Maryam+Leo hat geschrieben:Das Einschlafen ist wie ich schon beschrieben habe völlig aus dem Ruder gelaufen. Er ist im Bett rumgetobt, hat Schränke ausgeräumt und war tot müde. Wenn mein Kind nicht müde ist, muss es nicht schlafen. Aber wenns schon im Wohnzimmer vor Müdigkeit rumtorkelt und sich die Augen reibt und halb auf dem Boden einschläft, dann ist es müde und dann gehört es ins Bett.
Klar hat er mit uns gespielt und uns "verarscht" er wusste genau er soll im Bettchen bleiben (konnte ja kuscheln etc.) aber nein er wandelte immer wieder durchs Schlafzimmer um auf der Nachttischlampe rumzuschlagen oder Klamotten aus Schränken zu reißen und mich dann frech anzugrinsen ob ich das auch ja sehe.
Ich hatte bis hierhin alles gelesen und bis hierhin auch noch nicht den Impuls, was dazu schreiben zu müssen, der kam erst bei einem späteren Satz in diesem Post, aber was du hier beschreibst, klingt für mich nach
übermüdet und deswegen ausser Rand und Band. Einem nichtmal 1 1/2 Jahre alten Kind da eine böse Absicht zu unterstellen klingt für mich sehr abstrus.
Maryam+Leo hat geschrieben:Ich weiß nicht, was das mit "aufgeben" zu tun hat, wenn er es lernt alleine einzuschlafen. Offensichtlich kommt er gut damit klar und es ist eine Lösung für uns alle.
In der ersten Nacht 20 mal nach euch zu rufen und es dann zu lassen, hat meiner Meinung nach schon ganz schön was mit aufgeben zu tun. Er hat nicht gelernt zu schlafen, schlafen kann man nicht lernen. Er hat gelernt, dass es nicht lohnt nach euch zu rufen. DAS ist der Lernerfolg, nicht das alleine einschlafen. Er hat gelernt, sich damit abzufinden, dass er alleine einschlafen muss. Er hat ja eh keine Wahl, er ist allein... also wofür unnötig Energie verschwenden?
Maryam+Leo hat geschrieben:Ich hab ja niemals geschrieben, dass das jetzt hier ne Zauberformel ist oder sonstewas, daher finde ich einige Beiträge etwas unpassend... Wenn ihr wüsstet wie viele hier ferbern, oder geferbert haben, sich aber niemals trauen würde das öffentlich zu schreiben, würde euch vermutlich die Kinnlade runterfallen.
Ist das dein Argument?
Dies ist die Stelle, an der ich den Impuls spürte, deinen Weg kommentieren zu müssen.
Es ist deine Sache, deinen Weg gut zu finden. Es ist deine Sache zu glauben, dein Kind habe schlafen gelernt. Aber ist das dein Argument für alles? Mir ist ehrlich gesagt völlig egal, wie viele hier geferbert haben und es niemals zugeben würden. Dieses niemals zugeben würden zeugt für mich zumindest für ein schlechtes Gewissen, ist gewiss bei vielen Ferber Eltern so. Und schlechtes Gewissen zeugt zumindest vom Bewusstsein, etwas getan zu haben, was uU nicht richtig war.
Wenn dir diese Rechtfertigung hilft, dich damit besser zu fühlen, dein Kind abgewandelt geferbert zu haben, dann soll es so sein. Aber dieses Argument kann ich einfach nicht mehr hören... etwas sei gut, weil's ja alle machen. Da krieg ich fast Stresspickel, so dermaßen kann ich das nicht mehr hören...
Maryam+Leo hat geschrieben:Ich finde den Weg den wir gerade gehen gut, für alle von uns und ich empfinde es nicht, als würde ich meinem Kind damit Schaden. Er kennt das Ritual, er lässt sich offensichtlich drauf ein und wir gewinnen alle.
Würde er gerne auf meinem Arm einschlafen wollen oder angekuschelt, wäre das für mich kein Problem, jedoch scheint es so, als würde er es eben nicht wollen.
Ich kenn dein Kind nicht, mag sein dass es so ist.
Aber wie ich bereits weiter oben schrieb, klingt das für mich nicht, als würde er sich darauf einlassen. Er hatte bloss keine andere Wahl und hat sich mit diesem "Ritual" abgefunden.