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Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 09:47
von Amber
Ich glaube, dass die Aussage "keine Milch mehr" bei den meisten Frauen damit zusammenhängt, dass sich die Brust mit der Zeit an die Stillerei gewöhnt. Anfangs sind die Brüste prall und spannen oft, nach einigen Stillmonaten entspannt sich das Brustgewebe und die Brüste spannen nicht mehr. Hat mit der Milchmenge direkt gar nix zu tun, fühlt sich aber nach "wenig Milch" an. Das Kind wird trotzdem satt.

Zum Abpumpen habe ich selbst zweimal unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die vielleicht mit der Trinktechnik des Säuglings zusammenhängen (kann ich mir nur so erklären): Beim ersten Kind konnte ich problemlos und schnell eine volle Flasche abpumpen, bei meiner Tochter dagegen (nur eineinhalb Jahre später) bekam ich kaum einen Tropfen raus (gleiche Pumpe, gleiche Brüste :D ). Mein Sohn hat immer lang und oft gestillt, meine Tochter ist eine Schnelltrinkerin mit scheinbar unglaublich effektiver Stilltechnik.

Schon in KH sollten Mütter die Möglichkeit zur Stillberatung kennen lernen und auch in Anspruch nehmen, bevor zugefüttert wird. Leider werden sie aber oft von Ärzten/Hebammen nicht darauf hingewiesen :(

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 10:04
von Schlingoline
Amber hat geschrieben:Ich glaube, dass die Aussage "keine Milch mehr" bei den meisten Frauen damit zusammenhängt, dass sich die Brust mit der Zeit an die Stillerei gewöhnt. Anfangs sind die Brüste prall und spannen oft, nach einigen Stillmonaten entspannt sich das Brustgewebe und die Brüste spannen nicht mehr. Hat mit der Milchmenge direkt gar nix zu tun, fühlt sich aber nach "wenig Milch" an. Das Kind wird trotzdem satt.
(
stimmt, das hab ich mir auch schon bei mir gedacht...

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 11:04
von Potsdame
die frage habe ich mich auch schon mal gestellt. man hört das ja an allen ecken und die meisten nicht-mütter glauben schon, dass es die regel ist, dass die milch irgendwann nicht mehr reicht. ich fühle mich dann immer wie ein alien, aber kann wenigstens beweisen, dass das nicht die regel sein muss :lol:

bei mir gab es während der vollstill-zeit auch eine phase, bei der ich im nachhinein vermuten würde, dass ich zu wenig milch hatte. diese phasen waren aber immer kurz und spätestens nach 3 tagen war wieder richtig milch da. ich glaube, das hängt nicht nur mit stress zusammen, sondern dass auch das kind mal ein paar tage hat, bei denen es wenig appetit hat. die brust stellt sich drauf ein und wenn dann der super-hunger kommt kann die brust nicht sofort die produktion hoch regeln, das dauert eben ein paar tage.

und letztendlich glaube ich, dass viele stillende mütter nicht ausreichen trinken und essen.
dazu kommt, in der schwangerschaft haut man meistens ordentlich rein, nach der geburt sieht man die folgen und versucht gegenzulenken und wieder "normal" zu essen. das umfeld trägt seinen teil dazu bei. während es alle niedlich finden, wenn eine schwangere ein großes stück kuchen ist, fragen sich die leute bei einer mutter mit baby und rest-babybauch, ob das sein muss und sie nicht vielleicht mal auf ihre linie achten sollte, jetzt wo das baby da ist. dabei isst man erst als stillende wirklich für 2.

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 11:15
von jusl
dabei isst man erst als stillende wirklich für 2.
Naja, also das stimmt so nicht.Vollstillen verbraucht ca 500 zusätzliche Kalorien täglich. Das entspricht z.B. einem dick belegten Salamibrötchen, oder 2 Fruchtjoghurts; das sollte eigentlich problemlos im Tag untergebracht werden können. Und dieser zusätzliche Bedarf besteht ja auch nur dann, wenn die Mutter ihr derzeitiges Gewicht halten will; die meisten haben ja doch einige Kilos in Reserve am Ende der Schwangerschaft.

Die die LAUNE allerdings gilt bestimmt: gut essen und trinken ist da sicher förderlich. ;-)

LG
Julia

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 11:35
von Potsdame
jusl hat geschrieben:
dabei isst man erst als stillende wirklich für 2.
Naja, also das stimmt so nicht.Vollstillen verbraucht ca 500 zusätzliche Kalorien täglich. Das entspricht z.B. einem dick belegten Salamibrötchen, oder 2 Fruchtjoghurts; das sollte eigentlich problemlos im Tag untergebracht werden können. Und dieser zusätzliche Bedarf besteht ja auch nur dann, wenn die Mutter ihr derzeitiges Gewicht halten will; die meisten haben ja doch einige Kilos in Reserve am Ende der Schwangerschaft.
nur? das war doch die menge in de schwangerschaft. braucht ein 6 monate altes kind nur so wenig energie?
naja, salamibrötchen und fruchtjoghurt sind nicht gerade eine ausgewogene ernährung :wink: 500 kcal können auch einem ausgewogenem mittagessen entsprechen. d.h. man müßte tatsächlich eine komplette mahlzeit mehr einnehmen.
die meisten haben ja doch einige Kilos in Reserve am Ende der Schwangerschaft.
auch dicke menschen haben hunger :wink:

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 12:16
von jusl
braucht ein 6 monate altes kind nur so wenig energie?
Nein, da stand nicht "6 Monate alte Kinder brauchen 500 kcal täglich" (der Kalorienbedarf hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, z.B. vom Körpergewicht, und liegt bei Säuglingen bei ca 85-110 kcal/kg), sondern "Volles Stillen erfordert zusätzlich ca 500 kcal täglich". Das ist nicht dasselbe. ;-)
naja, salamibrötchen und fruchtjoghurt sind nicht gerade eine ausgewogene ernährung
??
"Ausgewogen" bedeutet, über den Tag eine möglichst breite Palette von Lebensmitteln zu sich zu nehmen. Dies muss keinesfalls WÄHREND NUR EINER MAHLZEIT der Fall sein. Viele Leute machen Trennkost, und essen nur bestimmte Lebensmittelgruppen zu EINER Mahlzeit - trotzdem können sie sich problemlos "ausgewogen" ernähren.
500 kcal können auch einem ausgewogenem mittagessen entsprechen.
Zweifellos ist es möglich, mittags eine Mahlzeit mit 500 kcal zu sich zu nehmen. Allerdings liegt der Energiebedarf der nicht stillenden Durchschnittfrau bei 2000-2500 kcal täglich; da sind 500 kcal für eine HAUPTmahlzeit ziemlich wenig!
auch dicke menschen haben hunger :wink:
Zweifellos. (Dies wäre bei mageren 500-kcal-Mittagessen auch kein Wunder. ;-)) Aber der Punkt ist: gelegentliches Magenknurren verursacht keine Hypogalaktie. Darum geht's doch in diesem Thread. ;-)

LG
Julia

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 13:05
von Potsdame
jusl hat geschrieben:
500 kcal können auch einem ausgewogenem mittagessen entsprechen.
Zweifellos ist es möglich, mittags eine Mahlzeit mit 500 kcal zu sich zu nehmen. Allerdings liegt der Energiebedarf der nicht stillenden Durchschnittfrau bei 2000-2500 kcal täglich; da sind 500 kcal für eine HAUPTmahlzeit ziemlich wenig!
ich nehme täglich 3 bis 4 mahlzeiten ein( frühstück, mittag, kaffee und abendessen), dann darf der energiegehalt einer mahlzeit gar nicht größer sein.
unser kantinenessen (und das ist reichlich) kommt im schnitt auf 500 bis 700 kcal. berückichtigt ist dabei ja nicht der fettgehalt.

um mal wieder die kurve zu kriegen, welche stillende mutter schafft es mind. 3 richtige mahlzeiten zuzubereiten und zu essen?

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 13:42
von jusl
ich nehme täglich 3 bis 4 mahlzeiten ein( frühstück, mittag, kaffee und abendessen), dann darf der energiegehalt einer mahlzeit gar nicht größer sein.
unser kantinenessen (und das ist reichlich) kommt im schnitt auf 500 bis 700 kcal. berückichtigt ist dabei ja nicht der fettgehalt.
Wie man die Kalorien verteilt, ist egal, Hauptsache unterm Strich hat man jeden Tag genug gegessen, wenn man nicht abnehmen will. Viele Leute essen z.B. morgens eher wenig, und dafür bei den warmen Mahlzeit eben mehr. Andere essen den ganzen Tag ständig immer wieder irgendwas, da sollten die Hauptmahlzeiten entsprechend schmal ausfallen, sonst nimmt man logischerweise zu.
Ich persönlich esse z.B. nur morgens, mittags und abends was, und ich bin sicher, dass meine warmen Mahlzeiten entsprechend deutlich mehr als 500 kcal haben.
Ob die benötigten Kalorien aus Fett oder einem anderen Makronährstoff kommen, ist für den Energiebedarf egal, Kalorie ist Kalorie.
um mal wieder die kurve zu kriegen, welche stillende mutter schafft es mind. 3 richtige mahlzeiten zuzubereiten und zu essen?

Nochmal ??
Was ist gegen belegte Brote, Müsli, Milchprodukte einzuwenden? Die sind doch flott gemacht. Oder was meinst Du mit "richtige Mahlzeiten"? Auch stillende Mütter haben mitunter noch mehr Kinder im Haushalt zu versorgen - wenn die aus der Schule kommen usw., und morgens zum Frühstück sind da durchaus "richtige Mahlzeiten" gefragt. ;-) Muss ja kein oberraffiniertes Viergängemenü sein.

LG
Julia

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 13:54
von Potsdame
Auch stillende Mütter haben mitunter noch mehr Kinder im Haushalt zu versorgen - wenn die aus der Schule kommen usw., und morgens zum Frühstück sind da durchaus "richtige Mahlzeiten" gefragt.
das sich das zeitmanagement einer mutter mit mehreren kindern duetlich von einer erstlingsmutter unterscheidet, ist doch wohl keine frage.
trotzdem gibt es eine menge faktoren, die das essen der mutter anfangs verhindern können. dummes beispiel, aber ein schreikind ist nicht sonderlich appetitanregend.

fühlst du dich irgendwie persönlich angegriffen? ich verstehe diese (sinnlos-)diskussion irgendwie gerade nicht. ich habe doch nur geschrieben
und letztendlich glaube ich, dass viele stillende mütter nicht ausreichen trinken und essen.
dazu kommt, in der schwangerschaft haut man meistens ordentlich rein, nach der geburt sieht man die folgen und versucht gegenzulenken und wieder "normal" zu essen. das umfeld trägt seinen teil dazu bei. während es alle niedlich finden, wenn eine schwangere ein großes stück kuchen ist, fragen sich die leute bei einer mutter mit baby und rest-babybauch, ob das sein muss und sie nicht vielleicht mal auf ihre linie achten sollte, jetzt wo das baby da ist. dabei isst man erst als stillende wirklich für 2.
und bleibe auch dabei. auch wenn man vielleicht nicht für 2 im sinne von doppelten portionen ist (sondern nur 1,25785675 fach), der energiebedarf ist auf jeden fall erhöht.
jusl hat geschrieben: Was ist gegen belegte Brote, Müsli, Milchprodukte einzuwenden? Die sind doch flott gemacht. Oder was meinst Du mit "richtige Mahlzeiten"? Auch stillende Mütter haben mitunter noch mehr Kinder im Haushalt zu versorgen - wenn die aus der Schule kommen usw., und morgens zum Frühstück sind da durchaus "richtige Mahlzeiten" gefragt. ;-) Muss ja kein oberraffiniertes Viergängemenü sein.
geschmäcker sind verschieden. ich hasse müsli und belegte brote hängen mir nach 3 tagen dermaßen zum hals raus. salami find ich übelst fett, da bekomme ich pickel und fruchtjoghurts finde ich ekelig süß. mal abgesehen davon, dass ich davon überhaupt nicht dauerhaft satt werde. ohne gemüse ist eine mahlzeit für mich nicht vollwertig (für mich! jeder kann essen, was er will. ich bin ein halbes nagetier und brauche das)

Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke

Verfasst: 28.02.2012, 14:55
von jusl
fühlst du dich irgendwie persönlich angegriffen? ich verstehe diese (sinnlos-)diskussion irgendwie gerade nicht. ich habe doch nur geschrieben

und letztendlich glaube ich, dass viele stillende mütter nicht ausreichen trinken und essen.
dazu kommt, in der schwangerschaft haut man meistens ordentlich rein, nach der geburt sieht man die folgen und versucht gegenzulenken und wieder "normal" zu essen. das umfeld trägt seinen teil dazu bei. während es alle niedlich finden, wenn eine schwangere ein großes stück kuchen ist, fragen sich die leute bei einer mutter mit baby und rest-babybauch, ob das sein muss und sie nicht vielleicht mal auf ihre linie achten sollte, jetzt wo das baby da ist. dabei isst man erst als stillende wirklich für 2.


und bleibe auch dabei. auch wenn man vielleicht nicht für 2 im sinne von doppelten portionen ist (sondern nur 1,25785675 fach), der energiebedarf ist auf jeden fall erhöht.
Keineswegs. ;-) Mir geht es um die Verbreitung korrekter Informationen im Sinne der Stillförderung. Der zusätzliche Kalorienbedarf in der Vollstillzeit ist nicht groß und kann normalerweise problemlos über die normale Ernährung gedeckt werden. Der Ausdruck "für zwei essen" weckt mitunter die Assoziation, man müsse doppelt so viel essen, oder jedenfalls deutlich mehr als sonst. Das ist schlicht falsch. Ob jemand lieber Früchtemüsli oder Gemüse zum Frühstück isst, ist dabei eine reine Geschmacks- und Aufwandsfrage. Darüber zu sprechen empfinde ich nicht als Sinnlos-Diskussion; meiner Erfahung nach interessieren sich viele Mütter für das Thema Ernährung in der Stillzeit.

LG
Julia