: ich bin eine Mama, die weiß wie wichtig (auch Teil-)Stillen für ihr Kind ist, und deshalb bemühe ich mich täglich unsere Stillbeziehung aufrecht zu erhalten.
Sorry, dass ich dich und die anderen LeserInnen mit meinem ewigen Gejammer auf den Wecker gehe, aber ich hab' sonst niemanden, mit dem ich darüber reden kann und der auch versteht, warum mir das Stillen so wichtig ist. Danke also noch einmal an euch alle! :!:

Also nun zu den neuen Gewichtsdaten:
01.10: 3340gr (KiÄ) 54cm Körperlänge
08.10: 3650gr (Stillambulanz)
18.10: 3900gr (KiÄ) 56,5cm Körperlänge
jeweils bei einer Zufüttermenge von 360-400ml pro Tag

Ist die Zunahme ok? Ich würde ihr vielleicht noch etwas mehr Pre-Milch anbieten, aber wie eben vorhin hat sie trotz Angebot nur 50ml zusätzlich getrunken. Das Mäuschen ist anscheinend nicht zum Pummelchen geboren, sondern ist eher ein großes und schlankes Mädl. Hast du vielleicht irgendwo relevante Perzentillen wo ich unsere Daten vergleichen könnte? ich habe keine Ahnung auf welcher Ebene sich das Mäuschen hinbewegt und ob die Kurve auch in Ordnung ist.

LG,
Ivana
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Ivana B-G
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Ivana B-G »

Ach ja, zur Frage "wie oft ist ständig?": Wir haben täglich mindestens 12 Stillmahlzeiten, wobei die Zahl meistens um einiges höher ist.
jusl
Jusl Almighty
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von jusl »

2.9.: 3165g (geburtsgewicht)
5.9.: 2830g (niedrigstes Gewicht)
10.9.: 2920g (bei Kia mit 50ml zufüttern)
13.9.: 2940g (bei Kia mit 50ml zufüttern täglich)
18.9.: 3078g (Stillambulanz mit 180ml zufüttern)
24.9.: 3280g (Kia mit ca. 230ml zufüttern)
01.10: 3340gr (KiÄ) 54cm Körperlänge, ab hier 360-400 ml Zufüttern
08.10: 3650gr (Stillambulanz)
18.10: 3900gr (KiÄ) 56,5cm Körperlänge


Ist die Zunahme ok? [...] Hast du vielleicht irgendwo relevante Perzentillen wo ich unsere Daten vergleichen könnte
Die WHO-Perzentilen sind hier im Stillforum oben verlinkt, schau mal dort. Ansonsten hilft Dir aber vielleicht folgender Hinweis:

In den letzten 2,5 Wochen lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei gut 220 g. Das ist ein vollkommen unauffälliger Wert (Quelle).
In den letzten 4 Wochen, seit dem Stillambulanztermin, lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme bei rund 200 g, ebenfalls VÖLLIG OK. Grund für ein Dasein als nervliches Wrack bieten diese Gewichtsdaten also definitiv nicht. ;-)

Ebensowenig lässt sich aus diesen Gewichtsdaten eine Indikation für die Erhöhung der Zufüttermenge ableiten. Dein Baby ist offensichtlich super versorgt und gedeiht sehr gut mit der "50:50"-Mischung aus Muttermilch und Pre. Es wäre in der Tat schön, wenn Deine Familie diese Tatsache annehmen und Dich entsprechend weiterhin unterstützen könnte.

Zur Stillhäufigkeit: 12x in 24 Stunden ist normal. Wesentlich häufigere Mahlzeiten als ca 12 mal bringen oft keinen zusätzlichen "Nutzen" mehr (wie etwa bessere Gewichtszunahme oder zufriedeneres Baby oder so). Ein Zuviel kann auch quengelig machen. Schau einfach, womit es Euch am besten geht.

Für sinnvoll halte ich: Genauso weitermachen, bei maximal 400 ml zufüttern täglich bleiben, und weiterhin 1x wöchentlich das Gewicht dokumentieren (das kannst Du auch daheim mit einer guten Babywaage machen anstatt dafür extra zum Kia zu gehen).

LG
Julia
Wölkchen123
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Wölkchen123 »

Liebe Ivana,
Habe gerade Deinen Thread gelesen und möchte Dir einen solidarischen Drücker da lassen! Ich kann dich soooo gut verstehen, da ich vor einiger Zeit auch mit zu geringem Gewicht meines Babys, mit zu wenig Milch und dem, was das alles so mit sich zieht zu kämpfen hatte. Julia hat mir hier sehr gut geholfen (danke nochmal), und auch der Zuspruch durch die anderen hier im Forum hat gut getan. Daher möchte ich Dir auch ganz viel Mut machen. Was bei mir geholfen hat, war den immensen Druck von mir zu nehmen. Ich weiß, leichter gesagt... und aktiv hab ich den auch nicht von mir genommen sondern es passierte irgendwann ganz langsam. Dann konnte ich "plötzlich" auch mehr ml abpumpen und hatte viel mehr Milchspendereflexe beim Pumpen als davor.
Was mir auch geholfen hat, war mir meinen Partner "zur Brust zu nehmen"(was für ein Wortspiel) und ihm zu erklären, was das Stillen für mich bedeutet und wie sehr es mich belastet, damit Probleme zu haben und nicht optimal für unser Kind sorgen zu können. Und dass diese Belastung und meine Gefühlslage sich ja auch auf unser Kind auswirkt. (Ich hab so viel geheult in der Zeit :? ) Naja, und da habe ich ihm gebeten, dass er (auch zum Wohle unseres Kindes) mich so unterstützt, wie ich es brauche, dass er mit mir zusammen meiner mütterlichen Intuition vertrauen soll und mich so machen lassen soll wie ich möchte, weil ich das jetzt so brauche um eben als Mutter gut funktionieren zu können. Das hat er irgendwie verstanden, gottseidank und mich von da an immer gut unterstützt. Vielleicht kannst du ja so etwas in der Art auch mit Deinem Mann hin bekommen... Immerhin wird ja das Gewicht Eurer kleinen kontrolliert und es sieht ja soweit gut aus.

So, das waren meine Gedanken, ich hoffe, sie helfen Dir ein wenig. Das wichtigste ist jetzt, dass es Dir wieder gut geht und damit auch Eurer Maus. Ich wünsche euch alles Gute!!!
Liebe Grüße vom Wölkchen mit Sohn *04/12 und Tochter *10/14
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kamala
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von kamala »

Ich will mich da gleich mal anschließen und auch ordentlich Respekt dalassen! Es ist doch großartig, dass Dein Baby gedeiht und Du siehst, dass es sich lohnt so zu kämpfen. Du tust etwas Wunderbares für Dein Baby. Ich wünsche Dir, dass Dein Mann dich voll und ganz unterstützt, vielleicht kann er das besser, wenn er sieht, dass sich Euer Baby gut entwickelt.
Und jammern muss echt mal erlaubt sein!
Kamala mit Tochter 04/12 und Sohn 12/14 und Tochter 07/18
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Ivana B-G
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Ivana B-G »

uh, danke! *riesenumarmung*

Die letzten 2 Tage geht es uns relativ gut: ich bin gelassener, ich habe mir meinen Mann erneut "zur Brust genommen" und wenn meine Mutter nervt, gehe ich einfach in unser Schlafzimmer - Geschichte fertig! :D Ich habe auch innerlich etwas losgelassen und hoffe wirklich, dass sich dieses gute Gefühl noch eine ganze Weile hält. Mein Plan nämlich es bis zur Beikost zu schaffen steht! Was meinst du, Julia, wäre mein Töchterchen eventuell eine Kandidatin für etwas früheren Beikoststart mit gezielt kalorienreicheren Lebensmitteln?

Morgen sind wir wieder in der Stillambulanz und ich hoffe, dass wir nun endlich (!) die 4-Kilo-Marke überschreiten. Müsste eigentlich klappen, wenn sie weiterhin so brav zunimmt wie bisher. Danke hier nochmal für das Nachrechnen der durchschnittlichen Gewichtszunahme. Wenn ich dieser Tage meine, die Kleine sei quengelig, weil sie Hunger hat, gebe ich ihr noch zusätzlich Pre-Milch - meistens jedoch überrascht sie mich damit, dass sie das meiste im BES lässt, weil sie etwa doch "nur" müde war, Bauchweh hatte oder sonst etwas war. Und falls sie es dennoch trinken würde - naja, auch gut, war das Kind halt hungrig und hungrige Babys soll man ja füttern! :lol:

Julia, danke für deine Erklärung bzgl. der Milchbildung weiter oben im Thread. Ich verstehe zwar die Theorie, aber die Praxis scheint mir da einen Trick zu spielen. :? Wenn es wirklich nur ein Paar Tropfen bis Esslöffel sind, die dazwischen gebildet werden, wieso wird dann beim nächsten MSR dennoch um soviel mehr Milch gebildet, als wenn man kurz davor gestillt hätte. Verstehst du meine Frage? Oder anders, wieso weiß die Brust, dass ein MSR schon länger her war und warum bildet sie dann entsprechend mehr Milch - oder hat das die Forschung einfach noch nicht raus? und eine weitere Frage: sind 5-20ml beim Abpumpen auch dann noch ein Anzeichen für einen fehlenden MSR, wenn man so wie ich zu wenig Drüsengewebe hat? Ich habe die letzten Paar Tage gemerkt, dass mein MSR sehr leicht blockiert wird - wenn meine Maus und ich nämlich in aller Ruhe stillen, dann trinkt sie zuerst die Paar Schluck, dann kommt mal ein kurzer aber relativ starker MSR und DANN höre ich sie noch ein Weilchen ganz ruhig und genüsslich Schlucken - aber eben DIESES Schlucken, diese Milch besser gesagt, habe ich beim Abpumpen sicherlich NIE zu Gesicht bekommen. Wenn sie so gut zunimmt, bei eben nur max. 400ml Pre, MUSS der Rest ja aus meiner Brust kommen...und das macht mich wahnsinnig stolz, auch wenn es kein Vollstillen ist. :bravo

Ich weiß, ich schreibe heute etwas wirr durcheinander, aber ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel.

LG, Ivana
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Ivana B-G
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Ivana B-G »

Hm, naja, das Wiegen in der Stillambulanz hätte besser ausfallen können: 3950g.

Die Stillberaterin ist überhaupt nicht unzufrieden, sie meinte, das Mäuschen nimmt halt in ihrem Tempo zu - und nicht jeder kann ein Wonneproppen sein. da hat sie wohl recht, dennoch hatte ich mir mehr erhofft.

Zugegeben, die letzten Paar Tage hat sie weniger zwischen den BES-Mahlzeiten gestillt, dafür war sie unruhiger und hatte häufiger Stuhlgang. Kann das an der Rotavirus-Impfung liegen, die sie bei der KiÄ bekommen hat? Sie hat die Tage auch etwas weniger Pre getrunken. Vielleicht sollte ich doch etwas vorsichtiger sein. :? Sie bewegt sich zwar brav auf ihrer Perzentille, aber...der kleine Wurm der Ungewissheit und Sorge kommt dennoch immer wieder hoch.

Ich hab' sie jetzt mal wieder angelegt und da schläft sie nun tief und fest.

Ich hab' natürlich auch ihre Daten mit denen meiner anderen zwei Kinder verglichen: diese hatten viel schneller an Gewicht zugelegt, sie wurden aber auch mehr zugefüttert; aber keiner ist so in die Länge geschossen wie sie jetzt - seit der Geburt vor sieben Wochen schon 7cm!

Wie auch immer, in zwei Wochen haben wir wieder einen Wiegetermin in der Ambulanz und ich hoffe, dass sie weiterhin brav auf ihrer Kurve zunimmt.
jusl
Jusl Almighty
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von jusl »

Ein einzelner Messwert sagt nichts aus - deshalb ja hier immer: Sorgfältig und kontinuierlich messen, mit guter Methodik. Nur dann sind die Messwerte wirklich aussagekräftig.
Insgesamt ist Eure Entwicklung doch total erfreulich. Und bei Zufütter- bzw. Reduktionsgeschichten ist es IMMER sinnvoll, die Gewichtsentwicklung sorgfältig im Auge zu behalten. Alle 2 Wochen ist ein recht großer Wiegeabstand, denn auf diese Weise dauert es minimum 6-8 Wochen, um die Daten wirklich aussagekräftig interpretieren zu können. (Was methodisch durchaus OK ist, aber manche Mütter möchten einfach nicht gern so lange warten...).
Ausführliche Info dazu findest Du in unserer Grundinfo Gedeihen und Gewichtsentwicklung.

Also weiterhin Kopf hoch und LG
Julia
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Ivana B-G
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Re: Stillprobleme ...zum Dritten!

Beitrag von Ivana B-G »

hmmm, die letzten zwei Tage waren seeehr schwierig: Sie mag nicht stillen, auch nicht mit BES und Flaschi mag sie auch nicht. Sie spuckt sehr viel, weint, schreit den Busen an, will auch keinen Schnulli....irgendwie sind wir beide durch den Wind! :?
Sie hat kein Fieber, kein Durchfall, sie pupst sehr viel. Ich kann keine weißen Flecken im Mund erkennen.

Ich bin echt total verunsichert und kurz davor ihr die Brust gar nicht mehr anzubieten, so frustrierend ist die Situation gerade. Was hat sie denn? Ich weiß auch gar nicht mehr wie viel sie nun von welcher Quelle trinkt - aber nasse Windeln hat sie ausreichend.

Schade, dass es diese großen Aufs und Abs bei uns gibt. Kaum geht es relativ gut, kommt wieder was dazwischen. ....durchhalten!
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