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Abstillen

Verfasst: 27.07.2011, 21:37
von (miri)
Ich hab hier interessiert mitgelesen, da ich auch langsam abstillen möchte. Ich hab die zwei Jahre geschafft und mag jetzt nicht mehr.

Ich les sehr oft, dass man den Partner einfach überhören soll, das bereitet mir echt Bauchschmerzen. Da braucht man sich später nicht wundern, wenn man alleinerziehend ist. Wir streiten eigentlich nie, wenn es mal dicke Luft gibt, dann meist weil wir uns nicht über Kindererziehung einig sind. Zu Bett gehen, durchschlafen, schreien, all sowas ist schon stressig genug, da ist es nicht hilfreich, wenn man allein ab der Front kämpft ;)
Wenn dein Freund/Mann möchte, dass dich das stillverhalten ändert, dann muss er eben mitarbeiten. So haben wir das hier gelöst, meist hat der Hausherr dann Einsicht gezeigt oder es hat dank mithilfe geklappt.
Lange Rede kurzer Sinn, nicht deinen Freund/Mann ignorieren.

Ich stille seit junior 13/14monate ist nur noch nachts/zum einschlafen. Tags über wollte er das scheinbar nicht, oder wenn doch, dann konnte ich ihn ablenken.
Mittags bin ich übers einschlafstillen echt froh. Kurzer zutsch und weg. Der schläft so Ruck zuck ein und ich kann dann raus. Abends hab ich(doofe) das einschlafstillen nicht gemacht und lag bis zu 1std neben junior bis er schlief. Das war nervig.
Ich würde vielleicht alles nicht einschlaffördernde stillen zuerst weglassen. Wenn das dann gut klappt, kannst du ja weitere versuche Unternehmen.
Mit 15monaten schlief er das erste mal bei den Großeltern, weil wir beide abends was vor hatten. Und das klappte wunderbar. Keine Flasche wurde gebraucht, er hat sich dann einfach an oma rangekuschelt und ist wieder eingeschlafen.
Mach dir also keinen Stress, wenn's heut nicht klappt, dann eben morgen ;)

Re: Abstillen

Verfasst: 28.07.2011, 00:27
von Sarie
Ich bin überwältigt von der Vielzahl an Antworten und Danke euch allen!
Alle haben mir sehr geholfen!
Ich werde uns beiden noch die Zeit geben, sich vom stillen zu verabschieden die wir brauchen!
Meine Meinung war bisher auch immer das mein Sohn mehr unter dem Abstillen leiden würde als ich dazu gewinne!
DANKE Nachtfrau, deine Worte darüber es mit Kloterschen Augen zusehen haben mich noch mal bestätigt und darin bestärkt, dass ich bereits richtig empfunden habe!
Zwischenfrage: Was genau hat das mit den Kloetersbriefen auf sich?

Ich muss mir dennoch mehr Zeit für mich nehmen, denn auch in anderen Bereich unseres Lebens macht sich meine Unzufriedenheit bemerkbar!
Aber das liegt nicht am Stillen sonder einfach daran, dass ich seit der Schwangerschaft rein garnichts für mich tue und DAS muss ich ändern und nicht unsere Stillsituation.



Ich werde meinen Jungen nicht schreien lassen und das möchte ich auch missdreamy83 ans Herz legen!
Bitte lass deine Kleine nicht so leiden, auch mir blutet das Herz! Ich weiß garnicht was ich sagen soll :(

Re: Abstillen

Verfasst: 28.07.2011, 17:30
von Nachtfrau
Die Kloetersbriefe waren für mich die beste Erziehungshilfe, die ich jemals an die Hand bekommen habe. Und ich habe wirklich viele Erziehungsratgeber gelesen, von Juul bis zu Gordon uvam. Aber die Kloeters... Keine Ahnung, ich glaube, die waren inspiriert. Die Regeln sind so einfach, einleuchtend und leicht umsetzbar. Die Briefe haben so eine unglaubliche Last von mir genommen. Wie eben mit diesem unseligen Begriff "Konsequenz". Es ist so in unsere Hirne eingebrannt, "konsequent" sein zu MÜSSEN, dass es schier unmöglich ist, sich davon zu befreien. Man weiß ja auch gar nicht wie. Durch den Trick der Kloeters, dem Begriff Konsequenz in der Erziehung einfach anders zu definieren, hat sich bei mir wie ein Knoten gelöst. Anfangs musste ich viele Dinge ganz bewusst tun und mich auch immer wieder selbst daran erinnern. Aber mit der Zeit wird es ganz normal und geht von selbst, und schon die Umsetzung ganz, ganz weniger Punkte hat immer eine sehr große Veränderung bewirkt.
Was ich für mich zB festgestellt habe: Wenn ich Probleme mit meinem Kind bekomme, wenn es bockig, nörgelig oder sonstwie "schwierig" ist, dann kann ich das IMMER ändern, indem ich mein eigenes Verhalten ändere! Das ist der Wahnsinn, und nach einer Weile wurde es so einfach.

Mein Mittlerer galt lange Zeit als "schwieriges Kind". Natürlich waren alle einhellig der Meinung, ich sei nicht streng und konsequent genug. Tatsächlich haben Strenge und Konsequenz die Situation grundsätzlich zum Eskalieren gebracht. D Da hab ich durch meinen Sohn auch ganz viel lernen dürfen. Durch die Umsetzung der Kloetersbriefe und sein Feedback wurde ich sanft, entspannt und gelassen. Und mein Kind kooperativ, freundlich und "wohlerzogen". Obwohl er in den Augen der meisten Leute gar nicht erzogen wird. :wink:

Ach, ich bin sehr dankbar für die Kloetersbriefe und möchte sie allen Eltern ans Herz legen. Wir haben so unglaublich viel gewonnen dadurch.

Re: Abstillen

Verfasst: 28.07.2011, 18:24
von missdreamy83
ich hab mitgelitten mit meiner maus und wir haben wieder mit dem stillen zu mittag "begonnen"....soviel leid wollte ich nicht mehr meiner maus antun!!

es gibt keinen richtigen zeitpunkt mit dem stillen aufzuhören......wir werden weiter das stillen genießen und bis märz wird sich entw. meine maus von alleine abgestillt haben oder sie muß sich dann an die neuen situation (mama nicht zu hause) gewöhnen müssen.

GEMEINSAM schaffen wir es....und da möchte ich auf den eintrag auf Miri zurück kommen.....gemeinsam mit dem partner eine entscheidung treffen und den gleichen weg einschlagen ist viel wichtiger für das gemeinsame familienleben als immer gegeneinander zu spielen...das macht keinen sinn! man muß nicht immer gleicher meinung sein, aber immer versuchen einen mittelweg zu finden.

in diesem sinne....gemeinsam die stillzeit genießen und gemeinsam den zeitpunkt für das abstillen finden....

Re: Abstillen

Verfasst: 28.07.2011, 20:18
von Yala
Hallo,
ich habs jetzt nicht alle Antworten ganz gelesen, aber ich möchte mal kurz berichten, Mut machen?! :?
Mein Sohn ist nun fast 18 Monate und seit drei Tagen habe ich Mittags das Einschlafstillen weggelassen und es ging total gut! Ich habe IMMER einschlafgestillt und natürlich nachts . Y. hat nie eine Flasche als Ersatz oder einen Schnuller benutzt.
Da wie aber gerne ein zweites Kind einladen würden und ich keinen Zyklus haben, muss ich das Stillen reduzieren, ich habe lange mit mir gerungen und es hat nie mit dem einschlafen geklappt. Nun bin ich mir klar, Y. ist alt genug, ich gebe ihm ganz viel Aufmerksamkeit und Liebe, will aber weniger stillen. Und ich habe wirklich das Gefühl, durch die Klarheit (und er ist auch schon etwas älter) die ich ihm vermittle, konnte er das NIchteinschlafstillen akzeptieren und ist kuschelnd eingeschlafen.
Ich hätte das NIE für möglich gehalten, er ist ein absolutes Stillkind.
ich wünsche Euch viel geduld und klarheit.
LG

Re: Abstillen

Verfasst: 28.07.2011, 21:58
von Kinsale
Sarie hat geschrieben:Ich bin überwältigt von der Vielzahl an Antworten und Danke euch allen!
Alle haben mir sehr geholfen!
Ich werde uns beiden noch die Zeit geben, sich vom stillen zu verabschieden die wir brauchen!
Meine Meinung war bisher auch immer das mein Sohn mehr unter dem Abstillen leiden würde als ich dazu gewinne!
DANKE Nachtfrau, deine Worte darüber es mit Kloterschen Augen zusehen haben mich noch mal bestätigt und darin bestärkt, dass ich bereits richtig empfunden habe!
Zwischenfrage: Was genau hat das mit den Kloetersbriefen auf sich?

Ich muss mir dennoch mehr Zeit für mich nehmen, denn auch in anderen Bereich unseres Lebens macht sich meine Unzufriedenheit bemerkbar!
Aber das liegt nicht am Stillen sonder einfach daran, dass ich seit der Schwangerschaft rein garnichts für mich tue und DAS muss ich ändern und nicht unsere Stillsituation.
Liebe Sarie, das freut mich sehr! Du klingst nun richtig "aufgeräumt" und im Reinen mit Deiner Entscheidung.
Ich wünsche Dir, dass sich Dein Plan mehr für Dich zu tun verwirklichen lässt!!

Und missdreamy, auch über Deine Zeilen hab ich mich gefreut! :D

Liebe Grüße!

Re: Abstillen

Verfasst: 09.10.2011, 12:39
von Sarie
Hallo Ihr Lieben,
ich will mal berichten, euch quasi auf den Stand der Dinge bringen.

Ich kann nur sagen: "Wir stillen noch!"

Ich sage das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Es ist schön an stressigen Tagen so ganz viel Zweisamkeit zu genießen aber es ist auch immer noch anstrengend und die nächtlichen Mahlzeiten wollen nicht weniger werden.
Er saugt mich völlig aus.
Er zieht an den Brustwarzen und trinkt bis wirklich nichts mehr kommt.
Vor allem jetzt wo sich die Eckzähne ankündigen sind die Nächte echt krass!
Auch die Morgen sind anstrengend. Er wacht oft früh auf und lässt mich/uns nur schlafen wenn ich ihn stundenlang stille.
Oft von 5 -7 Uhr.

Mittags können wir die Stillmahlzeit nur weglassen wenn wir mit Auto, Kinderwagen oder Manduca unterwegs sind.
Es zerrt teilweise wirklich an meinen Nerven und wirft immer wieder Konflikte in meiner Partnerschaft auf!

Trotzdem möchte ich den Winter über auf jeden Fall 2 Mahlzeiten beibehalten und dann zum Frühjahr abstillen!

Alles Liebe

Sarie

Re: Abstillen

Verfasst: 10.10.2011, 13:52
von vivi
hallo sarie,

das klingt sehr anstrangend mit dem nächtlichen stillen. bei meiner tochter war es auch so, dass sie nachts alle 1-2 stunden stillen wollte und morgens dauergenuckelt hat. ich denke , das hing auch mit dem zahnen zusammen.ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber bei meiner tochter war es so, dass sie viel besser geschlafen hat, als alle zähne durch waren. mit 22 monaten schlief sie von heute auf morgen 6-9 stunden durch. morgens wollte sie gerne noch lange stillen, aber das war dann für mich o.k.- da ich ja schon gut geschlafen hatte.
in ganz schlimmen zeiten hab ich meiner maus abends viburcol- zäpfchen gegeben und hatte den eindruck, dass die kleine ruhiger schlief.
weiterhin hat es bei mir geholfen immer wieder abzudocken. oft wollte sie gleich weiterstillen, aber je öfter ich das so gemacht habe, desdo öfter hat es auch geklappt, dass sie ohne brust weiterschlief.
letztendlich ist es ja auch tröstlich zu wissen, dass das stillen beim zahnen wie ein schmerzmittel wirkt und dass du die einzige bist, die es schafft, dass dein kleiner trotz des zahnens gut schlafen kann. viele eltern erzählen mir, dass sie nachts mit schreiendem kind herumlaufen mussten- sowas wird dir nicht passieren- du kannst immer liegen bleiben ;-)
liebe grüße

Re: Abstillen

Verfasst: 06.12.2011, 13:08
von Sarie
Hallo Ihr Lieben,
wir sind am Ball geblieben und haben jetzt mehr oder minder erfolgreich die Mittags-Stillmahlzeit verdrängt.
Vor ca. 2 Wochen habe ich angefangen jeden Mittag mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen. Mein Mausmann ist dann immer gleich eingeschlafen.
Seit 4 Tagen lege ich ihn jetzt ohne stillen bei uns hin...wie gesagt mehr oder minder erfolgreich.
Er weint immer eine Weile und ruft "Busi" und "Mama"...Ich streichel ihn, biete im seine Flasche an und nach 15 Minuten schläft er dann auch.
Also das mit dem Weinen hält sich in Grenzen auch wenn mir die Seele schmerzt...
Aber irgendwann musste ich mal anfangen, da ich sehr unzufrieden bin mit der Stillsituation.
Ich weiß jetzt garnicht wie er dann reagieren wird, wenn ich abends anfange ihm die Brust zu verweigern und davor habe ich sehr viel Angst!
Und bis zum zweiten Geburtstag will ich ja auch durch sein mit dem Stillen.
Allerdings plagt mich das schlechte Gewissen immer noch sehr...

Nachts hat es sich weitestgehend normalisiert. Er trinkt um 00:00 Uhr ein mal und dann wieder um 6. Ich merke aber schon, dass um 00:00 Uhr zu wenig Milch drin ist... Ist das Einbildung oder kann das angehen?
Ich habe überlegt als nächstes Morgens die Mahlzeit wegzulassen und direkt um 6 aufzustehen... Aber mein Sohn isst irgendwie sehr wenig und das ändert sich auch nicht wenn wir morgens nicht stillen.
Ist die Muttermilch noch sehr nahrhaft, also sättigt sie noch?

Soviel erstmal von uns...

LG

Sarie

Re: Abstillen

Verfasst: 06.12.2011, 20:55
von Sakura
hallo sarie,

je weniger du stillst, desto weniger milch wird gebildet, es muss also keine einbildung sein.
und deine milch ist nach wie vor nahrhaft, vor allem in perfekter zusammensetzung, perfekt verdaulich, perfekte verwertbarkeit aller inhaltsstoffe, etc.

lg,
S. :-)