mama2008 hat geschrieben:klar soll das familienleben realistisch sein, aber z.b. den kindern gestellt vorzuleben, dass fernsehen schlecht ist, und dann sich abends "es reinzuziehen" hat für mich keine vorbildfunktion, sondern eher was von heimlichkeit vorleben. sich als eltern selbst dinge auzuerlegen, die eigendlich dem naturell nicht entspricht.
Ich finde das ist zu einseitig formuliert. Ich möchte für unsere Familie nicht, dass das Fernsehen all zu wichtig wird. Da geht es dann auch nicht darum zu thematisieren, dass es schlecht ist (auch wenn das natürlich implizit dahinter steckt). Und da mir das Nichtschauen überhaupt nicht schwer fällt, bleibt der Fernseher halt aus, solange die Kinder wach sind (und auch ganz oft, wenn sie schlafen). Das hat nichts mit Heimlichkeit vorleben zu tun, die Kinder- und Erwachsenenwelt bietet halt unterschiedliche Aspekte mit seinen Vor- und Nachteilen. Mag altmodisch klingen, aber so ist es doch?!
mama2008 hat geschrieben:hm, die ohne fernseher schauen dann per computer online oder ne dvd oder wie auch immer,
also so wirklich ohne eines der beiden medien ist keiner oder?
Ich würde mal behaupten, die mit Fernseher schauen tendenziell öfter was als die mit PC? Ich für mich denke, dass darin der Unterschied liegt - der Stellenwert bewegter Bilder ist ein anderer. Und halt in der Rangehensweise. Wird jeden Abend automatisch die Kiste angemacht, aus Gewohnheit und Routine? Oder wird speziell ausgewählt und nur selten (das wäre für mich zwei bis viermal pro Monat) ganz bewusst ein Film angeschaut? (Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass da keine Wertung drinsteckt!!). Dass Fernsehen dem Naturell entspricht finde ich eine seltsame Aussage

Es geht hier doch eher um Gewohnheiten als um charakterliche Eigenschaften.
Ob jemand keines von beidem nutzt würde mich auch interessieren?
Und dann wäre meine nächste Frage: ist in Foren surfen sooo viel besser als sich vom Fernseher berieseln zu lassen?
Ich denke, da muss jeder ganz persönlich und für seine Lebensituation passend eine Antwort für finden, ich finde jede Entscheidung "gut", solange man dahinter steht und sie bewusst getroffen wurde. Zumindest geht es mir so: ich empfinde Abende, an denen ich mich zu sehr getrieben gefühlt habe ewig zu surfen/fern zu sehen oft als vergeudet. Bewusst sich zu entscheiden "heute mache ich xy" fühlt sich für mich meist besser an.
Äh, wo war der rote Faden zum Thema? Die Heimlichkeit: da mich die Kinder beispielsweise recht oft am PC erleben (ich schreibe an meiner Abschlussarbeit, also nicht nur surfend

), dürfen sie da eher mal ran als an den Fernseher. Weil der PC in unserer Familie einen höheren Stellenwert hat.
Ich glaube, ich mache mal eine Umfrage
