omas spielzeug

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Igelfrisur
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Re: omas spielzeug

Beitrag von Igelfrisur »

Jedes Elternpaar stellt eigene Grenzen auf und ich bin der Meinung, dass diese von anderen Erwachsenen eingehalten werden sollten...egal ob Oma oder Nachbarin...
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danat
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Re: omas spielzeug

Beitrag von danat »

Ich finde den Titel dieser Diskussion sehr passend. Bei uns ist es nämlich so, dass meine Schwiegermutter seit dem unser Kleiner da ist, mich total abwertet, bei meinem Mann schlecht macht, mich als absolut inkompetent hin stellt, usw. usf. Und alles deshalb, weil sie ihren Spieltrieb nicht ausleben konnte. Sie wollte den Kleinen baden, wickeln, eincremen, beschmusen, bekrabbeln, ewig herumtragen, füttern und er sollte so bald wie möglich bei ihnen im Bett in der Ritze schlafen, wenn wir sie besuchen. Aber statt dessen lag er auf meinem Bauch und hat geschlafen als sie uns besuchten (da war er fünf Tage alt) und nach dem sie ihn später eine Weile auf dem Arm hatte, angeknabbert und herumgetragen hatte, zeigte der Zwerg Hunger an und ich bin ihn doch tatsächlich stillen gegangen :shock: ... naja, ... natürlich habe ich es nur gemacht um ihn ihr wegzunehmen - glaubt sie. Seit dem hat sie kaum mehr ein Wort mit mir gewechselt und uns nur noch ein weiteres Mal besucht. 10 Wochen haben sie sich überhaupt nicht gemeldet. Mein Mann leidet sehr darunter und versucht zu vermitteln - naja, eigentlich versucht er so zu tun als gäbe es keine Probleme. Immerhin haben sie uns neulich erlaubt sie zu besuchen (nach dem sie vorher zweimal abgelehnt haben). Meinem Mann zu liebe gehe ich auf Annäherung, aber nur so lange sie meine Grenzen respektiert.

Ich "freue" mich schon auf die zukünftigen Diskussionen bzgl. des Stillens, der Einführung von Beikost, der Erziehung, etc. Das wird haarig. Dummerweise lasse ich mir da nicht reinreden - unser Kind > unsere Entscheidungen. Ich finde es sehr schade, dass sie nicht akzeptieren kann, dass wir nun eine eigene kleine Familie sind und nicht alles schlechter ist nur weil es anders ist als ihr Weg damals. Es ist wirklich diese Unreflektiertheit und Intoleranz ... es kotzt mich wahnsinnig an (um es mal deutlich zu sagen ... 'tschuldigung). Ich bin prinzipiell auch um Kommunikation und Information bemüht, aber wenn sie es nicht hören will, werde ich mich auch nicht ewig erklären und rechtfertigen.
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
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Re: omas spielzeug

Beitrag von Lösche Benutzer 7875 »

...dampf ablassen :twisted: ...
honigtopf2010
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Re: omas spielzeug

Beitrag von honigtopf2010 »

hallo linearb, leider handelt es sich nicht um ein ddr-typisches Phänomen, wenn du von Flaschenmilch sprichst, das war in den 70ern und 80ern auch im Westen groß in. Musst hier mal wühlen, wir hatten das schon mal als Thema. Wo ich dir eher Recht gebe, dass ist dieses klaglose Hinnehmen von Dingen. Bloß nicht hinterfragen. Das war vielleicht eher Teil unserer Erziehung. Und unsere Eltern haben dafür einfach in einer sie prägenden Zeit in diesem System gelebt. Das heißt nicht, dass du das jetzt akzeptieren musst. Allerdings werden sie sich wahrscheinlich nicht mehr ändern. Uns ging es ähnlich. Bei manchen Dingen bin ich heute entspannter. Bei anderen grenze ich mich deutlich ab. Meine Schwiemu meinte, das hätte ihr noch keiner so geboten. Wir denken, und da sind wir uns einig, dass es dann einfach auch mal Zeit war,
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bienenmeister
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Re: omas spielzeug

Beitrag von bienenmeister »

Hallo!

Das ist hier mein erster Post - ich denke hier in diesem Fred am besten passt.

Ich bin mit meinem ersten Kind schwanger (ET im Februar) und freue mich riesig auf das Baby! Ich wünsche mir sehr zu stillen und mein Mann steht voll dahinter und freut sich darauf zu sehen, wie das Kind gestillt wird. Da ich noch studiere habe ich mich schon mal um die Betreuungsmöglichkeiten gekümmert. Wenn ich wieder zur Uni gehe, wird das Baby für ein paar Monate an drei Tagen in der Woche für wenige Stunden zu einer Tagesmutter müssen (der Kita-Platz wird erst später frei). An den anderen beiden Wochentagen kann mein Mann für die Zeit, die ich an der Uni bin, zu Hause bleiben. Ich denke mal, dass dies auch bedeutet, dass ich abpumpen muss. Ich wünsche mir sehr, dass es klappt. Jetzt kommts:

Meine Mutter ist außer sich. Sie findet das mit der Tagesmutter besonders schlimm. Gegen die Kita hätte sie wohl nichts gehabt, die von der Uni hat einen sehr guten Ruf. Mein Vater ist Rentner und nun hat sie allen Ernstes vorgeschlagen, ich soll das Kind zu ihm bringen (1,5h Fahrt!). Und abends wieder abholen? Na dann bleibt es eben über Nacht, sie haben ja ein extra Kinderzimmer im Haus eingerichtet. Und wie denkt sie sich das mit dem Stillen? Na dann wird halt abgestillt!

Seitdem bin ich völlig fertig, traurig und verletzt. Warum tun werdende Omas sowas?

Sie ist aus der DDR und wie hier im Fred schon angedeutet- sie gehört zu der Fraktion, die nie gestillt hat. Sie hat eine ablehnende Haltung dem Stillen gegenüber. Dagegen werde ich wohl nichts tun können. Dass ich ihr nichtmal mit dem Argument, wie teuer Pre-Nahrung ist, beigekommen bin, zeigt mir, wie schlimm sie Stillen wohl finden muss. Und jetzt soll das Kind sogar über Nacht von uns getrennt sein?

Ich verstehe die Welt nicht mehr und weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle ordnen soll, wie ich damit zurecht kommen kann. Sie scheint mich ja irgendwie dumm und nicht für zurechnungsfähig zu halten. Und vorallem: Wie kann man denn die Vorteile des Stillens von der Hand weisen? Wer einer Frau allen Ernstes rät, NICHT zu stillen, der muss doch nicht ganz zurechnungsfähig sein, oder ?

Ich weiß nicht wie ich damit fertig werden soll. Das musste alles mal raus, ich bin so verzweifelt und schäme mich, und weiß nicht wohin mit mir. Danke fürs Lesen!
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
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Re: omas spielzeug

Beitrag von honigtopf2010 »

bienenmeister hat geschrieben:Hallo!

Das ist hier mein erster Post - ich denke hier in diesem Fred am besten passt.

Ich bin mit meinem ersten Kind schwanger (ET im Februar) und freue mich riesig auf das Baby! Ich wünsche mir sehr zu stillen und mein Mann steht voll dahinter und freut sich darauf zu sehen, wie das Kind gestillt wird. Da ich noch studiere habe ich mich schon mal um die Betreuungsmöglichkeiten gekümmert. Wenn ich wieder zur Uni gehe, wird das Baby für ein paar Monate an drei Tagen in der Woche für wenige Stunden zu einer Tagesmutter müssen (der Kita-Platz wird erst später frei). An den anderen beiden Wochentagen kann mein Mann für die Zeit, die ich an der Uni bin, zu Hause bleiben. Ich denke mal, dass dies auch bedeutet, dass ich abpumpen muss. Ich wünsche mir sehr, dass es klappt. Jetzt kommts:

Meine Mutter ist außer sich. Sie findet das mit der Tagesmutter besonders schlimm. Gegen die Kita hätte sie wohl nichts gehabt, die von der Uni hat einen sehr guten Ruf. Mein Vater ist Rentner und nun hat sie allen Ernstes vorgeschlagen, ich soll das Kind zu ihm bringen (1,5h Fahrt!). Und abends wieder abholen? Na dann bleibt es eben über Nacht, sie haben ja ein extra Kinderzimmer im Haus eingerichtet. Und wie denkt sie sich das mit dem Stillen? Na dann wird halt abgestillt!

Seitdem bin ich völlig fertig, traurig und verletzt. Warum tun werdende Omas sowas?

Sie ist aus der DDR und wie hier im Fred schon angedeutet- sie gehört zu der Fraktion, die nie gestillt hat. Sie hat eine ablehnende Haltung dem Stillen gegenüber. Dagegen werde ich wohl nichts tun können. Dass ich ihr nichtmal mit dem Argument, wie teuer Pre-Nahrung ist, beigekommen bin, zeigt mir, wie schlimm sie Stillen wohl finden muss. Und jetzt soll das Kind sogar über Nacht von uns getrennt sein?

Ich verstehe die Welt nicht mehr und weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle ordnen soll, wie ich damit zurecht kommen kann. Sie scheint mich ja irgendwie dumm und nicht für zurechnungsfähig zu halten. Und vorallem: Wie kann man denn die Vorteile des Stillens von der Hand weisen? Wer einer Frau allen Ernstes rät, NICHT zu stillen, der muss doch nicht ganz zurechnungsfähig sein, oder ?

Ich weiß nicht wie ich damit fertig werden soll. Das musste alles mal raus, ich bin so verzweifelt und schäme mich, und weiß nicht wohin mit mir. Danke fürs Lesen!
Hallo, du hast doch noch so viel Zeit. Genieße erst mal die Schwangerschaft und mach dir klar, dass ihr euch alle in neue Rollen finden müsst. Nun wirst du selbst Mama. Das ist vielleicht für deine Mama schwer zu verkraften. Sag ihr vernünftig, dass das für dich keine Alternative ist und dass du dich an anderer Stelle auf Unterstützung freust und, dass du schon gespannt bist, wie sie so als Oma ist. Missioniere sie nicht, was das Stillen angeht. Sag maximal, dass das ja auch ärztliche Empfehlungen sind. Erschrick sie nicht mit Pumpen oder Langzeitstillen. Sie wird es nicht verstehen. Übe dich einfach in Geduld. Nachher richtest du feinde Fokus eh erst mal anders aus.
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Igelfrisur
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Re: omas spielzeug

Beitrag von Igelfrisur »

bienenmeister hat geschrieben:Hallo!

Das ist hier mein erster Post - ich denke hier in diesem Fred am besten passt.

Ich bin mit meinem ersten Kind schwanger (ET im Februar) und freue mich riesig auf das Baby! Ich wünsche mir sehr zu stillen und mein Mann steht voll dahinter und freut sich darauf zu sehen, wie das Kind gestillt wird. Da ich noch studiere habe ich mich schon mal um die Betreuungsmöglichkeiten gekümmert. Wenn ich wieder zur Uni gehe, wird das Baby für ein paar Monate an drei Tagen in der Woche für wenige Stunden zu einer Tagesmutter müssen (der Kita-Platz wird erst später frei). An den anderen beiden Wochentagen kann mein Mann für die Zeit, die ich an der Uni bin, zu Hause bleiben. Ich denke mal, dass dies auch bedeutet, dass ich abpumpen muss. Ich wünsche mir sehr, dass es klappt. Jetzt kommts:

Meine Mutter ist außer sich. Sie findet das mit der Tagesmutter besonders schlimm. Gegen die Kita hätte sie wohl nichts gehabt, die von der Uni hat einen sehr guten Ruf. Mein Vater ist Rentner und nun hat sie allen Ernstes vorgeschlagen, ich soll das Kind zu ihm bringen (1,5h Fahrt!). Und abends wieder abholen? Na dann bleibt es eben über Nacht, sie haben ja ein extra Kinderzimmer im Haus eingerichtet. Und wie denkt sie sich das mit dem Stillen? Na dann wird halt abgestillt!

Seitdem bin ich völlig fertig, traurig und verletzt. Warum tun werdende Omas sowas?

Sie ist aus der DDR und wie hier im Fred schon angedeutet- sie gehört zu der Fraktion, die nie gestillt hat. Sie hat eine ablehnende Haltung dem Stillen gegenüber. Dagegen werde ich wohl nichts tun können. Dass ich ihr nichtmal mit dem Argument, wie teuer Pre-Nahrung ist, beigekommen bin, zeigt mir, wie schlimm sie Stillen wohl finden muss. Und jetzt soll das Kind sogar über Nacht von uns getrennt sein?

Ich verstehe die Welt nicht mehr und weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle ordnen soll, wie ich damit zurecht kommen kann. Sie scheint mich ja irgendwie dumm und nicht für zurechnungsfähig zu halten. Und vorallem: Wie kann man denn die Vorteile des Stillens von der Hand weisen? Wer einer Frau allen Ernstes rät, NICHT zu stillen, der muss doch nicht ganz zurechnungsfähig sein, oder ?

Ich weiß nicht wie ich damit fertig werden soll. Das musste alles mal raus, ich bin so verzweifelt und schäme mich, und weiß nicht wohin mit mir. Danke fürs Lesen!
Hallöchen,

ich sehe das auch so...erstmal abwarten...und Schwangerschaft genießen! Vielleicht mit deinem Mann besprechen, dann haste später Rückendeckung! Einiges ändert sich, wenn der Zwerg erstmal da ist! Lass dich nicht verunsichern, verlass dich auf dein Gefühl...es zeigt dir euren Weg.

Und wenn garnix mehr geht, berufe dich auf die Empfehlung der WHO *g*! 6 Monate voll stillen...

Ich wünsche dir ne tolle Kugelzeit und ne wundervolle Stillzeit!
GLG Kathy
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Anneke
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Re: omas spielzeug

Beitrag von Anneke »

Ich werde von meiner Schwiegermutter auch oft gefragt, wann sie denn was anderes als Milch bekommt und wie lange ich stillen will...fürchte da wird es noch einiges an Diskussionen geben, wenn sie ins "Beikostalter" kommt... :roll:
Mit der kleinen Milchnudel (16.05.11) an der Hand und Minizwerg im Bauch (vET 20.10.13)
lufti
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Re: omas spielzeug

Beitrag von lufti »

meine schwiegermutter freut sich immer wenn sie ihm die flasche geben darf... mit MuMi natürlich...
:D

es kommt nur aber dann immer das kommentar "er nimmt doch aber so schön die flasche" tja die brust leert er doch auch toll :lol:
bin aber auch mal gespannt wie das dann wird mit der beikost. da wird sie auch etwas zu kämpfen haben.

Zum Glück muss ich da bei meinen Eltern nichts sagen. Die sind volle Unterstützung da sie es bei mir auch nie anderst gemacht haben.
Lösche Benutzer 1828

Re: omas spielzeug

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ich weiß es nur von meiner Schwiegermutter, von meiner Mutter leider gar nicht, da kein Kontakt...
Kind geboren, festgeschnallt. Kind auf Station, Mutter sah das Kind zum ersten Mal gebadet und angezogen. Sie hat ihre Kinder am 10. Tag zum ersten Mal nackt gesehen, wußte ni ht mal, was Mekonium ist. Stillen alle 4 Stunden fuer 15 Min. Tja, natuerlich konnte sie nicht stille , da keine Milch, wie bei fast alle Frauen :roll: (kein Wunder....)
mit sechs Woche gab es den ersten Brei "Ach, die haben immer do gewuergt, wir mußten die Haende festhalten"
Das war aber alles normal so, wurde nie hinterfragt. Die glaubt jetzt noch alles, was ein Arzt ihr sagt.

Ich war da natuerlich wieder mal die boese Schwiegertochter, die meinte, alles besse zu wissen....
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