abruptes Abstillen
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- jule71
- gut eingelebt
- Beiträge: 26
- Registriert: 06.06.2011, 00:24
- Wohnort: Bei Karlsruhe Baden-Württemberg
Re: abruptes Abstillen
Toller Beitrag Nachtfrau 
Jule mit
Sohn 6/1990
Sohn 9/1993
Tochter 2/1997
Sohn 6/1999
Tochter 1/2011
an der Hand und am loslassen und zwei * im Herzen
Der weibl. Körper kann von selbst ein Kind in sich wachsen lassen, sollte er unfähig sein, das Kind von selbst zu gebären!? Nichts ist neu daran, wie Frauen gebären. Neu ist nur das Verhalten derer, die den Geburtsprozess kontrollieren. Elisabeth Noble
Sohn 6/1990
Sohn 9/1993
Tochter 2/1997
Sohn 6/1999
Tochter 1/2011
an der Hand und am loslassen und zwei * im Herzen
Der weibl. Körper kann von selbst ein Kind in sich wachsen lassen, sollte er unfähig sein, das Kind von selbst zu gebären!? Nichts ist neu daran, wie Frauen gebären. Neu ist nur das Verhalten derer, die den Geburtsprozess kontrollieren. Elisabeth Noble
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: abruptes Abstillen
In Eurer Situation wird es zwar nicht unbedingt noch präventiv gegen eine Allergie wirken, aber Mumi hat eine sehr günstige Nährstoffdichte und ist gut verdaulich. Das wäre für mich das Hauptargument fürs weiteres Stillen.knallfrosch hat geschrieben:Vielleicht könnt ihr mir mal belegen, ob Mumi in dem Alter wirklich noch vor Allergien schützt und auch noch die sonstigen Vorteile aufzählen, um mir klarer zu werden?
Ich kann sehr gut verstehen, dass das Dauerstillen Dich fertig macht. Als meine Tochter so alt war wie Deine sah es hier genauso aus.
Ich drücke Euch die Daumen, dass die Kleine gesund ist. Heutzutage ist in so Vielem unnütz Milch drin.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
- Imkerin
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 670
- Registriert: 29.03.2010, 10:05
- Wohnort: OWL
Re: abruptes Abstillen
Deswegen ja mein Einwand, daß es in der Realität vielleicht anders ist...die Grenzen des Internets.knallfrosch hat geschrieben: @Imkerin: das sind ja nur die grobumschriebenen Symptome, die die Kleine schon vor einigen Monaten hatte, und zwar eher heftig. Ich bin Kinderkrankenschwester und kann das auch ein bisschen einschätzen. Sei mir nicht böse, aber normal ist das nicht, was wir grade mitmachen
Dann wünsche ich Euch viel Glück bei der Diagnosefindung!
LG von der Imkerin
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
- knallfrosch
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 106
- Registriert: 22.10.2010, 13:52
Re: abruptes Abstillen
Ich glaube, jetzt muss ich doch mal noch die Krankheitsgeschichte ein bisschen erzählen... *mal weit aushole*
Kurz, nachdem das Knallfröschlein mit Beikost anfangen durfte, mit sechs Monaten, bekam es Durchfall, ich hab gleich wieder voll gestillt, dann auf ärztliches Anraten wieder Karotte gefüttert, trotzdem dauerte der vier Wochen lang. Kinderärzte konnten nichts finden und rieten zum Weiterfüttern. Mit Banane ging der Durchfall dann wieder weg.
Mit sieben Monaten wurde sie geimpft und am selben Abend führte ich den Abendbrei ein und nahm dazu Säuglingsmilch aus der Packung, die hatte ich noch als Notfallpaket zu Hause und wollte die dafür aufbrauchen (dass Demetermilch viel besser gewesen wäre, habe ich leider erst viel später gelesen). Drei Tage später fanden wir uns wegen Durchfall mit viel Blut im Stuhl und auffälligem Ultraschallbefund vom Darm im Krankenhaus wieder. Also wieder voll gestillt, Infusion, Knallfröschlein ging's ganz schnell wieder besser. Ärzte haben nichts gefunden, ich sollte nochmal Milchbrei einführen, zum Testen. Wir haben's ganz langsam gemacht, über drei Wochen bis zur H-Milch- und es passierte nichts! Kein Durchfall o.ä.
Mit zehn Monaten wurde Knallfröschlein wieder geimpft, hatte vier Tage später wieder Durchfall mit Blutfetzen, also wieder voll gestillt. Ab und zu was zum Essen gegeben, auch wieder ein paar Löffel Milchbrei, eine knappe Woche später wieder Durchfall mit Blut.
Wir waren voll auf die Impfung eingeschossen, Kinderarzt nahm Blut ab und meinte, das könne eigentlich nicht sein. Machte ausführlichen Ultraschall, konnte nichts finden. Und meinte dann, ich sollte beim Knallfröschlein mal vier ein Viertel Jahr die Kuhmilch weglassen, weil das einfach die Häufigste Ursache für Durchfall mit Blutbeimengungen sei. Und er meinte, dass der lange Durchfall am Anfang der Geschichte vermutlich auch mit Kuhmilch zu tun gehabt habe, dann eben durch die Muttermilch.
Ich war kritisch, konnte mir das nicht vorstellen (wieso wir?
), und gab meinem Knallfröschlein am Tag drauf zwei Bissen Schokobanane, weil es so sehr gierte- daraufhin bekam sie zwei Stunden später wieder Durchfall mit Blut und hatte echt starke Bauchschmerzen
Seither glaube ich eben dieser Diagnose, wenn auch mit dem einen oder anderen Fragezeichen... Aber das war sooo eindrücklich. Danach war sie mehr als eine eine Woche tagsüber total jammrig, zahnte auch, aber Paracetamol-Zäpfchen änderten gar nichts an der Stimmung. Und seither waren die Nächte auch so fürchterlich. Also seit drei Wochen. Hab dem KiA alles so erzählt und den Rest wisst ihr ja eigentlich.
Unsre Kanllfröschlein hatte viele starke Bronchitiden und während der Durchfälle auch sehr sehr empfindliche Haut. Man kann es für eine vage Vermutung halten, aber es könnten eben auch Allergiesymptome sein...
@Nachtfrau: ganz sicher hast du Recht mit der Kuhmilch! Allerdings ist es schwierig, sich so einfach umzustellen, wenn man sich fast dreißig Jahre lang mit Kuhmilchprodukten ernährt hat. Das finde ich echt einschneidend. Und was meiner Meinung auch noch dazu gehört: dann darf man aber auch den Calciumbedarf nicht mit Trockenfeigen decken, die sind nämlich nicht regional und das passt dann auch nicht
Vielen Dank aber für den tollen Link! Sehr ermutigend. Mal schauen, ob ich das vielleicht sogar dem KiA mitbringen kann 
Kurz, nachdem das Knallfröschlein mit Beikost anfangen durfte, mit sechs Monaten, bekam es Durchfall, ich hab gleich wieder voll gestillt, dann auf ärztliches Anraten wieder Karotte gefüttert, trotzdem dauerte der vier Wochen lang. Kinderärzte konnten nichts finden und rieten zum Weiterfüttern. Mit Banane ging der Durchfall dann wieder weg.
Mit sieben Monaten wurde sie geimpft und am selben Abend führte ich den Abendbrei ein und nahm dazu Säuglingsmilch aus der Packung, die hatte ich noch als Notfallpaket zu Hause und wollte die dafür aufbrauchen (dass Demetermilch viel besser gewesen wäre, habe ich leider erst viel später gelesen). Drei Tage später fanden wir uns wegen Durchfall mit viel Blut im Stuhl und auffälligem Ultraschallbefund vom Darm im Krankenhaus wieder. Also wieder voll gestillt, Infusion, Knallfröschlein ging's ganz schnell wieder besser. Ärzte haben nichts gefunden, ich sollte nochmal Milchbrei einführen, zum Testen. Wir haben's ganz langsam gemacht, über drei Wochen bis zur H-Milch- und es passierte nichts! Kein Durchfall o.ä.
Mit zehn Monaten wurde Knallfröschlein wieder geimpft, hatte vier Tage später wieder Durchfall mit Blutfetzen, also wieder voll gestillt. Ab und zu was zum Essen gegeben, auch wieder ein paar Löffel Milchbrei, eine knappe Woche später wieder Durchfall mit Blut.
Wir waren voll auf die Impfung eingeschossen, Kinderarzt nahm Blut ab und meinte, das könne eigentlich nicht sein. Machte ausführlichen Ultraschall, konnte nichts finden. Und meinte dann, ich sollte beim Knallfröschlein mal vier ein Viertel Jahr die Kuhmilch weglassen, weil das einfach die Häufigste Ursache für Durchfall mit Blutbeimengungen sei. Und er meinte, dass der lange Durchfall am Anfang der Geschichte vermutlich auch mit Kuhmilch zu tun gehabt habe, dann eben durch die Muttermilch.
Ich war kritisch, konnte mir das nicht vorstellen (wieso wir?
Unsre Kanllfröschlein hatte viele starke Bronchitiden und während der Durchfälle auch sehr sehr empfindliche Haut. Man kann es für eine vage Vermutung halten, aber es könnten eben auch Allergiesymptome sein...
@Nachtfrau: ganz sicher hast du Recht mit der Kuhmilch! Allerdings ist es schwierig, sich so einfach umzustellen, wenn man sich fast dreißig Jahre lang mit Kuhmilchprodukten ernährt hat. Das finde ich echt einschneidend. Und was meiner Meinung auch noch dazu gehört: dann darf man aber auch den Calciumbedarf nicht mit Trockenfeigen decken, die sind nämlich nicht regional und das passt dann auch nicht
- Sakura
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 16267
- Registriert: 01.05.2011, 19:17
- Wohnort: MEI
Re: abruptes Abstillen
((((knallfrosch))))
besorg dir ganz schnell dieses buch http://www.amazon.de/gp/product/1570671 ... d_i=301128. nein, ich will dich nicht zum vegan-sein überreden, aber dort wird fundiert dargestellt, wie frau sich ohne kuhmilch ernähren kann, und trotzdem an genügend calcium kommt. die anderen kapitel kannst du ja ignorieren. reichlichst calcium ist übrigens in mohn und sesam (sesammuß / tahin, z.b. aus brötchen, dann marmelade drauf. oder aus brot, dann tomatenscheiben drauf).
vorteile der mumi: kinder brauchen milch. enn du nicht mehr stillst, was kriegt dein kind dann? pulvermilch, die aus kuhmilch besteht. und auf die reagiert sie allergisch. macht für mich keinen sinn...
besorg dir ganz schnell dieses buch http://www.amazon.de/gp/product/1570671 ... d_i=301128. nein, ich will dich nicht zum vegan-sein überreden, aber dort wird fundiert dargestellt, wie frau sich ohne kuhmilch ernähren kann, und trotzdem an genügend calcium kommt. die anderen kapitel kannst du ja ignorieren. reichlichst calcium ist übrigens in mohn und sesam (sesammuß / tahin, z.b. aus brötchen, dann marmelade drauf. oder aus brot, dann tomatenscheiben drauf).
vorteile der mumi: kinder brauchen milch. enn du nicht mehr stillst, was kriegt dein kind dann? pulvermilch, die aus kuhmilch besteht. und auf die reagiert sie allergisch. macht für mich keinen sinn...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
- knallfrosch
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 106
- Registriert: 22.10.2010, 13:52
Re: abruptes Abstillen
Danke! Nein, sie würde keine Kuhmilch aus Pulver bekommen, sondern eine Spezialnahrung, auf Basis von Aminosäuremischungen. D.h. die Aminosäuren ersetzen den Proteinanteil. Laktose ist auch keine drin. Schmeckt dafür "leicht" bitter 
-
Milchmaedchen
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 518
- Registriert: 03.09.2010, 14:20
Re: abruptes Abstillen
Mh, wenn du vorher eigtl. immer die Erfahrung machen konntest, dass sich mit der Verdauung wieder alles gibt, sobald du vollstillst - warum sollst du denn dann eigentlich abstillen? Ist doch eher etwas widersinnig.
Ich wünsche euch baldige Besserung!
Ich wünsche euch baldige Besserung!
Liebe Grüße vom Milchmädchen
- Muschelsucherin
- SuT-Legende
- Beiträge: 9489
- Registriert: 24.11.2008, 14:12
- Wohnort: Wetteraukreis
Re: abruptes Abstillen
Ich selbst habe mich eine ganze Zeit vegan ernährt, als ich den Verdacht hatte, dass meine Tochter von meinem Kuhmilchkonsum Hautprobleme bekommt.
Nach ein wenig Selbststudium war die Umstellung gar nicht schwer. Mir selbst ging es in der Zeit auch sehr gut.
Schau mal hier: http://www.rezeptefuchs.de/
Da findest du sowohl Rezepte als auch Produkte ohne Milch.
Alles Gute für euch!
Nach ein wenig Selbststudium war die Umstellung gar nicht schwer. Mir selbst ging es in der Zeit auch sehr gut.
Schau mal hier: http://www.rezeptefuchs.de/
Da findest du sowohl Rezepte als auch Produkte ohne Milch.
Alles Gute für euch!
- Sakura
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 16267
- Registriert: 01.05.2011, 19:17
- Wohnort: MEI
Re: abruptes Abstillen
ok. ist auch garantiert hypoallergen und alles, aber trotzdem. ich wette meinen allerwertesten, dass diese mischung aus kuhmilch isloiert wurde.knallfrosch hat geschrieben:sondern eine Spezialnahrung, auf Basis von Aminosäuremischungen
und wenn es bei euch mit stillen klappt, dann wäre das für mich das beste argument FÜR stillen
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
- knallfrosch
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 106
- Registriert: 22.10.2010, 13:52
Re: abruptes Abstillen
Hallo nochmal an alle! Ich wollte euch nochmal Rückmeldung geben. Nachdem ich mich jetzt zwei Wochen kuhmilchfrei ernähre wurde gestern die Diagnose Kuhmilcheiweißintoleranz "gesichert". Zwar wurde durch Blutabnahme noch was anderes entdeckt, aber ich bin jetzt erst mal froh, dass wir diese Diagnose haben und wissen, wie man damit umgehen kann. Unser Alltag wird damit schon wieder deutlich entspannter. Vielen Dank nochmal an euch alle für euer Ermutigen zum Weiterstillen und kuhmilchfrei ernähren! DANKE! 
