Hier kam glücklicherweise wenig.
Erstmal haben wir eine sehr gute Hebammenpraxis, mit IBCLC Stillberaterin, die auch in den Vorbereitungskursen schon gut aufklärt.
In der Krabbelgruppe mit meiner Großen war nur eine, die kurz nach der Geburt länger ins KH musste, die nicht gestillt hatte. Und viele haben immerhin so ca. 10 Monate gestillt.
Aber als ich dann mit meiner Maus keinerlei Anstalten machte, abzustillen, auch mit einem Jahr als sie schon super futterte, nicht, kamen dann langsam doch die schiefen Blicke.
Mein Schwippschwager war aber der einzige, der blöde Sprüche machte. Erzählte mir erstmal, dass die Frauen, die er kenne, die lange stillen, das alle tun, weil sie nicht loslassen können. "Woran machst Du das denn fest, dass sie nicht loslassen können?" - "Na daran, dass sie immer noch stillen!"
Aber schön wars bei meinen Eltern. Die haben anfangs schon durchblicken lassen, dass sie das nicht wirklich toll finden (Meine Mutter gehörte zu der Generation im Westen, der schon nach drei Tagen erklärt wurde, dass sie eh keine Milch hätten und gefälligst abzustillen hätten). Aber als dann bei der Maus mit 11 Monaten der Schalter sich umlegte, und sie plötzlich futterte wie ein weltmeister wars auf einmal kein thema mehr. Hauptsache, Oma und Opa können auch füttern, dann darf Mama stillen so lange sie will. Als andere erst anfingen, doof zu schauen, haben meine Eltern sich auf einmal entspannt!
Jetzt isses auch wieder so, dass sie ganz subtil andeuten, dass sie das Stillen doof finden.
Ich erzähle, dass Abpumpen bei mir nicht gut klappt. "Na, wenn Du sowenig Milch hast, dann steig doch auf die Flasche um!" Äh, ja, mein Baby hat mit knapp vier Monaten Geburtsgewicht verdoppelt, wiegt mit 5 Monaten knapp ein Kilo weniger als die große Schwester mit einem Jahr und ist so richtig super speckig. Lag auch gerade neben mir. Klarer Fall von zuwenig Milch, fast schon Gedeihstörung!