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Re: Verdauungsstörungen bei Stillkindern

Verfasst: 11.08.2011, 18:17
von Liesa
Entschuldigung, daß das schon wieder so lange gedauert hat mit einer Antwort, aber Kiga-Ferien, Mann im Ausland, viel Arbeit und ne fette Bronchitis sind eine blöde Kombination. :roll:

Danke erst mal für Eure weiteren Beiträge! Das hilft mir sehr!

Hm... mal sehen, ob ich ohne Zitieren alles zusammen bekomme:

daß 1 TL Laktulose auf die Dauer nicht reicht, haben wir auch nach ein paar Tagen gemerkt. Sie bekommt von der Laktulose Blähungen, mit denen sie aber tagsüber gut umgehen kann. Wir dürfen ihr die Laktulose aber nicht abends geben, dann kann sie vor Bauchschmerzen nicht schlafen. Sie hat inzwischen eine sehr harte Verweigerungshaltung gegen das Zeug. :( Nachdem ich viele Tage lang mehrere Stunden täglich damit verbracht habe zu versuchen, ihr das Zeug irgendwie einzulöffeln oder zum Trinken zu geben, bekommt sie das nun morgens mit Gewalt mit einer Injektionsspritze in den Hals gedrückt. :cry: Mit tut das in der Seele weh, aber ich habe keine Ahnug, wie ich das anders bewerkstelligt bekommen könnte. So ist es nach einem kurzen Moment vorbei und wir sind für den Rest des Tages wieder "lebensfähig". Leider verzeiht das System nämlich auch keine Pause. Wenn wir morgens unterwegs waren und deswegen nicht stundenlang mit irgendwelchen Löffeln hantieren konten, dann war sie sofort wieder verstopft. *seufz* Wirklich optimal läufts aber bislang noch bei weitem nicht. Von regelmäßigen selbständigen Stuhlgängen sind wir noch meilenweit entfernt.

Der KiA hat mir von Zäpfchen abgeraten und Klistiere empfohlen, weil der Durchmesser der Tuben geringer ist als der der Zäpfchen. Wenn wir eine Tube benutzt haben, setzt sie spätestens nach 5 Minuten Stuhl ab, oft schon viel schneller. Ich vermute, daß das eher eine "schmierende" Wirkung hat, denn aufweichen kann damit so schnell nichts. Die Verabreichung ist aber auch gruselig... Anfangs mußte ich immer irgendwen zweites dazu holen, der sie festhielt. :( Jetzt habe ich ein gewaltsames System entwickelt, wie ich es alleine hinbekomme, ihr das Ding in den Hintern zu rammen. Sorry für die Wortwahl, aber das triffts genau. :cry: Aufgrund des Tipps hier habe ich gestern Nenelax 0,5 versucht, aber die Dinger sind so weich und so flutschig, daß ich mindestens genauso viel Gewalt anwenden mußte. Eine Wirkung hatte es dann leider auch nicht - also sind sie vermutlich auch zu gering dosiert. Aber ich werde trotzdem noch mal über (festere) Zäpfchen nachdenken, denn einmal mußte ich ihr ein Schmerzzäpfchen geben und das konnte ich ihr im Stehen mit etwas Gefühl sanft einführen. Das geht mit den Tuben und den weichen Zäpfchen nicht. Hm... also trotzdem vielen Dank für den Zäpfchen-Hinweis! :)

Activia werde ich auch mal versuchen *notier* und Deine Geschichte werde ich auch noch lesen, Honigtopf! Lieben Dank für Deine Zeilen! Es gibt mir Hoffnung, daß Du schreibst, daß jetzt alles in Ordnung ist. Ich ahne das Licht am Ende des Tunnels nämlich nicht mal annähernd. :evil:

Das mit dem Stillen... also einen Zusammenhang gibst auf jeden Fall schon: die Kleine ißt nämlich nichts, was ihr nicht gefällt. Wenn ihr das Angebot nicht gefällt, dann hungert sie tagsüber und stillt nachts durch. :evil: Das hat meine Große auch schon so gemacht. :roll: Die Kleine ißt gut und reichlich nur Käse, Nudeln, Wurst und Brot (in der Reihenfolge), alles andere sind nur gelegentliche Glückstreffer und nur kleine Probier-Happen. Und ich müßte wohl abstillen, um das zu ändern, da bin ich mir inzwischen sicher. :( Tja: aber damit tue ich mich sehr schwer. Da sie dauernd Bauchschmerzen hat, gerade erst Laufen gelernt hat und gerade viele Zähne bekommt, mag ich ihr das Stillen zur Zeit einfach nicht nehmen. :(

Re: Verdauungsstörungen bei Stillkindern

Verfasst: 11.08.2011, 23:10
von honigtopf2010
Oje, das klingt aber alles nicht gut. Also erst mal gute Besserung für Euch. Hier mal die Verlinkung als ich geschrieben habe. Da dürfte dir einiges bekannt vorkommen.

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=130624
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5&t=125665

Weißt Du, nimm doch einfach die größeren Glycerinzäpfchen. Die gibt es glaube ich sogar auch in fester Konsistenz. Frag mal bitte in der Apotheke nach. Wenn es von der Laktulose zu blöde Blähungen gibt, dann weg damit. Aber wenn ich hier lese, dass du das alles stundenlang und mit mehr oder weniger "Gewalt" versuchst, dann auch "weg damit"!!!. Lass auch den anderen Kram weg. Arbeite mit Joghurt und Zäpfchen. Die Zwergin hat auch nur homöophatische Dosen gegessen und macht dies auch meist heute noch so. Wenn du ihr in dieser Situation mit Abstillen kommst.... . Das ist Verunsicherung pur und entspringt nur deiner eigenen Verunsicherung. Versuch, die Sache entspannter anzugehen. Ich hab ja auch alles mögliche weggelassen und mich tierisch gestresst, bin mit der Wasserflasche hinterher gelaufen. Da hab ich ja von Verstopfungen bekommen ;-). Das hat auch viel mit der Psyche zu tun. Ganz davon ab, waren VIER Backenzähne binnen kürzester Zeit garantiert die Übeltäter. Also kurz zusammengefasst: Ich schwör auf Zäpfchen und fand Klistiere unmöglich. Joghurt war besser als Lactulose. Bleib tapfer.

Re: Verdauungsstörungen bei Stillkindern

Verfasst: 12.08.2011, 19:40
von Emma78
Nur noch eine kurze Idee: Vielleicht magst du mal probieren das Movicol in Gemüsebrühe anzubieten?

Meine Tochter nimmt Movicol seit etwa 1,5 Jahren, ich kenne die Probleme also. Sie wurde zudem 18 Monate lang zu etwa 80-90% vollgestillt.

Ansonsten alles Liebe für euch!

Emma