Einschlafen bei Papa...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Benutzeravatar
posy
Mod a.D.
Beiträge: 17763
Registriert: 15.10.2007, 20:28
Wohnort: Berlin

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von posy »

Ich denke, Kinsale hat Recht: Es ist nicht allein Gewöhnung. Bei machen Kindern geht es wahrscheinlich tatsächlich nicht. Der eigene Leidensdruck ist aber auch ein Schlüsselwort. Bitte, denkt auch an Euch - beim Schlafen, den Alltag bewältigen, ... sonst brennt man schnell aus. Das erste Jahr mit Kind IST einfach anstrengend.

Bienenmeister: Ich glaube, dein Mann und du habt Redebedarf. Verständlich, dass er sich nicht völlig aufgeben will. Da musst du möglicherweise seine Grenzen akzeptieren.
Schade, dass er nicht tragen mag. Vielleicht ist Tuch nix für ihn, aber ein Mei Tai oder Bondolino eher? Oder ist ihm das zu viel Nähe?

@all: Ihr wisst ja: Es gibt (leider) nicht den ultimativen Tipp oder Weg. Aber Ihr kennt Eure Kinder am besten und wisst, was ihen gut tut. Aber schaut auch darauf, dass es Ihr Euch gut tut...
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Benutzeravatar
Kinsale
ModTeam-Trageberatung
Beiträge: 7558
Registriert: 26.10.2010, 19:12

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von Kinsale »

Da unterschreibe ich nochmal bei Posy!

Für mich war es auch ganz wichtig, wenigstens "Inseln" zu haben. Ich bin eigentlich jemand, der ab und an Zeit für sich und in Ruhe braucht. Dementsprechend schwer ist es mir manchmal gefallen immer ein Kind an mir kleben zu haben.
Bei uns hat der Papa auch nicht mit Tuch getragen (ich habe im blöderweise mal ein YT-Video gezeigt, wie jemand ein Kind schwungvoll auf den Rücken brachte. Da war er der Überzeugung, das Kind MUSS da rausfallen und hat bei jedem einbinden das schlimmste befürchtet :roll:) Aber mit MT hat er es gern gemacht, obwohl ich ihm den komischerweise immer binden musste. So gingen die beiden auch mal eine Runde alleine los, das hat mir gut getan.

Ich finde auch nicht, dass Dein Mann, Bienenmeister, "sich aufgeben" soll. Du aber auch nicht. Es wäre schön, wenn ihr einen gemeinsamen Weg finden könntet, der es Dir ermöglicht auch mal abzugeben und ihm, seinen Sohn so zu akzeptieren
wie er ist und eben das beste draus zu machen. Gemeinsam ist das viel leichter!
Vielleicht findet ihr ja einen Weg, wie Dein Mann auf seine Art, aber ohne das der Kleine drunter leidet (im Sinne von schreien müssen im KiWa) solche "Inseln" für Dich schaffen könnte. Vielleicht kann er den kleinen einfach auf dem Arm herumtragen, sie können das Bücherregal bestaunen (das ist in dem Alter doch so toll, oder?) oder einfach aus dem Fenster schauen. Und Du kannst ausruhen in der Zeit- mach das aber auch!! Wenn Du irgendwann zusammen klappst hat Dein Söhnchen da auch nichts davon!
Alles Liebe! Es IST einfach anstrengend, im Nachhinein frage ich mich manchmal wie das ging...
(und hoffe, dass in meinem Bauch dieses Mal jemand ist, den man einfach mal kurz ablegen kann :wink: )
Benutzeravatar
posy
Mod a.D.
Beiträge: 17763
Registriert: 15.10.2007, 20:28
Wohnort: Berlin

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von posy »

Kinsale hat geschrieben:Es IST einfach anstrengend, im Nachhinein frage ich mich manchmal wie das ging...
(und hoffe, dass in meinem Bauch dieses Mal jemand ist, den man einfach mal kurz ablegen kann :wink: )
Etwas OT: Bei zweiten Kindern ist alles anders! Unser zweites hat sich gern allein beschäftigt, ewig lang Spielzeuge untersucht - undenkbar bei der Großen!
Es ist also alles möglich! :mrgreen:
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Mauserl
hat viel zu erzählen
Beiträge: 222
Registriert: 18.11.2011, 20:11
Wohnort: Österreich

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von Mauserl »

Bienenmeister: Für meinen Mann war der Einstieg ins Tragen der Sling, er hat am Anfang auf dem Arm getragen und wollte nichts anderes probieren. Die Maus wurde aber immer schwerer und deshalb wollte er den Sling doch mal probieren. Er war zwar leider nicht gut angelegt, ich habs aber hingenommen (wenn ich an ihm rumgemäkelt hätte, hätte er bestimmt sofort wieder aufgehört) und eine Trageberatung vereinbart, bei der er anwesend war. Von der TB hat er angenommen, dass die Haltung der Maus so wie er sie im Sling hatte nicht korrekt war, von mir nicht...

Bei der TB probierte er mehrere Tragehilfen, er mochte den Didytai und das Buzzidil gern. Im Endeffekt hat er sich für das Buzzidil entschieden, das er jetzt auch ganz von selbst zu jedem Ausflug mitschleppt, falls die Maus getragen werden will.

Vielleicht kommt dein Mann mit dem Didytai auch zurecht, wenn du ihn ohnehin für dich kaufst? (Wir hätten beide TH kaufen müssen, deswegen durfte mein Mann wählen.)
Lg von Mauserl

mit großem (03) und kleinem (11) Herbstkind
Benutzeravatar
fruba
ModTeam-Trageberatung
Beiträge: 7643
Registriert: 08.02.2009, 11:18

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von fruba »

Nur kurz, hier ist das entscheidende ob noch gestillt wird oder nicht.

Ich glaube es würde nie klappen wenn ich mit dem Kind wie Mami ins Bett liegen würde :wink: ich würde auch nicht das ins Bett bringen in den Vordergrund stellen. Ich gehe einfach mit Kind im TT oder Sling spazieren, dann kann das Kind einschalfen oder nicht ist doch eingentlich auch egal. Falls es schläft setze ich mich hin und kuschel noch etwas. Der kleine Mann wird noch gestillt und wir schaffen es daher nicht soo furchtbar lange ohne Mami, zumal ich dann ja auch noch die Große versorgen muss. Hier kommt es auch nur selten vor das meine Frau weg ist, das letzte mal hat es aber super geklappt. Wir haben in der Zeit Tandem getragen, zu dritt im Bett gelegen und Bücher angeschaut (macht der kleine Mann sonst nie freiwillig) u.s.w. es ist deutlich besser gelaufen als wenn wir beide da sind, aber das kommt halt vo :? :roll:

Ich habe gemerkt das wichtigste ist ruhig zu bleiben wenn das Kind anfängt unruhig zu werden oder zu schreien. Sich für eine Sache entscheiden (hier TT oder Sling) und möglichst lange dabei zu bleiben. Eben wie ein alter Baum oder so, es bringt nichts dann vor lauter Panik das Kind auszubinden und hinzulegen,... da schreit es hier zu mindest noch mehr. Gleichzeitig muss man halt erkennen wann die Grenze vorbei ist und das Kind wirklich Mama braucht.

Ich würde nicht unbedingt abends das einschlafen üben sondern den Mann einfach mal Tagsüber alleine das Kind tragen/scheiben etc. lassen damit die eine ganz gute Beziehung aufbauen können. Ich merke wie sich der kleine Mann einfach freut wenn er mal was mit mir alleine macht. Er wird dann auch sonst etwas ausgeglichener und schmust sich gnaz goldig an wenn er bei mir am Arm ist.
Glücklich mit drei Kindern 2009, 2011 und 2016.

Hoffnung und Zuversicht verstecken sich manchmal wie die Sonne hinter einem Berg - und obwohl man sie nicht sieht, trotzdem ist es hell.
Benutzeravatar
Sakura
Miss SuTiversum
Beiträge: 16267
Registriert: 01.05.2011, 19:17
Wohnort: MEI

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von Sakura »

@ bienenmeister: mein kind war in dem alter genauso. sie hat nur auf/an mir geschlafen. fußball habe ich im ganzen ersten jahr nicht geschaut, und habe auch im ganzen ersten jahr abends nichts unternehmen können *schulterzuck*. erst, weil sie abends immer gebrüllt hat, dann, weil sie halbstündlich wach wurde, und sich nur von mir hat beruhigen lassen, und jetzt, weil sie relativ spät ins bett geht und dann zwei stunden später wieder wach wird. meine güte, ist halt so. dein kind ist noch klein. irgendwann wird es besser.

zum thema rücken: da würde ich dir dringend eine andere trageweise oder eine andere tragehilfe empfehlen. bondolino auf dem rücken sieht verboten aus, aber wäre vielleicht einen versuch wert, da das gewicht dann gut aufs becken abgeleitet wird. und wenn dein kind dann größer wird manduca. evtl. könntest du auch einen luemai oder milamai probieren, der passt jetzt schon und das gewicht wird gut auf das becken abgeleitet.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Benutzeravatar
posy
Mod a.D.
Beiträge: 17763
Registriert: 15.10.2007, 20:28
Wohnort: Berlin

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von posy »

Beim Stichwort Bondolino muss ich widersprechen. Warum sieht denn das Tragen mit dem Bondo auf dem Rücken verboten aus?
Ich persönlich denke, dass das Rückenteil ganz schnell zu kurz wird, aber das ist ja eine andere Frage. Prinzipiell spricht nichts dagegen. :wink:
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Benutzeravatar
Kinsale
ModTeam-Trageberatung
Beiträge: 7558
Registriert: 26.10.2010, 19:12

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von Kinsale »

posy hat geschrieben:
Kinsale hat geschrieben:Es IST einfach anstrengend, im Nachhinein frage ich mich manchmal wie das ging...
(und hoffe, dass in meinem Bauch dieses Mal jemand ist, den man einfach mal kurz ablegen kann :wink: )
Etwas OT: Bei zweiten Kindern ist alles anders! Unser zweites hat sich gern allein beschäftigt, ewig lang Spielzeuge untersucht - undenkbar bei der Großen!
Es ist also alles möglich! :mrgreen:
:shock: Das wäre ja was! :mrgreen:
Benutzeravatar
malandrinha
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 363
Registriert: 10.02.2012, 22:22

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von malandrinha »

Zum Einschlafen beim Papa: Das hat bei uns beim Großen glaub' irgendwann im zweiten Lebenshalbjahr geklappt. Drauf gekommen, dass es klappen könnte, sind wir, weil der Papa ihn auch nachmittags schlafen legen konnte. Das ging aber wirklich auch erst nach 'ner Zeit, vorher schlief er nur im TT ein.
Malandrinha mit Großem (05/09), Kleinem (11/11) und ganz Kleiner (04/15).
Benutzeravatar
bienenmeister
Dipl.-SuT
Beiträge: 4987
Registriert: 31.07.2011, 00:06
Wohnort: Kagamiyama

Re: Einschlafen bei Papa...

Beitrag von bienenmeister »

Mmmh. Ich finde es reichlich kompliziert. Bei uns zumindest ist mit einer Trageberatung beim Mann nicht geholfen. Wir haben alles hier, Slings, Tücher, Didytai. Manduca erlaube ich nicht. Er KANN die WXT, es ist ihm nur zuviel Mühe, sie zu binden. Ich finde, irgendwann ist auch mal Schluss. Ich muss im Alltag auch Lösungen für meine Probleme finden, das geht mir eindeutig zu weit, weil der Herr zu faul ist, noch ne Trageberatung und noch ne TH hinterzuschieben. Ich finde, das ist ein Grundsatzproblem, und damit kommen wir zu dem, was ich ansprach, das AUFGEBEN.

Was ich mit aufgeben meine: Natürlich muss man aufgeben. Den inneren Widerstand. Den mein-Kind-muss-ruhig-im-Kiwa-liegen-damit-ich-das-und-das-machen-kann. Wenn mein Mann auf Arbeit ist, fällt es mir viel leichter aufzugeben. Ich fange an, MIT meinem Kind zu leben und nicht GEGEN mein Kind. Natürlich ärgert es mich, wenn mein Haar fettig ist und ich das Bedürfnis habe, baden zu gehen. Tja, mein Kind lässt sich kaum parken. Mein Mann würde an diesem Punkt kämpfen: "Er lässt sich nicht weglegen. Er schläft nicht. Er muss doch mal schlafen. Ich will baden, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr usw usw usw". Dann wird gemeckert und die Stimmung fällt ins Bodenlose. Meistens spitzt sich die Situation dann zu, wenn es nicht klappt, wie Herr will, wenn er anfängt Vermutungen aufzustellen, warum das Kind sich nicht weglegen lässt. Dann hätte das Baby Schmerzen. An dem Punkt kann ich dann nicht mehr. Deswegen mute ich mir viel zu viel zu. Ich nehm ihm das Kind immer und immer und immer wieder ab. Und mein Mann ist dankbar dafür, bewahrt es ihn doch dafür, Lösungen zu finden, für seine Probleme. Es bewahrt ihn davor, sich mal richtig Mühe zu geben.

Zurück zum Bad: Wenn ich Baby parke, dann muss ich im Eiltempo baden und habe immer ein Auge auf das Kind, wann die Stimmung kippt. Ich kann dann das Bad unmöglich genießen. Mein Mann verfällt in dieser Sitatution dem Gemecker. Ich gebe lieber den Wunsch auf, alleine Baden zu gehen. Ich habe angefangen, MIT meinem Kind zu baden. Ich balanciere ihn auf meinen Unterschenkeln (ich brauche keinen Rückbildungskurs :lol: ), während ich mir meine Haare mit Babyseife wasche. Das Kind quietscht vergnügt über die willkommene Abwechslung. Ganz großes Kino, wenn ich ihn mit der Brause abspritze. Ich nehme lieber das bisschen Seife in Kauf, oder das der kleine Mann mal unfreiwillig unter Wasser gerät, als immer in diesem Stress Katzenwäsche zu machen. Stress beim Kind weil geparkt, ich gestresst wegen dem Rabenmutter-Gefühl.

Mein Mann ist einfach (noch) nicht bereit, mal etwas so unkonventionelles zu wagen. Er wartet immer auf Gelegenheiten, unseren Sohn wegzulegen. Naja, die kommen dann halt nicht. Und dann gibts Knatsch.

Ich habe natürlich Fußball geguckt. Die erste Halbzeit halt mit Baby im Tuch auf und abdribbelnd. Na und? Dann ist er eingeschlafen und ich bin mit ihm auf die Couch. Ich habe einfach keine Zeit verschwendet, das Kind ins Bett zu kriegen. Funktioniert ja eh nicht. Mein Mann läuft eine halbe Stunde mit dem Kind durch die Wohnung, bis es eingeschlafen ist und legt ihn dann weg. Das dauert höchstens zehn Minuten, dann geht der Alarm an. Und ich frage mich: Wieso hat mein Mann es probiert (stichwort Gewöhnung)? Unser Sohn wird schon wissen, warum er da nicht alleine liegen will. Von meinem Mann kriege ich die Antwort "Er muss doch schlafen". Und ich: Ja, aber nicht alleine.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
Antworten

Zurück zu „Schlaf, Kindlein, schlaf...“