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Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 13:17
von Linda81
Jaloca. Du weißt mit den Stillproben nicht, ob Du noch zufüttern mußt. Du glaubst, Deine Tochter müsse zu jeder Mahlzeit eine definierbare und meßbare Mindestmenge zu sich nehmen. Das ist nicht so!
Sie selbst weiß ganz genau, wieviel sie wann braucht. Das beweist sie Dir, wenn sie sich weigert, mehr zu trinken. Und Du bist dabei, es ihr abzutrainieren. Du machst da Zwangsfütterung. Du stopfst sie. Das muß man mal so deutlich sagen.
Wenn sie nicht mehr trinken will: laß sie! Biete ihr einfach häufig was im BES an. Wenn sie nicht will, DANN HAT SIE GENUG! Wenn sie ausscheidet und zunimmt, dann hat sie genug!!
Mann. Dein Drejähriger, mißt Du dem eigentlich genauso die Kalorien zu? Stopfst Du ihm noch ein Brot hinterher? Flößt Du ihm nachts Sahne ein? Nein, oder? Laß es auch bei Deiner Tochter. Mach ihr Angebote. Ihr Hungergefühl ist noch intakt - noch (!). Belaß es dabei.
Und lies bitte sofort González: mein Kind will nicht essen.

Bedenke, daß Pumpmengen gar nichts über die Milchbildung aussagen. Sie sagen was darüber aus, wieviel Milch in der Flasche ist. Das ist alles.
Bedenkt, daß auch Du nicht bei jeder Mahlzeit 400 Kalorien aufnimmst. Mal ißt Du einen Apfel, mal eine Pizza, mal läßt Du ausfallen.
Bedenke, daß Babys auch von Omas getröstet werden können und von Vätern und daß voll stillende Mütter auch mal rausgehen, Sport machen, Leute treffen. Die Babys werden getragen. Das tröstet genau so gut wie Stillen. Wenns zu lange dauert, kommt die Oma vorbei. Du stillst. Die beiden fahren wieder. Du bist wieder frei.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 13:22
von Linda81
Und zur Klärung: mit stopfen meine ich düse unsäglichen Nummern mit Softcup reinleeren.
Was du tun solltest:
Die vielen, vielen Threads hier lesen, in denen die Mütter mit Zufütterung beim Stillen über das BES innerhalb weniger Wochen zum Vollstillen gekommen sind. Alle hatten anfangs Sorgen. Das ist normal. Sie alle haben den Mods hier vertraut. Sie haben die Schnuller und die Flaschen weggelassen und nur noch mit dem BES gearbeitet. Sie haben einmal am Tag gewogen. Mehr mußten sie nicht tun. Das reichte aus.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 13:36
von jaloca
@Linda81
Danke auch Dir für Deinen Beitrag, aber in vieler Hinsicht kannst/möchtest Du mich nicht verstehen und scheinst Dich gar aufzuregen über diverse Sachverhalte. Ich sehe einige Sachen anders, die Du angesprochen hast und es würde den Rahmen sprengen, auf diese einzugehen. Aber Du hast einen entscheidenen Satz gesagt, dem ich absolut zustimme: "Wenn sie ausscheidet und zunimmt, dann hat sie genug!!". Mehr dazu möchte ich nicht sagen, ich bin ziemlich erschöpft vom ewigen Rechtfertigen und Erklären. Danke anyway!

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 13:54
von Linda81
Jaloca, ich kann ja nur auf das reagieren, was ich hier lese. Ich kenne Dich ja nicht persönlich. Mein Eindruck war der, daß Du neben klarem Zuspruch und Rücken stärken auch klar Spiegelungen brauchst. Du liest Dich kreiselnd. Voll Panik. Ich kenne das. Beim Lesen ist das Frustrierende: diese Panik ist so verständlich, aber so, so unnötig! Und - leider - auch hausgemacht! Du sabotierst Dich selbst!
Ich wünsche Dir: daß Du Dich für eine Woche, am liebsten aber zwei an die Angsben von Mondenkind halten kannst. Was du messen sollst, wieviel Du wie oft auf welchem Weg zufüttern sollst. Das paßt in vier, fünf Sätze. Nur diese Richtschnur. Klarheit. Reduktion. Willst Du das versuchen?

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 14:05
von saiidi
Ich seh auch das Problem an dem _eine bestimmte Menge mL _ nachfüttern.
Die menge die Mondenkind angibt soll im laufe des Tages angeboten! werden.
Wenn sie bei einer Mahlzeit nichts oder nur wenig annimmt dann biete bei der nächsten einfach wieder was an. WIEVIEL davon dein Kind annimmt entscheidet! auch dein Kind allein.
Bitte vertraue auf Mondenkind, befolge ihre Anweisungen und ich bin sicher ihr schafft das problemlose Stillen das das leben mit kleinen Kindern so einfach macht.
Alles Gute und Lg

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 14:27
von christkind
Hi Jaloca,

ich verfolge deinen Thread jetzt auch von Anfang an und muss mich jetzt einfach auch mal zu Wort melden, da es mir mittlerweile genau so
jaloca hat geschrieben:scheinst Dich gar aufzuregen über diverse Sachverhalte
geht.

Du scheinst echt unbelehrbar zu sein oder jedenfalls kommst du so rüber und das tut mir in erster Linie leid für dich und deine Tochter. Ich bin der festen Überzeugung, dass ihr längst Vollstillen würdet, wenn du einfach mal Mondenkind vertrauen würdest und umsetzen was sie dir empfiehlt. Du bremst dich so unglaublich selbst aus, dass es beim Lesen weh tut. :(

Du musst dich von den Zahlen lösen!!! So ist das beim Vollstillen nunmal. Vertraue deinem Baby. Führ' dir immer wieder vor Augen, dass ein gesundes Kind nicht "freiwillig" verhungert, wenn es genug angeboten bekommt. Und deine Tochter bekommt genug angeboten. Sie kann stillen, das hat sie am 19. Juli bewiesen und du bietest ihr sogar zustätzlich was an. Wann sie das alles nicht will, dann hat sie genug!

Und noch was wegen dem Ausgehen etc.: Ich hatte hier auch so ein "umgekehrt" saugverwirrtes Kind. Sie hat einfach nie aus der Flasche trinken können, sie wusste wirklich gar nichts damit anzufangen. Dennoch hab' ich noch ein Sozialleben gehabt!! Hab' Rückbildung gemacht, Sport, war auf der Institutsweihnachtsfeier etc. Am Anfang hab' ich die Kleine halt sehr viel mitgenommen, was bei ihr auch zugegebenermaßen unproblematisch war, da sie schon immer 'ne Actionliebhaberin ist. Sie lag z.B. im Fitnessstudio in der Mitte auf der Krabbeldecke und hat einfach nur beobachtet. 8) Das fand' sie klasse und ich konnte trainieren. Ab Beikostalter war das dann sowieso alles kein Thema mehr. Sie stillt zwar heute noch für ihr Leben gerne, aber wenn ich nicht da bin, dann wird eben gegessen. Sie schläft dann auch beim Papa ein. Klappt alles.

Eigentlich will ich dir Mut zusprechen. Ich hab' das Gefühl, du bist mit der Verantwortung überfordert. Deshalb mein Rat: Gib' die Verantwortung ab! An Mondenkind! Du musst nur täglich die Daten liefern. Also, EIN Gewichtswert pro Tag, Stillanzahl, Windelanzahl, Zufüttermenge, und sie wird dir dann sagen was du tun sollst. Halt dich einfach dran, ohne hinterfragen, ohne denken! Ich bin mir sicher, dass Mondenkind nicht das Wohl deines Kindes riskieren würde! Versuch's einfach, egal wir schwer es anfangs ist. Ich denke, dann wird bei euch alles gut.

So, als letztes möchte ich noch ein Umarmung hierlassen. (()) Durchhalten!!

Gruß Christkind

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 14:43
von Erdnuss
Liebe jaloca,

ich wünsche dir so sehr, dass du deine Nerven und die elende Unruhe zur Ruhe kriegst. Wir hatten auch, wie du und leider so viele andere hier, einen schlimmen Weg zum Vollstillen - zeitweise hatte ich das Gefühl, darüber förmlich den Verstand zu verlieren - ich hab mich selbst nicht mehr gekannt. Warum schreibe ich? Auch unser Baby ist wirklich sehr zart - und durch unseren schlechten Stillstart muss ich noch immer üben zu vertrauen! Du bist nicht allein damit! Vergleiche ich mit "Speckbabys"? Zähle die Bissen in den Mund? Ja - aber es ist besser geworden! Das muss man leider täglich üben, aber du schaffst das!! Jetzt im Moment fühlt es sich vielleicht wie ein dunkler Tunnel an - aber vertrau Mondenkind und lass dich begleiten, und wenn sie euch lobt, unterstreich dir das fett und lies es dir immer wieder zur Erinnerung und Bestärkung durch! Man selbst sieht sowas oft nicht, oder übersieht, verdrängt, vergisst es, wegen der ganzen anderen offenen Baustellen, auf die man starrt.

Alles Liebe!

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 14:52
von jaloca
Sich 1-2 Wochen an den Anweisungen von Mondenkind halten? Habe ich doch IMMER gemacht, schon seit 2 Monaten. Ich verstehe es echt nicht, warum ich da als beratungsresistent rüberkomme oder dargestellt werde. Was habe ich denn je nicht befolgt oder umgesetzt? Ich fange schon wieder an zu heulen, echt schlimm :cry: :cry: :cry: :cry: ... Ausser die Stillproben, mit welchen ich ERST vor ein paar Tagen ganz spontan angefangen habe und zwar aus Freude an den guten Tag, wo sie so wild so gut gestillt hat, habe ich doch immer alles befolgt! Ich habe mich sogar auf das BES eingelassen, obwohl ich von Anfang an klar gesagt habe, dass ich das auf keinen Fall noch einmal durchleben möchte (negative Erfahrungen vor 3 Jahren).

Aber wenn mir zu 300-350 ml Zufütterungsmenge pro Tag geraten wird, womit ich absolut einverstanden bin (!) und das bis jetzt super ging mit Calma und plötzlich über die Wochen immer weniger und jetzt bringe ich nicht einmal 50-70 ml in sie rein... wie soll ich da locker und entspannt bleiben? Wo bin ich da unbelehrbar? Das ist es ja genau: ich KANN NICHT befolgen, auch wenn ich so gerne würde, weil meine Tochter da nicht mitmacht! Darum bin ich ja so verzweifelt. Ich kann mir z.B. schon zureden, dass sie genug hat, wenn sie an der Brust manchmal einschläft und eindöst, aber es kann doch auch sein, dass sie eigentlich mehr wollen würde, aber nicht genug Kraft dazu hat oder schnell ermüdet... Sie hat früher ja noch 100 ml Calma Flaschen getrunken und das 2-3 Mal am Tag. An der Brust ist es klar strenger! Ganz am Anfang haben wir sogar über 400 ml zugefüttert. Schön und easy gesagt für alle, deren Kinder sich immer schön melden, wenn sie hungrig sind. Sie schläft ja fast den ganzen Tag. Soll ich sie einfach stundenlang sein lassen? Vertrauen, dass sie sich melden würde? Ich muss sie fast jede 2-3 Stunden wecken zum trinken. Und dies immer noch mit 3 Monaten. Wie kann ich locker und easy bleiben?

Wenn ich so weiterfahre und sie nicht mit zusätzlicher Milch stärke, dann wird sie über die Wochen doch immer weiter schwächer und energie-loser. Das ist meine Befürchtung, das sind meine Sorgen... nicht der eine Tag, an dem sie schlecht trinkt, sondern die Tendenz, die mir in letzter Zeit einfach nicht mehr gefällt. Immer weniger zugefütterte Menge (weil sie nicht mag), keine wesentliche Steigerung der aus der Brust getrunkenen Menge (Stillproben), knapp die Anzahl nasser Windeln und Gewicht so gaaaanz langsam steigernd (na ja, immerhin...).

Ich würde am liebsten fliehen, mich echt einfach in Luft auslösen, Abstand, weg, Kopf frei von diesem ganzen Thema: ich bin echt so erschöpft und kaputt und weiss überhaupt nicht, wie weiter. Ich weiss auch nicht, ob es mir überhaupt gut tut, mich da weiter so intensiv im Rahmen dieses Forums damit auseinnaderzusetzen. Das Thema dominiert momentan mein ganzes Leben und habe heute das erste Mal die Wochen gezählt, bis ich so in etwa mit der Beikost anfangen könnte. Ich stecke einfach in einer riesen Sackgasse. Ja, christkind, so unglaublich richtig hast Du es gesagt: ich bin mit der Verantwortung tatsächlich überfordert... Ich weiss echt nicht, wo ich die Kraft herholen soll, zum mich wieder aufzuraffen und weiter zu machen.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 15:00
von Linda81
Ich sag nicht, daß Du es nicht tust (bezogen auf Mondenkind), ich sage: tu einfach mal das, nur das, und sonst nichts! Verlaß Dich auf sie. Glaub ihr mal. Dann lernst Du über die Zeit auch Deinem Kind zu glauben.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.07.2015, 15:04
von Erdnuss
Ich möchte editieren: mit "auch sehr zart" meinte ich, dass UNSERES zart ist bzw. ich das so wahrnehme! Ich habe mich da falsch ausgedrückt. Du schriebst ja, du nimmst deines auch als zart wahr, da hab ich mich einfach nur drauf bezogen, ohne nachzudenken, denn ich kann deines doch überhaupt nicht beurteilen. Bitte entschuldige die Verwirrung.