Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von delfinstern »

In der Kita schliefen die Kinder oh Wunder ohne stillen. Beim Papa auch. Teilweise mit Kinderwagen, Buch angucken bis zum Umfallen oder Autofahren oder tragen oder.... Machte in meinem Bekanntenkreis keinen Unterschied ob gestillt oder nicht. Spätestens beim (nachts) abstillen hat es sich eh erledigt.
Die Großen schlafen theoretisch auch bei Papa, gestillt wird da keiner mehr (zum Einschlafen). Das Baby schläft auch bei Papa in der Trage. Im Regelfall still ich aber im Bett. Warum? Weils das einfachste ist, ich bin tagsüber eh da. Zwischen 20 und 23 Uhr schafft es ab und zu Papa, dass das Baby weiterschläft, ohne stillen. Er trägt und kann sie ablegen.
Liebe Grüße
Delfin*
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Nananix
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Nananix »

Ich hätte ohne Einschlafstillen nicht überlebt. Es ist immer noch der beste Weg um ihr zu helfen, zur Ruhe zu kommen (24 Monate alt, Stillen ausschließlich zum Einschlafen). Sie schläft in der Kita ohe Probleme und wenn ich nicht im Haus bin, auch beim Papa völlig normal ein. Mein Mann hat das Stillen auch lang für einen Grund gehalten, warum sich unsere Tochter schwer tut, eine gute Beziehung zu ihm aufzubauen. Diese Einstellung hat sich mittlerweile komplett erledigt, weil er mitbekommen hat, dass er andere Wege finden muss und dass beides (Stillen und sein Weg) mit der gleichen Anstrengung verbunden sein kann.
mit der Winterraupe 01/2020 ❤🐛❤ und dem Sommerbär 09/2023 ❤️🐻❤️
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ShinyCheetah
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von ShinyCheetah »

acma hat geschrieben: 05.02.2022, 21:43 Jetzt habe ich noch eine Frage zum Thema Einschlafstillen. Mir wurde diese Woche von verschiedenen Seiten gesagt, dass ich damit meinem Kind schade, weil ich sie von mir abhängig machen würde. Sie könne nicht selbständig werden, würde auch als großes Kind (auch nach dem Abstillen) nicht ohne mich einschlafen, ich würde dem zweiten Elternteil die Chance verwehren, sie ins Bett zu bringen etc.
Mir ist schon klar, dass so Zukunftsaussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Aber es verunsichert mich trotzdem.
Wie handhabt ihr das? Was sprich für / gegen Einschlafstillen?

Ich muss noch dazu sagen, dass ich es nie als Einschlafstillen geplant habe. Irgendwann hat es sich eingependelt, dass sie beim abendlichen Stillen einschläft, und ich bin eigentlich auch froh, dass sie jetzt so ruhig und unkompliziert schlafen kann.
Ich hab als F klein war meinem Papa davon erzählt, dass Einschlafstillen in manchen Kreisen total verpönt ist. Er war ganz fassungslos und meinte "Aber das ist doch die allerfriedlichste Art für ein Baby einzuschlafen". Und laut meiner Mutter hat er uns auch schon früh selbst ins Bett gebracht, dann halt mit kuscheln.

Also: Ich habe beide Kinder einschlafgestillt und werde V noch so lange weiter einschlafstillen, wie wir es beide schön finden :)

Versuch dich von so nem Quatsch nicht verunsichern zu lassen. Ohren auf Durchzug.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Lösche Benutzer 27440 »

Meine Kinder wurden einschlafgestillt und sind trotzdem bei Oma (mit etwa 1,5 jahren) wunderbar schlafen gegangen. Sie haben dort auch die Nacht super geschlafen, obwohl sie sonst nachts gestillt wurden. Klar ist die erste Umstellung erst einmal schwer, aber die andere Bezugsperson wird schon einen Weg mit dem Kind finden. Oma hat halt im Arm geschaukelt und dann gekuschelt.
Lass dir nichts einreden und begleite dein Baby so lange mit Stillen in den Schlaf wie es euch beiden gefällt!
Es gibt doch wirklich nichts schöneres für ein Baby als so einzuschlafen.
vam
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von vam »

Mein Sohn war kein Einschlafstiller. Der ist ein Tragekind. Dass er beim Stillen eingeschlafen ist, war Zufall (also er stillte schon abends im Bett, dockte sich ab und war dann bereit, sich durch die Gegend schleppen zu lassen). Und jetzt rate mal, wer ihn jedes einzelne Mal in den Schlaf tragen sollte und wer komplett abgemeldet war 😉 Und das mittags wie abends (oder in der ersten Babyzeit noch öfter).

Einschlafstillen ist großartig und wenn er heute keinen Mittagsschlaf macht und abends überdreht ist, hilft Stillen am besten, dass er runterkommen kann. Für mich spricht genau gar nichts gegen Einschlafstillen. Das nächste Baby macht hoffentlich (hoffentlich!) öfter davon Gebrauch.
... mit dem kleinen Wilden (2019) und Pünktchen (2022)
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Sommermama2017 »

acma hat geschrieben: 05.02.2022, 21:43 würde auch als großes Kind (auch nach dem Abstillen) nicht ohne mich einschlafen,
Dazu würde ich gerne was schreiben.
Ja, meine Große (und auch andere mindestens so alte Kinder hier aus dem Forum ;) ) wünschen sich noch sehr, sehr stark eine Einschlafbegleitung (hier funktioniert es inzwischen auch ohne, aber das kann ich längst nicht immer verlangen , das gäbe starken Protest.). Aber das kommt nicht vom Einschlafstillen direkt, sondern weil man dadurch da ist, wenn das Kind einschläft. Wenn man nixht stillen sondern tragen würde, gäbe es ja das gleiche "Problem". D.h. die Alternative wäre, Baby wach alleine ins Bett legen und raus gehen... ICH konnte und wollte(!) das nie (ok, beim 2. Kind hat es ein paar mal zufällig, ungewollt geklappt, und bei manchen funktioniert das ohne Schreien, aber bei den meisten nun mal nicht).
Willst du die Alternative?
Wenn nicht, dann wäre es jetzt eh egal, ob du stillst oder trägst, finde ich.
Umgewöhnen kann man auch später. Es wäre einfacher, wenn auch jetzt schon dein Baby ab und zu ohne stillen einschläft (Tragen, Auto, Kiwa).

Was ich übrigens gemerkt habe: Meine Große ist vor einiger Zeit, kurz nach dem 4. Geburtstag, regelmäßig auf eigenen Wunsch alleine eingeschlafen. Ich hab es vermisst, dabei zu sein.

Jedenfalls würde ich nicht jetzt auf das Einschlafstillen verzichten, nur wegen Befürchtungen in der Zukunft.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Yelma
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Yelma »

acma hat geschrieben: 05.02.2022, 21:43 Jetzt habe ich noch eine Frage zum Thema Einschlafstillen. Mir wurde diese Woche von verschiedenen Seiten gesagt, dass ich damit meinem Kind schade, weil ich sie von mir abhängig machen würde. Sie könne nicht selbständig werden, würde auch als großes Kind (auch nach dem Abstillen) nicht ohne mich einschlafen, ich würde dem zweiten Elternteil die Chance verwehren, sie ins Bett zu bringen etc.
Mir ist schon klar, dass so Zukunftsaussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Aber es verunsichert mich trotzdem.
Wie handhabt ihr das? Was sprich für / gegen Einschlafstillen?

Ich muss noch dazu sagen, dass ich es nie als Einschlafstillen geplant habe. Irgendwann hat es sich eingependelt, dass sie beim abendlichen Stillen einschläft, und ich bin eigentlich auch froh, dass sie jetzt so ruhig und unkompliziert schlafen kann.

Sehr anekdotisch:
Meine Große lies sich das gesamte erste Jahr nicht einschlafstillen. Nie. Generell schlecht beruhigen, hat viel Geschrien. Und die klebte an mir wie nix gutes. Sie ließ sich aber auch von anderen ins Bett bringen, hat da auch gebrüllt, das hat sie bei mir aber ja auch. Heute noch würde sie nie weglaufen, geht nachts nicht allein aufs Klo, verlässt einen gewissen Radius um mich nicht. Sie geht aber angstfrei sofort ohne Eingewöhnung in jede Betreuung, spricht mit jedem.
Möpschen hat gern einschlafgestillt bis vor kurzem. Sie ist viel unabhängiger, geht wohin sie will, wann sie will. Geht auch lieber allein schlafen oder mit der Schwester als mit jemand fremden (oma zB) sie lässt sich von niemandem betreuen und fremdelt stark.
Ich sehe da keinen Zusammenhang, eher andersrum. Beide machen keinen Unterschied zwischen Mama und Papa.

Es schadet bestimmt nicht auch immer mal was anderes zu probieren. Singen, kuscheln, tragen, vorlesen. Einfach damit das bekannt ist. Manchmal sind sie noch nicht müde und satt, das ist ne Gelegenheit.

Als Argument: ein Kind nicht schreien zu lassen stärkt sein selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Und das Kind kann nicht selbstständig aufs Klo, sich wickeln, fortbewegen, essen und trinken. Warum soll es selbstständig einschlafen können? Das lernt es genauso wie den Rest auch.
🐝Pupselchen 07/2017
🐢Möpschen 03/2020
🐖Grunzekatze 02/2023

Man weiß gar nicht wie viele Menschen man nicht mag bevor man einen Namen für sein Kind sucht
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Rinrin
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Rinrin »

Das einzige dass du mit dem einschlafstillen machst ist das zu DEINER präferierten Methode zu machen.
Wenn der Papa/Opa/sonstige Bezugsperson das Kind ins Bett bringen will/soll/muss müssen die ihre eigenen Methoden mit dem Kind finden.
Und das klappt in den seltensten Fällen reibungslos und ohne Tränen. Wenn die das nicht durchhalten wird dir (und dem Kind) die Schuld für ihr eigenes Unvermögen in die Schuhe geschoben.

Sagt diejenige die seit über fünf Jahren einschlfstillt (jetzt nur noch den Bup) und alleinig ins Bett bringt. Aber MIR macht das nix - ich will abends eh nicht weg sondern am liebsten am Handy hängen. Die paar mal wo ich weg sein musste hat das einschlafen mit dem Papa wunderbar geklappt nachdem die ersten Reibungen überwunden waren. In der Kita wurde auch ein Weg gefunden für den Mittagsschlaf nachdem die sonstige Bindung gepasst hat.

Such dir deinen Weg und lass dich von der Inkompetenz der anderen Menschen nicht davon abbringen. Es ist eine Frage der Bindung. Dass es Kinder gibt die nur eine primäre bindungsperson zulassen und andere vehement ablehnen ist ja unumstritten. Das ist aber bei flaschenkindern auch mal der Fall.
Mit Wuz (01/17) und Bup (07/19)
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Grizzly
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von Grizzly »

Hier wird auch gerne einschlafgestillt. Ich hab das auch nicht forciert, das hat sich einfach so ergeben. Bärchen schläft aber von Beginn an ebenso gerne bei Papa in der Trage oder bei mir im Tuch ein. Es ist also nicht der „einzige“ Weg, nur weil man sich darauf einlässt.
Zudem finde ich es auch super bequem und es ist ja nun mal auch viel entspannter und einfacher, da wir auch im Liegen stillen können. Man legt sich bequem ins Bett, stillt, schläft. Bequemer und kuscheliger geht’s ja wohl nicht.

Bevor ich dieses tolle Forum hier gefunden hatte, hat mich folgender Artikel davon überzeugt, die dummen Bemerkungen als das abzutun, was sie sind:

https://www.still-lexikon.de/einschlafen-an-der-brust/

Vielleicht findest du den (neben den Kommentaren hier) auch interessant.
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
acma
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

Beitrag von acma »

Danke für eure Antworten! Das hilft. Vom Gefühl her will ich es eh grad nicht anders machen, sie findet beim Stillen so einfach in den Schlaf, das ist so schön (und das war noch vor einigen Wochen ganz anders...). Und wenn es mal nicht reicht, trage ich sie noch ein bisschen. (Schreienlassen kam nie in Frage.) Tagsüber tragen wir sie übrigens zum Einschlafen, das klappt bei uns beiden. Sie kennt also auch anderes.
Okay, dann bin ich also wieder beruhigt.

Liebe Grüße, acma (neben mir das einschlafgestillte, friedlich schlafende Knöpfchen)
acma mit Knöpfchen (08/21)
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