Re: Der ewige Ferber
Verfasst: 09.07.2012, 22:29
Vielleicht eine Expertenantwort auf die Verwöhnangst vieler Schreienlasser. Der Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie in der Kinderklinik der LMU München plädiert fürs Familienbett.
Hier ein Zitat aus einem Zeitartikel:
"In Deutschland gelten nur 55 bis 65 Prozent aller Kinder als sicher gebunden. Für Brisch hängt das durchaus mit der typisch deutschen Angst zusammen, das Kind zu sehr zu verwöhnen. Nirgendwo sonst sei diese Angst so tief verwurzelt wie in Deutschland. Bei seinen Vorträgen regt sich nicht selten Widerstand im Publikum, wenn Brisch dafür plädiert, Babys mit im Bett der Eltern schlafen zu lassen und sie nicht unnötig lange weinen zu lassen, ihre Frustrationstoleranz nicht übermäßig zu strapazieren. Muss denn das Baby nicht auch mal Grenzen gesetzt bekommen und lernen, mit Enttäuschung und Zurückweisung zu leben? Müssen nicht auch Mütter und Väter an ihre eigenen Bedürfnisse denken? Und sagen nicht die Großeltern immer wieder: Lass die Kleine ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen!
»Das Schreien ist der einzige Notruf des Kindes! Kinder brauchen feinfühlige Antworten auf ihre Bedürfnisse. Das hat nichts mit Verwöhnen zu tun – das ist Erste Hilfe«, predigt Brisch. »Wenn auf das Weinen eines Babys nicht reagiert wird, schwächt das sein Urvertrauen in die engsten Bindungspersonen.« Die Tendenz, Kinder früh »abzuhärten«, kenne er in dieser Form aus anderen Ländern nicht. In Südamerika sei es selbstverständlich, dass Kinder mit im Zimmer der Eltern schlafen."
http://www.zeit.de/2012/25/Fruehkindlic ... ng/seite-1
Der Artikel ist zum Thema Bindung und wie sich diese auf unser Leben ausprägt. Ich habe mich spontan daran erinnert, als ich diese Diskussion hier gelesen habe. Vielleicht hilft das ja, zu überzeugen.
lg
Jol
Hier ein Zitat aus einem Zeitartikel:
"In Deutschland gelten nur 55 bis 65 Prozent aller Kinder als sicher gebunden. Für Brisch hängt das durchaus mit der typisch deutschen Angst zusammen, das Kind zu sehr zu verwöhnen. Nirgendwo sonst sei diese Angst so tief verwurzelt wie in Deutschland. Bei seinen Vorträgen regt sich nicht selten Widerstand im Publikum, wenn Brisch dafür plädiert, Babys mit im Bett der Eltern schlafen zu lassen und sie nicht unnötig lange weinen zu lassen, ihre Frustrationstoleranz nicht übermäßig zu strapazieren. Muss denn das Baby nicht auch mal Grenzen gesetzt bekommen und lernen, mit Enttäuschung und Zurückweisung zu leben? Müssen nicht auch Mütter und Väter an ihre eigenen Bedürfnisse denken? Und sagen nicht die Großeltern immer wieder: Lass die Kleine ruhig mal schreien, das stärkt die Lungen!
»Das Schreien ist der einzige Notruf des Kindes! Kinder brauchen feinfühlige Antworten auf ihre Bedürfnisse. Das hat nichts mit Verwöhnen zu tun – das ist Erste Hilfe«, predigt Brisch. »Wenn auf das Weinen eines Babys nicht reagiert wird, schwächt das sein Urvertrauen in die engsten Bindungspersonen.« Die Tendenz, Kinder früh »abzuhärten«, kenne er in dieser Form aus anderen Ländern nicht. In Südamerika sei es selbstverständlich, dass Kinder mit im Zimmer der Eltern schlafen."
http://www.zeit.de/2012/25/Fruehkindlic ... ng/seite-1
Der Artikel ist zum Thema Bindung und wie sich diese auf unser Leben ausprägt. Ich habe mich spontan daran erinnert, als ich diese Diskussion hier gelesen habe. Vielleicht hilft das ja, zu überzeugen.
lg
Jol