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Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 11.09.2011, 13:20
von Sibi
Ich werde nie verstehen, warum Flaschen praktischer sein sollen und die Frau unabhängiger machen sollen. Wer gibt denn in 99 % der Fälle die Flasche? Für die 1 %, die jmd. anderes die Flasche gibt, kann ich auch abpumpen - so habe in toto immer noch weniger Aufwand als für jede Mahlzeit Flaschen anzurühren, nachts aufzustehen, unterwegs das Flaschengedöns mitzuschleppen...

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 11.09.2011, 17:21
von FamilieChaos
ich geh jetzt schon davon aus,dass ich zumindest die kleine noch stille,wenn die 3 schwangeren hier im ort längst abgestillt haben :mrgreen: ich bin hier eh das alien,weil die kleinen eben lange gestillt werden,lange im Familienbett schlafen und die kleine nie in einem Kinderwagen gelegen hat.

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 11.09.2011, 18:21
von greenie bird
Sibi hat geschrieben:Ich werde nie verstehen, warum Flaschen praktischer sein sollen und die Frau unabhängiger machen sollen. Wer gibt denn in 99 % der Fälle die Flasche? Für die 1 %, die jmd. anderes die Flasche gibt, kann ich auch abpumpen - so habe in toto immer noch weniger Aufwand als für jede Mahlzeit Flaschen anzurühren, nachts aufzustehen, unterwegs das Flaschengedöns mitzuschleppen...
darum geht es ja- es ist eben nicht immer nur mal eine Mahlzeit...

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 11.09.2011, 18:34
von femianca
Hier kam glücklicherweise wenig.
Erstmal haben wir eine sehr gute Hebammenpraxis, mit IBCLC Stillberaterin, die auch in den Vorbereitungskursen schon gut aufklärt.
In der Krabbelgruppe mit meiner Großen war nur eine, die kurz nach der Geburt länger ins KH musste, die nicht gestillt hatte. Und viele haben immerhin so ca. 10 Monate gestillt.
Aber als ich dann mit meiner Maus keinerlei Anstalten machte, abzustillen, auch mit einem Jahr als sie schon super futterte, nicht, kamen dann langsam doch die schiefen Blicke.
Mein Schwippschwager war aber der einzige, der blöde Sprüche machte. Erzählte mir erstmal, dass die Frauen, die er kenne, die lange stillen, das alle tun, weil sie nicht loslassen können. "Woran machst Du das denn fest, dass sie nicht loslassen können?" - "Na daran, dass sie immer noch stillen!" :shock:
Aber schön wars bei meinen Eltern. Die haben anfangs schon durchblicken lassen, dass sie das nicht wirklich toll finden (Meine Mutter gehörte zu der Generation im Westen, der schon nach drei Tagen erklärt wurde, dass sie eh keine Milch hätten und gefälligst abzustillen hätten). Aber als dann bei der Maus mit 11 Monaten der Schalter sich umlegte, und sie plötzlich futterte wie ein weltmeister wars auf einmal kein thema mehr. Hauptsache, Oma und Opa können auch füttern, dann darf Mama stillen so lange sie will. Als andere erst anfingen, doof zu schauen, haben meine Eltern sich auf einmal entspannt!

Jetzt isses auch wieder so, dass sie ganz subtil andeuten, dass sie das Stillen doof finden.
Ich erzähle, dass Abpumpen bei mir nicht gut klappt. "Na, wenn Du sowenig Milch hast, dann steig doch auf die Flasche um!" Äh, ja, mein Baby hat mit knapp vier Monaten Geburtsgewicht verdoppelt, wiegt mit 5 Monaten knapp ein Kilo weniger als die große Schwester mit einem Jahr und ist so richtig super speckig. Lag auch gerade neben mir. Klarer Fall von zuwenig Milch, fast schon Gedeihstörung!

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 12:31
von kleinemutti
Sibi hat geschrieben:Ich werde nie verstehen, warum Flaschen praktischer sein sollen und die Frau unabhängiger machen sollen. Wer gibt denn in 99 % der Fälle die Flasche? Für die 1 %, die jmd. anderes die Flasche gibt, kann ich auch abpumpen - so habe in toto immer noch weniger Aufwand als für jede Mahlzeit Flaschen anzurühren, nachts aufzustehen, unterwegs das Flaschengedöns mitzuschleppen...

ich auch nicht! :roll:

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 12:31
von kleinemutti
Vorzüge der Muttermilch: Sie ist bekömmlicher und billiger,
sie brennt nicht an und kocht nicht über, die Verpackung ist hübscher und die Katze kommt nicht dran.♥

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 12:43
von melbo
mir geht es ähnlich..bei rückbildung werde ich komisch angeguckt wenn ich mein kind stille, beim pekip werden 4 von 9 babys gestillt, der rest bekommt die flasche, die babys sehen aus wie michelinmännchen, total vollgestopft und überfüttert!
ich selber wusste es in der ss nicht besser und habe gesagt ich stille 6 monate, aber inzwischen würde ich auch 2 jahre teilweise stillen, wenn mein baby das möchte..nur leider findet das ausser meiner mutter und meiner oma jeder total abwegig.. grade die urgroßeltern väterlicherseits "ich habe schon nach 2 monaten brei gegeben und du willst jawohl nicht länger als vier monate stillen!" und auch andere verwandte :-( die haben alle nur kurz oder gar nicht gestillt.. selbst mein mann guckt mich schief an, wenn ich sage dass es auch länger als 6 monate mit dem vollstillen dauernd kann.. aber er sagt auch ich werde schon das richtige tun.. also er steht nicht wirklich dahinter, aber da er keine ahnung hat (auch beim thema schlafen gehe z.B) lässt er mich machen..

ich hoffe auch dass sich das bald wieder ändert..wenn ich mir vorstelle dauernd mit ner heißen thermoskanne und allem möglichen zubehör rumzulaufen, hätte ich gar keine lust mehr was zu unternehmen..so ist es viel schöner.. und auch wenn ich es am anfang hasste, weil es so eiwig dauerte: ich liebe es mein baby abends in den schlaf zu stillen..es fehlt mir richtig wenn es mal ausfällt, z.B. wenn er ganz viel schreit und es nicht klappt, dann schläft er auf dem arm ein., aber das ist auch schön..
übrigens fühle ich mich nicht nur beim stillen wie ein alien ;-) auch das thema schreien lassen und baby wird verwöhnt etc muss ich mir dauernd anhören..ich ziehe aber mein ding durch *tschakkah*

lg

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 13:31
von Sakura
Hi moogie,

das wird dir wahrscheinlich wenig helfen und ich möchte dich auch nicht neidisch machen, aber wennste nun mal gefragt hast...

hier im osten unserer schönen republik war in der generation meiner eltern stillen erste bürgerinnenpflicht, und so hat stillen einen guten ruf. es war das ideal, was leider leider nicht alle frauen geschafft haben, da nur nach der uhr gestillt wurde, 5 mal am tag, und es somit bei vielen leider nicht reichte. die alten omis, die mich mit meinem kind treffen, fragen immer, ob ich noch stille, und in ihren lächelnden gesichtern sieht man, dass sie ein "ja" als antwort erwarten. wenn ich dann ja sage, dann lächeln sie noch mehr, und sagen, dass das das beste ist, was ich meinem kind tun kann.

meine mutter hat mich gestillt, bis ich 4 monate alt war, und dann auf anweisung des arztes abgestillt, weil sie mit meinem bruder schwanger war. mein bruder wurde ca. 1 jahr gestillt, und ich bekam nach jeder seiner stillmahlzeiten noch etwas abgepumpte mumi aus der flasche :-).

laut damals gültiger anweisung wurde ab 8 wochen oder so gemüsebrei zugefüttert, einmal pro woche mit einem halben rohen eigelb drin. und so fragt meine stillerfahrene mutter trotzdem ab und zu ungläubig, ob mein kind überhaupt schon mal was anderes als muttermilch gegessen hat?????

mittlerweile hat aber auch hier die flasche einzug gehalten, und es gibt immer mehr mütter, die nicht stillen wollen. schade.

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 13:34
von greenie bird
Aber effektiv sieht es doch so aus: mit ein paar Monaten kann das Kind die Flasche selbst halten und ab da sitzen die wenigsten Mütter dabei und halten ihre Kinder fest. Man kann also das Kind irgendwo hinlegen und etwas anderes machen- also schätzungsweise ab dem 6 Monat fällt die Zeit, die wir zum Stillen 'verschwenden' für die Flaschenfütterung weg und davor ist schnell jemand anders gefunden, der so gern das Kind füttern möchte. Oft können das ja schon Geschwister übernehmen und Großeltern freuen sich 'endlich auch mal was' mit dem Enkel tun zu können- dafür muss man es eben waschen und mitnehmen- es nimmt sich also nicht so viel an Zeit.
Ich denke bei uns ist es eher eine ideologische Frage ob man stillt oder nicht, deshalb tun es auch so wenige. Da kann man ewig über Vor- und Nachteile streiten wollen, bei unserem hygienischen Standard ist das zu vernachlässigen.

Re: Fühl mich langsam wie ein Stillalien

Verfasst: 12.09.2011, 14:53
von melbo
hi sakura :-)
also mein mann und seine familie stammen auch aus dem osten und gerade die verpöhnen das stillen über einen lüängeren zeitraum so sehr :roll: scheint auch dort unterschiede zu geben