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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:00
von wasserratte
Aber Essen am/im Becken stört mich.
Und ich bezweifle, dass es beim Stillen eines Dreijährigen um Nahrungsaufnahme geht. Hab da null die Assoziation essen/trinken, sondern einfach trösten/beruhigen. Und warum das nicht im Schwimmbecken gehen soll?

Re: AW: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:13
von honigtopf2010
Tja Mondenkind, ... da hast du das hier wohl alles nicht verstanden... Hier sind alle voll offen und tolerant gegenüber stillenden Frauen und Kindern, gleich welchen Alters. So offen und tolerant, dass sie sich ganz offen vor Muttermilch ekeln oder stillen mit onanieren, pinkeln oder spucken vergleichen :mrgreen:
.... :shock: ... man bin ich grad froh keine 'blaugeäderte Stillbrust' zu haben. Als geübte Langzeitstiller tropfe weder ich noch meine dreijährige Tochter. Wir dürften also. .. :mrgreen::mrgreen: boah, Leute!

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:23
von Katha
Kl. Hase kommt demnächst mit Hasenpapa und mir zu nem großen Abendtermin (draußen)
Da sind "normale" Menschen aus unserem Arbeitskontext.
Ich muss gestehen, wenn ich mir einige Aussagen hier in diesem Thread in der SuT-Welt so durch den Kopf gehen lasse, nimmt meine Courage bzgl. Einschlafstillen und Tragen dort ab...
Machen werde ich es trotzdem, aber ich stelle mich gerade auf noch doofere Blicke ein, wenn das Stillen bemerkt wird.
Und nein, es geht nicht immer diskret, mit müdem Kleinkind

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:41
von LaLeMi
Ich hatte Latascha gefragt, was sie stört, und sie hat geantwortet, danke dafür ! Ich kann das nun nachvollziehen bzw akzeptieren (verstehen nicht, aber da bin ich ganz bei dir, Latascha, ich verstehe auch die Angst vor Mäusen zB nicht. Ist ja nicht alles rational).
Was ich nach wie vor auch nicht verstehe, ist das auf eine Stufe stellen mit den Ausscheidungen. Das erschreckt mich tatsächlich. Für mich wäre das einzige irgendwo vergleichbare ein anderes Getränk oder ein Schnuller am Beckenrand.
Ich habe aber generell das Gefühl, dass dies zu zwei Diskussionen geworden ist und mit dem Ausgangspost die eine eben nix zu tun hat.
Und für den Bademeister und vermutlich auch die sich beschwerenden Gäste ging es Schätze ich wirklich weniger um den Ort als vielmehr um die Tatsache des überhaupt stillenden und auch noch so großen Kindes. Das ist natürlich eine subjektive Unterstellung von Mir, deren Untermauerung ich aus der blöden Jugendamts-Äußerung ziehe.

Und da kann ich hier in der Diskussion das aufhalten an "Nebenkriegsschauplätzen" wie dem Ort nicht verstehen, denn da geht für mich die Sympathie für die Mutter eindeutig vor bzw hat den höheren stellenwert. und ja. Ich hätte auch am Beckenrand gestillt. Mir war bis heute gar nicht klar, dass sich jemand aufgrund der MuMi daran stören könnte. Zudem hätte auch ich versucht, a) für alle drei Kinder Aufsicht bewahren zu können und b) das Thema möglichst unauffällig zu erledigen, und das wäre für mich wohl auch die Option Beckenrand gewesen.

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:45
von liamadita
mal ganz abgesehen vom kleinkind-stillen oder dem muttermilch/freibad aspekt finde ich es ganz schön traurig,dass menschen die mal irgendetwas anders machen als die norm, direkt stören und am besten irgendwo angezeigt(die badegäste beim bademeister,der dann wiederum beim jugendamt) oder rausgeschmissen werden :(

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:50
von Captainsparrow
Also, die Frau stand IM WasserBecken und hat ihr Kind gestillt, nicht am Beckenrand schrieb die Threadstarterin. Ich selbst war immer ein auslaufendes Modell, also wäre da bei mir mit Sicherheit MuMi im Becken gelandet weil bei mir immer beidseitig der msr ausgelöst wurde, was natürlich nicht bei jeder Frau der Fall ist. Vom Stillen in der Badewanne weiss ich auch, dass das dann als sichtbarer kleiner Milchteppich auf der Wasseroberfläche treibt. Das würde mich jetzt nach 2 Kindern nicht mehr stören, wenn da MuMi im Wasser ist. Bevor ich allerdings Kinder hatte, fand ich das immer sehr suspekt und wollte damit nix zu tun haben ( um jetzt nicht zu sagen eklig). Die Einstellung dazu, Muttermilch als das anzusehen was sie ist ( ein wertvoller Stoff) und nicht wie eine Art Ausscheidungsprodukt, ist ein Reifeprozess der vor Allem davon abhängt, ob man Muttermilch als solche vielleicht schon im engen Familien/ Freundeskreis oder beim Selbst- Stillen kennengelernt hat. Mein Mann fand es z.B. immer befremdlich wenn unsere Bekannte in unserem Beisein gestillt hat, und da mal ein Tropfen Milch gelaufen ist.. Und als anfangs mal das Kind den Saugschluss verloren hat während dem MSR und es eine kleine Rundumdusche gab, hat er fast panikartig Deckung gesucht. Als er dann selbst " stillerfahrener " Papa war, hat es ihn nichtmal mehr interessiert wenn er zwischen 3 stillenden Frauen beim Kaffeekränzchen saß, das war ganz normal und gar nicht mehr seltsam für ihn. Ich denke so ging es den Besuchern da auch, die sich beschwert hatten. Genauso wie es halt für jemanden der sich noch nichtmal mit dem Gedanken an Stillen als solchen befasst hat, ein Unding ist, plötzlich einen 3 Jährigen an der Brust zu sehen. Natürlich hat die Mutter ein Recht darauf ihr Keinkind überall zu stillen, wo sie möchte. Nur finde ich schon, dass man auch mal ein wenig versuchen muss, sich in die Rolle von anderen Menschen hineinzuversetzen. Für einen Säugling bedeutet es Todesangst wenn er Hunger hat und nichts bekommt. Das ist ein großer Stress für so einen kleinen Wicht, jede Minute die sich der Zugriff auf das Essen hinauszögert. Deshalb habe ich meinen Säugling auch mal in Situationen gestillt, in denen wir keinen ruhigen Rückzugsort hatten. Als mein Kind größer wurde und etwas verständiger, begannen da aber auch meine Bedürfnisse und die Bedürfnisse der Umwelt mit reinzufliessen ( möchte ich jetzt erst noch xyz fertig machen/ ist es jetzt für die Leute im proppenvollen Restaurant angenehm wenn ich stille oder such ich mir lieber eine ruhige Ecke). Meinen 3 Jährigen stille ich ja nicht mehr. Würde ich es tun, dann aber bestimmt nicht in einer Menschenmenge. Und ehrlich gesagt schon gar nicht im Wasser im Freibad. Meine Kinder bekommen im Wasser nichts zu Essen oder zu trinken. Das tun wir auf der Decke und nicht im Becken, so wie es die Regel ist im Freibad. Ich denke eine unverkrampfte Einstellung zum Stillen muss von beiden Seiten kommen, ohne Beschimpfungen aus der Umwelt, aber auch mit Bedacht der stillenden Mitter. Nicht alles was man von Rechtsseite her darf, muss man auch tun. Dass die Reaktion des Bademeisters daneben war, muss man denk ich gar nicht duskutieren.


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Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 21:58
von Sycorax
Ich musste noch viel an diese Mutter denken und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich vermutlich nicht die Traute hätte in der Öffentlichkeit eines Schwimmbeckens zu stillen. Ich würde an den Platz gehen und dort stillen. Das ist zwar auch Öffentlichkeit, aber "meine Decke im schattigen Bereich".
Wäre ich mit den Kindern im Wasser und sähe eine Frau, die ihr Kind (egal welchen Alters) stillt, fände ich es großartig und lächelte ihr zu, wenn sie in meine Richtung schaut.

Für mich habe ich noch einen Entschluss gefasst: Sollte ich jemals mitbekommen, dass jemand wegen Stillens eines Kleinkindes so merkwürdig angesprochen bzw. zurechtgewiesen wird, dann werde ich besagter Person einen passenden Text zurückgeben.
Das musste ich so für mich klarkriegen.


:oops: Mir ist übrigens noch eingefallen, dass ich letztes Jahr in Grömitz die Minimissy auch im Wasser gestillt habe. Im Sling. Gestört hat sich keiner daran. Weil es im Meer war? Weil die Minimissy noch so klein war? Weil die Leute einfach verständnisvoller waren? Keine Ahnung!

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 22:05
von Kinsale
Hm. Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert vom Verlauf der Diskussion hier.

Ich habe jetzt (fast) alles nochmal nachgelesen. Ich habe nirgends einen Beitrag gefunden, aus dem zu lesen ist, dass jemand dagegen ist, ein Stillkind egal welchen Alters in der Öffentlichkeit zu stillen. Irgendwelche Äußerungen über unschöne (?) Stillbrüste ebenso wenig.

Einige finden es nicht richtig, im Becken zu essen und zu trinken und zählen Stillen (unter anderem) zur Nahrungsaufnahme. Andere sehen das anders und betonen den Beruhigungs-/Kuschelaspekt.
- ist das wirklich ein Grund, hier derart unhöflich, herablassend und empört zu schreiben?

Die in meinen Augen unglücklichen bis unpassenden Vergleiche wurden ja schon fast begeistert aufgenommen - (Ha! Jetzt aber ein Grund zum über die Schreiberinnen herfallen!!)- dabei wurde leider überlesen, dass hierbei weder jemand geschrieben hat, er sehe im Stillen etwas sexuelles, noch wurde MuMi mit Fäkalien gleich gesetzt.

Keiner von uns war dabei. Aus den Äußerungen der TE kann ich jedenfalls nicht zweifelsfrei herauslesen, wie diese Auseinandersetzung abgelaufen ist. Wenn mich jemand mit Jugendamt und solchem Mist käme, dann könnte es durchaus sein, dass ich in einer Weise antworten würde, die einen Rauswurf rechtfertigen würde. Daher schloss ich nun nicht so eindeutig darauf, dass sie WEGEN DES STILLENS rausgeflogen ist. Sollte dem so sein, wäre das natürlich ein Unding. Das hat hier aber doch niemand in Frage gestellt?! Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass es ja auch einen anderen Verlauf der Dinge gegeben haben könnte.

Dass allein die Bemerkung, man fände es besser, nicht im Becken zu stillen gleich zu Betroffenheitsäußerungen bis hin zu Bekundungen nun nicht mehr öffentlich stillen zu wollen führt, empfinde ich ehrlich gesagt übertrieben. Und dass ich, weil ich in einem Forum schreibe, dass das Stillen im Namen führt, jede stillende Frau vollkommen unkritisch und über jeden Zweifel erhaben sehen muss- das will mir nicht so recht einleuchten.

Toleranz ist doch immer eine gegenseitige Sache. Nicht?

Re: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 22:12
von suri
Kinsale hat geschrieben: Dass allein die Bemerkung, man fände es besser, nicht im Becken zu stillen gleich zu Betroffenheitsäußerungen bis hin zu Bekundungen nun nicht mehr öffentlich stillen zu wollen führt, empfinde ich ehrlich gesagt übertrieben. Und dass ich, weil ich in einem Forum schreibe, dass das Stillen im Namen führt, jede stillende Frau vollkommen unkritisch und über jeden Zweifel erhaben sehen muss- das will mir nicht so recht einleuchten.

Toleranz ist doch immer eine gegenseitige Sache. Nicht?
DANKE!

Re: AW: Stillende Mutter des Freibads verwiesen

Verfasst: 09.06.2013, 22:18
von honigtopf2010
Kinsale, da hast du leider nicht Recht. Es gab diese Vergleiche und mich hat das erschreckt. Besonders die Parallele zur Onanie.