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Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 14:01
von blueberry
kann sein, dass Du das dann nicht öffentlich posten darfst. Vielleicht darfst Du "private Kopien" Deines Papas an einzelne weitergeben per Mail, das ist glaub dann ein Graubereich...
Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 15:07
von greenie bird
ja, so habe ich das mit der flaschenfütterung auch verstanden und meiner Freundin erklärt, die dachte, dass ihre Tochter noch im KH so einen Hunger hatte, dass sie sogar so viel Wasser aus Flaschen getrunken hat. Es ist eben ein SaugREFLEX.
ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 21:00
von jumia
So, nachdem es auf einer öffentlichen Zeitschrift stammt, poste ich es mal unter Angabe der Quelle. Solle das nicht erlaubt sein, bitte einfach löschen.
Brust hält schlank, Flasche macht dick
Wie sich das Gewicht von Säuglingen im ersten Lebensjahr entwickelt, hängt nicht nur davon ab, ob sie Muttermilch oder Ersatzmilch erhalten. Wichtig scheint vielmehr zu sein, ob der nährende Saft aus Brust oder Flasche fließt. Denn selbst Muttermilch kann laut Ergebnissen einer Studie dick machen, wenn sie im Fläschchen angeboten wird.
Wissenschaftler des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) beobachteten die Gewichtsentwicklung von 1899 Säuglingen. Kinder, die nur die Flasche erhielten, legten deutlich mehr an Gewicht zu. Die im Vergleich mit den Brustgestillten überschüssige Gewichtszunahme betrug für Formulamilch 71 g und für abgefüllte Muttermilch 89 g pro Monat.
publiziert am: 18.6.2012 12:00 Quelle: MMW - Fortschritte der Medizin 2012; 154 (11): 1
Warum das Fläschchen dick macht
Gestillte Kinder werden nicht so häufig übergewichtig wie Flaschenkinder. Ob dies an der Zusammensetzung der Muttermilch oder aber am fehlenden Saugen an der Brust liegt, war bisher nicht bekannt. Eine US-amerikanische Studie bringt überraschende Details ans Licht.
Werden Babys gestillt, so bestimmen sie von Anfang an selbst, wie viel Milch sie zu sich nehmen. Sie melden sich, wenn sie Hunger haben und beenden das Trinken, wenn sie satt sind. Können sie deshalb ihre Nahrungszufuhr besser kontrollieren als mit dem Fläschchen ernährte Kinder? Liegt es also am Stillvorgang selbst, dass gestillte Kinder ein geringeres Risiko haben, dick zu werden, als Flaschenkinder? Eine Antwort auf diese Fragen suchten US-amerikanische Wissenschaftler. Sie werteten Daten von 1.250 Babys aus, die mit ihren Eltern an einer von der US Food and Drug Administration und den Centers for Disease Control and Prevention durchgeführten longitudinalen Studie zur Ernährung von Babys teilgenommen hatten. Dabei hatten die Eltern im ersten Lebensjahr ihrer Kinder monatlich Fragen zur Babyernährung beantwortet.
An der Information, ob die Kinder ihre Milchflasche oder -Tasse im zweiten Lebenshalbjahr meist vollständig leerten oder nicht, machten die Wissenschaftler fest, ob die Kinder gelernt hatten, die Milchaufnahme selbst zu regulieren. Sie unterschieden zwischen in den ersten sechs Lebensmonaten vorwiegend gestillten Kindern, Babys, die hauptsächlich abgepumpte Muttermilch tranken, Babys, die Säuglingsmilch bekamen und Kindern, die andere Milch zu sich nahmen. Das Ergebnis war deutlich: Während nur 27% der Kinder, die ausschließlich gestillt worden waren, ihre Flasche im zweiten Lebenshalbjahr vollständig leerten, taten dies 68% der nur mit der Flasche gefütterten Säuglinge. Auch über die Hälfte der Kinder, die sowohl aus der Flasche als auch an der Brust getrunken hatten, ließ keine Reste übrig. Dabei machte es keinen Unterschied, welche Art von Milch sich in der Flasche befand.
Stillen fördere also die Selbstregulation der Kinder, schließen die Autoren aus ihren Ergebnissen. Dafür gebe es mehrere mögliche Gründe: Zum einen übernehme bei Flaschennahrung meist die Mutter die Kontrolle über Beginn, Ende und Menge der Nahrungsaufnahme, während dies gestillten Kindern eher selbst überlassen sei. Außerdem könnten die Kinder durch ihre Saugweise an der Brust den Milchfluss beeinflussen, was ebenso die Selbstregulation schulen könne. Zusätzlich variiere die Milchzusammensetzung während einer Stillmahlzeit. So steige zum Beispiel der Fettgehalt gegen Ende der Mahlzeit an, was den Kindern möglicherweise ein Zeichen gebe, diese abzuschließen.
publiziert am: 16.6.2010 10:00 Quelle: Li R et al. Do infants fed from bottles lack self-regulation of milk intake compared with directly breastfed infants? Pediatrics 2010; 125: e1386–93
Das entspricht ja dem, was Blueberry geschrieben hat.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 21:04
von greenie bird
Danke für's abtippen

Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 21:26
von Sycorax
Meine Schwägerin hat zwei Kinder gestillt. Beides waren total fette und schwere Stillkinder. Sie hat tagsüber alle drei Stunden 15 Minuten gestillt, nachts schliefen die Kinder beide durch. Der Kinderarzt riet bei beiden Kindern zum frühen Abstillen und Umsteigen auf Kunstmilch wegen des hohen Gewichts. Beim zweiten Kind klappte das aber nicht, es wollte nichts als stillen. Mit elf Monaten hat sie dann Fingerfood genommen und mit 12 Monaten war von jetzt auf gleich Schluss mit dem Stillen. Meine Schwägerin hat das Abstillen aber sehr aktiv voran getrieben.
Jedenfalls sind die Kinder heute fast sieben und fast vier und beide sehr schlank.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 21:28
von greenie bird
Sycorax hat geschrieben:Meine Schwägerin hat zwei Kinder gestillt. Beides waren total fette und schwere Stillkinder. Sie hat tagsüber alle drei Stunden 15 Minuten gestillt, nachts schliefen die Kinder beide durch. Der Kinderarzt riet bei beiden Kindern zum frühen Abstillen und Umsteigen auf Kunstmilch wegen des hohen Gewichts. Beim zweiten Kind klappte das aber nicht, es wollte nichts als stillen. Mit elf Monaten hat sie dann Fingerfood genommen und mit 12 Monaten war von jetzt auf gleich Schluss mit dem Stillen. Meine Schwägerin hat das Abstillen aber sehr aktiv voran getrieben.
Jedenfalls sind die Kinder heute fast sieben und fast vier und beide sehr schlank.
ja eben, es ging ja nicht um 'dicke' stillkinder sondern um die art der fütterung, egal ob mumi oder pulver.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 21:56
von Sycorax
greenie bird hat geschrieben:Sycorax hat geschrieben:Meine Schwägerin hat zwei Kinder gestillt. Beides waren total fette und schwere Stillkinder. Sie hat tagsüber alle drei Stunden 15 Minuten gestillt, nachts schliefen die Kinder beide durch. Der Kinderarzt riet bei beiden Kindern zum frühen Abstillen und Umsteigen auf Kunstmilch wegen des hohen Gewichts. Beim zweiten Kind klappte das aber nicht, es wollte nichts als stillen. Mit elf Monaten hat sie dann Fingerfood genommen und mit 12 Monaten war von jetzt auf gleich Schluss mit dem Stillen. Meine Schwägerin hat das Abstillen aber sehr aktiv voran getrieben.
Jedenfalls sind die Kinder heute fast sieben und fast vier und beide sehr schlank.
ja eben, es ging ja nicht um 'dicke' stillkinder sondern um die art der fütterung, egal ob mumi oder pulver.
Ich bezog mich auf die Frage in der Überschrift bzw. das Ausgangspost und beschrieb daher zwei "dicke"
Stillkinder.
Diese beiden tranken eben nicht übermäßig lange und oft an der Brust, schienen in dieser Zeit aber eine Menge Kalorien zu sich nehmen zu können. Ich erinnere mich an meine Nichte, die wog mit 10 Monaten 13 kg.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 22:00
von youtee
Ich kenne aktuell ein Vollstillkind, das mit 8 Monaten 13 kg wiegt. Ich bin gespannt, wie es bei ihm weitergeht.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 22:20
von Petra40
blueberry hat geschrieben:Naja, bei per Flasche gefütterter MuMi entfallen ja die ganzen Steuermechanismen, die das Kind normalerweise hat. Ich kann mir das schon gut vorstellen.
Mir wurde auf einer Fortbildung erklärt, dass der Mechanismus beim Flaschefüttern (vor allem dem noch sehr jungen Baby) kaum eine Chance lässt, die Flasche NICHT auszutrinken:
1. Der Flaschensauger wird vom Fütternden in den Babymund gesteckt (es muss den Sauger nicht wie die BW aktiv einsaugen).
2. Der harte Reiz am Gaumen löst unwillkürlich den Saugreflex aus so dass
3. das Baby saugt.
4. Dadurch kommt IMMER Milch aus der Flasche, solange, bis sie leer ist.
5. Das Baby MUSS die Milch schlucken, da (und hier kommt die Art des Haltens ins Spiel) die meisten Menschen ein Baby so halten, dass es tendenziell auf dem Rücken liegt: will das Baby nicht ersticken(!) muss es schlucken!
Das sind ja tatsächlich sehr interessante Ergebnisse. Eigentlich müssten als Konsequenz hieraus unbedingt Mütter, die - eventuell ja auch unfreiwillig - mit der Flasche füttern, darüber informiert werden, was sie beachten sollten, damit es nicht zu diesen Reaktionen des Kindes kommt. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass dies möglich ist: Meine Zwillinge habe ich sieben Monate lang beide pumpgestillt, das eine Mädchen dann noch ein weiteres Jahr, während das andere dann noch die Umstellung zur Brust geschafft hat. Beide haben eigentlich nie ihre Flaschen leergetrunken und liegen gewichtsmäßig im (unteren) mittleren Bereich. Ich habe mich beim Flaschegeben immer ganz bewusst am Stillen orientiert.
Re: Zu fette Muttermilch - Gibt es das wirklich?
Verfasst: 18.07.2012, 23:12
von 4tiere
Das ist super spannend alles! Aber was ist mit den "brustgefütterten" Babys? Wo finde ich dazu Hinweise, dass die nicht zu dick werden können?