Ganz genau!
Ich hatte ihr vor der Geburt noch gesagt, dass ich ihr sehr gerne eine tolle Stillberatung empfehlen kann, wenn sie da Hilfe braucht aber wenn sie das dann nicht machen möchte...
Ich verstehe es nur einfach nicht, wieso angeblich stillfreundliche Kliniken Babys sofort die Flasche regulär die Flasche aufdrängen, wenn noch nicht mal klar ist, ob zugefüttert werden muss aus einem Grund
Mama von Tanzfrosch *12/2019 und Frechmaus *02/2022
GemeineEsche hat geschrieben: 13.04.2023, 01:25
Und da man ja letztendlich "nur Mama" ist traut man sich dann weder, sich "aufzudrängen" oder über das medizinische Personal zu stellen (was natürlich auch unangebracht wäre), noch wird hinterher nochmal nachgefragt.
Wie schafft man es, da "erfahren" und nicht wie ein Besserwisser rüber zu kommen, damit Freundinnen und Bekannte einen fragen?
Das war für mich einer der Gründe, die Ausbildung zur Stillberaterin zu machen (AFS) Seit sich das in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen hat, werde ich immer mal wieder angesprochenen, auch schon nach der Geburt. Und glücklicherweise wird meine Meinung auch dann ernst genommen, wenn Hebamme oder Kinderarzt etwas anderes sagen.
Was nicht heißt, dass in meinem Umfeld jetzt fröhlich "normalzeitstillen", aber ich glaube, ich hab schon erfolgreich das eine oder andere ungewollte Abstillen verhindern können
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Wir hatten ja auch einen schweren Stillstart. Als meine beste Freundin dann kurz nach meiner Entbindung schwanger wurde, habe ich ihr einfach ein paar gute Bücher zu dem Thema Stillen und allgemein zu Neugeborenen geschenkt. Ich wusste, dass sie gerne stillen wollte. Ich habe auch meine Geschichte frei und frank erzählt. Ich bin da einfach offen und erzähle (inzwischen) auch von meiner Angsterkrankung und meiner Unfruchtbarkeit. Ich hoffe einfach, dass dadurch irgendjemand mit den gleichen Problemen motiviert wird sich die richtige Hilfe zu holen.
Ich habe nämlich auch eine Freundin, bei der eine ähnliche Interventionskette und Horrorgeburt zum vorzeitigen Abstillen geführt hat. Bis ich selber versucht habe zu stillen, dachte ich dass das total normal ist. Jetzt muss nicht jede Frau ihre Erfahrungen teilen. Das Schweigen über Probleme führt aber leider oft zu einer Normalisierung dieser Probleme. Deswegen habe ich meiner besten Freundin diese Bücher geschenkt. Ich wollte sie so gern in den ersten Wochen nach der Geburt begleiten, aber sie wollte es nicht und das habe ich respektiert. Glücklicherweise hat meine Offenheit doch was gebracht. Dadurch war sie im Krankenhaus sehr darauf bedacht, dass die Hebammen und Schwestern kontrollieren ob ihr Kind gut trinkt und das hat es. Sie stillt wie ein Profi und das Kind ist total proper.
Valentina mit großer Tochter S. (11.2021) und Baby-Tochter L. (5.2025)
ShinyCheetah hat geschrieben: 13.04.2023, 06:24
Das war für mich einer der Gründe, die Ausbildung zur Stillberaterin zu machen (AFS) Seit sich das in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen hat, werde ich immer mal wieder angesprochenen, auch schon nach der Geburt. Und glücklicherweise wird meine Meinung auch dann ernst genommen, wenn Hebamme oder Kinderarzt etwas anderes sagen.
Sehr guter Punkt!!! Aus der Perspektive hab ich das noch nie gesehen, aber klingt total logisch. Dann sollte ich das doch vielleicht mal mittelfristig überlegen, nicht nur langfristig.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Da fällt mir auf: Das sollte heißen "auch schon VOR der Geburt"
Ich sehe gerade GemeineEsche: Die AFS-Ausbildung passiert an Wochenenden
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
GemeineEsche hat geschrieben: 13.04.2023, 12:51
Und das Baby muss ja erstmal groß genug sein es ein Wochenende Zuhause zu lassen. Also so 1-1 5?
Neee, also zumindest vor kurzem war noch alles online und stillen nebenher kein Problem. Ich habe ein Seminar mit ein paar Woche altem Baby gemacht und hatte das auch einige Zeit dabei. Für 2jährige braucht man aber schon eine Betreuung.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Bei mir im KH, Wochenbettstation, meinte die Schwester zu mir, als ich sagte, dass die Kleine nachts 2h an der Brust hing und mir als unerfahrene Mutti unsicher war ob das normal ist:
"Sind Sie verrückt? Sie sind doch keine Milchkuh!"
Ich sollte nur noch 15 Min stillen und das möglichst unbequem, damit sie nicht einschläft. (komische Haltung, etwas ausziehen, damits kühler ist...)
Dann haben sie mich noch verrückt gemacht, dass sie ja so viel abgenommen hat.
Glücklicherweise fand ich das komisch, habe noch mal recherchiert und dann alles ignoriert was sie mir gesagt haben und sie hat stundenlang an meiner Brust gehangen, ist dabei immer wieder eingedöst, hat dann weiter getrunken.... und hat nach wenigen Tagen dann auch gut zugenommen, so dass ich nie zufüttern musste.