revolte hat geschrieben:Bechern.. Hm .. ginge .. aber der fingerfeeder ist ja auch Teil des saugtrainings.. wenn ich den weglass, könnte es an der Brust wieder problematischer werden, oder?
Um das mit dem BES monatelang durchzuziehen, dafür fehlt mir ehrlich zugegeben das nötige Selbstbewusstsein denk ich.
Mal den fingerfeeder mitnehmen, kommt drauf an wohin, das geht ja.. aber sich im Notfall darauf verlassen zu können, dass das Trinken an der Brust ausreichen muss, wäre schon wünschenswert.
Oh, das war dann missverständlich ausgedrückt: wenn Ihr im Moment Fingerfeeding als Teil des Saugtrainings macht, dann sollst Du das natürlich keinesfalls jetzt weglassen! Ich dachte das mit dem Bechern eher als Antwort auf Deine Bemerkung zum "monatelang" und "auf den Spielplatz mitnehmen". Also eher, wenn Du Dir die langfristige Perspektive des evlt. dauerhaften Teilstillens vorstellen willst und dann denkst: mit Fingerfeeder auf dem Spielplatz - never! Dann wäre Becherchen eher denkbar. Als Flaschenalternative sozusagen

, nicht um jetzt ein (vorübergehend notwendiges) Saugtraining abzubrechen...
(Und am Selbstbewusstsein könnte man im Zweifelsfall vielleicht arbeiten

Davon aber mal ganz abgesehen: wenn Teilstillen heißt, dass Du einen nennenswerten Teil von Milch selbst bildest und Dein Baby nur z.T. zugefüttert werden muss, dann ist es meines Wissens nach ab einem bestimmten Zeitpunkt meist möglich das BES z.B. für bestimmte Zeiten unterwegs oder auch z.B. die ganze Nacht ganz wegzulassen und in den Zeiten zuzufüttern, in denen das halt logistisch besser klappt. So habe ich es hier im Forum zumindest schon einige Male gelesen, dass z.B. die Nächte dann recht bald BES-frei sind...)
Ich würde dem Saugtraining unter Anleitung einer erfahrenen Stillberaterin jetzt erstmal ein bisschen Zeit geben. Vielleicht lösen sich viele Deiner Bedenken dann auf einmal in Luft auf. Ich weiß, wie leicht sich das jetzt von meiner Seite aus sagt, und wie schwer es mitten in einer verfahrenen wirkenden Situation drinsteckend sein kann

. Es ist zwar ein echtes Müttermantra - aber es sind so oft wirklich nur Phasen. Und mittendrin denkt man: wenn das so weitergeht, stehe ich nichtmal den nächsten Monat durch. Und rückblickend merkt man dann erst, wie kurz die schlimme Zeit im Verhältnis auf einmal wirkt - und wie viele neue, immer andere Phasen sich an diese eine mit diesem einen Problem anschlossen und es in der Erinnerung zurechtrücken und in ein besseres Verhältnis bringen.
Ich sehe mich noch im Wochenbett zu meinem Mann sagen, dass ich, wenn Stillen SOOO ist, aber höchstens die ersten sechs "Pflichtmonate" durchhalte und dann bekommt das Kind eben die Flasche (und das mir, die ich schon vor der Schwangerschaft überall das LZS propagierte). Ich war sooo enttäuscht von der Praxis (und da waren meine Probleme wenige und kleine gegen das, was Du nun schon alles gemeistert hast

). Und nun schaue ich auf zweieinhalb Jahre Stillzeit zurück - nicht immer nur unproblematische Zeiten, aber immer wieder schön

. Schön genug, als dass der Anfang in meiner Erinnerung fast völlig verblasst ist und ich mich auf mein nächstes Stillbaby freue...
revolte hat geschrieben:Ja.. die Stunde stört mich nicht..
Dass er unruhig ist auch nicht ..
Nur das Gefühl dass es komplett umsonst war.. das ist schlimm.
Das stimmt in meinen Augen für ein Baby aber nie: eine Stunde an der Brust der Mutter verbracht zu haben - selbst wenn da GAR KEINE Milch rauskäme, ist nie und nimmer "komplett umsonst". Dein Baby tankt an Deiner Brust doch nicht nur Milch - sondern Mamaduft, Mamanähe, Mamawärme, Hautkontakt, ...

Du gibst ihm damit so viel mehr als "nur" Milch!