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Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 12.03.2011, 21:57
von CaJoLe
Hedi hat geschrieben:Also ich Stelle immer wieder mal fest, dass es durchaus auch "anonyme" Familienbettler gibt :D wenn man selber davon ganz normal erzählt, dann outen sie sich ganz verschämt.... Das finde ich immer wieder nett 8)
Das hab ich auch schon festgestellt, ich versteh das überhaupt nicht, dass das "in der Gesellschaft" so verpöhnt ist...
Ich bin total überzeugt vom FB und finde das sooo schön! Wie kann man da was Schlimmes dran finden??

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 12.03.2011, 22:17
von seelenkind
CaJoLe hat geschrieben:Das hab ich auch schon festgestellt, ich versteh das überhaupt nicht, dass das "in der Gesellschaft" so verpöhnt ist...
Ich bin total überzeugt vom FB und finde das sooo schön! Wie kann man da was Schlimmes dran finden??
Das FB entspricht einfach nicht dem Bild, das sich vom Baby, seinem Zimmerchen und seinem Bettchen in unserer Gesellschaft festgesetzt hat. Schau dich mal um, wie Babys und Babyszimmer im Fernsehen, in Katalogen und in der Werbung präsentiert werden: Bei GZSZ trinken Babys in der Regel aus dem Fläschchen und werden auch mal schreiend im Kinderwagen irgendwo abgestellt, Babyzimmer werden gern als Komplettset verkauft, natürlich mit Decke, Kopfkissen und Nestchen, Werbebabys schlafen in der Regel schnullernd in einem Gitterbettchen, in den vielfrequentierten Elternforen wird tagtäglich zehnfach diskutiert, welchen Kiwa man kaufen soll und in welcher Farbe das Zimmer denn gestrichen wird, Zeitschriftenartikel werden mit aus-der-Flasche-trinkenden, im-eigenen-Zimmer-wohnenden Babys bebildert... wenn man sich dennoch entscheidet, KEIN Zimmer einzurichten und KEINEN Kinderwagen zu kaufen, dann fühlt man sich schon schnell so, als würde irgendetwas fehlen.

Wobei da in den letzten Jahren gerade was das Stillen angeht ein Umdenken stattgefunden hat. Vielleicht, wenn wir es alle fleißig vorleben, kommen ja auch demnächst statt des üblichen "Welche Borte für die Babyzimmerwand?" mehr Anfragen à la "Wie sichere ich unser Familienbett?"...

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 12.03.2011, 23:08
von love123
ich würde die frage umdehen- wie sehe ich die anderen?
für mich ist es normal, dass ich tue, was meine kleine maus möchte- besser gesagt- braucht. bevor sie geboren wurde, habe ich viel über babys gelesen und mich informiert, was z.b.wissenschaftlich- pädagogisch das beste für ein kind ist- gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, auf mein gefühl zu vertrauen. stillen nach bedarf war nach einiger recherche ganz klar die einzige option für mich, tragetuch und trage waren auch schon vor der geburt bestellt- andere sachen sind passiert, weil die kleine es wollte- zb fb. die wiege steht leer und sinnlos neben dem bett :mrgreen: da hat sie NIE drin geschlafen :mrgreen: das war eine gefühlsentscheidung- ohne fb hätte ich sie weinen lassen müssen- das hätte ich nie gemacht! aber- auch fb ist ja bewiesenermaßen gesund und gut für die entwicklung... das viele erkenntnisse noch nicht im mainstream angelangt sind bzw die leute sich nicht informieren sondern konsumieren - das ist ein problem- und diese leute sind mir suspekt... oder die, die sich nur an veraltete pläne (beim stillen, schlafen, etc) halten, statt auf das eigene gefühl und die zeichen des kindes zu hören,...

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 12.03.2011, 23:18
von Tigerlein
Also ich denke, wir wirken auf andere Mütter auch nicht viel anders als sie auf uns. ;) Ich kann mich noch an meine 1. Schwangerschaft erinnern. Da dachte ich noch, dass ich wenn überhaupt 6 Monate stille, da stillen eine seltsame Sache ist und mit 6 Monaten wäre von einem auf den anderen Tag Schluß damit. Natürlich schläft das Kind auch zwar zuerst in seiner Wiege, aber recht bald im eigenen Zimmer. Und selbstverständlich wird es auch im Kinderwagen gefahren. Im GVK war ein Pärchen, dass auch recht alternativ eingestellt war (wir haben uns zufällig übers StudiVZ wiedergefunden und sind in unserer Einstellung mittlerweile recht ähnlich) , Jedenfalls fragten die wie es mit Stoffwindeln aussieht und ich weiß noch, dass die Hebi dazu nicht wirklich was wußte und ich die beiden ziemlich seltsam fand. ;)

Ich habe festgestellt, dass sich die Müttergruppen in Stillgruppen und in anderen Babytreffs sehr voneinander unterscheiden. In Stillgruppen kommen die Mütter eher weil sie Rat suchen und den auch gern annehmen. Die Mütter in Babytreffs gehören oft zur Schreien-lassen und Babybjörn-Fraktion und sind in ihrer Meinung schon recht gefestigt.

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 12.03.2011, 23:39
von blauviolett
Bei mir hat auch erst kurz vor der Geburt bzw. teilweise auch erst als sie dann da war ein Umdenken stattgefunden.
Ich habe auch während der SwS liebevoll ein Kinderzimmer eingerichtet, abgestimmt bis aufs kleinste Detail (wobei von vornherein klar war, dass sie unter keinen Umständen dort alleine schlafen wird). Auch wurden allerhand unnütze und unsinnige Dinge angeschafft, die ein Baby einfach nicht braucht. Z.B. ein Beistellbett (zum Glück gebraucht), einen Vaporisator mit Fläschchen und Zubehör, Kuscheltiere, eine viel zu laute Spieluhr,...) Keine Ahnung warum, aber ich hatte viel Zeit und wahnsinnige Freude daran für mein Baby etwas Schönes herzurichten. Sicher braucht sie das alles nicht, aber für mich hat es sich gut angefühlt und ich hatte solche Vorfreude (und noch keine Ahnung, was auf mich zu kommt und was ein Baby WIRKLICH braucht)! Damals war ich zudem noch in einem anderen Forum angemeldet, wo man sich schnell anstecken konnte mit solchen Dingen.
Ich habe aber auch sehr viel gelesen. Woran Babys sich erinnern, Geburt ohne Gewalt,... Habe mich viele Monate vor der Geburt schon sehr sehr intensiv mit dieser beschäftigt und geplant und getan (und es kam doch anders).
Zum Tragen bin ich erst nach der Geburt gekommen, glücklicherweise aber schon in der 2. Lebenswoche. Ich bin mir sicher, dass das sehr viel zu unserer jetzigen Bindung beigesteuert hat.
Ich habe erst nach der Geburt gelernt, dass ich nur auf mein Gefühl hören muss, statt mich an klugen Ratschlägen meiner Verwandten zu orientieren. Das Bewusstsein muss erst einmal da sein. Bei manchen kommt's leider nie. Viele hinterfragen einfach nicht.

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 13.03.2011, 09:34
von Chasu
gestern beim gardinen kaufen hatte ich ein erlebnis, wir suchten vorhänge und gardinen fürs kinder bzw spielzimmer aus. die verkäuferin fragte dann wie weit zum fenster hin die möbel denn stehen würden usw. mein mann meinte dann "ach die haben wir noch nicht aufgebaut". die verkäuferin fing an zu lachen und meinte dann "na hoffentlich gönnen deine eltern dir wenigstens ein eigenes bettchen"
bei solchen aussagen hab ich mir angewöhnt einfach nur zu nicken und zu lächeln. die leute verstehen das eh nicht und vorallem kommen dann nur dumme sprüche wo man sich nur drüber ärgert.
da ich selber vor der geburt eine von der breiten masse war, kann ich sagen das ich eigentlich gedacht habe das die leute sich einfach nur nicht durchsetzten können.
gott sei dank weiß ich es heut zu tage besser!

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 13.03.2011, 10:35
von Jilliana
Ich bin in meinem Umfeld auch die einzige irgendwie die zumindest trägt, viele die ich kenne stillen allerdings, bzw haben die ersten Monate gestillt.
Eigentlich wollte ich auch gerne noch weiterstillen bis er mindestens 1 Jahr alt ist, das hat sich jetzt leider erledigt (bzw. vor 2 Monaten und damit komme ich immernoch nicht so recht klar. :()
Zum Tragen annimieren konnte ich immerhin einige Mütter aus meinem Rückbildungskurs weil einige so neidisch waren auf mein ruhiges zufriedenes Baby das sich so gern im Tuch an mich kuschelt und nicht im KiWa oder Maxi Cosi brüllt wie einige andere. :)

In meiner Krabbelgruppe die aus dem Vorbereitungskurs entstanden ist, ist Tragen allerdings, ähm, naja, sagen wir mal wenn ich da wieder weggehe fühle ich mich selbst total öko :lol:
Genauso habe ich früher - bevor ich mich damit befasst habe - aber eben auch andere Tragemamas (zumindest mit TT) wahrgenommen, das war einfach so öko.
Und wenn ich hier oder in der nächst größeren Stadt einkaufen gehe bekomme ich immernoch sehr viele sehr befremdliche Blicke und seh den Leuten schon an dass sie genau das gleiche denken wie ich früher. :wink:
Als ich das erste Mal mit TT hier im Supermarkt war haben die Verkäuferinnen mich auch angeschaut wie ein Auto das redet, dass das TT hier so selten ist hätte ich nie gedacht, aber es ist schon auffällig wie selten man das hier doch sieht, denke aber auch es hängt viel einfach mit fehlendem Wissen zusammen, eben weil man doch einen KiWa braucht, das weiß doch jeder, warum über so komische Öko-TTs informieren?

Familienbett, naja, haben wir so halbwegs, allerdings weiß ich noch nicht wie ich meinem Mann das verständlich machen soll dass der Kleine auch die nächsten paar Monate (Jahre) bei uns im/am Bett schlafen soll.
Bisher ist es für ihn so: Solange der Kleine noch nicht durchschläft, schläft er noch bei uns im Bett, aber wenn er dann durchschläft geht er in sein (noch nicht vorhandenes) Zimmer.
Naja, dass er seit fast 3 Monaten schon recht gut von selbst durchschläft habe ich ihm noch nicht gesagt, einfach weil ich auch denke er versteht es einfach nicht, er ist halt so ganz aufgewachsen und die meisten Sachen werden eben so gemacht wie man es aus der Gesellschaft oder (wie Seelenkind schrieb) der Werbung vorgegeben bekommt, eben mit KiWa, eigenes Zimmer/Bett, nach 6 Monaten Flasche und spätestens dann auch durchschlafen.

Schade finde ich für mich einfach nur dass ich mich bei meiner Tochter noch so wenig Vertrauen in meinen Instinkt und Gefühl hatte und dementsprechend viel so gemacht habe wie es eben normal ist. KiWa, zugefüttert mit Flasche (wobei das ein anderes Thema ist warum das angeblich nötig war), mit 6 Monaten schon lange durchgeschlafen und im eigenen Zimmer. Das war für alle im Umfeld auch so ok und eben normal, da hat nie jemand was gegen gesagt, es hat ihr ja auch nicht geschadet, aber dennoch finde ich es für uns 2 einfach schade. :(
Jetzt beim Kleinen ist das anders, ich mache alles wie ich es als richtig empfinde und darf mir oft genug anhören warum ich ihn denn so verwöhne im Tuch und ob er denn noch nicht durchschläft, warum ich ihn nicht mal richtig schreien lasse, er muss das doch jetzt langsam mal lernen usw.
Aber das sind meistens Ratschläge/Fragen von Leuten die ihr Kind damals ab und an übers Knie gelegt haben, oder mit 2 Monaten haben schreien lassen weil die Hausarbeit wichtiger war oder auch ein schlafendes Baby im KiWa vor die Haustür gestellt haben weil das damals da ja so ungefährlich war. :roll:

Dementsprechend ist es mir aber auch mittlerweile total egal wie ich auf andere wirke und hoffe einfach dass sich die ein oder andere zukünftige oder Jungmama ein bissl inspiriert fühlt und sich eben auch über ein paar Sachen ausführlich informiert und mehr auf ihr Gefühl hört statt af das was eben "normal" ist.
So wie eine Freundin von uns die das Tragen zwar auch erst sehr komsich fand, aber mittlerweile garnicht mehr abgeneigt ist und mich gebeten hat sie ein bissl zu beraten und was zu zeigen wenn ihr Kleines da ist (Et im Juli.) :D

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 13.03.2011, 11:30
von gisasz
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber meine Erfahrung dazu:
Am Anfang mag man als Alien gelten, aber die "unglaublich anderen" Berichte, die man z.B. in einer stinknormalen Krabbelgruppe gibt, bewirken in den anderen Mamas trotzdem was!!! Da braucht man gar nicht zu missionieren, nur zu "infiltrieren" :P :mrgreen:
Neee, im Ernst: Ich war/bin immer in ganz normalen Krabbelgruppen, bei denen fast alle anderen Mamis anders ticken als ich...zumindest anfangs. Aber wenn ich dann gelegentlich meine Meining äußere, fangen doch ein paar zum Nachdenken an :roll:
ERgebnisse: 1. KraGru (die ich informell geletet habe...): Da haben 5 von 7 regelmäßigen Teilnehmerinnen deutlich länger als ein Jahr gestillt, 6 von 7 hatten ihre Kinder zumindest teilweise im FB, 4 wurden regelmäßige Tragemamis...
In der jetzigen KraGru, zu der ich erst sehr spät dazugestoßen bin, wurde ferbern diskutiert und anfangs haben es einige befürwortet, aber als dann die ersten Schlafprobleme aufkamen (ich konnte einigen tatsächlich ausreden, dass ein Baby mit 6 Mon alleine durchschlafen können sollte), so mit ca 1 Jahr, hat keine geferbert!!! Und: Die Mami, die mich am anfang am doofsten fand (ich bin mir sicher!!!)ist die einzige, die immer noch gelegentlich stillt...und schätzt mittlerweile mieine meinung und art am meisten... 8)

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 13.03.2011, 11:50
von Solenne
Ich glaube auch, dass Stillen, Tragen, Familienbett für viele einfach extrem "öko" ist. Kommt aber ja auch oft zusammen mit Bio-Essen, oder? Gut, ich kenne auch viele Gegenbeispiele, aber bei uns war es so.
Ich kannte das Stillen von Kleinkindern durch meine Schwester. Sie hat 8 Jahre am Stück gestillt, viele davon Tandem. Als das dritte Kind geboren wurde, hat sie ihre 5jährige abgestillt, weil es ihr zu viel wurde, drei Kinder zu stillen. den Jüngsten hat sie abgestillt, als er dreieinhalb war. Da musste sie starke Antibiotika nehmen, konnte ihn dadurch eh eine Weile nicht stillen, und irgendwie hat es ihr dann wohl auch gereicht nach 8 Jahren. Familienbett haben sie sehr lange praktiziert, mit mehreren Matratzen im Schlafzimmer für alle. Getragen hat sie alle 3. Und die Einkäufe von Lebensmitteln werden vorwiegend im Bioladen erledigt, die Klamotten sind auch zu einem Großteil bio..
Meine Schwester war bei uns schon irgendwie ein Alien, aber ich dachte mir irgendwie, sie wird schon wissen, was sie tut. Ich hatte nicht direkt vor, es genauso zu machen wie sie, eher im Gegenteil, manche Sachen konnte ich mir so für mich nicht vorstellen. Aber konkrete Pläne hatte ich nie.
Meine Vorstellung zu Anfang war, mein Kind auf jeden Fall ein Jahr lang zu stillen, es erstmal (für die ersten Wochen) in den Babybalkon zu packen nachts (Familienbett konnte ich mir nicht vorstellen, weil ich kuschelnd nicht einschlafen kann).. Bloß beim Tragen war ich mir von Anfang an sicher: nen Kinderwagen wollte ich nie. Als mein Sohn da war, hat sich sofort etwas verändert was das schlafen anging. Ich hatte leider einen Kaiserschnitt, und im Krankenhaus kam es mir gar nicht in den Sinn, meinen Sohn in den Balkon zu legen, da hätte ich ihn alleine nie wieder rausheben können, wenn er was hat. Außerdem wollte ich die Nähe und hatte ihn einfach die ganze Zeit im Arm, etwas anderes war nicht denkbar. Zu Hause ist es dann so geblieben, auch wenn er irgendwann dann doch viel Zeit im Balkon verbracht hat, 1,40m wurden einfach zu eng. Inzwischen ist das Bett 1,80m breit und Söhnchen liegt im Kinderbett direkt an meiner Seite. Also bei uns, aber im eigenen Bereich.
Was das Stillen angeht, bin ich irgendwie reingewachsen. Ich war regelmäßig im Stillcafé, einfach weil mir der Austausch dort gefallen hat, die Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl, dort passe ich besser hin, als zu den Muttis in anderen Kursen, die größtenteils nicht gestillt haben. Ich will die Welt gar nicht einteilen in Leute die Stillen und Leute die Fläschchen geben. Aber meine Erfahrung war einfach, das die Einstellung zum Kind bei vielen, die nicht Stillen eine ganz andere ist, als bei mir oder den anderen Müttern im Stillcafé, bzw. den Stillberaterinnen dort. Und es wurde dann so viel darüber gesprochen, das Kind selbst entscheiden zu lassen, wann es nicht mehr stillen möchte, und es wurde so viel über aktuelle Studien berichtet.. Ich hatte einfach das Gefühl, mir wird erklärt, wieso es richtig ist, nach meinem Bauchgefühl zu handeln und nicht nach dem Gerede der Leute zu gehen.
Nun bin ich für die Familie meines Mannes ein Alien, für meine nicht. Ich mache sehr viel so, wie meine Schwester es gemacht hat, ohne dass sie je versucht hätte, mich zu bekehren. Naja, und mein Freundeskreis besteht zum Großteil aus den Frauen, die ich im Stillcafé kennengelernt habe :wink:

Re: Wie wirken wir auf andere Mütter?

Verfasst: 13.03.2011, 11:57
von blauviolett
gisasz hat geschrieben:Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber meine Erfahrung dazu:
Am Anfang mag man als Alien gelten, aber die "unglaublich anderen" Berichte, die man z.B. in einer stinknormalen Krabbelgruppe gibt, bewirken in den anderen Mamas trotzdem was!!! Da braucht man gar nicht zu missionieren, nur zu "infiltrieren" :P :mrgreen:
Neee, im Ernst: Ich war/bin immer in ganz normalen Krabbelgruppen, bei denen fast alle anderen Mamis anders ticken als ich...zumindest anfangs. Aber wenn ich dann gelegentlich meine Meining äußere, fangen doch ein paar zum Nachdenken an :roll:
ERgebnisse: 1. KraGru (die ich informell geletet habe...): Da haben 5 von 7 regelmäßigen Teilnehmerinnen deutlich länger als ein Jahr gestillt, 6 von 7 hatten ihre Kinder zumindest teilweise im FB, 4 wurden regelmäßige Tragemamis...
In der jetzigen KraGru, zu der ich erst sehr spät dazugestoßen bin, wurde ferbern diskutiert und anfangs haben es einige befürwortet, aber als dann die ersten Schlafprobleme aufkamen (ich konnte einigen tatsächlich ausreden, dass ein Baby mit 6 Mon alleine durchschlafen können sollte), so mit ca 1 Jahr, hat keine geferbert!!! Und: Die Mami, die mich am anfang am doofsten fand (ich bin mir sicher!!!)ist die einzige, die immer noch gelegentlich stillt...und schätzt mittlerweile mieine meinung und art am meisten... 8)
Das hört sich doch gut an! :D
Ich denke auch, wir sollten nicht versuchen andere irgendwie krampfhaft zu bekehren. Die müssen schon selbst auf den Trichter kommen.
Ich will einfach meinen/unseren Weg gehen und verschweige diesen dann auch nicht, ich bequatsche aber auch niemanden. Wenn ich gefragt werde sage ich die Wahrheit. Wenn die Leute dann sehen wie ruhig und ausgeglichen meine Tochter ist, dann müssen sie selbst entscheiden ob sie nun umdenken oder einfach wieder nur sagen "Ja, da hast Du wohl Glück gehabt."
Bisher haben die meisten auch begeistert reagiert, als ich erzählt habe wie wir schlafen. Sie fanden es toll, dass ich nachts nicht durch die Gegend tingeln muss und dadurch völlig übermüdet bin. Nur viel Mitgefühl mit den Kleinen gibt es immer noch nicht. Die meisten denken eben immer noch, dass es den Kleinen egal ist wo sie liegen solange sie schlafen. "Sie merken das ja eh nicht ob sie allein sind." Naja, ich sehe das anders... :?