eobei das eigentlich der punkt ist den ich dann nicht verstehe. wenn das kind sich selbst abgestillt hat und die stillbeziehung positiv zu ende gegangen ist, warum kann man dann nicht damit zufrieden sein? man hat die sicherheit das es so richtig für das kind ist und muss sich dann doch auch kein schlechtes gewissen machen oder traurig sein.Lillian hat geschrieben:Ich gebe zu, dass es auch so ein Punkt ist, der mich einfach trifft.
wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
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- ninaK
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Liebe Grüße sendet Nina!
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SteffiJ
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Hm, ich glaube ganz einfach, dass die Bedürfnisse/Wünsche von Kindern und Müttern oder Eltern allgemein nicht immer übereinstimmen (müssen). Ich war im ersten Moment auch traurig, dass das jetzt so abrupt vorbei war, wo der Kleine doch ganz laaaange nur gestillt hatte. Jetzt aus der Distanz heraus kann ich sagen, dass es so schon eigentlich ein Ende war über das ich froh sein kann, weil ich es ihm eben so lange gegeben habe wie er es gebraucht und gewollt hat und es ihm nicht "wegnehmen" musste (aus dem ein oder anderen Grund).
Trotzdem ist so eine Stillbeziehung ja nicht nur ein Geben von Seiten der Mutter, sondern man bekommt ja auch etwas dafür - unersetzbar intime und an Nähe kaum zu übertreffene Momente mit dem Kind. Und ich finde schon, dass man als Mama das Recht hat traurig zu sein, wenn dieser Abschnitt zuende geht, auch wenn man über die Art und Weise des Abstillens doch eigentlich glücklich sein könnte.
Sry, etwas wirr formuliert, aber versteht Ihr was ich meine?
Trotzdem ist so eine Stillbeziehung ja nicht nur ein Geben von Seiten der Mutter, sondern man bekommt ja auch etwas dafür - unersetzbar intime und an Nähe kaum zu übertreffene Momente mit dem Kind. Und ich finde schon, dass man als Mama das Recht hat traurig zu sein, wenn dieser Abschnitt zuende geht, auch wenn man über die Art und Weise des Abstillens doch eigentlich glücklich sein könnte.
Sry, etwas wirr formuliert, aber versteht Ihr was ich meine?
Liebe Grüße,
Steffi mit großer S.(09/04), mittlerem P.(08/08) und kleiner I.(02/12) und ganz kleiner E. (07/14)
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SteffiJ
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Ich muss noch hinzufügen, ich habe gerne gestillt und habe mich auch eigentlich nie "genervt" oder eingeschränkt dadurch gefühlt. Jetzt schläft er "nur" noch in meinem Bett, tagsüber ist er sehr mobil, möchte auch nicht mehr so lange getragen werden sondern selber laufen. Und auch das mit dem Schlafen wird immer weniger "eng". Er braucht (und will) jetzt nicht mehr in meinem Arm zu liegen um einzuschlafen und nachts möchte er nicht mehr so kuschlig nah an mir liegen, er rutscht immer weiter weg. Bald werden wir ihm ein eigenes Bett neben meines stellen (müssen). Das geht von ihm aus, nicht von mir und ich bin da ein bißchen traurig drüber - auch wenn ich weiß, dass es "normal" und gut ist und er sich einfach weiterentwickelt, größer wird und ich ihn immer mehr loslassen muss. Ich glaube das ist ganz normal und kein Wiederspruch 
Liebe Grüße,
Steffi mit großer S.(09/04), mittlerem P.(08/08) und kleiner I.(02/12) und ganz kleiner E. (07/14)
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- Talgaro
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
@ Lilian: Aber 11 Moante ist ja fast ein Jahr. Klar ist das früh, aber in meinen Beitrag bezog ich mich auf die 7/8/9 Monate alten Kinder - außerdem das es so viele sind. Seltene Ausnahmen und Sonderfälle gibt es immer klar. Aber eben viele, wo das Abstillen eindeutig von der Elternseite so gewollt und herbeigeführt wurde. Was aber auch in diesen Fällen absolut ok ist, man muss ja nicht lange stillen, mag nur keine Ausreden
.
Liebe Grüße von Talgaro & ihren drei Räuberkindern (Juni 2002 - Juli 2006 - März 2010)
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Bei uns wars eher so eine teils/teils-Geschichte.
Unsere Motte war auch so ein Kind das sehr schnell nach viel Beikost "verlangt" hat, sie hat durch ihre Beikost-Mahlzeiten wirklich zügig nach Einführung das Stillen schon ersetzt, also nichts mit danach noch stillen.
Sie aß ihren Brei und wollte nichts mehr, anfangs noch ein paar Schluck, und dann aber wars erledigt.
Nachdem wir dann 3 Mahlzeiten Beikost hatten (Mittags, nachmittags und abends), stillte sie tagsüber gar nicht mehr, erst abends dann und 1x-2x nachts/frühmorgens.
Als sie dann nachts nicht mehr, sondern nur noch das 1x frühs um 5 oder halb 6 wollte, und abends auch nicht mehr, war bei mir kaum noch was da.
Tagsüber ging sie gar nicht mehr an die Brust (wie hab ich das schade gefunden, weiß ich noch, troststillen war bei uns nie Thema, Stillen war bei ihr immer ausschließlich Nahrung), und abends zum Einschlafen auch nur halbherzig, da sie abends ja dann schon vom Tisch aß (sie war 11 Monate).
Ich gehörte von Beginn an immer zu den Frauen, die arg kämpfen mußten um ihre Milchbildung konstant zu halten, reichlich wars nie, aber es war ok.
Aber durch dieses nur noch 1x stillen pro Tag wars dann so, daß ihr das als "Frühstück" bald nicht mehr reichte, sie trank beide Seiten, und weinte bitterlich, und sagte "Mama leer!"
Mir tat sie dann echt leid, weil sie richtig Hunger hatte morgens, ich ihr aber nicht genug Milch hatte, so daß wir 2 Möglichkeiten hatten, entweder um halb 6 dann aufstehen und frühstücken, oder eben nach dem stillen noch Milch aus der Flasche nachfüttern.
Und das war dann der moment, wo ich aktiv gesagt hab, gut, wenns für das 1 Mal stillen am Tag dann auch nimmer reicht, dann still ich jetzt schon ab.
Das war dann der aktive Part von mir, wo ich egoistisch war.
Unsere Motte war auch so ein Kind das sehr schnell nach viel Beikost "verlangt" hat, sie hat durch ihre Beikost-Mahlzeiten wirklich zügig nach Einführung das Stillen schon ersetzt, also nichts mit danach noch stillen.
Sie aß ihren Brei und wollte nichts mehr, anfangs noch ein paar Schluck, und dann aber wars erledigt.
Nachdem wir dann 3 Mahlzeiten Beikost hatten (Mittags, nachmittags und abends), stillte sie tagsüber gar nicht mehr, erst abends dann und 1x-2x nachts/frühmorgens.
Als sie dann nachts nicht mehr, sondern nur noch das 1x frühs um 5 oder halb 6 wollte, und abends auch nicht mehr, war bei mir kaum noch was da.
Tagsüber ging sie gar nicht mehr an die Brust (wie hab ich das schade gefunden, weiß ich noch, troststillen war bei uns nie Thema, Stillen war bei ihr immer ausschließlich Nahrung), und abends zum Einschlafen auch nur halbherzig, da sie abends ja dann schon vom Tisch aß (sie war 11 Monate).
Ich gehörte von Beginn an immer zu den Frauen, die arg kämpfen mußten um ihre Milchbildung konstant zu halten, reichlich wars nie, aber es war ok.
Aber durch dieses nur noch 1x stillen pro Tag wars dann so, daß ihr das als "Frühstück" bald nicht mehr reichte, sie trank beide Seiten, und weinte bitterlich, und sagte "Mama leer!"
Mir tat sie dann echt leid, weil sie richtig Hunger hatte morgens, ich ihr aber nicht genug Milch hatte, so daß wir 2 Möglichkeiten hatten, entweder um halb 6 dann aufstehen und frühstücken, oder eben nach dem stillen noch Milch aus der Flasche nachfüttern.
Und das war dann der moment, wo ich aktiv gesagt hab, gut, wenns für das 1 Mal stillen am Tag dann auch nimmer reicht, dann still ich jetzt schon ab.
Das war dann der aktive Part von mir, wo ich egoistisch war.
LG Jeannex
mit den Räubermädels Madame 07/04 und Motte 08/07
Ich arbeite auf 75% und bin in mehreren Foren aktiv, Sorry,falls es mal dauert mit Antworten. Ich versuche gerade, hier wieder Anschluß zu finden.
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-
EUfqtw
Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Du hast mich falsch verstanden.ninaK hat geschrieben:eobei das eigentlich der punkt ist den ich dann nicht verstehe. wenn das kind sich selbst abgestillt hat und die stillbeziehung positiv zu ende gegangen ist, warum kann man dann nicht damit zufrieden sein? man hat die sicherheit das es so richtig für das kind ist und muss sich dann doch auch kein schlechtes gewissen machen oder traurig sein.Lillian hat geschrieben:Ich gebe zu, dass es auch so ein Punkt ist, der mich einfach trifft.
An sich bin ich natürlich shcon damit zufrieden, eben weil ER es beendet hat. Aber für mich selbst war ich schon wehmütig. Und wenn man dann immer wieder liest, dass es nicht sein kann, dass Kinder das von sich aus tun und es daran liegt, dass die Mütter es eigentlich nicht mehr wollten, dann ist es schon manchmal verletzend.
- Pumafuss
- hat viel zu erzählen
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Meine Schwester hat sich angeblich mit 7 Monaten selbst abgestillt. Sie hatte aber einen Schnuller, hat Brei bekommen und ab und zu MuMi aus der Flasche bekommen. Dann gabs mal nen Stillstreik und meine Stiefmutter ist völlig in Panik (das Kind verhungert!) losgepeest, um Flaschennahrung zu besorgen und hat aus Frust erstmal eine geraucht.
Klingt jetzt so moralisch und vorwurfsvoll, aber für die war das echt ein Weltuntergang! Sie hat es nicht besser gewusst und ich war da erst 15 und hatte leider auch keine approbate Stillberatung parat. 
- Pumafuss
- hat viel zu erzählen
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Nachtrag: und trotzdem gibt es alles! Es gibt tatsächlich ja auch Kinder, die nicht getragen werden wollen. Wenn man alles versucht hat, hat man alles versucht und in ein paar Jahren gibt es vielleicht jemanden, der die Lösung für ein damaliges Problem gehabt hätte...
Ich finde wir attachements müssen echt aufpassen, nicht arrogant zu werden. Alle Mütter, die ich kennengelernt habe tun ihr bestes - auch wenns mich dabei manchmal gruselt. Dann muss ich mich oft daran erinnern, dass ich nicht diejenige bin, die mit Sicherheit sagen kann, was richtig oder falsch ist. Auch wir haben unsere Tellerränder über die wir mal rüberschauen sollten. So, sorry, höre jetzt auf mit dem Blabla...
Ich finde wir attachements müssen echt aufpassen, nicht arrogant zu werden. Alle Mütter, die ich kennengelernt habe tun ihr bestes - auch wenns mich dabei manchmal gruselt. Dann muss ich mich oft daran erinnern, dass ich nicht diejenige bin, die mit Sicherheit sagen kann, was richtig oder falsch ist. Auch wir haben unsere Tellerränder über die wir mal rüberschauen sollten. So, sorry, höre jetzt auf mit dem Blabla...
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EUfqtw
Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Pumafuss hat geschrieben: ich war da erst 15 und hatte leider auch keine approbate Stillberatung parat.
Mein Mann hat sich auch mit 6 Monaten selbst abgestillt. Er wollte wohl nur noch Brei, Flasche hat er als Ersatz auch nicht akzeptiert. Das find eich auch echt krass in dem Alter. Und meine Schwiegermutter macht nicht den Eindruck als wäre ihr Stillen "lästig" gewesen.
Wer weiß, vielleicht hat es mein Sohn von meinem Mann geerbt. In sofern hatte ich ja echt Glück mit den 11 Monaten Stillzeit
Im Nachhinein kann ich über das Stillende bei meiner Tochter damals auch nur den Kopf schütteln
Aber es war - wie bei so vielen - pure Unwissenheit. Ich habe das damals beste für meine Tochter getan und ich sehe es heute auch noch als richtig an (weil ich es einfach nicht besser wusste).
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Bondolina
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Re: wirklich? babys unter einem jahr stillen sich selbst ab?
Ich habe vor der Geburt Flaschen gekauft - für den Notfall und fürs mal abpumpen. Und ich war ehrlich gesagt froh, dass ich - als wir im Frühwochenbett nach einer Woche extremster Stillprobleme leider zufüttern mussten (es ging wirklich nicht anders zu dem Zeitpunkt), nicht losrennen und Fläschchen kaufen mussten. Stattdessen hatte ich vorher in Ruhe bisphenol-A-freie und ökotestgetestete Flaschen und Sauger gekauft und konnte wenigstens in dem Punkt ein gutes Gewissen haben. Deshalb: Bitte Flaschen nicht grundsätzlich verteufeln. Nicht jeder hat die richtige Stillberatung am Anfang, die es ermöglicht ohne auszukommen.Kerstin hat geschrieben:Ich hatte nie Flaschen gekauft. Gut wir hatten auch nie einen Stillstreik, aber ich denke, man wartet doch eher ab, bis das Kind wieder stillt. Oder rennt man da gleich los und kauft sich das ganze Gedönse?
Lange gestillt und getragen habende Mama von Bondolinchen (Anfang 2009)
und Mini-Bondolinchen (Frühj. 2012)
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