Ich war hier in der Uni-Klinik.
Das Stillmanagement auf der Wöchnerinnenstation war ok.
Aber das auf der Kinderstation war unter aller Sau. ich habe auch "Es komt ja eh fast nix" hören müssen, von einer ganz jungen Schwester, die auch sonst gerne veraltetes Lehrbuchwissen runter ratterte.
Ein Kommentar über die Menge kam jedes Mal beim Stillen oder spätestens beim Wiegen danach, auch gerne "Ich mach schonmal das Fläschchen warm!"
Das macht ner jungen Mami Mut, oder?!
Gut, dass ich es besser wusste und die Ohren auf Durchzug stellte.
Mausl musste jede Mahlzeit 50 ml trinken. Wenn ich das nicht brachte (oh Wunder!), wurde mit Primergen nachgefüttert, bzw. das abgepumpte Kolostrum aufgefüllt.
Die Kleinen wurden so in einen 4-Stunden Rythmus gepresst. Als ich mal stillte, musste ich mir anhören, die Kleine wäre doch erst um 17 Uhr wieder dran. Dabei trank sie gerad seelig.
Mausl lag leider am Monitor und ich bettlägerig auf der Wöchnerinnen, ich konnte also nicht wie eine Löwin dazwischen springen, aber unsere Stillbeziehung hat es Gott sei Dank unbeschadet überstanden.
Toll, war der Moment, als ich Mausl nach dem Milcheinschuss das erste Mal stillte und ich nach dem Wiegen auf den Flur trat und ganz stolz "Fünfzig Milliliter!" sagte und die Schwester nichts mehr entgegnen konnte.
Es gab auch eine kompetente Schwester, die hatte selbst zwei Kinder gestillt.
Ärzte bekam ich wegen Feierteig kaum welche zu Gesicht und meine Hebamme hab ich auf der Staion auch nich wiedergesehen.
Eine Stillberaterin AFS , mit der später sprach, schlug die Hände überm Kopf zusammen. Sie hatte das Personal vor zwei Jhren geschult, aber es ist wohl kaum was hängen geblieben. Scheinbar sieht das Stillmanagement eine regelmäßige Nachschulung nicht vor.
Da es nicht unsere Wunschklinik war, hab ich mich damit nicht auseinander gesetzt. Ich hatte aber Gott sei Dank die besagte Stillberaterin, meine (Langzeit) stillende Nachsorhebi und euch.
Aber leider ist nicht jede Mama so gut abgesichert und aufgeklärt.
